Anschober: Cluster St. Wolfgang eine "Herausforderung"

Merken
Anschober: Cluster St. Wolfgang eine "Herausforderung"

Der Infektions-Cluster, der sich im Salzkammergut um den Touristenort St. Wolfgang gebildet hat, stelle “eine besondere Herausforderung dar”, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Sonntag. Sein Ressort und die Landesbehörden würden sich bei der Vorgehensweise intensiv abstimmen. Die nächsten Wochen sieht er als eine “Phase der Weichenstellung” in der Coronakrise.

“Es war klar, dass nach zehn Öffnungsschritten, den Grenzöffnungen und dem Start der Tourismussaison das Risiko steigen wird und verstärkt regionale Clusterbildungen eintreten werden”, so Anschober. “Hier liegt es in dieser 3. Phase der Pandemie an den regionalen Gesundheitsbehörden, auf Basis der Vorgaben des Gesundheitsministeriums bei Testanzahl und Testdauer sowie beim Kontaktpersonenmanagement sehr konsequent und rasch diese Clusterbildungen einzugrenzen.”

Junge Menschen zunehmend betroffen

Mit der schrittweisen Verschärfung der Einreisebestimmungen und der Ausdehnung der Maskenpflicht sei auf die Erhöhung des Risikos reagiert worden. Jetzt gehe es darum, “eine stabile Situation zu erhalten und jede sprunghafte Erhöhung der Zahlen zu vermeiden”. Auffällig sei international und auch in Österreich, “dass immer mehr junge Menschen betroffen sind und auch zunehmend Menschen in schwierigen sozialen Lebenssituationen”.

134 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Erstmals seit Wochen waren in Österreich in den vergangenen 24 Stunden alle Bundesländer von Neuinfektionen betroffen, hieß es in der Aussendung des Gesundheitsministeriums weiter. Insgesamt 134 Neuinfektionen standen 85 Neugenesenen gegenüber. Erfreulich sei, dass dennoch die Zahl der Erkrankten in Spitalsbehandlung stabil bleibt, wie auch die Anzahl der Intensivpatienten. Der Reproduktionsfaktor liege aktuell in Österreich bei 1,13.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die ungarische Regierung hat die Krankenhäuser des Landes angewiesen, die Mehrzahl ihrer Betten für die künftige Behandlung von Corona-Patienten zur Verfügung zu stellen. Bis zum Mittwoch mussten die Spitäler 60 Prozent ihrer Betten freimachen und dabei Patienten nach Hause schicken, berichteten ungarische Medien. Angehörige von Patienten seien ratlos und überfordert.

Ungarn lässt Krankenhäuser für Corona-Fälle räumen

Ein heftiger Kreuzungscrash zwischen einem Auto und einem LKW ereignet sich am späten Mittwochnachmittag in Steinerkirchen an der Traun (Bezirk Wels-Land).

Familie bei Kreuzungscrash zwischen Auto und LKW in Steinerkirchen an der Traun verletzt

Der FC Barcelona hat sich nach dem blamablen Out in der Fußball-Champions League wie erwartet von Trainer Quique Setien getrennt. Die Freistellung des 61-Jährigen wurde am Montagabend als “erste Entscheidung einer größeren Umstrukturierung der ersten Mannschaft” verlautbart. Der neue Chefcoach der Katalanen soll in den kommenden Tagen ernannt werden. Er soll Ronald Koeman heißen. Nach dem 2:8 gegen Bayern München im Viertelfinale der Königsklasse am Freitagabend war klar, dass der erst seit Jänner im Amt weilende Setien keine Zukunft als Barcelona-Trainer haben wird. Auf einer außerordentlichen Vorstandssitzung wurde die Trennung nach stundenlangen Beratungen nun abgesegnet. Setien kam auf 25 Pflichtspiele, wobei er bei 16 Siegen fünfmal verlor. Schon vor dem Aus in der Champions League verpassten Lionel Messi und Co. auch die Titel in LaLiga und im spanischen Cup. Setien hatte den Posten von Ernesto Valverde übernommen. Damals stand Barca an der Tabellenspitze. Der Niederländer Koeman soll laut übereinstimmender spanischer Medienberichte nun übernehmen. Der ehemalige Star der Blaugrana ist derzeit als Bondscoach seiner Heimat engagiert. Koeman hatte von 1989 bis 1995 hauptsächlich als Libero für den FC Barcelona gespielt und war mit dem Club viermal spanischer Meister und 1992 Meistercup-Sieger geworden. Mit seinem Treffer in der 112. Minute entschied Koeman damals das Finale gegen Sampdoria Genua. Nachdem die Trennung von Setien längst beschlossene Sache schien, beschäftigt Barcelona in einer der größten Krisen seiner Vereinsgeschichte auch die Frage nach der Zukunft von Lionel Messi. Der 33-Jährige soll nach der Schmach von Lissabon damit liebäugeln, den Club nach zwei Jahrzehnten zu verlassen. Viele Entscheidungen seit der Trennung von Valverde hätten Messi missfallen. Er habe intern öfter gewarnt, dass die Ziele nicht erreicht werden könnten, hieß es. Mit dem Trainerstab von Setien gab es laut Berichten immer wieder Uneinigkeiten. Der FC Barcelona betonte laut der Sportzeitung “Mundo Deportivo”, er habe noch keine Kenntnis von dem angeblichen Wechselwunsch. Der englische “Daily Mirror” schrieb indes, Manchester City wolle alles unternehmen, um Messi zu verpflichten. Unter dem heutigen City-Coach Pep Guardiola hatte der Argentinier bei Barca seine glanzvollste Zeit. Für die Katalanen geht es um viel Geld. Der Topverdiener hat noch einen Vertrag bis Ende Juni 2021. Eine Ablösesumme für Messi könnte Barcelona demnach nur diesen Sommer lukrieren. Aus Südamerika hieß es in Medienberichten, dass auch Luis Suarez und Arturo Vidal den Club verlassen könnten. Der Uruguayer Suarez soll demnach bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Ajax Amsterdam hoch im Kurs stehen, der Chilene Vidal zu Paris Saint-Germain gehen. Außerdem wurde am Montag im Camp Nou über die Forderung der Opposition und vieler Fans debattiert, die für Mitte 2021 geplante Präsidentenwahl vorzuziehen. Am Ende entschieden sich die Vorstandsmitglieder dagegen, der umstrittene Josep Maria Bartomeu darf im Amt bleiben. Auch aufgrund der Coronakrise und den damit verbundenen Herausforderungen, wie es in einem Statement hieß. Im kommenden Frühjahr darf Bartomeu nach zwei aufeinanderfolgender Amtszeiten laut Statuten kein weiteres Mal für den Posten kandidieren.

