Ärztekammer für Schutzmasken im öffentlichen Leben

Merken
Ärztekammer für Schutzmasken im öffentlichen Leben

Die Ärztekammer ist für das Tragen von einfachen Schutzmasken im öffentlichen Leben zur Eindämmung des Coronavirus. Aufgrund fehlender Symptomatik sei vielen Menschen nicht bewusst, dass sie trotzdem Covid-19-positiv seien und damit andere Personen infizieren könnten, betonte ÖÄK-Präsident Thomas Szekeres. Die Tragepflicht in Supermärkten ab Montag begrüßte er.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Während die Zahl der arbeitslos Gemeldeten steigt, werden 5000 Erntehelfer und tausende Mitarbeiter in der Lebensmittelindustrie, etwa 9000 in der Fleischverarbeitung gesucht, sagte Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Freitag in einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt in Wien. Zur Vermittlung von Arbeitskräften wurde die Plattform “www.dielebensmittelhelfer.at” eingerichtet. Köstinger und Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) richteten einen Aufruf an alle, die jetzt etwa ihre Arbeit verloren haben aber auch an Studenten und Menschen in Ausbildung, soweit sie keine Betreuungspflichten für Kinder oder Ältere haben, sich zu melden. Zum neuen Kurzarbeitsmodell, das seit kurzem beantragt werden kann, haben sich bisher im Lauf der Woche 18.000 Firmen beim Arbeitsmarktservice beraten lassen, sagte Aschbacher. Ab heute könne man konkrete Anträge stellen, das Geld soll ab 1. April möglichst rasch fließen.

