An der Kathedrale Notre-Dame wird wieder gearbeitet

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An der Kathedrale Notre-Dame wird wieder gearbeitet

An der schwerbeschädigten Kathedrale Notre-Dame in Paris haben die wegen der Coronakrise unterbrochenen Arbeiten wieder begonnen. Montagfrüh sei die Baustelle wieder in Betrieb genommen worden, bestätigte das für den Wiederaufbau zuständige Etablissement Public. “Wir sollten nicht erwarten, dass nun 150 Angestellte in der Kathedrale herumdrängeln”, sagte Notre-Dame-Direktor Patrick Chauvet.

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Vor dem am Dienstag im Nationalrat geplanten Budgetbeschluss hat sich die Opposition noch einmal Luft verschafft. Was Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) vorgelegt habe, sei ein “Fake-Budget”, in dem an die 50 Milliarden Euro nicht ausgeschildert sein, bekräftigte Vize-Klubchef Jörg Leichtfried am Montag die SPÖ-Kritik. Das sei in der Geschichte der Zweiten Republik ein beispielloser Vorgang. Blümel habe einfach das “Budget 2019 als Budgetprovisorium fortgeschrieben, zuerst zusätzlich 4 Milliarden für den Covid-19-Hilfsfonds dazugegeben und dann zusätzlich einen Blankoscheck für 24 Milliarden Euro”, erklärte Leichtfried. Nicht enthalten seien jeweils rund 10 Milliarden für den Ausfall von Steuereinnahmen und die Kosten der Kurzarbeit. “Insgesamt haben wir somit an die 50 Milliarden Euro in unserem Budget, die nicht aufgeschlüsselt sind.” Das bedeute, dass 33 Prozent des Staatshaushalts “im Dunkeln und im Nebel” seien. Leichtfried sagte, bis Donnerstag solle ein von der SPÖ in Auftrag gegebenes Gutachten über die Verfassungsmäßigkeit des Budgets fertig sein. Er verwies darauf, dass es dem deutschen Finanzminister “selbstverständlich” gelungen sei, hier “konkrete Zahlen für die konkreten Ressorts vorzulegen”. Daher müsse das auch in Österreich möglich sein. Man sehe aber leider auch, “dass dort die Profis fürs Budget verantwortlich sind und bei uns die Laienschauspieler”. Blümel hatte mehrfach betont, dass alle Zahlen, die er dem Nationalrat jetzt präsentieren könnte, sich am Ende als falsch herausstellen würden. “Der Finanzminister hat acht Wochen Zeit gehabt (…), irgendetwas zu liefern”, stellte Leichtfried fest. “Aber alles, was wir haben, ist ein Papier, das laut Finanzminister selbst dafür da ist, um in den Mistkübel geworfen zu werden.” Er habe das Gefühl, Blümel sei “mehr als überfordert” mit seinem Brotberuf. “Wir verlangen keine Zahlen aus der Kristallkugel, aber wir verlangen die Zahlen, die er in Pressekonferenzen die ganze Zeit vorgibt.” Aus zahlreichen Gesprächen mit Betroffenen, unter anderem Unternehmern in seiner steirischen Heimat, wisse Leichtfried, die versprochenen und schon zugesagten Hilfsgelder kämen nicht an. Teilweise seien die Menschen mit erheblichen bürokratischen Hürden konfrontiert. Die Menschen bräuchten rasche, einfache Hilfe und “das größte Konjunkturpaket der Zweiten Republik” – das liefere dieses erste Budget der türkis-grünen Regierung nicht. “Ich verstehe es auch nicht, dass es bis jetzt nicht möglich war, einen Kontrollausschuss im Nationalrat (zu den Covd-19-Hilfen; Anm.) einzusetzen”, so Leichtfried. Diesbezüglich habe es aber Bewegung gegeben. Nicht akzeptieren werde die SPÖ allerdings, dass die Öffentlichkeit und die Medien von den Ergebnissen dieser Kontrollen ferngehalten werden.

SPÖ wettert gegen Blümels "Fake-Budget"

