Am Montag startet Corona-Einsatz der Miliz

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Am Montag startet Corona-Einsatz der Miliz

Wegen der Pandemie wurde erstmals in der Geschichte Österreichs die Miliz mobilgemacht. Einberufen wurden 13 Jägerkompanien aus allen Bundesländern. Die rund 2.300 Männer und Frauen lösen ab Mitte Mai die verlängerten Grundwehrdiener und Berufssoldaten, die jetzt im Einsatz stehen, ab.

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In der Corona-Krise macht die 93 Jahre alte Queen trotz Osterurlaubs keine Pause. Königin Elizabeth II. und der britische Premier Boris Johnson halten weiter ihre wöchentlichen Audienzen ab – vorsichtshalber per Telefon. Die Königliche Familie und Downing Street veröffentlichten entsprechende Bilder am Donnerstag in sozialen Medien. Auf einem der Fotos ist die Monarchin zu sehen, auf dem anderen Johnson, wie sie am Mittwoch etwas altmodische Telefone für ihre Gespräche nutzten. An dem Tag wurde auch bekannt, dass Thronfolger Prinz Charles (71) mit dem neuen Coronavirus infiziert ist. Er soll aber nur unter milden Symptomen leiden und ist zurzeit mit Herzogin Camilla (72) auf Schloss Balmoral in Schottland.

Queen hält weiter Audienzen mit Premier Johnson

Das Gesundheitsministerium hat die Plattform info.gesundheitsministerium.at nun wieder “live” geschalten. Aktuelle Zahlen zeigen, dass Oberösterreich (562)  demnächst das aktuell betroffenste Bundesland, Tirol (575) überholt.

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Der Papst spendet 30 Beatmungsgeräte an besonders von der Corona-Krise betroffene Kliniken. Wie der Vatikan am Donnerstagabend mitteilte, wird die Aktion vom Apostolischen Almosenamt koordiniert. Die Geräte sind laut Kathpress in den vergangenen Tagen erworben worden. Die für die Spende geeigneten Krankenhäuser würden nun unverzüglich ermittelt, um die lebensrettenden Apparate rasch ausliefern zu können. Vor allem in Norditalien waren zuletzt viele Patienten am Coronavirus gestorben – auch weil auf den Intensivstationen nicht genügend Beatmungsgeräte zur Verfügung standen, um die Erkrankten angemessen zu behandeln.

Papst spendet 30 Beatmungsgeräte an Kliniken

“Breaking-Bad”-Star Bryan Cranston (64) hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab der Hollywoodstar am Donnerstag (Ortszeit) in einer Videobotschaft auf Instagram bekannt. “Ich bin einer der Glücklichen”, sagte Cranston. Er habe nur leichte Beschwerden gehabt. In dem Video zeigte er sich in einer Einrichtung in Los Angeles beim Spenden von Blutplasma für die Corona-Forschung. “Zieht die verdammten Masken an, wascht eure Hände und haltet Abstand”, rief der Schauspieler seine Fans auf. Auch er habe die Pandemie satt, räumt Cranston ein, aber alle müssten sich noch eine Weile gedulden. Der Schauspieler wurde als Drogenkoch mit der Fernsehserie “Breaking Bad” weltberühmt. Darin spielte er den krebskranken Chemielehrer Walter White, der für seine Familie vorsorgen will und deshalb unter dem Decknamen Heisenberg Crystal Meth produziert. Aus dem Blutplasma von “glücklichen” Coronainfizierten wie Bryan Cranston werden Antikörper gegen das Virus gewonnen, die in der Behandlung von Schwerkranken eingesetzt werden. In Österreich wurde damit nach Darstellung von Medizinern bereits mehreren Dutzend schwer an Covid-19 erkrankten Personen geholfen. Genesene, die ihr Plasma spenden wollen, können sich telefonisch beim Roten Kreuz oder bei den medizinischen Universitäten Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg, sowie bei Plasmapherese-Instituten melden.

An Corona erkrankter Serien-Star spendet Blutplasma

Eine große Auslagenscheibe eines Reisebüros in Wels-Innenstadt ist Donnerstagvormittag bei einem Verkehrsunfall zu Bruch gegangen.

