Aktuelle Zahlen aus OÖ

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Mario Pulker, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), hat Verständnis dafür, dass gastronomische Betriebe noch bis mindestens Mitte Mai geschlossen bleiben müssen. Gesundheit gehe vor Profit, Umsatz und Wirtschaft, “wir wollen keine Toten”, bekräftigte Pulker am Dienstagvormittag in der Ö1-Radiosendung “Journal um acht”. “Wir sind eben eine Branche, wo es nicht so leicht möglich ist, zum Gast und zum Kunden keinen Kontakt zu haben, weil wir eine persönliche Dienstleistung anbieten. Und daher ist es natürlich für uns verständlich, auch wenn wir uns nicht freuen darüber, (…) dass wir noch nicht öffnen dürfen”, sagte der WKÖ-Spartenobmann.

Gesundheit geht vor Profit

Das Schuppentier erinnert an einen als Tannenzapfen verkleideten Ameisenbären. Bei Menschen begehrt – aber verboten – sind sein Fleisch und seine Schuppen, was dem Insektenfresser einen traurigen Rekord einbringt: Es ist wohl das meistgeschmuggelte Säugetier der Welt. Wegen gesunkener Elfenbeinpreise satteln Profischmuggler auch auf die besonders in Asien als Heilmittel begehrten Tiere um. V 2014 bis 2018 verzehnfachte sich die Menge an Hornschuppen, die Zollfahndern weltweit jährlich ins Netz ging. Das geht aus dem Bericht zum illegalen Handel mit Wildtieren und -pflanzen des UN-Büros zur Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hervor, der am Freitag in Wien vorgestellt wurde. Ein Teufelskreis Tropenholz und Elfenbein machten demnach je fast ein Drittel des Gesamtwerts aller von 2014 bis 2018 entdeckten Schmuggelware aus der Natur aus. Rund 14 Prozent entfielen auf den Schuppentier-Handel, rund zwölf Prozent auf die Hörner von Nashörnern. Auch seltene Schildkröten, Tiger und Aale sind demnach wichtige Schwarzmarkt-Ware. Der “World Wildlife Crime Report“, dessen erste Ausgabe vor vier Jahren erschien, basiert auf von 149 Staaten gemeldeten Daten über Beschlagnahmungen, ergänzt durch detaillierte Forschung zum illegalen Geschäft mit geschützten Tieren und Pflanzen. Rund 6.000 Spezies tauchten demnach seit 1999 in Zollfunden auf. Die Tatverdächtigen kamen aus rund 150 Staaten. “Kriminalität mit wildlebenden Spezies löst einen Teufelskreis aus, der unsere Gesundheit, Sicherheit und Entwicklung aufs Spiel setzt”, sagte UNODC-Direktorin Ghada Waly bei der Vorstellung des Berichts. “Grenzübergreifende Netzwerke der organisierten Kriminalität streichen die Profite der Verbrechen mit wilden Spezies ein, aber die Armen zahlen den Preis dafür.” Auch Menschen bedroht Mit Blick auch auf die Corona-Pandemie mahnen die Experten, dass die Ausbeutung der Natur nicht nur Klima und Artenvielfalt, sondern auch die menschliche Gesundheit bedrohe. Fast drei Viertel aller neuen Infektionskrankheiten der letzten Jahrzehnte seien vom Tier auf den Menschen übergesprungen, so auch nach aktuellem Kenntnisstand das neuartige Coronavirus. Vor einigen Monaten war dabei gerade das Schuppentier, auch Pangolin genannt, als möglicher Zwischenwirt des SARS-CoV-2-Erregers ins Gespräch gekommen: In Proben von Tieren, die in Asien für ihr Fleisch auch lebendig geschmuggelt wurden, hatten Forscher dem menschlichen Virus extrem ähnliche Erreger gefunden, ähnlich wie in Fledermäusen. Mittlerweile sehe es nicht mehr so aus, dass SARS-CoV-2 direkt vom Schuppentier auf den Menschen übergesprungen sei, sagte der Wildtierforensiker Stefan Prost von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt. Dazu fehle wohl mindestens eine Entwicklungsstufe im Virus. Mögliche Zwischenwirte sind Schuppentiere aber. Gerade Wildtiermärkte böten dem Virus ideale Bedingungen, von Art zu Art und schließlich auf den Menschen zu springen. Auch Prosts Team beobachtete zuletzt eine massive Zunahme geschmuggelter Schuppentiere. “Der Grund ist aus meiner Sicht, dass Schuppentiere viel leichter zu fangen sind als Elefanten und viel geringere Strafen darauf stehen”, sagte er. Der Handel sei extrem lukrativ – und erst seit kurzem in der höchsten Schutzstufe reguliert. Tatsächlich beobachten die UNODC-Forscher, dass sich der Markt für Elfenbein und Nashorn-Hörner in den letzten Jahren abzuflachen scheint. Rekordfunde an Elfenbein und Rhino-Hörnern 2019 wiesen demnach eher auf einen Abverkauf als auf neue Wilderei hin, hieß es. Wilderer in Kenia bekamen laut Bericht 2018 nur noch 55 US-Dollar pro Kilo Elfenbein; 148 US-Dollar waren es 2014 gewesen. Die Gesamtsummen bleiben dennoch schwindelerregend: Auf jährlich rund 400 Millionen US-Dollar Profit schätzen die Experten den Handel mit Elfenbein, 230 Millionen US-Dollar würden jährlich mit Nashörnern verdient. Nichtsdestotrotz zeigen offenbar staatliche Bemühungen laut UNODC Wirkung. Der Preisverfall des Elfenbeins sei zumindest teilweise darauf zurückzuführen, dass sowohl die USA als auch China den Elfenbeinhandel in den vergangenen Jahren endgültig verboten hätten. Andere seit vielen Jahren streng geschützte Arten werden trotz Verboten munter weiter gehandelt. So bewege sich der Handel der in der traditionellen chinesischen Medizin begehrten Tigerprodukte, vor allem von Knochen, etwa auf einem niedrigen Level, sei aber in den vergangenen Jahren angestiegen – zunehmend auch als Statussymbol statt als Heilmittel, heißt es im Bericht. Auch das Abholzen von Tropenholz, das oft mit verschleierter Herkunft im legalen Handel landet, ist weiter ein großes Problem. Etwa vier Millionen Bäume einer geschützten Palisander-Art seien allein im Jahr 2017 aus Nigeria exportiert worden. Die Schutzmechanismen hinken dabei den wendigen Handelswegen der Organisierten Kriminalität ständig hinterher: Kaum werde eine Tropenholz-Art im Artenschutz hochgestuft, beginne direkt das Abholzen der nächsten Art, um die erste zu ersetzen, heißt es.