Keira Knightley (“Fluch der Karibik”, “Stolz und Vorurteil”) wechselt nach zahlreichen Hollywood-Filmen vor die Fernsehkamera. Als Hauptdarstellerin dreht sie eine Serie nach der Romanvorlage “The Other Typist” beim Streamingdienst Hulu, wie die Branchenblätter “Variety” und “Hollywood Reporter” am Donnerstag berichteten. Die 35-Jährige wird die Serie auch produzieren. Der 2016 unter dem deutschen Titel “Die Frau an der Schreibmaschine” erschienene Roman von US-Autorin Suzanne Rindell spielt im New York der 1920er Jahre. Im Mittelpunkt steht die schüchterne Rose, eine Schreibkraft in einem Polizeirevier, deren Leben durch die neue, temperamentvolle Kollegin Odalie (Knightley) auf den Kopf gestellt wird. Der Thriller vor dem Hintergrund der Prohibition ist voller überraschender Wendungen. Mit-Produzentin Ilene Chaiken (“Empire”, “The L Word: Generation Q”) schreibt auch das Drehbuch. Chaiken wirkte für Hulu bereits als ausführende Produzentin an der düsteren Hit-Serie “The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd” mit. Knightley, die zuletzt mit “Die Misswahl – Der Beginn einer Revolution” und dem Politdrama “Official Secrets” im Kino war, hatte zuletzt 2011 eine Fernsehrolle in dem TV-Zweiteiler “Neverland”. Sie war bisher zweimal für einen Oscar nominiert: 2006 als beste Schauspielerin in “Stolz und Vorurteil” und 2015 als beste Nebendarstellerin in “The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben”.

Keira Knightley spielt ihre erste Hauptrolle in einer TV-Serie

Das Kreuzfahrtschiffes “Costa Victoria” mit 726 Passagieren ist am Mittwoch im Hafen der mittelitalienischen Stadt Civitavecchia nördlich von Rom gelandet. Die Passagiere mussten sich als Vorbeugungsmaßnahme in ihren Kabinen aufhalten, nachdem eine argentinische Urlauberin positiv auf Coronavirus getestet wurde und das Schiff in Kreta verlassen hatte. Mehrere Häfen haben die Landung des Schiffes abgelehnt. Die Rückreise der Passagiere wurde eingeleitet.

Kreuzfahrtschiff mit 34 Österreichern bei Rom gelandet

Der weitreichende Lockdown gegen die Corona-Pandemie hat Österreichs Wirtschaft im zweiten Quartal um 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr einbrechen lassen. Das sei eine Rezession historischen Ausmaßes, erklärte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Donnerstag. Verglichen mit dem ersten Vierteljahr, das schon ein Minus aufgewiesen hatte, war das BIP von April bis Juni um 10,7 Prozent tiefer. Ein Rückgang dieser Größenordnung sei einzigartig seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 hätten einen massiven Ausfall der Konsumnachfrage mit sich gebracht. Wertschöpfungseinbußen bei Tourismus, Verkehr, Handel, persönlichen Dienstleistungen sowie Kunst, Unterhaltung und Erholung hätten das gezeigt. Auch die Industrie und die Exportnachfrage seien im Gleichklang mit dem internationalen Umfeld eingebrochen. Tiefpunkt erreicht Mit dem starken BIP-Rückgang im zweiten Quartal ist Österreich nicht allein. Für Frankreich ging das Pariser Statistikamt Anfang Juli in einer vorläufigen Annahme von einem Einbruch von 17 Prozent im zweiten Quartal aus, erwartete aber fürs Sommerquartal schon wieder 19 Prozent Anstieg. Das Institut für Höhere Studien (IHS) hatte vorige Woche zur neuen Mittelfristprognose erklärt, der Tiefpunkt der Rezession dürfte bereits im zweiten Quartal des heurigen Jahres erreicht worden sein, sodass die globale Wirtschaft nun wieder zu einem moderaten Wachstum zurückkehre. Die BIP-Entwicklung Österreichs im ersten Quartal wurde vom Wifo nur geringfügig revidiert und liegt für Jänner bis März bei -2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und -2,4 Prozent gegenüber der Vorperiode, als dem Schlussquartal 2019. Massive Einbrüche Im zweiten Quartal sei die Wertschöpfung in den Bereichen Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie um 27,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr abgesackt – und mit minus 5,4 Prozentpunkten für fast die Hälfte des BIP-Rückganges von April bis Juni verantwortlich gewesen. Die wirtschaftliche Entwicklung sei maßgeblich durch die Corona-Eindämmungsmaßnahmen sowie die sukzessive Öffnung der Handels- und Dienstleistungsbereiche zwischen Mitte April und Ende Mai bestimmt gewesen, so das Wifo. Mit Wertschöpfungseinbußen von 32,0 Prozent waren den Experten zufolge auch die Bereiche Sport-, Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen sowie persönliche Dienstleistungen unmittelbar stark betroffen. Auch in den Sektoren Bergbau, Warenherstellung, Energie- und Wasserversorgung, Abfallentsorgung sei die Wertschöpfung mit -20,9 Prozent massiv eingebrochen. Geprägt gewesen sei die Entwicklung durch Angebotseinschränkungen sowie heimische und internationale Nachfrageausfälle. In der Bauwirtschaft wurden 9,2 Prozent Rückgang verzeichnet. Krisenresistent Als krisenresistent erwies sich laut Wifo hingegen die wirtschaftliche Dynamik der Bereiche Information und Kommunikation, Kredit- und Versicherungswesen, Grundstücks- und Wohnungswesen sowie öffentliche Verwaltung. Der private Konsum brachte – aufgrund der Einschränkungen bei Handel und Dienstleistungen – einen historischen Nachfrageausfall in Höhe von minus 15,9 Prozent mit sich und dämpfte damit das BIP maßgeblich um immerhin -8,3 Prozentpunkte. Auch die Investitions- und Exporttätigkeit wurde deutlich eingeschränkt, allerdings “nur” ähnlich stark wie bei der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09. Die Anlageinvestitionen sanken im zweiten Quartal um 10,9 Prozent, die Exporte um 18,1 Prozent – hier drückte der Einbruch der Reiseverkehrsexporte die Entwicklung. Die Importe lagen um 15,3 Prozent unter Vorjahr, sodass der Außenbeitrag die Gesamtwirtschaft dämpfte. Prognose 2020 Die revidierten Daten zum zweiten Quartal will das Wifo am 28. August vorlegen. Ihre nächsten vierteljährlichen Prognosen wollen Wifo und IHS am 9. Oktober erläutern. Ende Juni waren sie für 2020 von 7,0 bzw. 7,3 Prozent BIP-Rückgang ausgegangen, hatten für 2021 aber schon wieder 4,3 bzw. 5,8 Prozent Zuwachs vorhergesagt. Auch vorige Woche blieb das IHS bei den 7,3 Prozent Minus bzw. 5,8 Prozent Plus, präzisierte aber: Bei schneller Erholung könnte das BIP heuer vielleicht “nur” um 6,4 Prozent schrumpfen, bei einer langsamen Erholung um 8,3 Prozent, bei einer zweiten Corona-Welle aber um 9,1 Prozent. Bei einer 2. Welle würde 2021 das BIP-Plus auf 1,4 Prozent gebremst, könnte bei einer langsamen Erholung 4,8 und bei einer schnellen Erholung 6,6 Prozent ausmachen.