Barcelona trennte sich von Setien, Koeman soll kommen

Bergsteiger können im Herbst wieder den Mount Everest und andere Berge im Himalaya besteigen. Das teilte das Tourismusministerium in Nepal am Donnerstag mit. Im Frühling hatte das Ministerium den höchsten Berg der Welt und die anderen Gipfel coronabedingt dicht gemacht. Nun können Abenteuerlustige wieder Bewilligungen für die Herbstsaison beantragen. Um den Everest und andere hohe Berge zu besteigen, muss man jeweils eine Gebühr bezahlen. In der Hauptsaison im Frühling mit den besten Wetterbedingungen kostet sie für den Everest 11.000 Dollar (9.400 Euro) und in der Herbstsaison 5.500 Dollar (4.700 Euro). Die Herbstsaison dauert gewöhnlich vom späten September bis zum frühen Dezember. Internationale Flüge nach Nepal soll es ab 17. August wieder geben, hieß es von den nepalesischen Behörden. Ob Ausländer zunächst in Quarantäne müssen und einen negativen Corona-Test vorlegen sollen, wollten die Behörden später mitteilen. Das Geld der Alpinisten aus dem Ausland ist wichtig für Nepal, eines der ärmsten Länder der Welt. Ein durchschnittlicher Aufstieg kostet laut dem amerikanischen Bergsteiger und Blogger Alan Arnette rund 40.000 Euro. Kletterer mit hohem Budget geben auch das Doppelte oder Dreifache aus. Darin enthalten sind neben der Klettergenehmigung auch Kosten für Ausrüstung, Zelte, Inlandsflüge, Essen, Sauerstoffflaschen und ein ganzes Team von einheimischen Helfern. Diese befestigen Seile vor der Expedition, führen die Alpinisten sicher an Lawinen und Stürmen vorbei Richtung Gipfel, tragen ihr Gepäck zwischen dem Basislager und Höhenlagern hin und her, damit sie sich mit regelmäßigen Auf- und Abstiegen an die Höhenluft gewöhnen können, stellen Zelte auf und kochen während der sechs bis acht Wochen, die Bergsteiger im Schnitt für den Everest brauchen.

Bergsteiger dürfen im Herbst wieder auf den Mount Everest

Ein Käserei-Ehepaar aus Ostfrankreich hat während der Corona-Ausgangssperre per Zufall einen neuen Weichkäse entwickelt, um unverkaufte Produkte zu retten. Um den Munster nicht wegwerfen zu müssen, entschieden Laura und Lionel Vaxelaire aus der Gemeinde Saulxures-sur-Moselotte in den Vogesen, den Käse einfach unangetastet im Keller liegen zu lassen, berichtete das Radio France Bleu am Donnerstag. Das Ergebnis, ein mit essbaren Schimmelkulturen überzogener Munster, überzeugte die Käseproduzenten und sie entschlossen sich, “Le Confine” den Kunden anzubieten, sagte Vaxelaire. Sie haben sehen wollen, wie der Munster “alleine arbeitet”, so der Käse-Hersteller. Den Namen erhielt der Weichkäse demnach wegen der Umstände, unter denen er entstanden war. “Le Confine” kann mit “Der Abgestandene” aber auch “Der Abgekapselte” übersetzt werden. Die Ausgangsbeschränkung heißt auf Französisch “confinement”.

Franzosen benennen Käse nach Ausgangssperre