An Corona erkrankter Serien-Star spendet Blutplasma

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An Corona erkrankter Serien-Star spendet Blutplasma

“Breaking-Bad”-Star Bryan Cranston (64) hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab der Hollywoodstar am Donnerstag (Ortszeit) in einer Videobotschaft auf Instagram bekannt. “Ich bin einer der Glücklichen”, sagte Cranston. Er habe nur leichte Beschwerden gehabt. In dem Video zeigte er sich in einer Einrichtung in Los Angeles beim Spenden von Blutplasma für die Corona-Forschung.

“Zieht die verdammten Masken an, wascht eure Hände und haltet Abstand”, rief der Schauspieler seine Fans auf. Auch er habe die Pandemie satt, räumt Cranston ein, aber alle müssten sich noch eine Weile gedulden. Der Schauspieler wurde als Drogenkoch mit der Fernsehserie “Breaking Bad” weltberühmt. Darin spielte er den krebskranken Chemielehrer Walter White, der für seine Familie vorsorgen will und deshalb unter dem Decknamen Heisenberg Crystal Meth produziert.

Aus dem Blutplasma von “glücklichen” Coronainfizierten wie Bryan Cranston werden Antikörper gegen das Virus gewonnen, die in der Behandlung von Schwerkranken eingesetzt werden. In Österreich wurde damit nach Darstellung von Medizinern bereits mehreren Dutzend schwer an Covid-19 erkrankten Personen geholfen. Genesene, die ihr Plasma spenden wollen, können sich telefonisch beim Roten Kreuz oder bei den medizinischen Universitäten Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg, sowie bei Plasmapherese-Instituten melden.

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Die Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöcklsieht den starken Zuwachs an Corona-Patienten, die im Spital aufgenommen werden müssen, mit Sorge. “Die Zunahme ist schon besorgniserregend”, vor allem müsse man den Zeitablauf bedenken, sagte sie am Dienstagabend in der “ZiB 2”. Denn: “Die Intensivbetten und die Belegung der Spitalbetten entspricht ja der Infektion, die vor zwei bis drei Wochen stattgefunden hat und reflektiert noch gar nicht die Zahlen die wir heute haben.” Es sei daher anzunehmen, dass die Fälle “noch deutlich ansteigen” werden – “und das ist schon besorgniserregend”. Gefragt, ob man daher umgehend weitere Maßnahmen verhängen müsste, sagte die an der MedUni Wien tätige Expertin, die jüngsten Schritte seien ja erst am Wochenende gesetzt worden. Jetzt sei es “eher daran, die Bevölkerung irgendwie zu motivieren, oder zu erklären, warum man das einhalten soll” – und dann gelte es abzuwarten, ob die Maßnahmen auch funktionieren. “Schulen sollten immer offen bleiben” Angesprochen auf einen möglichen Lockdown, den Experten ja auch für die Nachbarländer Schweiz und Deutschland mittlerweile für notwendig erachten, sagte die Expertin: “In diesen Ländern ist das wahrscheinlich so. Ich glaube, es ist schwer vorauszusagen. Ich hätte im Sommer nie gedacht, dass wir in diese Situation jetzt so schnell kommen. Auch in den anderen Ländern nicht. Derzeit versucht man es ohne Lockdown, auch ohne Schulschließungen.” Einen “richtigen” Lockdown mit Schulschließungen könne sie sich “nicht vorstellen – Schulen sollten immer offen bleiben, das ist so ein Konsens”. “Ich glaube, man sollte abwarten, wie sich die Zahlen in den nächsten Tagen verhalten.” Zu ihrem am Sonntag publik gewordenen E-Mail, das an mehrere Personen der Task-Force des Gesundheitsministeriums gerichtet war und in dem sie davor warnte, dass die Kontrolle über das Infektionsgeschehen verloren gehen könnte, sagte Puchhammer-Stöckl, dies sei als “Information” gedacht gewesen – nicht als “große Warnung”. Es gehe darum, dass man bei den kleinen Clustern in Familien nicht mehr nachvollziehen könne, woher diese kommen, es werde mit der Nachverfolgung der Infektionen immer schwieriger. Wenn dieses Contact Tracing nicht mehr funktionieren sollte, dann müsse man in weiterer Folge “ganz stark in den Schutz der vulnerable Gruppen gehen”. Wirksamkeit der Masken Zweifel am Maskentragen, wie sie am Wochenende Franz Allerberger, Infektiologe der staatlichen Gesundheitsagentur AGES, geäußert hatte, teilt Puchhammer-Stöckl keinesfalls. “Es kommt in den letzten Tagen wirklich Studie um Studie um Studie heraus, die die Wirksamkeit von Masken belegt. Wir wissen alle, das ist kein hundertprozentiger Schutz. Wir können aber einen Teil der Infektionen verhindern.” Und es gehe auch darum, dass man bei Verwendung der Maske die Virusmenge an der “Eintrittspforte” reduziere. “Ich bin nirgends ohne meine Maske unterwegs”, so Puchhammer-Stöckl. Allerbergers Aussage, wonach jeder Corona bekommen werde, sofern er nicht vorher stirbt, kommentierte sie zurückhaltend. Das Problem bei COVID-19 sei ja nicht nur die Erkrankung selbst, sondern “das Problem ist die Gleichzeitigkeit”. “Wenn nur eine Million das gleichzeitig hat, kann man sich ausrechnen, was das für die Intensivstationen bedeutet.” Dann würden nämlich auch für andere Fälle keine Intensiv-Betten mehr zur Verfügung stehen. Absage für “Freitesten” Dem von Teilen der ÖVP geforderten “Freitesten” aus der Quarantäne schon nach fünf Tagen erteilte die Expertin eine klare Absage. Das gebe die Wissenschaft nicht her. “Die Inkubationszeit dauert fünf bis sechs Tage, es kann auch sein, dass man erst am siebenten oder achten Tag Symptome entwickelt.” Man könne von den derzeit zehn Tagen Quarantäne vielleicht noch ein bis zwei Tage runtergehen, “aber kürzer würde ich es auf keinen Fall sinnvoll empfinden”.

