2.782 Neuinfektionen: Höchster Sonntagswert bislang

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2.782 Neuinfektionen: Höchster Sonntagswert bislang

Derzeit leider kein Tag ohne Rekord bei den Neuinfektionen in Österreich: Mit 2.782 weiteren mit SARS-CoV-2-Infizierten österreichweit wurde ein neuer Rekord für einen Sonntag registriert.

Aus den Zahlen von Gesundheits- und Innenministerium ging hervor, dass es bisher in Österreich 80.811 positive Ergebnisse aus 2.088.359 Tests gab. Innerhalb eines Tages wurden 17.744 Testergebnisse eingemeldet, für einen Tag am Wochenende ein hoher Wert.

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Die Umweltbewegung Fridays for Future hat für heute, Freitag, wieder zu weltweiten Demonstrationen gegen “die politische Untätigkeit in der Klimakrise” aufgerufen. In Österreich soll dabei der Fokus besonders auf die bevorstehende Wien-Wahl gelegt werden, wie es in einer Ankündigung hieß. Für Wien ist etwa ein Großstreik geplant, der unter anderen auch von Greenpeace, Global 2000, dem WWF und Amnesty Internationalunterstützt wird. Aber auch in den anderen Bundesländern werden Demonstrationen stattfinden. Die Aktivisten fordern bei der Lösung der Klimakrise ein ähnlich starkes Vorgehen der Verantwortlichen wie bei der Corona-Pandemie.

Fridays for Future rufen wieder zum globalen Streik auf

Im weltweiten Bemühen um einen Corona-Impfstoff hat ein weiteres Forschungsprojekt einen entscheidenden Erfolg gemeldet. Die Impfung des US-Biotechkonzerns Modernazeigte in einer Zwischenanalyse eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent beim Schutz vor Covid-19. Moderna erwarte, in den kommenden Wochen in den USA eine Notfallgenehmigungbeantragen zu können, teilte der Konzern am Montag mit. Was ist über den Impfstoff bekannt? Die nun vermeldeten Daten basieren auf der sogenannten COVE-Studie, für die mehr als 30.000 Teilnehmer in den USA entweder zwei Dosen des Impfstoffs oder ein Placebo erhalten haben. Die Zwischenauswertung basiert auf 95 Personen, die an Covid-19 erkrankt sind: Laut Mitteilung traten 90 Krankheitsfälle in der Placebogruppe auf und nur fünf in der Gruppe, die den Impfstoff erhalten hatte. Daraus ergebe sich eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent. Außerdem wurde das Auftreten von schweren Verläufen von Covid-19 untersucht: Demnach traten alle elf schweren Verläufe in der Placebogruppe auf, kein einziger in der Impfstoffgruppe – das macht Hoffnung, dass dieser Impfstoff vor den schweren Verläufen schützt.Der Impfstoff mRNA-1273 basiert ebenso wie der Impfstoff von BioNTech/Pfizer auf der modernen messenger-RNA-Technologie. Wie diese Prinzip funktioniert, erklärt Impfstoffforscher Florian Krammer so:   “Messenger-RNA ist nichts Exotisches, sie transportiert Informationen zwischen Zellkern und Zellfabriken. RNA-Impfstoffe bringen ein kleines Stück RNA in die Zelle, die Zelle stellt das typische Merkmal des Virus her und unser Immunsystem kann eine Immunantwort erzeugen. Die Messenger-RNA verschwindet dann wieder aus dem Körper, nach ein paar Wochen ist sie komplett abgebaut. Und da es RNA ist, greift der Impfstoff nicht ins Erbgut ein, das ist gar nicht möglich.” Laut Krammer sind Langzeit-Nebenwirkungen “höchst unwahrscheinlich”, es kann aber zu Immunreaktionen unmittelbar nach der Impfung kommen: Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber und Kopfschmerzen.Das deckt sich mit Daten der Moderna-Studie: Laut der Mitteilung von Moderna sei der Impfstoff von den Teilnehmern gut vertragen worden. In einigen Fällen berichteten die Studienteilnehmer über Schmerzen und Rötung an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit und Gelenk-, Muskel- oder Kopfschmerzen. Diese Impfreaktionen verschwanden allerdings nach kurzer Zeit.Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat indes das Prüfverfahren für einen Corona-Impfstoff des Unternehmens Moderna Biotech in Gang gesetzt. Der wissenschaftliche Ausschuss der EMA habe nach ersten vielversprechenden Ergebnissen aus Studien grünes Licht für das sogenannte Rolling-Review-Verfahren gegeben, teilte die Behörde mit.   Bei diesem beschleunigten Zulassungsverfahren können Pharmafirmen ihre Impfstoff-Kandidaten in einer Art Vorverfahren zur Zulassung noch während der Phase der klinischen Studien bei der EMA melden. Die Daten aus laufenden Studien werden dann fortlaufend eingereicht und von der EMA bewertet. Wie lange die Überprüfung jeweils dauern wird, ist unklar. Sobald genügend Nachweise für die Wirksamkeit als auch Sicherheit und Qualität des Impfstoffes vorliegen, kann die Zulassung für den europäischen Markt beantragt werden. Weil die Daten bereits ausgewertet werden, sobald sie verfügbar sind, und nicht erst, nachdem ein formeller Antrag auf Marktzulassung gestellt wurde, kann der Prozess bis zur Zulassung mit einem Rolling-Review-Verfahren erheblich verkürzt werden. Im Moment setzen neben Moderna auch BioNTech/Pfizer und das britisch-schwedische Unternehmen AstraZeneca auf diesen Weg. Erst in der vergangenen Woche hatten BioNTech und sein US-Partner Pfizer mitgeteilt, dass der Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 bietet. Noch im November will das Duo in den USA eine Notfallgenehmigung beantragen. Für die EU-Staaten hatte die Europäische Kommission in der Vorwoche einen Rahmenvertrag mit BioNTech/Pfizer über den Bezug von bis zu 300 Millionen Dosen gebilligt.