Große Auslagenscheibe bei Verkehrsunfall in Wels-Innenstadt zu Bruch gegangen

Nicht-pharmazeutische Interventionen (NPIs) mit persönlichem Distanzhalten, Mobilitätseinschränkungen, Verbieten von Versammlungen, Maskenpflicht etc. sind Eckpunkte der Bekämpfung von Covid-19. Ein Wissenschafterteam hat den Effekt freiwilliger Zurückhaltung und staatlicher Maßnahmen für 13 europäische Staaten bestimmt: Beides reduziert die Zahl der Todesopfer. Österreich schnitt sehr gut ab. “Die Studie zeigt, dass NPIs die Mortalität durch Covid-19 deutlich reduziert haben. Wichtig: Der Effekt freiwilliger Verhaltensänderungen ist von ähnlicher Größenordnung wie von der Regierung verordnete Maßnahmen”, schreiben Julian Jamison von der britischen Universität Exeter und die Co-Autoren in der wissenschaftlichen Untersuchung noch ohne Peer Review. Die Wissenschafter identifizierten per Google-Mobilitätsdaten die freiwilligen Verhaltensänderungen ab Anfang März 2020 und recherchierten die staatlichen Verordnungen in 13 europäischen Ländern: Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz und Großbritannien. Der Beobachtungszeitraum erstreckte sich bis 16. Mai. Der Punkt, ab wann die Epidemie wirklich zu laufen begann, wurde mit dem Zeitpunkt festgelegt, an dem in einem Fünf-Tages-Zeitraum die Zahl der Covid-19-Opfer stark zu steigen begann. Laut den Experten war das in Österreich spätestens ab dem 24. März der Fall, in Italien bereits ab 1. März, in Spanien und in Frankreich ab dem 8. März. Die Google-Mobilitätsdaten zeigten in den meisten Ländern einen Abfall der Mobilität in der Bevölkerung zwischen 8. und 12. März. In Italien galt das schon ab dem 24. Februar. Die Bekanntgabe nationaler Empfehlungen oder Verordnungen, zu Hause zu bleiben, recherchierten die Wissenschafter für Österreich mit dem 6. März, in Italien für den 10. März, an hinterer Stelle liegt in der Liste Großbritannien mit dem 23. März (danach nur noch Irland. 26. März). Auch Frankreich (17. März) und Portugal (19. März) waren relativ spät dran. Die staatlichen Maßnahmen begannen laut den Statistiken in Österreich bereits mit 22. bis 26. März die Covid-19-Todesfälle zu reduzieren. Das erscheint im Vergleich der 13 Staaten der frühest feststellbare Zeitpunkt. In Italien war das bei wesentlich höheren Zahlen erst zwischen 26. und 30. März der Fall, in Dänemark zwischen 29. März und 2. April. Großbritannien erfolgte das zwischen 8. und 12. April (Irland: 11. bis 15. April). Für den “freiwilligen” Rückgang der Mobilität und ihre Auswirkung auf die Covid-19-Sterblichkeit geben Wissenschafter für Österreich keinen Wert an. Italien mit früherem Epidemiebeginn und Gegenmaßnahmen wird hier schon mit dem Zeitraum 11. bis 15. März genannt. Für alle anderen Länder sind es die letzten Tage des März. Sowohl freiwillige Selbstbeschränkung als auch verpflichtende Verordnungen oder Ähnliches wirken jedenfalls etwa gleich gut und kombiniert. Die Studienautoren: “Freiwillig reduzierte Mobilität vor staatlichen Verordnungen verringert die Veränderung bei den Todeszahlen (Anstieg; Anm.) pro Tag um 9,2 Prozentpunkte. Staatliche Einschränkungen reduzierten die prozentuelle Veränderung (wiederum: Anstieg; Anm.) pro Tag um 14 Prozentpunkte.” Die wirksamsten Maßnahmen seien Beschränkungen im Verkehr zwischen Städten und Ballungsräumen, die Absage öffentlicher Veranstaltungen und der Lockdown von nicht-essenziellen Arbeitsstätten. Das Schließen des Schulbetriebs und Ausgangsbeschränkungen zeigten kleinere und statistisch nicht signifikante Effekte. Die Statistik der Studienautoren zeigt insgesamt, wie vergleichsweise gut Österreich in den ersten Wochen der Covid-19-Pandemie davonkam: Es gab zwischen Anfang März und Mitte Mai in Österreich 71 Covid-19-Todesfälle pro Million Einwohner. Belgien lag mit 728 Opfern pro Million Einwohner an der traurigen Spitze der Statistik, gefolgt von Spanien (590/Million), Italien (523/Million) und Großbritannien (511/Million). Auch in Deutschland (98 Opfer je Million Einwohner) und in der Schweiz (178 pro Million) waren es deutlich mehr.

Zurückhaltung und staatliche Maßnahmen helfen gegen Corona