97.500 Arbeitslose mehr, großes Interesse an Kurzarbeit

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97.500 Arbeitslose mehr, großes Interesse an Kurzarbeit

Die Zahl der Arbeitslosen nimmt in Österreich seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen am Montag weiterhin stark zu – derzeit gibt es 97.500 mehr Arbeitslose als noch am Sonntagabend. Das Interesse an Kurzarbeit ist sehr hoch .

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Die Situation auf den Intensivstationen ist weiter stabil: Aktuell befinden sich 37 Menschen österreichweit in intensivmedizinischerBehandlung, den Höchststand gab es am 8. April mit 267 Patienten, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. “Erstmals haben wir mit 838 Aktiv-Erkrankten wieder die Grenze von 1.000 unterschritten.” Auch die Prognose bis nächste Woche lasse “keine großen Veränderungen” erwarten. Er verwies aber darauf, dass Covid-19-Patienten eine “überdurchschnittliche Belagsdauer von rund 20 Tagen” auf den Intensivstationen benötigen.

Situation auf Intensivstationen laut Anschober stabil

Endlich! Es dürfen wieder Golf- und Tennisbälle geschlagen werden. Ein Besuch beim WTV, beim ESV und beim Golfclub Wels.

Fußball-Trainer Valerien Ismael kann die Gründe des LASK für das Ende der Zusammenarbeit auch einen Monat danach noch nicht nachvollziehen. Der 44-jährige Franzose, der in seiner Funktion vom früheren ÖFB-Frauen-Teamchef Dominik Thalhammer abgelöst worden ist, äußerte sich am Mittwoch auf Twitter erstmals zu den Umständen. “Mein Kapitel in Linz beim LASK ist nun beendet”, schrieb Ismael an die LASK-Fans gerichtet. “Die Trennung kam nicht nur für euch, sondern auch für mich sehr überraschend und ist bis heute gefühlt für mich noch immer sehr unverständlich.” Ismael hatte die Linzer in der Europa League bis ins Achtelfinale geführt. In der Liga lagen die Linzer vor der Corona-Pause sensationell an der Tabellenspitze, ehe eine Affäre um illegal durchgeführtes Mannschaftstraining die Euphorie bremste. In der Meistergruppe gingen sechs von zehn Spielen verloren. Zusammen mit den am Ende vier Punkten Abzug für die verbotenen Trainings rutschten die Oberösterreicher vom ersten auf den vierten Endrang zurück. Trainer Ismael sei aber nicht das Bauernopfer für die Affäre gewesen, betonte LASK-Vizepräsident Jürgen Werner schon kurz nach der Trennung. Laut Darstellung des Sportchefs hätten sich vielmehr auch die Spieler gegen den Franzosen ausgesprochen. Unzulänglichkeiten seien mit dem Erfolg unter Verschluss geblieben, erklärte Werner damals. Ismael kann das nicht nachvollziehen. “Dennoch möchte ich die tollen Erlebnisse, die wir vor der Corona-Pause zusammen erlebt haben, in guter Erinnerung behalten”, betonte der frühere Bayern-München-Verteidiger. “Wir hatten bis dahin die beste Saison aller Zeiten gespielt mit einigen Klub-Rekorden und haben international in der Europa League gerockt und die Schwarz-Weißen Klubfarben mit Stolz hoch getragen!” Den LASK-Fans dankte Ismael für ihre “eindrucksvolle Unterstützung”. Dazu verabschiedete er sich via Twitter von der Mannschaft und allen Mitarbeitern und bedankte sich “von ganzem Herzen für die tolle Zeit”. Das Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League bei Manchester United durfte bereits Thalhammer absolvieren. Nach dem 0:5 im Hinspiel, dem letzten Pflichtspiel vor der Corona-Pause, gab es vor einer Woche in Manchester ein 1:2. In die neue Saison starten die Linzer am 29. August in der ersten Runde des ÖFB-Cups mit einem Gastspiel beim Viertligisten ASV Siegendorf.

