3.101 Neuinfektionen und 581 Patienten auf Intensivstationen

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3.101 Neuinfektionen und 581 Patienten auf Intensivstationen

Am Mittwoch wurden in Österreich 3.101 Corona-Neuinfektionen von den Gesundheitsbehörden gemeldet (Stand 9:30 Uhr). Auch 29 neue Todesfälle wurden in Zusammenhang mit Covid-19 in den letzten 24 Stunden verzeichnet. Bisher sind seit Ausbruch der Pandemie 9.546 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben. Insgesamt sind bisher 566.008 bestätigte Corona-Fälle bekannt. 522.774 Personen gelten wieder als genesen.

Die meisten Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden wurden in Wien (1.130) und Niederösterreich (474) gemeldet. Getestet wurden in Österreich bisher 25.515.997 Personen. 6.936.131 davon sind PCR-Tests und 18.579.866 fallen unter Antigen-Testungen.

Lage in den Spitälern

Drei Personen müssen mit Stand Mittwochvormittag auf Intensivstationen neu behandelt werden. Insgesamt befinden sich 2.455 Personen aufgrund des Corona-Virus in Spitalsbehandlung, davon 581 in Intensivpflege.

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Knapp eine Woche nach Beginn der heurigen Salzburger Festspiele, die coronabedingt in verkürzter Form von 1. bis 30. August stattfinden, hat Lukas Crepaz, kaufmännischer Direktor und Verantwortlicher für das Coronapräventionskonzept des Festivals, im APA-Gespräch eine erste positive Bilanz gezogen. “Das Konzept hält, und das seit Probenbeginn vor fast sieben Wochen.” Seit eine temporäre Mitarbeiterin am 8. Juli positiv auf Covid-19 getestet worden war, sei kein weiterer Coronafall mehr dazugekommen, und das bei bisher über 2.000 durchgeführten Tests. “Das Konzept hat bisher funktioniert. Aber wir bleiben wachsam”, sagte Crepaz. Das Publikum verhalte sich sehr diszipliniert. “Man merkt nach den ersten Tagen, die Zuschauer haben sich bereits an die Corona-Verhaltensregeln gewöhnt.” Die Festspiele hätten viele positive Rückmeldungen von Besuchern erhalten, mitunter seien auch konstruktive Hinweise zur Verbesserung der Corona-Sicherheitsvorkehrungen dabei gewesen. Einige wenige Feinadjustierungen des mehr als 40 Seiten umfassenden Maßnahmenkatalogs wurden vorgenommen. So wird von der Verwendung eines Fächers in den Veranstaltungsräumen abgeraten, um eine Verbreitung von Aerosolen zu verhindern. Die Besucher werden jetzt auch nach der Vorstellung noch einmal darauf hingewiesen, beim Applaus den Mund-Nasen-Schutz wieder anzulegen. Das Tragen der Schutzmaske auf dem Weg durch die Festspielhäuser zum Sitzplatz beziehungsweise vom Sitzplatz zum Ausgang ist ohnehin verpflichtend. Vor Beginn der Vorstellungen weisen in einer Tonbandansage “Buhlschaft” Caroline Peters auf Deutsch und “Jedermann” Tobias Moretti auf Englisch die Besucher auf die Verhaltensregeln hin. 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Dazu Crepaz: Die Festspiele seien nur in den Häusern für die Sicherheit der Besucher verantwortlich. Zehn bis 15 Prozent mehr an Ordnerpersonal als bisher würden die Festspiele heuer pro Spielstätte beschäftigen, damit sich die Besucher an die strengen Coronaregeln des Hauses halten. “Wir haben gemerkt: Unser Publikum hält sich an unser Präventionskonzept. Die Leute sind achtsam. Sie sind unglaublich glücklich und dankbar dafür, dass wieder Liveveranstaltungen stattfinden.” Die Abstandsregel von mindestens einem Meter sei aber auch außerhalb des Hauses sinnvoll und wichtig: “Wir appellieren an unser Publikum, auch im öffentlichen Raum den Mindestabstand einzuhalten.” Der kaufmännische Direktor nahm auch zur medialen Kritik Stellung, wonach nicht-personalisierte Last-Minute-Tickets am Schwarzmarkt verkauft wurden: Die Festspiele haben bereits vor dem Beginn des diesjährigen Festivals eine gerichtliche Verfügung gegen die Internetplattform Viagogo erwirkt, die ungültige Tickets angeboten habe. Darunter seien auch Karten für Veranstaltungen dabei gewesen, die gar nicht stattfinden. “Ich rate allen, nur auf der Homepage der Salzburger Festspiele Karten zu kaufen.” Dass heuer, im 100-Jahr-Jubiläum, Salzburger Festspiele trotz Corona stattfinden, sei kein “Versuchsballon”, wie ein Medium konstatiert hatte, sondern “ein kalkuliertes Risiko”, erklärte Crepaz. “Es ist ein Herantasten an eine Normalität, Schritt für Schritt, und entspricht genau der Politik in Österreich, die bezüglich Corona sehr erfolgreich war. Man soll den Tag aber nicht vor dem Abend loben. Wir haben noch 24 Tage vor uns. Es gibt keine 100-prozentige Sicherheit. Schon alleine statistisch ist davon auszugehen, dass ein weiterer Coronafall auftritt. Das heißt aber nicht, dass das Präventionskonzept nicht funktioniert. Wichtig ist, schnell reagieren zu können, damit die betroffene Person sofort isoliert werden kann. Das ist uns im Fall der damals erkrankten Mitarbeiterin gelungen.” Die über 1.000 Mitarbeiter der Festspiele sind in drei Präventionsgruppen eingeteilt, und bisher seien über 2.000 Tests inklusive Initialtests durchgeführt worden. Die ganze Welt schaut auf Salzburg, das ist dem kaufmännischen Direktor bewusst. “Wir bekommen viele Anfragen von Kulturinstitutionen und helfen wo wir können. Wir wollen Eisbrecher für Kulturbetriebe sein und zeigen, dass Kunst und Kultur keine Risikobereiche sind, dass sie keine Kraft nehmen sondern Lebenskraft geben.”