Tausende Mitarbeiter für Ernte, Agrarproduktion gesucht

Nach einer Eskalation der Situation an der griechisch-türkischen Landgrenze im März, die zu vermehrten Flüchtlingsbewegungen führte, warnt Griechenland vor neuen Spannungen mit Ankara. Die Lage sei “sehr angespannt, wir haben Sorge, dass es zu einer neuen Eskalation kommt”, sagte der stellvertretende griechische Migrationsminister Giorgos Koumoutsakos im APA-Interview. “Wir sehen wachsende Spannungen im östlichen Mittelmeerraum”, erklärte Koumoutsakos, ohne aber näher darauf eingehen zu wollen. Geschuldet seien diese jedenfalls dem Verhalten der Türkei in der Region. Bereits Ende Februar hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die EU unter Druck gesetzt, als er plötzlich die Grenzen seines Landes zur EU für offen erklärte. Begründet hatte er dies damit, dass sich die EU nicht an das Flüchtlingsabkommen von 2016 gehalten habe, in dem der Türkei unter anderem Milliardenhilfen für die Betreuung von Flüchtlingen zugesichert worden waren. Zwar hat sich Athen in der Vergangenheit gegen weitere finanzielle Unterstützung für Ankara ausgesprochen. Koumoutsakos hielt aber fest, dass seine Regierung grundsätzlich nicht dagegen sei, jedoch sollten zusätzliche EU-Gelder an bestimmte Bedingungen gebunden sein: “Mehr Geld, dafür weniger Ankünfte (von Migranten, Anm.)”, betonte er. “Außerdem glauben wir, dass wir (als EU, Anm.) ein starkes Signal Richtung Ankara senden und sehr ernsthaft wirtschaftliche Sanktionen in Betracht ziehen sollten”, forderte der für Migration zuständige Minister. Auch jetzt könne “niemand die Möglichkeit ausschließen, dass Ankara das Thema Migration wieder benützt, um Druck auf Griechenland auszuüben und Europa zu erpressen”, warnte Koumoutsakos. Man müsse deshalb vorbereitet sein. Es sei “höchst an der Zeit”, umfassend und im Detail über die Zukunft der europäisch-türkischen Beziehungen zu sprechen. Das EU-Türkei-Abkommen von 2016, das zu einem deutlichen Rückgang der Migrationszahlen in der EU führte, solle weiterhin am Leben gehalten werden, denn es sei das einzig effektive Instrument, das der EU zur Verfügung stehe – “auch wenn Erdogan es im März schwer beschädigt hat”, so Koumoutsakos. Der Deal brauche nur einige Abänderungen. In Sachen Migrationspolitik müsse die EU wachsam bleiben, appellierte der Politiker der konservativen Partei Nea Dimokratia (ND), der bereits Ende des vergangenen Jahres vor einer neuen Migrationskrise warnte. “Wenn wir über Migration sprechen, kann jeder Tag ein Tag der Krise sein”, erklärte er. Nach einem markanten Rückgang der Ankunftszahlen während der Coronakrise wegen innereuropäischer Reisebeschränkungen verzeichne man nun wieder einen Anstieg. So seien in den vergangenen vier Tagen alleine auf der Insel Lesbos 200 neue Personen angekommen, berichtete Koumoutsakos. Derzeit halten sich in Camps auf den Inseln in der Ostägäis rund 32.000 Menschen auf, ausgerichtet sind die Flüchtlingslager jedoch auf weit weniger Menschen. Griechenland hatte immer wieder an die anderen EU-Mitgliedsstaaten appelliert, Geflüchtete, insbesondere Minderjährige, aufzunehmen. “Relocation (Umsiedelung, Anm.) sollte immer Teil der Solidarität sein, sie sollte unserer Meinung nach verpflichtend sein, gerade in Krisensituationen”, sagte Koumoutsakos. Nach der gescheiterten verpflichtenden EU-weiten Quotenregelung zu Relocation haben sich freiwillig zehn Staaten dazu bereit erklärt, minderjährige Flüchtlinge aus Griechenland aufzunehmen. In Österreich hat die ÖVP dies bisher vehement abgelehnt. Dieser Punkt sei auch der einzige, bei dem Wien und Athen in Sachen Migrationspolitik nicht auf einer Linie seien, hielt Koumoutsakos fest, dessen Partei ebenso wie die ÖVP Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP) ist. Hier seien die Positionen auf beiden Seiten “sehr verhärtet”. “Aber natürlich würden wir es sehr begrüßen, wenn meine österreichischen Freunde sich an dem Prozess beteiligen und zumindest eine symbolische Zahl an Minderjährigen aus Griechenland aufnehmen würden”, unterstrich er. Das heiße aber nicht, dass man für die bisherige Hilfe aus Österreich nicht dankbar sei. Die Bundesregierung entsandte im März für knapp vier Wochen ein Team der Spezialeinheit Cobra an die griechisch-türkische Grenze und schickte Wohncontainer für Migranten. Der stellvertretende griechische Migrationsminister nimmt am Mittwoch und Donnerstag an einer vom Innenministerium organisierten Konferenz zur “Bekämpfung der illegalen Migration” in Wien teil.

Griechischer Vize-Minister warnt vor Spannungen mit Türkei

Durch Sturmböen einer Gewitterfront ist Montagabend in Wels-Neustadt ein Teil eines Baumes auf ein parkendes Auto gestürzt. Feuerwehr und Rettungsdienst befreiten den Lenker aus dem Kleintransporter.

Personenrettung: Baum stürzt in Wels-Neustadt während Gewitter auf parkenden Kleintransporter