Ismael findet LASK-Trennung "noch immer sehr unverständlich"

OBERSCHEIDER CAR WASH

ERÖFFNUNG

Der erste EU-Gipfel seit fast einem halben Jahr ist am Freitag äußerst schleppend angelaufen. Mehr als zwölf Stunden an Verhandlungen brachten keine greifbare Annäherung im Ringen um das billionenschwere Finanzpaket, das der Union den Weg aus der Coronakrise weisen soll. Dem Vernehmen nach brachte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte den Gipfel sogar an den Rand des Scheiterns. Rutte war mit der Maximalforderung nach Brüssel gereist, dass es ein nationales Vetorecht gegen die Ausschüttung von EU-Coronavirushilfen geben soll. Trotz einer geharnischten Reaktion des italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte, der dem Vorschlag Europarechtswidrigkeit attestiert hatte, hielt der rechtsliberale Regierungschef auch beim Abendessen an der Forderung fest. Kurz vor Mitternacht vertagte sich der Gipfel auf Samstag, wie ein Sprecher von Ratspräsident Charles Michel auf Twitter mitteilte. Für Aufsehen sorgte am Freitagabend auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), indem er noch einmal “ganz klar” seine Ablehnung des aktuellen Vorschlags für den EU-Wiederaufbaufonds, “der 500 Milliarden Euro an Zuschüssen vorsieht”, formulierte. Kurz äußerte sich, nachdem er in einer Sitzungspause mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zusammengekommen war. In der “ZiB2” sprach er diesbezüglich von einer “Dynamik in unsere Richtung” und pochte auf “einschneidende Reformen” in Italien, damit die EU-Hilfsgelder nicht “versanden”. Michel hatte die Sitzung am späten Nachmittag unterbrochen, um Gespräche im kleinen Kreis zu ermöglichen. Neben Rutte traf er auch den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Widerstand gegen das EU-Finanzpaket kommt nämlich nicht nur von der Nettozahlergruppe der “Sparsamen Vier”, angeführt von den Niederlanden und Österreich, sondern auch von den Visegrad-Staaten. Diese stoßen sich an der Berechnungsformel für die Coronahilfen, aber auch am Plan, die Ausschüttung von EU-Geldern an die Erfüllung von Rechtsstaatskriterien zu knüpfen. Mit mehr als einer Stunde Verspätung kamen die EU-Chefs nach 21 Uhr wieder in großer Runde zum Abendessen zusammen, das den ersten Gipfeltag beschließen sollte. Der maltesische Ministerpräsident Robert Abela sprach am Rande des Abendessens von nur langsamen Fortschritten. Noch pessimistischer hatte sich zuvor der tschechische Ministerpräsident Andrej BabiÅ¡ geäußert. “Ich habe nicht das Gefühl, dass wir einer Einigung näher kommen”, sagte er in der Sitzungspause. Er beklagte, dass nicht einmal das Volumen des EU-Coronafonds außer Streit sei, geschweige denn die Bedingungen. Mit Spannung wurde den ganzen Tag lang auf einen neuen Kompromissvorschlag von Ratspräsident Michel gewartet. Dieser dürfte nun am Samstagvormittag präsentiert werden. Darauf deutete auch die Tatsache hin, dass die Beratungen erst um 11 Uhr wieder aufgenommen werden sollten. Die Delegationen sollen so offenbar die Möglichkeit bekommen, den neuen Entwurf zu prüfen. Schon am Freitagabend zeichnete sich ab, dass Michel bereit war, auf die Bedenken von Ländern wie den Niederlanden bei der Auszahlung von EU-Hilfen aus dem Recovery Fonds einzugehen. Zwar ist nicht ausdrücklich von einem Veto die Rede, schreib