10 Mio. Euro für Corona-Testoffensive

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10 Mio. Euro für Corona-Testoffensive

Testungen werden ausgeweitet und Kapazitäten erhöht! Assistenzeinsatz des Bundesheers zur Unterstützung im Kontaktpersonen-Management soll kommen

Eine der meist gewählten Nummern im Rahmen der Corona-Pandemie ist die Gesundheitsberatung 1450 des Roten Kreuzes. Rund 1.000 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher wenden sich derzeit täglich an die Hotline.

„Die steigenden Fallzahlen alarmieren uns und daher ist es wichtig, die Testungen auszuweiten. Wir testen in Oberösterreich nun nicht mehr nur Verdachtsfälle und Kontaktpersonen der Kategorie eins, die Symptome haben, sondern auch jene ohne Symptomen. Dies ist zum aktuellen Zeitpunkt eine wichtige Ergänzung um möglichst genau zu wissen, wie sich Infektionswege entwickeln“, informieren Landeshauptmann Thomas Stelzer und seine Stellvertreterin Christine Haberlander.

Für die Ausweitung der Testkapazitäten soll im Bedarfsfall auch eine Aufstockung der Laborkapazitäten erfolgen. Denn es sollen auch bei positiven Fällen an Schulen, alle Mitschülerinnen und Mitschüler derselben Klasse getestet werden. Weiters werden auch die Testaktivitäten in den Alten- und Pflegeheimen verstärkt.

„Um dieses erhöhte Testaufkommen bewältigen zu können, wurden zum einen die Drive-Ins des Roten Kreuzes von zwölf auf 16 sowie die mobilen Teams aufgestockt. Für die Finanzierung wartet das Land derzeit auf die Genehmigung des Bundes, diese Kosten des Zweckaufwands zu übernehmen. Um die Testaktivitäten so rasch als möglich zu erhöhen, tritt das Land Oberösterreich mit zehn Millionen Euro in Vorleistung“, betonen der Landehauptmann und seine Stellvertreterin. Ein entsprechender Beschluss der Landesregierung wurde in der heutigen Sitzung getroffen.

Kontaktpersonen der Kategorie eins sind – wie vom Bund festgelegt – etwa die Haushaltsangehörigen einer infizierten Person oder alle, die direkten Kontakt mit einem Erkrankten hatten.

„So ermöglichen wir, dass jede Oberösterreicherin und jeder Oberösterreicher innerhalb von 30 Minuten eine Abnahmestation erreichen kann“, so Stelzer und Haberlander.

Um das Kontaktpersonen-Management in Zusammenhang mit steigenden Infektionszahlen weiterhin effektiv betreiben zu können, hat Landeshauptmann Thomas Stelzer heute einen Assistenzeinsatz beim österreichischen Bundesheer angefordert. „Wir haben mit den Soldatinnen und Soldaten des österreichischen Bundesheeres in den vergangenen Monaten gute Erfahrungen gemacht. Ich bin dankbar, dass sie uns auch in dieser herausfordernden Zeit wieder unterstützen werden“, so der Landeshauptmann.

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