Virologin Puchhammer über Patienten-Anstieg besorgt

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) warnt in drastischen Worten vor einer weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie in Österreich. “Was wir gerade erleben, ist der Beginn der zweiten Welle. Die Ansteckungszahlen nehmen von Tag zu Tag zu”, sagte der ÖVP-Chef in einem schriftlichen Statement gegenüber der APA. An die Bevölkerung richtet er den “dringenden Appell”, sich an die Maßnahmen zu halten. “Waren es vor zwei Wochen noch rund 350 Ansteckungen pro Tag, lagen wir gestern bereits bei über 850. Besonders dramatisch ist die Entwicklung in Wien, wo rund 50 Prozent aller Neuinfektionen in Österreich verzeichnet werden. Und wir werden bald die Marke von 1.000 Neuansteckungen pro Tag erreichen”, so die Erwartung des Kanzlers. Regierung lädt Sozialpartner Die Bundesregierung lädt heute, Sonntag, die Sozialpartner ins Kanzleramt. Grund sind die steigenden Corona-Zahlen. Wie es aus Kanzleramt hieß, wollen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) mit den Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern über die Auswirkungen und Herausforderungen am Arbeitsplatz durch die steigenden Infektionszahlen beraten. Neben Kurz und Kogler werden Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), WK-Präsident Harald Mahrer und ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian sowie IV-Präsident Georg Knill und Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbruggerteilnehmen, hieß es. Gegen 16.30 Uhr soll es Statements geben. Harter Herbst und Winter “Ich bitte die Bevölkerung, dass sie alle Maßnahmen einhält, soziale Kontakte reduziert, den Mund-Nasen-Schutz trägt und überall so gut als möglich Abstand hält“, appellierte Kurz. Insgesamt aber bleibt der Regierungschef bei seiner Ende August geäußerten Einschätzung, dass Licht am Ende des Tunnels zu sehen sei – und auch, dass der Sommer im kommenden Jahr wieder weitgehend normal sein werde. “Aber es wird für uns alle ein harter Herbst und Winter werden. Daher sind wir jetzt alle aufgerufen und gefordert, mit gleicher Disziplin und Rücksicht wie im Frühjahr, auch die Herausforderungen der kommenden Monate gemeinsam zu meistern.” SPÖ-Chefin warnt vor Rekordarbeitslosigkeit und erhöht Druck auf Kurz SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner warnte am Sonntag im Vorfeld der Sondersitzung des Nationalrats vor der drohenden Rekordarbeitslosigkeit im Winter. Arbeitsmarktexperten würden mit einem Anstieg auf 500.000 Arbeitslose in den kommenden Wochen rechnen – die höchste Anzahl an Arbeitslosen seit 1946, so Rendi-Wagner. Die Bundesregierung sei jedoch weiterhin tatenlos. Um den Druck auf Kurz zu erhöhen adressierte die SPÖ-Chefin am Sonntag fünf Fragen an den Kanzler: “Was machen Sie, um einen Negativ-Rekordwinter von 500.000 Arbeitslosen in Österreich zu verhindern? Wie stellen Sie sicher, dass jeder Jugendliche, der eine Lehrstelle sucht, auch eine Lehrstelle bekommt? Wieso blockieren Sie eine dauerhafte Erhöhung des Arbeitslosengeldes von 55 auf 70 Prozent des letzten Einkommens? Warum verweigern Sie als Weiterentwicklung der Kurzarbeit eine geförderte, freiwillige 4-Tage-Woche? Warum verweigern Sie den ‘Heldinnen und Helden des Alltags’ mit dem ‘Corona-Tausender’ die finanzielle Anerkennung, die ihnen gebührt?”