Schmuggel geschützter Arten boomt

NEU bei der Wels Card: Takko Modemarkt im Welas Park

Wels Card: Takko im Welas Park ist neuer Partner

Der frühere freiheitliche Spitzenpolitiker Johann Gudenus geht auf Konfrontationskurs mit seinem einstigen Parteichef Heinz-Christian Strache, der ebenfalls wegen des Ibiza-Videos zurückgetreten war. Strache sei von Anfang an über die angebliche Oligarchin informiert gewesen und am Laufenden gehalten worden, sagte Gudenus zur APA. Für Treffen in Wien habe Strache lediglich keine Zeit gehabt. “Wenn Strache davon spricht, er hätte keine Ahnung von Absprachen vor dem Treffen auf Ibiza gehabt, dann stimmt das auch so, denn es gab keine Absprachen”, meint Gudenus. “Was er jedoch verdrängt, ist die Tatsache, dass ich ihn über die Existenz der angeblichen Oligarchin und ihr Vorhaben, in Österreich ihr Geld zu investieren, selbstverständlich von Anfang an informiert und am Laufenden gehalten hatte.” Beinahe täglich hätten Personen Gudenus gebeten, sie mit Strache zusammenzubringen, so der ehemalige FPÖ-Klubchef. Bei den mit der angeblichen Oligarchin angedachten Investitionsideen “war dies selbstverständlich, ihn zu unterrichten. Und er wollte solche Leute auch immer kennenlernen”. Auch von Treffen in Wien sei Strache informiert gewesen, hätte aber keine Zeit gehabt. Am Abend auf Ibiza habe er darüber gesprochen, bereits über Einiges Bescheid zu wissen. Zu Straches Aussagen, er sei über Treffen im Vorfeld nicht informiert gewesen, meint Gudenus: “Ich denke, dass er unter anderem deshalb nicht darüber glücklich ist, dass das Ibiza-Video aufgetaucht ist, weil dann sein falsches Konstrukt, ich hätte an der Falle mitgewirkt, zusammenbricht, und auch er endlich einsehen und zugestehen müsste, dass wir beide in die Falle gelockt wurden.” Nicht weiter kommentieren wollte Gudenus die aufgetauchten Fotos, die ihn beim angeblichen Drogenkonsum zeigen sollen und dass er damit möglicherweise erpresst worden sei. Er verwies abermals auf den Schutz des höchstpersönlichen Lebensbereiches und kritisiert die Veröffentlichung des sichergestellten Materials in den Medien. Abermals betont er, dass ein Verfahren gegen ihn auf Grundlage des Suchtmittelgesetzes eingestellt worden sei.

