Alterssicherungskommission bringt 2021 Update

Merken
Alterssicherungskommission bringt 2021 Update

Die Alterssicherungskommission wird im Herbst wie angekündigt ihre Mittel- und Langfristgutachten zur Entwicklung des Pensionssystems vorlegen. Da dann im Langfristgutachten aber nur die Daten bis April enthalten sein werden, plant die Kommission bis Mitte 2021 ein Zusatzgutachten, in dem die Daten bis September 2020 berücksichtigt sind, gab die Kommission am Freitag bekannt.

Kommissions-Vorsitzender Walter Pöltner und Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec sagten am Freitag bei einem Pressegespräch, Grund für dieses geplante Zusatzgutachten ist die Coronakrise. Denn damit habe sich “die Welt geändert”, so Korosec.

Die Kommission habe daher beschlossen, bis spätestens 30. November das Langfristgutachten auf Basis der bis April 2020 vorliegenden Daten vorzulegen. Man werde damit dem Auftrag der Regierung gerecht, das Gutachten bis Ende November vorzulegen, so Pöltner. Es wird aber die Vorbemerkung enthalten, dass darin die Auswirkungen der Coronakrise noch nicht abgebildet sind – und dass die Kommission bis spätestens Mitte 2021 den Nachtrag vorlegen wird. Inwieweit sich die Coronakrise auf das Pensionssystem auswirken könnte, sei derzeit nicht abschätzbar, sagte Pöltner. Erneut zusammentreffen wird die Kommission jedenfalls im September.

Keinen Vorschlag wird die Kommission zu einer möglichen Solidaritätsabgaben bei hohen Pensionen vorlegen, wiederholte Pöltner seine diesbezüglich bereits getätigte Ansage, wonach das Gremium gar nicht die Möglichkeiten dazu habe. Außerdem sei nicht geklärt, was unter die Definition einer hohen Pension falle, betonte er.

Betreffend der Frage einer möglichen Rücknahme der ausgeweiteten Hacklerregelung verwies Pöltner auf den Mehrheits-Beschluss der Kommission vom letzten Dezember, wonach diese grundsätzlich dafür eintritt, die kurz vor der Nationalratswahl beschlossene Ausweitung der Hacklerregelung wieder rückzuführen. Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) hat ja angekündigt, in dieser Frage das Mittel- und Langfristgutachten der Kommission abwarten zu wollen. Mitte der Woche hatte Pöltner bereits darauf hingewiesen, dass man in dieser Frage frühestens Ende des Jahres seriöse Schlüsse ziehen wird können. Man habe sich entschieden, jetzt einmal das zweite Quartal abzuwarten, sagte Korosec dazu.

Pöltner begründete die ablehnende Haltung der Kommission gegenüber der ausgeweiteten Hacklerregelung damit, dass diese dem Ziel entgegenstehe, die Menschen möglichst lange im Erwerbsleben zu halten. Darüber hinaus stelle sich die Frage, ob dafür genug Mittel vorhanden sind. Und es sei auch ungerecht gegenüber jenen, “die sich bemühen, länger im Erwerbsleben zu sein”, sagte er.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Patrick Hauser, Instruktor für Skitouren und Skihochtouren, hat am vergangenen Wochenende die Ausbildung zum Bergrettungsmann erfolgreich abgeschlossen. Wir gratulieren sehr herzlich!

Bergretter aus Wels

Am Freitag, den 4. Oktober, trifft der FC Wels auf WSC Hogo Hertha. Spielbeginn ist um 19:00 in der Huber Arena. Beide Clubs plagen Verletzungssorgen, bei der Hertha hofft Manuel Hartl auf ein Comeback. Für die beiden Trainer ist es übrigens das erste Derby. Markus Waldl (WSC Herta) trifft auf Amarildo Zela (FC Wels). Das letzte Duell hat die Hertha im Frühjahr mit 3:1 gewonnen.

Derby-Time!

Es ist offiziell. Mick Schumacher ist endgültig in der Formel 1 angekommen. Der Sohn des siebenfachen Weltmeister Michael Schumacher, über dessen Gesundheitszustand weiter gerätselt wird, startet 2021 im Haas-Rennstall. Es wurde eine mehrjährige Vereinbarung getroffen. Erstmals wird Schumacher den Haas bereits im Freien Training beim Saisonfinale kommende Woche in Abu Dhabi fahren. Damit ist auch die neue Fahrerpaarung von Haas für 2021 bestätigt. Mick Schumacher und Nikita Mazepin ersetzen Kevin Magnussen und Romain Grosjean. “Es ist einfach unglaublich. Aber die Möglichkeit, im kommenden Jahr Teil des Formel-1-Fahrerfeldes zu sein, macht mich sehr, sehr glücklich. Ich freue mich, mit Haas die nächste Etappe meiner Reise zu gehen”, sagte Schumacher in einer ersten Stellungnahme.Mit dem Ferrari-Partnerteam unterzeichnete Schumacher einen Mehrjahresvertrag. Bereits beim Saisonfinale in Abu Dhabi wird Schumacher im ersten freien Training den VF-20 von Haas fahren, bevor er ab 15. Dezember ohnehin beim Young-Driver-Test in Abu Dhabi teilnehmen wird. Schumacher ist Teil der Ferrari-Driver-Akademie und führt derzeit in der Formel-2-Meisterschaft, die am Wochenende in Bahrain beendet wird. In der Formel 2 hat er 14 Punkte Vorsprung. Mit Prema Racing fuhr er zehn Mal auf Podest und gewann in Monza und Sotschi. “Wir sind überaus erfreut, Mick Schumacher in unserem Team zu haben”, sagte Haas-Teamchef Günther Steiner. “Gerade in der Formel 2 hat Mick gezeigt, was in ihm steckt. Und er hat mehrmals den Befähigungsnachweis für die Formel 1 erbracht.” Nach sechs Saisonen im Formel-Rennsport ist als Schumacher junior an seinem ersten großen Ziel angekommen. Begonnen hat er diese Karriere in der deutschen Formel-4-Meisterschaft 2015. Es erfolgte der Aufstieg in der Formel-3-Europameisterschaft wo er 2018 den Titel holte und dabei acht Siege feierte.   Damit fand er auch Aufnahme in die Ferrari Driver Academy, dem Nachwuchsförderprogramm der Marke aus Maranello. 2019 debütierte er in der Formel 2. Den ersten Vorgeschmack für die Formel 1 bekam er heuer im April, als er bei Tests in Bahrain sowohl den Ferrari als auch den Alfa Romeo fahren durfte. Schumacher ist natürlich überaus glücklich. “Ich kann Haas nur danken, natürlich auch Ferrari und der Driver Academy, die mir alle so viel Vertrauen schenkten. Und freilich verdanke ich alles meiner Familie, meinen Eltern.”

Mick Schumacher endgültig in der Formel 1

Heute startet ein Teil des Team Felbermayr Simplon Wels beim Zeitfahren in Nenzing in Vorarlberg.

Zeitfahren in Vorarlberg

Es ist bis dato eine Saison zum Vergessen für die Welser Clubs in der Regionalliga. Während der FC vom Abstieg kaum mehr zu retten scheint, ist auch die Hertha nach vier Niederlagen in Serie vom erklärten Ziel – um den Aufstieg mitzuspielen – meilenweit entfernt. Die Saison abgehakt? Mitnichten. Denn es gibt noch einen Grund zu Kämpfen: die Qualifikation für den ÖFB Cup scheint noch möglich.