18 Prozent wollen nicht auf große Familienfeiern verzichten

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18 Prozent wollen nicht auf große Familienfeiern verzichten

Zu Weihnachten wegen Corona auf große Familientreffen verzichten? Für 18 Prozent der Menschen in Österreich kommt das nicht infrage, wie eine Erhebung von Marketagent.com ergeben hat. Eine fast gleich große Gruppe von 20 Prozent gab aber an, von Verwandtenansammlungen diesmal abzusehen. Mundschutz wollen die Befragten bei Familienbesuchen zu den Festtagen kaum tragen (nur einer von zehn), auf die Einhaltung des Mindestabstandes will dabei nur knapp jeder Dritte achten.

“Nicht auf alle Feste verzichten”

“Ich werde zumindest auf ein Familientreffen verzichten, aber nicht auf alle”, gaben knapp 30 Prozent von 500 repräsentativ befragten Frauen und Männern im Alter von 14 bis 75 Jahren an. Der Rest hat sich noch nicht entschieden (rund 19 Prozent) oder trifft ohnehin nie viele Verwandte zu Weihnachten.

Frauen und Familien in Weihnachtsstimmung

Weihnachtsstimmung trotz Corona herrsche besonders unter den Frauen und in Familien mit Kindern (je 71 Prozent), berichtete Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent. Knapp zwei Drittel werden im Coronajahr mit ihrem Partner bzw. ihrer Partnerin vor dem Christbaum stehen, bei gut jedem Zweiten sind die eigenen Kinder mit dabei. 46 Prozent feiern mit den Eltern oder Schwiegereltern und drei von zehn außerdem mit Geschwistern bzw. Schwager oder Schwägerin. Vor allem das Feiern mit Freunden dürfte der Coronakrise und den damit verbundenen Maßnahmen zum Opfer fallen. So gaben lediglich 7,8 Prozent an, das Fest mit Freunden und Bekannten zu verbringen.

Ältere nehmen mehr Abstand

Auf das Abstandhalten bei weihnachtlichen Familienfesten achten die Menschen hierzulande vermehrt zumindest mit zunehmendem Alter: Unter den 60- bis 75-Jährigen würden 69 Prozent von Berührungen jeglicher Art Abstand nehmen. Knapp die Hälfte aller Befragten plant, im Laufe der Feierlichkeiten regelmäßig zu lüften. Vier von zehn schränken die Teilnehmerzahl bei Familienfesten ein. Speziell ältere Verwandten bzw. jene, die einer Risikogruppe angehören, würden 17 Prozent in diesem Jahr nicht treffen.

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