Gudenus: Strache von Anfang an über "Oligarchin" informiert

Die Bundesregierung plant derzeit keine Verschärfungen ihrer Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Die Ausgangsbeschränkungen seien von den Österreichern gut angenommen und eingehalten worden, sagten Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Dienstag in einer Pressekonferenz. Am Wochenende werde der Krisenstab evaluieren. “Wir haben derzeit keine Pläne in Vorbereitung, die in Richtung einer umfassenden Verschärfung gehen”, sagte Anschober. Auszuschließen sei aber nicht, “ob wir in dem einen oder anderen Bereich nachjustieren müssen”.

Keine Verschärfungen, kein Rückgang bei Infektionen

Sebastian Vettel und das gesamte Ferrari-Team hoffen beim Großen Preis von Ungarn auf mehr als nur einen Stimmungsaufheller. Eine Woche nach dem Desaster von Spielberg mit der folgenreichen Karambolage beider Formel-1-Ferraris ist der Druck auf die Scuderia enorm. Ex-Weltmeister Vettel hat nach zwei Rennen erst einen mageren Punkt angeschrieben. “Ich bin generell optimistisch und zumindest muss ich nicht lange warten, bis ich wieder ins Auto kann”, sagte Vettel, dessen Rennen zuletzt nach einer Runde vorbei gewesen war. Teamkollege Charles Leclerc, der die Kollision verursacht hatte, war einige Runden später mit seinem Wagen in die Box gefahren. An den WM-Kampf gegen die dominierenden Silberpfeile mit dem sechsfachen Weltmeister Lewis Hamilton und dem aktuellen WM-Führenden Valtteri Bottas braucht beim italienischen Traditionsteam niemand denken. Beim dritten Rennen innerhalb von drei Wochen der Notsaison ist Schadensbegrenzung angesagt. Die Nebengeräusche dürften den Rennstall und Teamchef Mattia Binotto aber auch in der Puszta begleiten. Hinzu kommt, dass Vettel sich Medienberichten zufolge derzeit auch noch in Verhandlungen mit einem möglichen neuen Team fürs kommende Jahr befindet – bei Ferrari wird der 33 Jahre alte vierfache Weltmeister zum Saisonende ausgemustert. Ob das künftige Team Aston Martin, aktuell Racing Point, tatsächlich eine Option für Vettel ist, wird sich zeigen. Ebenso, ob aus der Hoffnung auf Besserung bei Ferrari mehr wird. “Meine Zukunft ist weiterhin offen. Es ist noch gar nichts entschieden”, sagte Vettel “sport1.de”. “Auch ein Jahr Pause, vieles ist noch möglich.” Stand jetzt hat er nach Ablauf der aktuellen Saison keinen Job in der Motorsport-Königsklasse. “Das einzige, was sicher ist: Ich werde bis Saisonende alles versuchen, um mit Ferrari aus dem momentanen Tal zu kommen”, betonte Vettel. Nach Platz zehn und dem Ausfall in der ersten Runde in den beiden Auftaktrennen in Spielberg braucht Vettel unbedingt ein Erfolgserlebnis.

Vettel und Ferrari schon beim 3. Saison-Rennen unter Druck