Aktuelle Zahlen

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1018 Menschen sind derzeit in Österreich mit dem Coronavirus infiziert – das gab das Gesundheitsministerium am Montag mit Stand 10 Uhr bekannt. Damit ist die Zahl erstmals vierstellig. Bisher wurden 8490 Tests durchgeführt.

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Was den Schutz des medizinischen Personals in Arztpraxen anbelangt, bleibt die Situation angespannt. Die Ärztekammer beklagt den Mangel an Schutzausrüstung für niedergelassene Ärzte. “Wir brauchen Masken, Schutzanzüge und Desinfektionsmittel in Millionenhöhe. Für jene, die an vordester Front stehen, soll es zumindest genug Schutzausrüstung geben. Der Mangel war schon Anfang März bekannt”, sagt Johannes Steinhart, Bundeskurienobmann der Niedergelassenen Ärzte im Ö1-Morgenjournal.

Ärztekammer beklagt Mangel an Schutzausrüstung

Feuerwehr und Polizei standen am späten Dienstagabend bei einem Kleinbrand im Welser Messegelände im Einsatz.

Brand eines Strohballens im Welser Messegelände rasch gelöscht

Exakt zwei Monate vor der großen Eröffnung mit Franz Welser-Möst haben wir einen Blick auf den Baufortschritt im Greif geworfen.

Umbau Stadttheater Greif

Der Cabrio-Bus ist startklar: Am Mittwoch hat die Donauinselfest-Tour durch Wien mit einem Kick-off-Event auf der Donauinsel begonnen. Bis 18. September werden 100 heimische Künstler und Bands mit einem Bus unterwegs sein und öffentliche Plätze beschallen. Den Anfang macht heute die Band Deladap. Sie wird am Nachmittag in der Brigittenau und der Donaustadt spielen. Wo genau, wird nicht verraten. Beim heutigen Kick-Off-Event war auch Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) mit dabei. Die Wiener SPÖ ist Veranstalter des Donauinselfests und auch der Tour. “Es freut mich sehr, dass die Organisatorinnen und Organisatoren einen Weg gefunden haben, dem Donauinselfest auch heuer treu zu bleiben, und das unter Beachtung der wichtigsten Regel für uns alle: Die Gewährleistung der Sicherheit und Gesundheit des Publikums und aller Beteiligten”, sagte er. Die Donauinselfest-Tour findet statt des coronabedingt abgesagten Donauinselfests statt. Dabei wird ein Bus 80 Tage lang in Wien unterwegs sein und die Städter mit Pop-Up-Events an öffentlichen Plätzen überraschen. Wer auftritt, wird angekündigt – aber nicht wann und wo dies passieren wird. Das bleibt nämlich geheim. “Damit sollen größere Menschenansammlungen vermieden werden”, erklärte eine Donauinselfest-Sprecherin der APA. Insgesamt sind 240 Pop-Up-Events angekündigt. Mit dabei sind etwa Ex-Song-Contest Teilnehmer Nathan Trent, Wienerlied-Sängerin Birgit Denk oder der österreichisch-isländische Musiker Thorsteinn Einarsson. Neben Konzerten wird es auch Lesungen und Kabarettdarbietungen geben. Bei jedem Tourbus-Stopp werden laut Veranstalter geschulte Ordnerinnen und Ordner notfalls dafür sorgen, dass im Publikum Sicherheitsabstände eingehalten werden. Darüber hinaus verteilen sie auf Nachfrage MNS-Masken sowie Desinfektionsmittel bzw. achten darauf, dass keine Höchstzahlen überschritten werden. Zum Abschluss gibt es dann am 19. und 20. September Konzerte auf der Insel selbst, pro Tag drei Shows – aber nur auf einer Bühne und mit deutlich weniger Publikum als sonst. Die Karten dazu werden verlost. Ab heute können sich die Fans auf dafür anmelden. Die Ziehung der Gewinner findet im August statt, wenn eine größtmögliche Sicherheit über die erlaubte Anzahl an Besucherinnen und Besuchern besteht und somit klar ist, wie viele Karten ausgegeben werden dürfen, hieß es. Die Tickets werden übrigens personalisiert und fälschungssicher sein. Das Programm der stationären Shows wird zu einem späteren Zeitpunkt präsentiert.

Donauinselfest-Tour offiziell gestartet, Auftakt mit Deladap

Integrationsprobleme werden durch die Coronakrise verschärft. Zu dieser Einschätzung kommt ein aktuelles Papier des Expertenrats für Integration. Etwa wurden während der Pandemie Sprachdefizite sichtbarer, warf das Homeschooling Kinder mit Migrationshintergrund zurück und waren Migranten stärker von Arbeitslosigkeit betroffen. Zudem könnten sich segregative Tendenzen durch die Krise verstärken. Daher empfiehlt der Expertenrat unter anderem die “nachdrückliche” Vermittlung der deutschen Sprache in verpflichtenden Integrationsmaßnahmen. Schließlich sei die Sprache “Schlüssel zur Integration sowie zum Erfolg im Bildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt”. Auch brauche es die gezielte Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund in der Sommerschule, um den Rückstand durch das Homeschooling aufzuholen. Verpflichtende Elternkurse werden vom Expertenrat ebenso begrüßt. Arbeitslose Migranten müssten – angesichts des sprunghaften Anstiegs der Arbeitslosigkeit unter Menschen mit Migrationshintergrund und aktuell rund 36.000 arbeitslosen Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten – verstärkt in jene Jobs vermittelt werden, die durch den Wegfall von ausländischen Arbeitskräften nachbesetzt werden müssen, so der Expertenrat. Oder auch in jene Berufsfelder, für die gegenwärtig ein besonderer Bedarf besteht. Zudem warnt der Expertenrat davor, dass bereits bestehende segregative Tendenzen durch die Coronakrise verfestigt werden könnten. Verpflichtende Integrationsmaßnahmen wie Deutsch- und Wertekurse konnten während der Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus nicht stattfinden. Diese könnten nun wieder durchgeführt werden. Besonderes Augenmerk muss laut den Experten Maßnahmen zur Integration von Frauen und dem Gewaltschutz geschenkt werden. Für Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) zeigt die Analyse des Expertenrates, “dass die Coronakrise auch für die Integration eine große Herausforderung war”. Probleme wie “eine gewisse Abschottung” und segregative Tendenzen sowie mangelnde Sprach- und Bildungskompetenzen seien “sichtbarer und akuter” geworden. Die Empfehlungen des Expertenrates sollen aufgenommen werden, so Raab.

