Ärztekammer über Tod eines Hausarztes erschüttert

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Ärztekammer über Tod eines Hausarztes erschüttert

Covid-19 hat laut der Ärztekammer für Niederösterreich das erste Todesopfer unter Medizinern im Bundesland gefordert. Es handelte sich einer Aussendung zufolge um einen Hausarzt, “der sich bis zuletzt in seiner Ordination um seine Patientinnen und Patienten gekümmert hat“. Der Erkrankte sei auf der Intensivstation eines Krankenhauses gestorben, teilte eine Sprecherin der Kammer auf APA-Anfrage mit. Der Mediziner habe über das gesetzliche Pensionsalter hinaus gearbeitet.

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Vor der Ostküste Australiens hat ein Hai einen Surfer am Sonntag angegriffen und getötet. Auch Ersthelfer hätten den am Bein schwer verletzten 60-Jährigen nicht mehr helfen können, teilte die Polizei mit. Die Hai-Attacke ereignete sich am Salt Beach nahe Kingscliff, 800 Kilometer nördlich von Sydney. Andere Surfer wurden aufgefordert, die Gewässer zu verlassen. Der Strand wurde gesperrt. Per Hubschrauber sei ein großer Hai verfolgt worden, der nach dem Angriff vor dem Strand gesichtet worden sei, hieß es weiter. Es war der dritte tödliche Hai-Angriff in diesem Jahr in australischen Gewässern. Darüber hinaus gab es sieben weitere Attacken, die aber nicht tödlich endeten.

Surfer stirbt nach Hai-Attacke vor Ostküste Australiens

Starke Regenfälle haben in der Nacht auf Dienstag zu Vermurungen und Verkehrsbehinderungen in großen Teilen Österreichs geführt. In Steyr (Oberösterreich) wurde der Hochwasser-Voralarm ausgelöst, da sich die Enns einem Wasserstand von fünf Metern nähert. In Kärnten ist laut Ö3 die Bahnstrecke zwischen Feldkirchen und Villach nach Murenabgängen und Hangrutschungen an mehreren Stellen unterbrochen. Im südlichsten Bundesland rückten die Feuerwehren in der Nacht rund 200 Mal aus. Laut Polizei ist die L32 in Zlan (Bezirk Villach-Land) auf einer Länge von ca. zehn Metern vermurt. Wegen Untermurung brach die Böschung und verunreinigte die gesamte Fahrbahn. Die Straße bleibt daher bis Mittag gesperrt, eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet. Aufgrund der heftigen Gewitter kam es auch im Oberen Gurktal entlang der Landesstraße L64 und im Ortsgebiet Deutsch-Griffen zu mehren Murenabgängen und Überschwemmungen. Da mehrere Bäume auf die Fahrbahn zu stürzen drohen und die Straße teilweise durch Schlammmassen unpassierbar ist, wurde die L64 ebenfalls für den Verkehr gesperrt. In Salzburg sind laut Ö3 vor allem im Lungau, Pongau und Pinzgau die Feuerwehren im Dauereinsatz. In den vergangenen 48 Stunden fielen bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Oberpinzgau errichteten Freiwillige Feuerwehren mobilen Hochwasserschutz. Muren, ausufernde Bäche und überschwemmte Straßen sorgten auch hier für Verkehrsbehinderungen. In Vorarlberg gab es vor allem in Dornbirn und Feldkirch zahlreiche überflutete Keller und Tiefgaragen.