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In Großbritannien beginnen die Dämme gegen die Corona-Pandemie zu brechen: In Liverpool feierten tausende Fans am Donnerstagabend den ersten Meistertitel ihres Fußballklubs seit 30 Jahren, ohne sich um die Auflagen zu scheren. Zuvor hatten zehntausende Badegäste für Chaos an den Stränden in Südengland gesorgt. Gesundheitsminister Matt Hancock drohte am Freitag mit erneuten Strandschließungen. Nach dem Titelgewinn des FC-Liverpool drängten tausende Fans des Kultvereins in die Straßen der nordwestenglischen Stadt, umarmten sich, zündeten Rauchbomben und Feuerwerkskörper. Autokorsos veranstalteten Hupkonzerte. Alle Vorsicht war vergessen, um die Abstandsregeln kümmerte sich in dem Moment niemand. Die feiernden Fans setzten sich auch über einen Appell des deutschen Liverpool-Trainers Jürgen Klopp hinweg. Er hatte den Meistertitel den Fans gewidmet, sie aber über den Sender Sky Sport gleichzeitig aufgefordert, daheimzubleiben oder allenfalls direkt vor ihren Häusern zu feiern. In London musste die Polizei in der Nacht auf Freitag bei mehreren Straßenfesten einschreiten. Im Stadtteil Notting Hill wurden die Beamten mit Wurfgeschoßen attackiert. Sie berichteten von einer zunehmend aggressiven Stimmung. Demnach waren mindestens 22 Polizisten bei einem ähnlichen Einsatz am Vorabend im Stadtteil Brixton durch Flaschenwürfe verletzt worden. Die seit Tagen anhaltende Hitze treibt die Briten zudem in Massen an die Strände, die Behörden berichten immer wieder von chaotischen Szenen. Im südenglischen Bournemouth mussten sie wegen massiver Überfüllung des Strands am Donnerstag hart durchgreifen. Sie sei “schockiert” über das “unverantwortliche Verhalten so vieler Menschen”, sagte die Landrätin Vikki Slade. Der Wetterdienst hatte am Donnerstag mit über 33 Grad den heißesten Tag des Jahres gemeldet. Tausende Menschen suchten Abkühlung am Meer – und sorgten damit für massive Staus in Strandnähe. Zahlreiche Menschen campierten illegal über Nacht, um sich die besten Plätze zu sichern. Die Behörden von Bournemouth berichteten zudem von Saufgelagen und Schlägereien. Innerhalb kürzester Zeit sammelten sich über 33 Tonnen Müll an. Vergeblich appellierte Landrätin Slade an die Sonnenhungrigen, den Strand nicht zu besuchen, da er einem solchen Ansturm nicht gewachsen sei. Schließlich riefen die Behörden einen “größeren Zwischenfall” (major incident) aus, um zusätzliche Polizisten und Rettungskräfte anfordern zu können. Die Regierung in London hatte am Dienstag umfassende Lockerungen der monatelangen Corona-Einschränkungen bekannt gegeben. Demnach ist es nun wieder erlaubt, an den Strand zu gehen. Restaurants, Pubs, Bars und Hotels dürfen am 4. Juli wieder öffnen. Allerdings sind die Menschen aufgerufen, sich weiterhin an die Abstandsregeln zu halten. Das Land stecke immer noch in einer Gesundheitskrise, mahnte Gesundheitsberater Chris Whitty. “Halten wir uns nicht an die Abstandsregeln, werden die Infektionsfälle wieder steigen.” Der Chef des britischen Polizeiverbands, John Apter, kritisierte die für Samstag kommender Woche geplante Öffnung der Lokale. Dies habe schon jetzt zu einer Art “Countdown für den Karneval” geführt. Mit über 43.000 Toten ist Großbritannien das am schwersten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Am Donnerstag meldete das Gesundheitsministerium 149 neue Covid-19-Tote.

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