das Magazin “Politico” (Online-Ausgabe) unter Berufung auf einen Entwurf des Michel-Papiers. Sollte aber im Rahmen des Wirtschafts-und Finanzausschusses der EU auf Beamtenebene kein Konsens erzielt werden, könne ein EU-Gipfel mit der Angelegenheit befasst werden. Bevor es keine Klärung gebe, würden keine Zahlungen fließen. Dies habe auch die EU-Kommission zugesagt, schrieb “Politico”. Ähnliches berichtete auch die Nachrichtenagentur Bloomberg sowie Journalisten der “Financial Times” und des irischen Rundfunksenders RTÉ auf Twitter. Die Lösung wurde als “Notbremse” charakterisiert, der dem niederländischen Premier Mark Rutte eine Zustimmung ermöglichen soll. Dieser ließ aber in den abendlichen Beratungen keine Bewegung erkennen und beharrte auf dem nationalen Vetorecht. Michel hatte die Vertreter der 27 EU-Staaten gleich zum Auftakt die harten Brocken im Ringen um die EU-Finanzen serviert. Wie aus Diplomatenkreisen verlautete, ging es zu Beginn der Sitzung um die Frage der Rabatte für Nettozahler, die Größe des EU-Konjunkturpakets sowie die Bedingungen für Krisenhilfen. Michels Vorschläge sehen ein EU-Budget im Umfang von 1,074 Billionen Euro für die Jahre 2021 bis 2027 vor sowie ein kreditfinanziertes EU-Konjunkturpaket im Volumen von 750 Milliarden Euro, das zu zwei Drittel aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen bestehen soll. In die Verhandlungen eingebunden war auch Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), wie dessen Sprecherin der APA auf Anfrage bestätigte. Kogler, der im Ringen um die EU-Finanzen mehrmals öffentlich auf Distanz zu den Positionen des Kanzlers gegangen war, habe die Fragen des Gipfels im Vorfeld “besprochen und abgesprochen”. Auch auf Kabinettsebene gebe es “laufend Abstimmung. Selbstverständlich ist der Vizekanzler auch am Wochenende für den Bundeskanzler erreichbar.” Aufgelockert wurde die erste Zusammenkunft der EU-Staats- und Regierungschefs seit fast einem halben Jahr durch spontane Geburtstagsfeiern. So bekam die deutsche Kanzlerin Merkel Geschenke zu ihrem 66. Geburtstag, unter anderem mehrere Flaschen Weißwein vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Auch der portugiesische Premier António Costa nahm Glückwünsche zu seinem 59. Geburtstag entgegen. Frisch vermählt reiste die dänische Regierungschefin Mette Fredriksen nach Brüssel. Sie hatte ihre eigentlich für Freitag geplante Hochzeit auf Mittwoch vorverlegt. Fast alle EU-Chefs hielten sich bei dem Treffen, das im größten Saal des Ratsgebäudes mit reduzierten Delegationen stattfand, an die Coronaregeln. Der bulgarische Premier Bojko Borissow wurde aber von Merkel gerüffelt, weil seine Nase aus der Maske hervorlugte. Michel hielt seine Treffen in der Sitzungspause unter freiem Himmel auf einer Terrasse des Ratsgebäudes ab.

Ernüchterung nach erstem Tag des EU-Finanzgipfels

Ein 41-jähriger Landwirt aus dem Bezirk Rohrbach (Oberösterreich) hat am Samstagnachmittag seine Lebensgefährtin mit dem Traktor überrollt und getötet. Der Bauer fuhr laut Polizei auf einem Wirtschaftsweg in der Gemeinde Peilstein. Dabei kam ihm seine 50-jährige Lebensgefährtin entgegen. Der Mann bemerkte die Frau nicht, sie wurde vom linken Hinterrad des Traktors erfasst und überrollt. Die Frau starb noch an der Unfallstelle.

Bauer überrollt Lebensgefährtin mit Traktor: tot