Abgelaufene Bundesliga-Saison war die bisher längste

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Abgelaufene Bundesliga-Saison war die bisher längste

Die am Mittwoch zu Ende gegangene Saison der Fußball-Bundesliga war mit 11 Monaten und 19 Tagen die bisher längste. Hauptgrund dafür war die aufgrund der Coronavirus-Pandemie 86 Tage dauernde Zwangspause. Dadurch wurde der alte Bestwert von 1986/87 (11 Monate und 4 Tage) um 15 Tage übertroffen. Vor 33 Jahren hatte aber die Winterpause wegen fehlender Rasenheizungen 105 Tage gedauert.

1986/87 ist jedoch mit einem Schnitt von 3,41 pro Spiel noch immer die torreichste Saison, knapp gefolgt von der soeben beendeten mit 3,33. Serienmeister Red Bull Salzburg stellte nun aber mit 3,4 Toren pro Begegnung eine neue Rekordmarke auf, ebenso wie mit dem bereits siebenten Titel en suite. Neue historische Bundesliga-Bestwerte gab es auch bei den Treffern durch Wechselspieler mit 86 und bei den Eigentoren mit 21.

Dazu gab es erstmals in der Geschichte mehr Auswärtssiege (82) als Heimsiege (66), nicht zuletzt wegen des Corona bedingten Zuschauerverbots nach dem Re-Start. Auch 334 erzielte Tore in den Auswärtsspielen sind eine neue Bestmarke. Und bei den Auswechslungen wurde mit 1.317 ebenfalls ein neuer Höchstwert erreicht, weil nach dem Re-Start ja erstmals bis zu fünf Wechsel pro Team in einer Partie möglich waren.

Valerien Ismael, der nun nicht mehr LASK-Trainer ist, holte 54 Punkte und 17 Siege in seinen ersten 22 Spielen auf der Bank der Athletiker aus Linz und stellte damit zwei Ligarekorde auf. Salzburg-Coach Jesse Marsch holte sich dafür mit seinen “Bullen” nicht nur den Meistertitel, sondern auch einen Torrekord: 110 Treffer erzielte sein Team in 32 Spielen. Und Torschützenkönig Shon Weissman vom WAC kam als erster Bundesliga-Spieler gleich in seiner Premierensaison auf 30 Tore.

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