Covid-Impfstoff: Moderna meldet Wirksamkeit von 94,5 Prozent

Die Sommersaison ist zwar noch nicht ganz vorbei, trotzdem hat der Tiroler Wintersportort Ischgl, der im Frühjahr als Corona-Hotspot in die Negativschlagzeilen geraten war, schon Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung von Covid-19 in der kommenden Wintersaison erarbeitet. Neben einer Gäste-Screeningstation und Abwassermonitoring wird das Apres-Ski massiv eingeschränkt werden. Mit einem Bündel an Maßnahmen wolle man weit über die behördlichen Vorgaben hinaus gehen, hieß es seitens der Verantwortlichen am Freitag. So sollen in der kommenden Wintersaison alle Mitarbeiter mit einem aktuellen negativen Covid-19-Test anreisen bzw. vor Ort noch vor Saisonstart getestet werden. Während der Saison werden den Mitarbeitern dann laufend Testmöglichkeiten angeboten. Auch den Gästen wird empfohlen bereits beim Check-In in den Hotels ein negatives Testergebnis, das nicht älter als 72 Stunden ist, vorzuweisen. “Wer kein Testergebnis vorlegen kann, für den besteht das Angebot einer freiwilligen Testmöglichkeit in der örtlichen Gäste-Screeningstation”, erklärte Alexander von der Thannen, TVB-Obmann. Zusätzlich sollte beim Check-In eine Temperaturmessung durchgeführt und ein kurzer Fragebogen beantwortet werden. Auch eine eigene Contact-Tracing App soll entwickelt werden. Darüber hinaus will man auch auf das von der Universität Innsbruck und dem Land Tirol entwickelte Abwassermonitoring setzen. Die Seilbahnkabinen sollen laufend mittels Kaltvernebelungsgeräten desinfiziert werden. Dieselbe Methode wird auch in den Skibussen sowie in Sportshops, Skidepots, WC-Anlagen, Aufzugskabinen und den Ersten-Hilfe-Stationen täglich angewendet. Bei allen Seilbahnmitarbeitern wird täglich vor Arbeitsbeginn Fieber gemessen. Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben Zudem setzt Ischgl auf das Tragen von Mund-Nasenschutz. Neben den Seilbahnen soll dieser auch in neuralgischen Bereichen verpflichtend sein. Hierfür habe die Silvrettaseilbahn AG 600.000 Multifunktionstücher angeschafft, die die Gäste beim Kauf eines Skipasses kostenlos erhalten. In den Anstehbereichen sollen eng zusammenstehende Personengruppen möglichst vermieden werden. “Um die Einhaltung eines ausreichenden Sicherheitsabstandes zu gewährleisten, werden wir – abhängig von der Auslastung – auch die Zutritte zu unseren Gastronomiebetrieben am Berg, die im Hinblick auf erforderliche Hygiene-Schutzmaßnahmen aktuell adaptiert werden, limitieren”, kündigte Markus Walser, Vorstand der Silvrettaseilbahn AG, an. Apres-Ski werde es in der bisherigen Form diesen Winter nicht mehr geben, waren sich die Verantwortlichen einig. Details dazu werde es aber erst im Herbst geben. Um große Menschenansammlungen zu vermeiden, wird es heuer zu Beginn der Saison auch kein Konzert geben. Details zu einem alternativen Winterstart sollen ebenfalls im Herbst vorgestellt werden.

So will Ischgl im Winter für Sicherheit sorgen

Archäologen haben ein aus Knochen geschnitztes Vögelchen entdeckt, das mit einem geschätzten Alter von etwa 13.500 Jahren das älteste bekannte chinesische Kunstwerk ist. Der Fund in der chinesischen Provinz Henan zeigt, dass Kunsthandwerk mit Tierskulpturen in Ostasien schon 8.500 Jahre früher als bisher bekannt existierten, erklärt Forscher Li Zhanyang im Wissenschaftsjournal “PLOS ONE”. Die frühesten Skulpturen sind in Europa entdeckt worden, wie etwa ein 31 Zentimeter großer “Löwenmensch” aus Mammut-Elfenbein in Deutschland, der 35.000 bis 41.000 Jahre alt ist. Da für andere Teile der Welt nicht klar ist, seit wann Figuren zur Kultur gehörten, ist das Vögelchen ein wichtiges Puzzleteil und wirft ein neues Licht auf die Entwicklung von Kunst in der Menschheitsgeschichte.

