2000 Beschwerden bei der AK zu Zahldienst Klarna

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2000 Beschwerden bei der AK zu Zahldienst Klarna

Bei der Arbeiterkammer (AK) sind heuer schon 2000 Beschwerden zur schwedischen Bank Klarna eingelangt. Klarna wickelt für Online-Shops Transaktionen ab, etwa den Kauf auf Rechnung. Oftmals bekamen Konsumenten eine Mahnung, obwohl sie erste Rechnung oder die Ware noch gar nicht erhalten haben, die Ware retourniert haben oder vom Vertrag zurückgetreten sind. Klarna schaltet laut AK auch rasch Inkassobüros oder Anwälte ein.Das große Problem sei, dass Klarna Konsumenten nicht antworte, so die AK in einer Aussendung. Selbst die Kammer hatte mit ihren Schreiben an Klarna kaum Erfolg. “Erst wenn wir beim Inkassobüro oder Anwalt intervenieren, gibt es Lösungen. Aber es ist nicht einzusehen, dass es so weit kommen muss”, so AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic.Klarna solle die Beschwerden von Kunden ernst nehmen und sei als Zahlungsinstitut außerdem verpflichtet, Möglichkeiten zur außergerichtlichen Streitbeilegung anzubieten. Diese Information findet sich im Kleingedruckten der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), die darin erwähnte Beschwerdestelle ist in Schweden.Beschwerden zu Transaktionen im Zahlungsverkehr sind eines der Topthemen in der AK-Konsumentenberatung zum Thema Finanzen/Bank. Im ersten Halbjahr 2020 bezog sich jede fünfte der 23.000 Finanzanfragen darauf. “Online-Zahlen ist praktisch, aber nicht frei von Risiken“, warnte die AK.

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Sebastian Vettel erwartet beim Formel-1-WM-Start in den kommenden beiden Wochen in Spielberg knappe Abstände. Zwei Rennen an aufeinanderfolgenden Wochenenden am gleichen Ort seien auch für ihn neu. “Ich denke, dass die Perfektion noch höher liegen wird”, sagte der vierfache Weltmeister in einem Video-Interview seines Teams Ferrari. Das betrifft vor allem das zweite Rennen. Dort habe man die Möglichkeit, aus den Fehlern des Auftakts zu lernen und besonders im Strategie-Bereich zu reagieren. Vettel: “Es wird wichtig sein, die Erfahrung aus dem ersten Wochenende mit ins zweite zu nehmen, und dass man sich steigert.” Die WM-Saison beginnt wegen der Coronavirus-Pandemie mit dreieinhalb Monaten Verspätung. Dem Grand Prix von Österreich am 5. Juli folgt am 12. Juli in Spielberg noch der Grand Prix der Steiermark. “Österreich ist, glaube ich, eine tolle Strecke”, sagte Vettel, der auf dem Red Bull Ring noch nie gewonnen hat. “Es hat auf jeden Fall alles, das es braucht.” Vettel startet in der Steiermark in seine letzte Saison als Ferrari-Fahrer. Am Freitag feiert er dort seinen 33. Geburtstag, seine Zukunft über das Vertragsende hinaus ist weiterhin offen. Mit seinem jungen Teamkollegen Charles Leclerc hatte er diese Woche in Mugello in einem 2018er-Auto Gas gegeben, um wieder in den Rhythmus zu kommen. “Zu allererst freue ich mich, dass es wieder losgeht. Nach doch so einer langen Zwangspause tut es allen gut”, betonte Vettel – auch wenn es ohne Zuschauer an der Strecke “komisch” und “nicht das Gleiche” sein werde. Die acht bisher fixierten Europarennen im Notkalender sind allesamt als Geisterrennen geplant. Eine Woche nach dem zweiten Spielberg-Rennen geht es in Ungarn weiter. Danach ist auch in Silverstone eine Doppelveranstaltung (2. und 9. August) geplant. Unmittelbar darauf folgt Barcelona (16. August). “So viele Rennen in so kurzer Zeit werden anstrengend sein”, meinte Vettel. “Aber ich denke, ich bin vorbereitet. Ich habe meine Zeit gut genutzt, um fit zu sein.”

