919 Tote binnen 24 Stunden in Italien

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919 Tote binnen 24 Stunden in Italien

Italien hat am Freitag seinen eigenen, traurigen Rekord von Corona-Toten gebrochen. Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer kletterte innerhalb von 24 Stunden um 919 auf insgesamt 9.134 Tote, teilte der italienische Zivilschutz mit. Noch nie war seit Beginn der Epidemie am 20. Februar die Zahl der Gestorbenen an einem einzigen Tag so stark gestiegen.

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Nach dem Sturz eines Baumes auf einen Kleinbus in der Gemeinde Burgauberg-Neudauberg (Bezirk Güssing) am Samstag mit drei Toten sind Sonntagfrüh Details bekannt geworden: Polizeiangaben zufolge waren die drei Männer, die umkamen, im Alter von 60 bis 70 Jahren. Unter den vier Verletzten war auch ein elfjähriger Bub. Die abbrechende Eiche traf das Kfz nach Angaben eines Sprechers während der Fahrt. Zwei der Todesopfer stammen aus der Steiermark, eines aus dem Burgenland. Es handelte sich um einen 60-Jährigen sowie um Männer im Alter von 64 und 70 Jahren. Verletzt wurden neben dem 74-jährigen Lenker des Kleinbusses und dem Kind auch zwei Frauen. Alle vier Personen wurden in das Krankenhaus Oberwart eingeliefert. Wegen Sturm abgebrochen Der 74-Jährige war mit dem Kleinbus laut Polizei am Samstag gegen 17.00 Uhr in Neudauberg auf einer Gemeindestraße in Richtung Burgauberg unterwegs gewesen. Dabei traf der Baum das Fahrzeug. Die Eiche mit rund 70 Zentimeter Stammdurchmesser, die rund sechs Meter neben der Fahrbahn gestanden war, war nach Angaben der Landespolizeidirektion Burgenland auf einer Höhe von zwei Metern aufgrund eines Sturms abgebrochen und senkte sich genau auf den Kleinbus. Rasch wurde der Baum laut der Freiwilligen Feuerwehr Stegersbach von einem benachbarten Erdbauunternehmen mit einem Bagger gesichert. Die folgenden Bergungsarbeiten gestalteten sich für die Helfer dennoch schwierig, wohl auch mental – die FF Stegersbach schrieb auf Facebook von “einem tragischen Einsatz”. Der Kleinbus wurde letztlich mithilfe eines Kranfahrzeugs von der Unfallstelle entfernt. Neben den Helfern aus Stegersbach waren auch Mitglieder der Feuerwehren Burgau/Burgauberg und Bocksdorf an Ort und Stelle im Einsatz.

Unwetter-Drama im Burgenland

Der 40-jährige Waldviertler Mex M. ‒ bis zu seiner Berufsunfähigkeitspension war er Energieberater ‒ ist an einer temperaturabhängigen Form von Multipler Sklerose, dem Uhthoff-Phänomen, erkrankt. Ab einer Temperatur von 25 Grad Celsius ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. Die Klimakrise beeinträchtigt sein Leben erheblich, behaupten die Umweltschützer von “Fridays for Future” in Österreich. Österreich sei zum Schutz der Gesundheit vor massiven Umwelteinflüssen verpflichtet, aber seit Jahrzehnten kann der unzureichende Klimaschutz rechtlich nicht angefochten werden. Jetzt soll ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) das Recht auf Klimaschutz sicherstellen. Beschwerdeführer Mex M. und Rechtsanwältin Michaela Krömer haben am vergangenen Freitag die Europäische Klimaklage gegen Österreich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht. Ein zuvor von Fridays for Future initiiertes Crowdfunding im Rahmen von 30.000 Euro konnte innerhalb von nur drei Wochen nach dem Kampagnenstart erfolgreich abgeschlossen werden. 677 Privatpersonen hatten sich daran beteiligt. Sowohl die portugiesische Klimaklage als auch jene der Schweizer KlimaSenioren wurden vom EGMR priorisiert, was nun auch für die österreichische Klage erwartet wird, betont Fridays for Future. “Dieser Erfolg ermöglicht es mir, vor Gericht mein Recht auf Gesundheit einzufordern”, so Mex M. “Ein Urteil zu seinen Gunsten wird nicht nur Österreich dazu verpflichten, eine wirksame Beschwerdemöglichkeit und effektive Klimaschutzmaßnahmen zu schaffen, es dient auch als Grundlage für alle anderen Länder, die die Europäische Menschenrechtskonvention unterschrieben haben und der Rechtsprechung des Gerichtshofes unterliegen”, fügt Rechtsanwältin Michaela Krömer hinzu. Bereits die dritte Klimaklage Alle Klagen haben gemeinsam, dass sie unter Berufung auf Recht auf Leben und Gesundheit die Pflicht von Staaten zu mehr Klimaschutz einfordern. Die portugiesische Klimaklage hat mehrere Beschwerdeführer und richtet sich gegen 33 Länder. Sie wird im Namen von jungen Menschen eingebracht, die psychisch durch die zunehmende Hitze und damit verbundene Waldbrände durch die Klimakrise belastet sind. Die Klage der Schweizer Klimasenioren hat auch mehrere Beschwerdeführer, die allesamt älter sind, und richtet sich an nur ein Land. Die Frage dort ist: Schützt die Schweiz die Gesundheit der Senioren ausreichend? Die österreichische Klimaklage wäre die dritte.