Coronakrise verschärft laut Expertenrat Integrationsprobleme

Österreich ist eine Alpenrepublik. Das zeigt sich auch daran, in welche Verbände und Mitgliederorganisationen die Österreicher das meiste Vertrauen haben. Im aktuellen APA/OGM-Vertrauensindex schneiden der Alpenverein und die Naturfreunde am besten ab, gefolgt vom Verein für Konsumenteninformation (VKI). Schlusslicht ist der Cartellverband (ÖCV), eine Vereinigung von Studentenverbindungen. Mit 67 Punkten Vertrauenssaldo – aus “habe Vertrauen/habe kein Vertrauen” – liegt der Alpenverein unangefochten an der Spitze des Rankings. Die Naturfreunde landeten mit einem Saldo von 55 Punkten auf Rang zwei, der VKI mit 54 auf Rang drei. Ebenfalls in die Top Five geschafft haben es mit hohen Bekanntheits- und Vertrauenswerten die beiden Autofahrerclubs ÖAMTC (52) und ARBÖ (48). “Der erste Vertrauensindex zu Verbänden und Mitgliederorganisationen zeigt fast zur Gänze positive Vertrauenswerte der Bevölkerung”, schreibt OGM-Chef Wolfgang Bachmayer in einem Kommentar zu den Daten. “Das verwundert wenig, weil ja ein großer Teil dieser Verbände Dachorganisationen von Vereinigungen in Sport, Freizeit, Natur, Umwelt und sozialen Anliegen sind mit einem großen Anteil ehrenamtlich Tätiger”, so der Gründer des Markt- und Meinungsforschungsinstituts OGM. Ab Platz acht geht es mit dem Vertrauenssaldo zwar ein bisschen bergab, die hier angesiedelten Organisationen sind aber noch immer deutlich im Plus. So erreichen die Kinderfreunde 36 Punkte, die Mietervereinigung kommt auf einen Saldo von 31 Punkten. In der Wertung knapp dahinter matchen sich die Sportverbände um die Gunst der Österreicherinnen und Österreicher. Hier genießt die Sportunion (28 Punkte) das meiste Vertrauen, zwei Plätze dahinter liegt der ASKÖ (25) und noch etwas weiter hinten der ASVÖ (10). Passend zur alpinen Identifikation der Österreicherinnen und Österreicher schneidet der Österreichische Skiverband (ÖSV) mit einem Saldo von 26 Punkten im Vertrauensindex besser ab als der Tennisverband (ÖTV/17 Punkte) und der Fußballbund (ÖFB/15 Punkte). Bachmayer sieht darin “respektable Vertrauenswerte” für die Sportverbände, in denen Freizeit- und Leistungssport, Jugendförderung und Ehrenamtlichkeit aufeinandertreffen, schreibt er. In eher niedrigen Vertrauensbereichen sind dann Verbände mit geringeren Bekanntheitswerten zu finden, etwa das Klimabündnis Österreich (15) und der Seniorenrat (11). Bachmayer vermutet, dass einzelne Mitglieder dieser Organisationen – etwa Fairtrade, Pensionistenverband oder Seniorenbund – höhere Vertrauenswerte erzielen würden. Sehr wenig Vertrauen genießt der Presserat, der gerade einmal auf einen Saldo von fünf Punkten kommt. Das schlechte Abschneiden setzt Bachmayer mit den insgesamt sehr niedrigen Vertrauenswerten für Presse und Medien in Verbindung. Gerade noch im Plus sind die Armutskonferenz (4) und der Lions Club (2). Minuspunkte erhielten in der repräsentativen Umfrage unter 800 Österreicherinnen und Österreichern der Kameradschaftsbund (-3), die Rotarier (-4), die Gesellschaft für Europapolitik (-8) und der Österreichische Cartellverband (-9). “Der ÖCV liegt an letzter Stelle des Vertrauensrankings, weil er (bei eher geringer Bekanntheit) wahrscheinlich als kirchen- und parteinahe Organisation gesehen und vermutlich auch teilweise mit (schlagenden) Burschenschaften assoziiert wird”, versucht Bachmayer zu erklären. Der APA/OGM-Vertrauensindex ermittelt seit vielen Jahren das Vertrauen der Bevölkerung in Politiker, Institutionen, NGO, Berufsverbände und Unternehmen in verschiedenen Branchen – und nun zum ersten Mal auch in Verbände und Mitgliederorganisationen.

Alpenverein und Naturfreunde im Vertrauensindex an Spitze