Keine konkreten Ergebnisse hat am Freitagabend ein rund dreistündiges Treffen zwischen Bundesregierung und Ländervertretern zur Coronakrise gebracht. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) forderte im Anschluss vor allem Wien auf, weitere Einschränkungen vorzunehmen. Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) appellierte einmal mehr, dass die Länder die Angebote des Bundes, Heer und Polizei beim Contact Tracing einzusetzen, annehmen mögen. Kurz erinnerte daran, dass Wien in Relation noch einmal rund doppelt so viele Fälle habe wie Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg, die ebenfalls schon mit Reisewarnungen konfrontiert seien. Dass in der Bundeshauptstadt eine Registrierungspflicht in der Gastronomie vorgesehen ist, ist dem VP-Chef offenkundig nicht gut genug. Er hoffe, dass es in Wien zu weiteren Schritten, “die notwendig sind”, komme. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) sah ebenfalls noch “Luft nach oben” in der Bundeshauptstadt, wobei er betonte, dass diese Einschätzungen nichts mit dem Wahlkampf zu tun hätten. Der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, Salzburgs Landeshauptmann Winfried Haslauer (ÖVP), meinte, es sei ihm nicht egal, was in anderen Bundesländern passiere. Denn er fürchte, dass es zu einer bundesweiten Reisewarnung komme. Würde dies seitens Deutschlands passieren, wäre das für sein Bundesland “eine Katastrophe”. Dass es zu keiner großen Einigung kommen würde, war schon im Vorfeld absehbar, war doch keiner der drei “roten” Landeshauptleute persönlich im Kanzleramt erschienen. So ließ sich etwa Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) vertreten. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) nahm per Videokonferenz teil. Hacker meinte beim Verlassen des Treffens trocken, dass man zwei Wochen vor der Wien-Wahl nicht erwarten könne, “dass das da drinnen ein Honeymoon war”. Auch Hackers Büro sah sich benachteiligt und wies noch während der Pressekonferenz schriftlich darauf hin, dass nicht Wien die höchste Infektionsinzidenz habe, sondern Innsbruck. In der Pressekonferenz, an der nicht Hacker, sondern für die Länder nur Salzburgs Haslauer – als Vorsitzender der LH-Konferenz – teilnahm, war die Sorge über Wien dagegen die offensichtlich einigende Klammer. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erinnerte an die nun auch vom Bundesrat beschlossene Novellierung der Corona-Gesetze, die den Ländern ab kommender Woche neue Handlungsmöglichkeiten bringe. “Mein dringender Appell ist, diese neuen Handlungsmöglichkeiten auch wirklich zu nutzen”, fügte er hinzu. Gültig sind die neuen Corona-Gesetze ab Samstag, das sie bereits kundgemacht sind. Sie ermöglichen den Ländern, regional strengere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu verhängen als sie bundesweit gelten. Erste Schritte gibt es bereits – mit der Sperrstunde 22.00 Uhr in den westlichen Bundesländern, der Registrierungspflicht in der Gastronomie in Wien und bezirksweisen Verschärfungen bei oranger und roter Ampelfarbe in Niederösterreich.

Kurz fordert Wien zu weiteren Schritten gegen Corona auf

Inmitten zunehmender Spannungen zwischen den USA und China haben sich die Außenminister beider Länder zu Gesprächen in Hawaii getroffen. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete am Donnerstag im Anschluss, beide Seiten hätten das Treffen in Honolulu als “konstruktiven Dialog” gewertet. US-Außenminister Mike Pompeo betonte nach Auskunft einer Sprecherin die Notwendigkeit von wechselseitigen Vereinbarungen zu den Handels-, Sicherheits- und diplomatischen Beziehungen. Außerdem habe Pompeo bei dem Treffen mit seinem Amtskollegen Yang Jiechi die Forderung der USA bekräftigt, dass die Volksrepublik im Kampf gegen das neuartige Coronavirus vollständige Transparenz zeigen solle. Laut Xinhua vereinbarten beide Seiten, ihren Austausch fortzusetzen. Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China haben sich wieder deutlich zugespitzt. Nach Beilegung eines monatelangen Handelskonflikts ging es zuletzt vor allem um den Umgang mit der Corona-Pandemie. Zudem sorgt aktuell ein US-Gesetz für Streit, das Sanktionen gegen China vorsieht. Hintergrund ist der Umgang Chinas mit der muslimischen Minderheit der Uiguren.

US-Außenminister trifft chinesischen Kollegen

Die drastisch gestiegene Arbeitslosigkeit sowie die verzugszinsenfreien Stundungen von Beitragszahlungen für Unternehmen haben den Sozialversicherungsträgern bei den Beitragseinnahmen allein im März ein Minus von 887 Millionen Euro beschert. Davon entfallen 168,61 Millionen Euro auf die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK), der Rest auf alle anderen Träger, teilte die ÖGK der APA mit. Wie genau die Aufteilung auf die anderen Träger ausfällt, ist nicht bekannt. Klar ist aber, dass dieser Verlust in nur einem halben Monat eingetreten ist, weil die Coronakrise erst Mitte März schlagend wurde. Für April liegen noch keine Zahlen vor.

Großes Loch in der Sozialversicherung