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Bergsteigerlegende Reinhold Messner sieht das Ende seiner 2016 mit dem Regiedebüt “Still Alive” eingeleiteten Filmkarriere kommen. Sechs Dokumentarfilme über Klettereien und Erstbesteigungen in den Dolomiten werde er gemeinsam mit Sohn Simon noch fertigstellen, dann solle dieser die Filmprojekte übernehmen, erklärte Messner im APA-Gespräch. “Simon ist um einiges talentierter als ich”, räumte der 75-Jährige ein, der noch 2016 Ambitionen hegte, mit einem Filmprojekt in Hollywood aufzuschlagen. Damals schien der höchste Film- und Entertainmentgipfel noch zum Greifen nahe, hatte sich doch ein bekannter Produzent die Rechte an einem von Messner geschriebenen Bergsteigerfilm gesichert. “Diese Pläne sind noch nicht auf Eis, in einer Woche habe ich einen Termin mit besagtem Regisseur aus Hollywood”, zeigte sich Messner aber unverdrossen zuversichtlich. Es dauere nur seine Zeit. Derzeit drehe er den dritten Teil der sechsteiligen Dokumentarfilmreihe in den Südtiroler Dolomiten. “Coronabedingt haben sich die Dreharbeiten etwas nach hinten verlagert, für ein paar Schlüsselszenen müssen wir auf den Schnee warten”, sagte Messner. Gedreht werde an der Schleierkante. Am 19. Juli 1920 gelang Gunther Langes und Erwin Merlet die Erstbegehung, die sich in der Folge zu einer der, vor allem unter internationalen Kletterern, beliebtesten Kletterrouten der Pala-Gruppe und der gesamten Dolomiten entwickelte. Sein Debüt als Filmemacher und Regisseur feierte Messner im Oktober 2016 mit dem auf Servus TV ausgestrahlten Dokumentarfilm “Still Alive”. Messner brachte damals die wahre Geschichte des jungen Mediziners und Tiroler Bergsteigers Gert Judmaier auf den Schirm, der im Jahr 1970 beim Abstieg vom 5.199 Meter hohen Mount Kenya in Ostafrika 30 Meter in die Tiefe stürzte und sich einen offenen Unterschenkelbruch zuzog. “Etwa alle zehn Jahre habe ich das Bedürfnis, mich neu zu erfinden. Ich bin vielseitig interessiert und engagiert. Ich muss mich entscheiden, worauf ich mich in dieser letzten Lebensphase konzentrieren möchte”, gab sich der Südtiroler nachdenklich. Sein Fokus liege auf dem Weitergeben seiner Erfahrung als Extrembergsteiger, er sehe sich dazu verpflichtet, für den traditionellen Alpinismus zu kämpfen. Mit einer “Final Expedition” rund um die Welt wolle er sein Verständnis vom Bergsteigen und seinen Appell zum Respekt für die Berge weitergeben. Die Expedition hätte ihn zunächst nach Australien und Neuseeland geführt. Im vergangenen Jahr hatte die Bergsteigerikone auch privat für Schlagzeilen gesorgt. Der gewohnt wenig öffentlichkeitsscheue Messner gab bekannt, sich in eine “um einige Jahrzehnte jüngere” Frau verliebt zu haben. Seitdem ist er mit der 40-jährigen Diane Schumacher liiert. Heiratspläne legte die Alpinlegende vorerst ad acta. “Wir führen eine lebendige Partnerschaft. Wir leben, reisen und arbeiten zusammen. Eine Hochzeit ist reine Formsache und momentan kein Thema”, ließ der Südtiroler wissen. Ende April hatte er sich von Ehefrau Sabine scheiden lassen. Damals schloss der 75-Jährige nicht aus, dass er und seine aus Luxemburg stammende neue Lebensgefährtin irgendwann heiraten werden. Momentan ist Messner nicht zuletzt aufgrund seiner vergangenen bergsteigerischen Glanztaten omnipräsent: Vor 40 Jahren, am 20. August 1980, erreichte er erstmals im Alleingang und ohne künstlichen Sauerstoff den 8.848 Meter hohen Gipfel des Mount Everest – und schrieb damit Alpingeschichte.

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