Ältestes chinesisches Kunstwerk entdeckt

Studie von Wiener Wissenschaftlern zeigt: Krebspatienten können bei entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen auch während der Covid-19-Pandemie onkologisch weiter behandelt werden. Sie haben ähnlich häufig wie die übrige Bevölkerung SARS-CoV-2-positive Virustests, aber seltener als Spitalspatienten mit anderen Erkrankungen.Das haben Wiener Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden, die jetzt publiziert worden ist. Erstautorin Anna Berghoff (Universitätsklinik für Innere Medizin I/Klinische Abteilung für Onkologie) und ihre Co-Autoren haben ihre Untersuchung zwischen 21. März und 4. Mai dieses Jahres durchgeführt. 1688 SARS-CoV-2-Tests bei 1016 Krebspatienten wurden durchgeführt, die Ergebnisse dann mit den vorliegenden österreichweiten SARS-CoV-2-Untersuchungen (Kontrollkohorte 1) und mit den SARS-CoV-2-Befunden von Patienten des Wiener AKH mit anderen Erkrankungen verglichen. 270 von 1016 (26,6 Prozent) der Krebspatienten erhielten eine onkologische Therapie zur Vorbereitung auf eine andere potenziell heilende Behandlung ihrer bösartigen Erkrankung oder zu Unterstützung zum Beispiel nach einem chirurgischen Eingriff. 560 der Patienten (55,1 Prozent) bekamen eine onkologische Therapie, um das Fortschreiten der Erkrankung hinauszuzögern. Infektionsrate war gering Die SARS-CoV-2-Infektionsrate war gering. “Bei vier von 1016 Patienten oder 0,4 Prozent wurde SARS-CoV-2 entdeckt. Alle vier SARS-CoV-2-positiven Patienten hatten keine Symptome oder hatten sich von einer symptomatischen Covid-19-Erkrankung erholt”, stellen Anna Berghoff und die Co-Autoren, unter ihnen Matthias Preusser, Leiter der Abteilung, fest. Insgesamt zeigten die Krebspatienten fast exakt die gleiche SARS-CoV-2-Infektionsrate wie die sonstige Bevölkerung in Österreich. Allerdings, im Vergleich der Krebskranken mit anderen AKH-Patienten zeigte sich, dass letztere ein um den Faktor 18 höheres Risiko für einen SARS-CoV-2-positiven Test hatten. “Unsere Daten zeigen eine geringe Rate nachweisbarer SARS-CoV-2-Infektionen bei Krebspatienten. Diese Infektionsrate war mit jener der österreichischen Allgemeinbevölkerung vergleichbar und niedriger als die von Nicht-Krebspatienten, die sich in unserem Krankenhaus vorstellten”, erklärte Erstautorin Anna Berghoff von der Klinischen Abteilung für Onkologie von MedUni Wien und AKH Wien. “Aktive Krebstherapie ist durchführbar” Preusser fügte hinzu: “Unsere Daten zeigen jedenfalls, dass man auch in Zeiten von Covid-19 unter den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen im Spital und auch mit den Vorsichtsmaßnahmen in der Gesellschaft durchaus eine aktive Krebstherapie durchführen kann. Man sollte aber Krebspatienten routinemäßig testen, um asymptomatische Virusträger zu entdecken und dadurch Ausbrüche im Spital zu verhindern.” In den vergangenen Monaten ist mehrfach kritisiert worden, dass Spitäler ihre Aktivitäten wegen SARS-CoV-2 soweit herunterfuhren, dass eine Versorgung von anderen Patienten dadurch gefährdet wurde. Dies galt auch für Krebspatienten, bei denen man durch häufig immunsupprimierende medikamentöse Therapien ein zusätzliches Risiko befürchtete. Die Kritik lautete auch darauf, dass es zu “Kollateralschäden” durch den teilweisen Lockdown in der Medizin kommen könnte. In der britischen Medizinfachzeitschrift “The Lancet” sind am 20. Juni zwei Studien – eine aus Großbritannien, eine aus den USA – mit unterschiedlichen Ergebnissen zu Covid-19 und Krebspatienten erschienen. In der US-Studie zeigte sich eine relativ hohe 30-Tages-Mortalität durch Covid-19. In der britischen Studie konnte kein Einfluss von Chemotherapien etc. auf die Mortalität durch Covid-19 bei Krebspatienten beobachtet werden.

Bei Vorsichtsmaßnahmen Krebstherapie gut möglich