Steigende Erkrankungen: Regierung trifft heute überraschend Sozialpartner

Angesichts der steigenden Coronazahlen in der Region vollzieht die österreichische Regierung offenbar eine 180-Grad-Wende in der Frage der Grenzöffnung auf den Westbalkan. Wie die Tageszeitung “Die Presse” (Mittwochsausgabe) berichtet, soll am Mittwoch eine Reisewarnung für Serbien, Bosnien-Herzegowina, den Kosovo, Nordmazedonien und Albanien verkündet werden. “Vermutlich” soll es auch eine Reisewarnung für Montenegro geben, hieß es in dem Zeitungsbericht weiter. Damit scheint sich der erst Anfang Juni eingeleitete Prozess der Grenzöffnungen zu europäischen Staaten wieder umzukehren. So hat Österreich im vergangenen Monat die Corona-Reisebeschränkungen zu fast allen EU-Staaten aufgehoben. Die Maßnahme soll dem Vernehmen nach in der Region familiär verwurzelte Österreicher oder Drittstaatsangehörige davon abbringen, ihren Sommerurlaub in den Westbalkan-Staaten zu verbringen. Am bestehenden Grenzregime ändert sich nichts, gilt doch schon bisher eine 14-tägige Pflichtquarantäne oder die Vorlage eines negativen Coronatests für die Einreise aus diesen Staaten. Im Außenministerium wollte man den Bericht der Zeitung auf APA-Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Vielmehr wurde auf eine Pressekonferenz von Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP), Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne), Innenminister Karl Nehammer und Integrationsministerin Susanne Raab (beide ÖVP) am Mittwoch verwiesen. Diese trägt den Titel “Aktuelles zu Corona in Hinblick auf die Reisefreiheit”. Sollte Österreich tatsächlich eine Reisewarnung für Serbien und Montenegro aussprechen, würde es sich gegen einen erst am heutigen Dienstag getroffenen gemeinsamen EU-Beschluss stellen. Dieser sieht nämlich die Aufhebung der coronabedingt verhängten Einreiseverbote für 14 Drittstaaten vor, darunter auch Serbien und Montenegro. Coronabedingt warnt das Außenministerium bisher bereits vor Reisen in 23 Staaten: Ägypten, Bangladesch, Brasilien, Chile, Ecuador, Großbritannien, Indien, Indonesien, Iran, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Peru, Philippinen, Portugal, Russland, Schweden, Senegal, Südafrika, die Türkei, Ukraine, USA und Weißrussland (Belarus). Dazu kommen partielle Reisewarnungen, die sich nur auf Teile des jeweiligen Staatsgebiets beziehen. In Italien gilt dies für die Region Lombardei, in Deutschland für die Landkreise Gütersloh und Warendorf im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Offenbar wieder Reisewarnungen für Westbalkan-Länder