Corona löste historischen Einbruch der Wirtschaft aus

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, hat das Krisenmanagement der Regierung von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Pandemie gegen Kritik verteidigt. “Der Präsident hat drei bis vier Millionen Menschenleben gerettet”, sagte McEnany am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Das Weiße Haus habe stets deutlich gemacht, dass die Wiedereröffnung des Landes lokale Ausbrüche nach sich ziehen werde, “dass wir Glutherde und manchmal Feuer sehen werden”, sagte McEnany. Es werde viel zu wenig darüber gesprochen, welche negativen Auswirkungen die Eindämmungsmaßnahmen nach sich gezogen hätten. McEnany nannte keine Grundlage für die von ihr genannte Zahl der angeblich geretteten Leben. Trump sagt immer wieder, seine Regierung habe in der Corona-Pandemie Millionen Leben gerettet. Wenn er konkreter wurde, bezog er sich in der Vergangenheit auf eine Studie des Imperial College in London, die 2,2 Millionen Tote prognostiziert hatte für den Fall, dass in den USA überhaupt keine Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergriffen worden wären. Seit Beginn der Pandemie starben in den USA der Johns-Hopkins-Universität zufolge bereits mehr als 141.000 Menschen infolge einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2. Mehr als 3,85 Millionen Infektionen wurden nachgewiesen. Tatsächlich dürften sich deutlich mehr Menschen mit dem Virus infiziert haben, worauf auch neue Erhebungen der Gesundheitsbehörde CDC hinweisen. Dafür waren in verschiedenen Regionen des Landes Blutproben auf Antikörper untersucht worden. Die CDC schätzt zum Beispiel für den Bundesstaat Missouri, dass die Zahl der Infektionen dort tatsächlich mindestens 13 Mal höher ist als die gemeldete.

Trump hat laut Sprecherin Millionen Menschenleben gerettet

Frankreich verlängert wegen der weiter starken Ausbreitung des Coronavirus die seit zehn Tagen geltenden Ausgangssperre bis zum 15. April. Premierminister Edouard Philippe sagte am Freitag zur Begründung, das Land stehe noch “am Anfang der epidemischen Welle”. Am Wochenende erwartet die Regierung erneut einen sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen. Neben den überlasteten Krankenhäusern in Ostfrankreich riefen auch die Pariser Kliniken um Hilfe. Philippe sprach nach einem Krisentreffen der Regierung vor einer “extrem” großen Welle, die “über Frankreich hinwegspült”. In den kommenden Tagen werde die Situation für die Krankenhäuser und die Bürger besonders schwierig werden, warnte er.

Frankreich verlängert Ausgangssperre