Vettel erwartet für Spielberg-Auftakt enge Rennen

Da die Infektionszahlen nach Ende des Lockdowns nur sehr langsam nach unten gehen (am Freitag wurden 2686 Neuinfektionen gemeldet), kommt es nun zu Verschärfungen. In langen, teils heftigen Debatten haben sich die Bundesregierung und die Landeshauptleute am Freitag in den Abendstunden darauf verständigt. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gab diese in einer Pressekonferenz gemeinsam mit Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) bekannt. Erstmals muss man in Österreich bald vielerorts auch im Freien einen Mund-Nasen-Schutz tragen, konkret an „stark frequentierten Orten“. Darüber sollen die Bundesländer entscheiden. Dem Vernehmen nach könnte diese Regelung in allen Einkaufsstraßen Anwendung finden, etwa in der Mariahilferstraße in Wien, oder in großen Teilen der Grazer oder der Klagenfurter Altstadt. Bisher ist die Maskenpflicht auf den Indoor-Bereich (Bahnhöfe, U-Bahnen, Busse, Straßenbahn, Geschäfte, Restaurants, Theater, sonstige Veranstaltungsbereiche) beschränkt geblieben. Verschärft werden auch die Bestimmungen für Silvester. Bisher war vorgesehen, dass bis zu zehn Personen – theoretisch aus zehn Haushalten – die Jahreswende feiern können. Nun wird dies wieder auf zwei Haushalte beschränkt. Die nächtliche Ausgangssperre wird für den Jahreswechsel aufgehoben. Leichte Verschärfungen gibt es auch zu Weihnachten: Nur noch am Heiligen Abend und am Christtag dürfen sich bis zu zehn Personen versammeln, der 26. Dezember wird gestrichen. Ausgeweitet werden sollen auch die Massentests. Die Bundesregierung und die Bundesländer wollen von 8. bis 10. Jänner neuerlich alle Österreicher einem Anti-Gentest unterziehen (in Wien vom 8. bis 17. Jänner). Die regelmäßigen Testungen sollen ab 1. Jänner auch auf spezifische Zielgruppen mit Körpernähe oder starkem Kundenkontakt (Friseure, Masseure, Lehrer, Schaffner) ausgeweitet werden – verpflichtend alle zwei Wochen. Auch in stark betroffenen Regionen (aktuell z. B. Osttirol) soll es Tests geben, sie wären für die Bevölkerung verpflichtend. Kurz sprach von der „richtigen Richtung“. Er erinnerte gleichzeitig aber noch einmal an die geltenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. „Je weniger Menschen sich privat treffen desto besser.“ Kurz appellierte: „Die Pandemie ist alles andere als vorbei. Es kommt eine harte Zeit auf uns zu. Bitte halten Sie sich an alle Maßnahmen. Bitte lassen Sie sich testen.“ Die Situation in den Spitälern und auf den Intensivstationen habe sich nicht entspannt. „Bitte nehmen Sie das ernst!“ “Die Lage ist angespannt und wird angespannt bleiben”, warnte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und verwies auf die anrollende Grippesaison. “Und wir wissen noch gar nicht, wie die heuer ausfällt.” Kogler appellierte an die Bevölkerung: “Wir werden durchhalten, wir wollen durchhalten und durchhalten heißt jetzt auch zusammenhalten.” “Die Länder tragen die heute vorgestellten Maßnahmen natürlich mit. Es sind aber noch einzelne Details zu klären und abzustimmen”, sagte Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP), derzeit Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, nach der Sitzung.Erst ab 7. Dezember war der harte Lockdown aufgelockert worden. Der Handel durfte unter Auflagen wieder öffnen, ebenso Friseure, Kosmetikstudios, Masseure, Museen und Bibliotheken. Ab 24. Dezember wird Einzel-Outdoor-Sport wie Skifahren oder Eislaufen erlaubt sein. Die Gastronomie, Hotellerie und der restliche Kulturbetrieb bleiben vorerst geschlossen. Zuletzt hatte es wegen der Höhe der Infektionszahlen eine Debatte darüber gegeben, ob Österreich seinen “harten Lockdown” zu früh beendet hat.

Nur zwei Haushalte dürfen sich zu Silvester treffen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Österreich ist – Stand 8 Uhr früh – auf 12.008 gestiegen. Das sind um knapp 2 Prozent mehr als gestern Früh. Die Anstiegskurve verflacht sich also weiter. Infektionsfälle nach Bundesländern: Burgenland (228), Kärnten (319), Niederösterreich (1.927), Oberösterreich (1.953), Salzburg (1.079), Steiermark (1.312), Tirol (2.739), Vorarlberg (746), Wien (1.705). Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind bisher 204 Menschen in Österreich gestorben. Aber: Es gibt mehr Neugenesene als Neuerkrankte.