Die Koalitionsparteien haben am Mittwochabend im Nationalrat eine Entschließung zur den aktuellen Anti-Rassismusprotesten in den USA angenommen, dabei aber klare Kritik an den USA vermieden. In der rechtlich nicht verbindlichen Entschließung wurde Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) aufgefordert, sich weiterhin international für die Grund- und Menschenrechte einzusetzen. “Darüber hinaus wird der Bundesminister für europäische und internationale Beziehungen dazu aufgefordert, die aktuellen Ereignisse auch auf bilateraler Ebene mit den USA entsprechend zu thematisieren”, heißt es in dem von ÖVP und Grünen eingebrachten Entschließungsantrag. Ein von der SPÖ eingebrachter Entschließungsantrag, wonach sich die Regierung, klar gegen Rassismus, Diskriminierung und Polizeigewalt in den USA aussprechen soll, erhielt am Mittwochabend im Nationalrat keine Mehrheit. Die außenpolitische Sprecherin der Grünen Ewa Ernst-Dziedzic zeigte am Donnerstag Verständnis für die vom Koalitionspartner offenbar durchgesetzte vorsichtige Formulierung: “Es ist natürlich für den Kanzler nicht irrelevant, was in einem beschlossenen Entschließungsantrag des Parlaments fixiert wird”, sagte Ernst-Dziedzic im “Ö1”-Morgenjournal. Zugleich äußerte sie sich kritisch über einen möglichen Besuch von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei US-Präsident Donald Trump. “Ich selber halte das für keine wünschenswerte Signalwirkung, wenn dieses verschobene Treffen kurz vor der Wahl stattfinden sollte, weil das natürlich entsprechend interpretiert werden könnte”, sagte sie. In einer Aussendung betonte Ernst-Dziedzic am Donnerstag aber erneut, dass Polizeibrutalität gegen die Bevölkerung, “im Speziellen gegen People of Color, gegen Demonstrierende und Journalist*innen” aufs Schärfste verurteilt werden müsse. Rassismus sei in den USA ein systemischer und strukturell bedingter. Sie warnte davor, “gerade angesichts der derzeitigen Situation, sich von der strategischen Partnerschaft Österreichs mit den USA abzuwenden”. Dennoch schließe das mit ein, “dass wir als internationaler Partner klar und deutlich Stellung beziehen, wenn die über Jahrzehnte erkämpften Freiheits- und Menschenrechte bedroht sind”, so die Grüne Abgeordnete. Außenminister Schallenberg argumentierte im Ö1-Morgenjournal: “Jetzt so zu tun, als wäre das ein Problem eines Staates oder einer staatlichen Verwaltung oder sogar eines einzelnen Politikers, ist, glaub ich, kurzsichtig und tut auch dem Thema nicht gut.” Man müsse auch vor der eigenen Tür kehren, bevor man andere kritisiere, so Schallenberg.

Anti-Rassismus-Entschließung im Nationalrat

Die FPÖ wird bei der Datenschutzbehörde Anzeige gegen die Betreiber der “Stopp-Corona-App” des Roten Kreuzes erstatten. Das kündigten Klubobmann Herbert Kickl und Verfassungssprecherin Susanne Fürstgegenüber der APA an. In Zusammenhang mit der App gebe es “massive datenschutzrechtliche Bedenken“. Diese beträfen sowohl die Datensicherheit als auch die Möglichkeit des Datenmissbrauchs. Konkret befürchtet Kickl einen Abfluss der Daten etwa “an gigantische Konzerne wie Google oder Microsoft“. Außerdem bringe die App gar nichts, im Gegenteil: Sie wiege die Nutzer in eine trügerische Sicherheit und könne sie dadurch zusätzlich gefährden, beruft sich der FPÖ-Klubobmann auf eine Expertise der Organisation ARGE Daten. Die Bundesregierung solle daher den “Werbefeldzug” für die App sofort einstellen, so Fürst.

FPÖ bringt Anzeige wegen Corona-App ein

Russland schickt wegen der dramatischen Lage in Italien medizinische und personelle Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus. Auf Bitten Italiens sollen unter anderem Schutzausrüstungen, mobile Versorgungsstationen und Mittel für eine großflächige Desinfektion von Verkehrsmitteln und Gebieten bereitgestellt werden. Das teilte der Kreml am Samstagabend mit. Putin hatte zuvor den italienischen Regierungschef Giuseppe Conteangerufen. Russland selbst hat bisher nach offiziellen Angaben vergleichsweise wenige Coronavirus-Fälle – mit Stand Samstagabend waren es landesweit rund 300. Neben medizinischer und anderer Ausrüstung komme auch eine Brigade mit russischen Spezialisten in die besonders vom Coronavirus betroffenen italienischen Gebiete, hieß es weiter in der Mitteilung des russischen Präsidentenamtes.

Russland schickt Italien Hilfe