Regen sorgt für Hochwasser-Voralarm und Verkehrsprobleme

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Freitag an die Menschen in Österreich appelliert, “vor allem auch an die Jungen, dass es wieder mehr Risikobewusstsein, mehr Mitmachen gibt”. In den vergangenen sieben Tagen seien anteilig an der Bevölkerung “ganz stark die Jungen im Fokus” der Neuerkrankungen gestanden, sagte er bei einer Pressekonferenz in Wien. In einer ersten Phase der Pandemie in Österreich bis 15. März waren relativ viele junge Leute und Menschen mittleren Alters erkrankt, erläuterte Anschober. In der darauffolgenden Periode bis 11. April habe sich die Alterspyramide total verschoben und viele Ältere erkrankten. In der dritten Phase seit 12. April blieb der Anteil der über 85-Jährigen hoch und es kamen wieder etwas mehr jüngere Infizierte hinzu, betonte der Minister. Der Trend der vergangenen sieben Tage zeigt nun einen deutlichen Anstieg bei der jüngsten Altersgruppe. Anschober präsentierte auch eine Grafik zum “Sonderfall” der oberösterreichischen Gemeinde St. Wolfgang, wie er sagte. Hier waren fast nur Junge erkrankt, nachdem sich vor allem Praktikanten in Tourismusbetrieben infiziert hatten. “Ja, wir alle können betroffen sein, wenn wir leichtfertig sind”, warnte der Minister. Anschober richtete seinen Appell daher “nicht nur an die Jungen, aber auch an die Jungen”. Neben dem “Motto des Hausverstands” plädierte er für “Vernunft” und “Klugheit”. Viel wichtiger als die gesetzlichen Vorgaben seien Hygiene, Mindestabstand und der Mund-Nasen-Schutz (MNS). Die Reproduktionszahl liege in Österreich derzeit bei 1,07, das sei aber “kein Grund, dass man irgendwie nachlässig wird”. Der Babyelefant “lebt, hier ist er. Die Schlagzeilen, die es gegeben hat vor zwei Tagen, dass er gekillt wäre, noch dazu von mir – finde ich überhaupt am ärgsten -, sind nicht zutreffend”, sagte Anschober zu einem mitgebrachten etwa einen Meter großen Elefanten aus Karton als Symbol für den empfohlenen einen Meter Mindestabstand. “Wir brauchen ihn weiter”, betonte der Minister, auch wenn er derzeit nicht per Strafsanktion zwingend vorgeschrieben sei bis zur Novellierung des Covid-Maßnahmengesetzes Anfang September. Auch in den Bädern sei die erste Empfehlung, dass der Abstand eingehalten wird, sagte Anschober auf Nachfrage zur Diskussion um eine Maskenpflicht wegen der derzeit teilweise großen Menschenaufläufe in Freibädern. Dann brauche es die Maske auch nicht, so der Ressortchef. In Freiräumen empfehle sie die Maske “nicht so extrem”, fügte Miranda Suchomel vom Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie der MedUni Wien hinzu. “Beim Kommen und Gehen kann es durchaus Sinn machen”, sagte sie, beim auf der Wiese Liegen jedoch nicht. 175 Neuerkrankungen mit dem Coronavirus sind am Freitag (Stand 9.30 Uhr) in den vergangenen 24 Stunden in Österreich hinzugekommen. Das ist der höchste Wert seit mehreren Wochen, geht aus den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium hervor. “Das ist hoch, vergleichsweise”, sagte Anschober. Es sei etwa der Wert von vorgestern, aber deutlich über dem gestrigen Wert, betonte Anschober. Wien und Oberösterreich waren wie in den vergangen Tagen die stärksten Länder bei der Zahl der Neuinfektionen, berichtete der Minister. 78 neue Fälle gab es in der Bundeshauptstadt und 45 in Oberösterreich, je 15 in Niederösterreich und Salzburg sowie zehn im Burgenland, vier in der Steiermark, je drei in Tirol und Vorarlberg und zwei in Kärnten. Auch die Zahl der Spitalspatienten blieb am Freitag dreistellig. Exakt 100 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung befanden sich in Krankenhäusern (minus fünf zum Vortag), davon 16 auf Intensivstationen. Die Zahl der Verstorbenen blieb mit 718 gleich. Bisher gab es insgesamt 21.130 Erkrankte, wovon 18.758 wieder genesen sind. Am Freitagvormittag waren somit 1.654 Fälle noch aktiv. “Wir haben mittlerweile 890.000 Tests erreicht”, erläuterte Anschober. In den vergangenen 24 Stunden waren es demnach zuletzt 10.425 Testungen. “Wir versuchen in den letzten Wochen sehr stark asymptomatische Personen zu erfassen”, hob der Minister die Tests im Tourismus und große Screenings – etwa von Menschen in prekären Wohnsituationen und Arbeitsbereichen sowie in Pflegeheimen – hervor. Am Vortag seien “26 Prozent unserer positiven Testergebnisse” asymptomatische Personen gewesen, betonte Anschober.

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Der Klimawandel ist für die heimischen Forstbetriebe und Waldbesitzer schon Herausforderung genug. Die Coronakrise spitzt die Schwierigkeiten nochmals massiv zu. “Sie trifft die gesamte Forstwirtschaft, die schon unter den Marktverwerfungen durch den Klimawandel leidet, sehr. Sie multipliziert das Problem”, sagt der Präsident der Land- und Forstbetriebe Österreichs (LFBÖ), Felix Montecuccoli. Es brauche staatliche Unterstützung in Form eines Milliarden schweren Fonds und einen nationalen Schulterschluss in der Forst- und Holzindustrie, appellierte Montecuccoli im Gespräch an die Politik und an seine gesamte Branche.

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Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat bei der Regierungspressekonferenz zum Coronavirus klargestellt, dass man noch weit von der Rücknahme von Schutz-Maßnahmen entfernt ist. Wenn es aber einmal dazu komme, werde man – auch aus volkswirtschaftlichen Gründen – mit den Geschäften starten. Schulen und Unis kämen erst später an die Reihe.

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Der italienische Startenor Andrea Bocellli hat bei einer Bootstour vor Sardinien seine Hündin “Pallina” verloren. Er richtete einen Appell an seine Fans per Facebook, in der Hoffnung, den kleinen Windhund wiederzufinden. Das Tier verschwand im Meer des Golfes Aranci im Norden Sardiniens, schrieb Bocelli, der auf Facebook Bilder des Hundes postete. “Wir sind besorgt und leiden für diese schutzlose Kreatur und ihr Schicksal. Wir hoffen, positive Nachrichten zu erhalten, die uns das Herz öffnen würden. Wir wären dafür dankbar”, schrieb der Tenor, der Kontaktdaten für eventuelle Meldungen angab. Die Küstenwache Sardinien und lokale Tierschutzverbände sowie Bademeister auf den Stränden beteiligten sich an der Suche nach dem Hund, die jedoch zu keinen Resultaten führte. “Wir danken den vielen Freunden und unbekannte Personen, die Verständnis und Sensibilität bewiesen haben. Sie haben die Suche sowohl persönlich als auch auf Social Media unterstützt”, schrieb Bocelli, der sich wenig Hoffnung macht, dass “Pallina” wieder auftauchen könnte. So veröffentliche er am Sonntag eine Art Abschiedsbrief an seine “Pallina”. Der Appell Bocellis wurde von der Präsidentin von Italiens Tierschutzverband ENPA, Carla Rocchi, geteilt. Der Tenor musste jedoch auch Kritik hinnehmen. Hunde sollten an Bord von Booten besonders rigoros beaufsichtigt werden, kritisierten Hundeliebhaber.

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