12.008 Infizierte in Österreich

Die neue Verordnung des Gesundheitsministeriums sieht ab Samstag zwei Neuerungen für die Ein- und Durchreise durch Österreich vor. Der regelmäßige Pendlerverkehr wird erleichtert: Die Einreise für Berufspendler aus Ländern, für die eine Reisewarnung gilt, wird ohne Einschränkung möglich. Außerdem wird das Ausfüllen eines Formulars für die Ein- und Durchreise verpflichtend. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zeigte sich über die neue Pendlerregelung erfreut. Allein in der Steiermark arbeiten rund 4.000 Arbeitskräfte aus Kroatien, die meist wöchentlich pendeln. Sie sind mit der neuen Verordnung von der Verpflichtung der Vorlage eines negativen Covid-19-Tests oder einer zehntägigen Heimquarantäne ausgenommen, erläuterte ein WKÖ-Sprecher. Die Neuregelung soll zudem auch die Bedarfsdeckung an Pflegekräften gewährleisten. Rund 33.000 Personen sind in Österreich auf die 24-Stunden-Pflege angewiesen. Etwa 60.000 Pflegekräfte betreuen diese Menschen, etwa die Hälfte davon kommt aus Rumänien, für das ebenso wie für Kroatien eine Reisewarnung gilt. WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf betonte: “Mit der Novelle der Einreiseverordnung sind wichtige, von uns geforderte Punkte für den heimischen Wirtschaftsstandort auf dem Wege der Umsetzung.” Die Erleichterung für Pendler sei “ein wichtiger Schritt, um den Standort zu stärken. Denn gerade im grenznahen Bereich sind viele heimische Betriebe auf Fachkräfte aus dem Ausland dringend angewiesen”, betonte Kopf. Diese könnten nun wieder in die österreichischen Betriebe zurückkehren. Eine weitere Änderung in der Verordnung betrifft das verpflichtende Ausfüllen eines Formulars für Reisende, die aus Ländern, in denen keine stabile Pandemie-Situation herrscht, ein- oder durchreisen. Eine Durchreise durch Österreich ohne Zwischenstopp ist erlaubt, die Betroffenen müssen dies aber bestätigen. Anderenfalls müssen sie sich zu einer zehntägigen Heimquarantäne verpflichten, sofern sie keinen negativen Coronatest vorlegen können. Auf Nachfrage erklärte das Gesundheitsministerium der APA am Samstagvormittag, dass etwa auch Deutsche, die aus Kroatien nach Deutschland reisen, die Erklärung auszufüllen haben. Die Reisenden müssen sich entweder an der österreichischen Grenze zur Durchreise ohne Zwischenstopp verpflichten. Ausnahmen seien Autopannen, kurzes Tanken und WC-Pausen, erklärte ein Sprecher. Sollten sie aber einen längeren Zwischenstopp in Österreich geplant haben, sei ein negativer Coronatest oder eine Quarantäne erforderlich. Das Gesundheitsministerium zählt folgende Länder auf, für die derzeit Einreisebeschränkungen gelten: Ägypten, Albanien, Bangladesch, Weißrussland (Belarus), Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Chile, Ecuador, Indien, Indonesien, Iran, Kosovo, Kroatien, Mexiko, Republik Moldau, Montenegro, Nigeria, Nordmazedonien, Pakistan, Peru, Philippinen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Senegal, Serbien, Spanien (inklusive ab Montag 0.00 die Balearen, ausgenommen sind die Kanaren), Südafrika, Türkei, Ukraine, USA und die Provinz Hubei in China. Bei der Einreise aus Risikogebieten ist ein negativer Coronatest vorzulegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Wer keinen negativen PCR-Test vorweisen kann, der muss sich in zehntägige Quarantäne begeben und dort innerhalb von 48 Stunden einen Coronatest veranlassen. Ist dieser negativ, darf man die Quarantäne verlassen.

Erleichterung für Pendler aus Ländern mit Reisewarnung

Sie galten als Symbole für den weltweiten Siegeszug von Kapitalismus und Globalisierung: die riesigen Bürotürme in den Geschäftsvierteln der Metropolen in aller Welt. Doch wegen der Coronapandemie haben Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Es wurde still in den Hochhäusern – und das vielleicht auf Dauer. Denn viele Chefs gehen davon aus, dass ihre Angestellten nach der Krise weiter von zu Hause arbeiten. Angenehmer Nebeneffekt für die Unternehmen: Sie könnten teure Büromieten in den Citys sparen. Der französische Autobauer PSA erwägt, die Telearbeit für Mitarbeiter, die nicht in der Produktion tätig sind, zur neuen “Referenz” zu erklären. Betroffen wären davon zehntausende Angestellte. Der US-Dienst Twitter will einigen Mitarbeitern sogar dauerhaft grünes Licht fürs Homeoffice geben.

Coronakrise gefährdet Zukunft der Bürotürme

Von 27. April bis 2. Mai finden in Wels die “Mehrwertsteuerfreien Tage” statt. Kunden bekommen in vielen Geschäften 20 Prozent Rabatt. Als Gegenleistung werden die Händler mit 1000 Euro von der Stadt unterstützt.