Amor Muñoz erhält CIFO-Ars Electronica Award

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Amor Muñoz erhält CIFO-Ars Electronica Award

Amor Muñoz aus Mexiko ist die Hauptpreisträgerin des Medienkunstpreises CIFO-Ars Electronica Award. Die von einer internationalen Jury ausgewählten Projekte werden im Rahmen des Ars Electronica Festivals 2022 von 7. bis 29. September im Lentos Kunstmuseum zu sehen sein. In Zusammenarbeit mit der lateinamerikanischen Kunstsammlung Cisneros Fontanals Art Foundation (CIFO) waren 160 Medienkunstprojekte nominiert worden, fünf wurden prämiert.

Den Hauptgewinn von 30.000 US-Dollar erhielt Amor Muñoz aus Mexiko, die mit Textilien, Performance, Zeichnung, Sound und experimenteller Elektronik arbeitet. Ihr neues Auftragswerk wird biologische Prozesse wie Zirkulation und Atmung untersuchen und sie in einer biotechnischen Erkundung der Beziehung zwischen Technologie und unserem täglichen Leben zusammenführen.

Andere Gewinner erhielten 15.000 US-Dollar, so auch die feministische Multimediakünstlerin Dora Bartilotti (Mexiko). Mit ihrem Auftragsprojekt will sie mithilfe neuer Medien und elektronischer Textilien eine kollektive Forderung der Suche nach
jenen mexikanischen Frauen initiieren, die Opfer des erzwungenen Verschwindens wurden.

Thessia Machado (Brasilien) wird für ihre neue Auftragsarbeit eine Klang- und Lichtinstallation mit zwei an der Wand montierten,
lichtempfindlichen Saiteninstrumenten schaffen, die mithilfe einer Videoprojektion gesteuert werden.

Ana Elena Tejera (Panama) ist eine Film- und Performancekünstlerin, die im Rahmen der Veranstaltung eine künstliche Intelligenz mit Lehrmaterial der als “Diktatorenschule” berüchtigten “School of the Americas” in Panama füttern wird, um eine militärische Ausbildung nachzuahmen.

10.000 US-Dollar erhielt das argentinisch-mexikanische Electrobiota Collective, welches für seinen Auftrag eine drohnen- und satellitenbildgestützte Methode entwickelt, mit deren Hilfe Feuchtgebiete ausgemacht und bedrohte Pflanzenarten untersucht werden sollen.

Die Cisneros Fontanals Kunststiftung versteht sich seit ihrer Gründung im Jahr 2002 als Plattform für den Dialog zwischen
lateinamerikanischen Künstlern und dem globalen Publikum. Laut Gerfried Stocker, Co-CEO und künstlerischer Leiter von Ars
Electronica, bringt die Zusammenarbeit mit CIFO dem internationalen Publikum von Ars Electronica eine Reihe von herausragenden
Künstlerinnen und Künstlern sowie Projekten näher. Sie sei “ein aufregendes Fenster in die innovative lateinamerikanische Kunstszene
und eine Quelle für Inspirationen und Ideen, um die großen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen”.

Bildquelle: APA/Ars Electronica/Amor Muñoz

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