Anschober: "Keine Privilegien" für Fußball

Merken
Anschober: "Keine Privilegien" für Fußball

Gesundheitsminister Rudolf Anschober hat am Sonntag verlautet, dass man weiter für Gespräche über die Weiterführung der aufgrund der Coronavirus-Pandemie unterbrochenen Saison der Fußball-Bundesliga zur Verfügung stehe. “Klar ist dabei: Ähnlich wie in Deutschland wird es keine Privilegien geben, sondern steht der Gesundheitsschutz auch in Österreich auch beim Fußball im Mittelpunkt”, so Anschober.

In Deutschland wiederum sollen die Spieler der Fußball-Bundesliga jetzt alle 3 Tage auf Corona getestet werden. Der Unmut darüber ist groß, da selbst Krankenschwestern teilweise keinen regelmäßigen Zugang zu Tests haben.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Für den italienischen Handel, der seit dem 10. März zum Lockdown gezwungen ist, hat am Dienstag eine neue Phase begonnen. Neben Supermärkten, Apotheken, Trafiken und wenigen anderen lebenswichtigen Aktivitäten dürfen in mehreren italienischen Regionen Buchhandlungen, Schreibwarenshops und Geschäfte, die Baby- und Kinderkleidung verkaufen, wieder öffnen. Auch im Bereich der Holzwirtschaft aktive Betriebe dürfen die Produktion wieder starten. Buchhandlungen bleiben allerdings noch in den Regionen Lombardei, Piemont und Kampanien geschlossen. Diese Gebiete haben sich aus Sicherheitsgründen für eine weitere strenge Fortsetzung des Lockdowns entschlossen. Die Regierung von Premier Giuseppe Conte, die am Freitag eine Verlängerung des strikten Ausgangsverbots bis zum 3. Mai beschlossenhatte, arbeitet indes mithilfe einer neueingerichteten Taskforce an der sogenannten “Phase 2”, die den Neustart der produktiven Tätigkeiten unter Vorsichtsmaßnahmen vorsieht. Insiderinformationen zufolge könnten nach dem 3. Mai die Modebranche, die Autoproduktion sowie die Metallindustrie die Produktion wieder aufnehmen. Über diese Möglichkeit führt die Regierung Conte Gespräche mit den Gewerkschaften, die in den nächsten Tagen vertieft werden sollen, hieß es in Rom.

Italien überlegt "Phase 2", Buchhandlungen wieder offen

Nach einem dreistelligen Zuwachs bei den Coronavirus-Neuinfektionen in Österreich am Mittwoch um 107 Fälle ist der Anstieg am Donnerstag bei 68 neu positiv getesteten Personen gelegen. Das gab Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bekannt. 42 dieser neuen Fälle werden einem bereits identifizierten Cluster in Oberösterreich zugerechnet. “Es hat sich wieder normalisiert. Aber es ist noch immer ein Wert, der mir persönlich zu hoch ist”, sagte Anschober in Wien. Den neuen Fällen stellte er 23 neue von Covid-19 Genesene gegenüber. Aber auch “in Summe ist eine leichte Steigerung zu erkennen”, und das sei “nichts, was uns freut”. Das neuerliche deutliche Plus bei den Neuinfektionen sei eine Folgewirkung des “durchaus beachtlichen” Ansteckungsherds in Oberösterreich, wo u.a. mit Schul- und Kindergartenschließungen in mehreren Regionen per Freitag Maßnahmen gesetzt werden. Die oberösterreichischen Behörden hätten konsequent und rasch reagiert, sagte der Minister. Seit Mittwoch beobachte er eine “im regionalen Bereich von uns erwartete, aber durchaus mit Sorge zu sehende Entwicklung”, führte Anschober aus. Die Daten aus Oberösterreich seien eine Zuspitzung, generell sei mit einer Erhöhung der Fallzahlen in der aktuellen Phase 3 im Kampf gegen das Coronavirus aber gerechnet worden. Ziel sei, den Anstieg rasch wieder “einzufangen”, verwies er auf rasches Kontaktpersonen-Management. Nach den strikten Eindämmungsmaßnahmen bis 14. April und ab da schrittweisen Teilöffnungen, alle 14 Tage, in Summe in zehn Tranchen, seien zunächst keine großen Fallzunahmen oder Clusterbildungen zu sehen gewesen. Nun, in der Phase 3, dem Sommer, müsse es Ziel sein, eine Stabilisierung zu erreichen, auch wenn durch die Lockerungen, den Tourismus und Grenzöffnungen “in Summe mehr Bewegung” und damit “eine gewisse Erhöhung des Risikos” bestehe. Die große Herausforderung sei die Phase 4, der Herbst, wenn vieles wieder indoor stattfinde, was die Ansteckungsgefahr vergrößere. Der Gesundheitsminister richtete einen Appell an die Bevölkerung, die Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten: “Auf Basis der Erfahrungen von gestern und der Vortage und mit Blick auf die internationale Ebene” müssten alle “wieder Verantwortung übernehmen”. Das umfasse die grundlegenden Hygienemaßnahmen vom Händewaschen bis zum Nicht-die-Hand-Geben, den Mindestabstand und das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes, der in vielen Bereichen noch verpflichtend sei, wie etwa im öffentlichen Verkehr – “auch der Bahnhof zählt dazu”. Grundsätzlich solle die Maske überall dort getragen werden, “wo es ein bissl dichter wird”, so die Empfehlung Anschobers.

68 Corona-Neuinfektionen, davon 42 in Oberösterreich

Die Popsängerinnen Rita Ora und Ellie Goulding, der Sänger und Songwriter John Legend sowie andere Stars aus der Musikszene wollen am Samstag ein Benefiz-Konzert veranstalten, das im Livestream übertragen wird. Die Einnahmen von “Stream Aid 2020” sollen einer Stiftung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugutekommen, mit der diese den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie unterstützt. Das Event soll von 5.00 bis 18.00 Uhr MEZ auf der Streamingplattform Twitchübertragen werden. Neben musikalischen Darbietungen werden auch Gaming-Wettbewerbe gestreamt. Zuschauer können während der Veranstaltung Geld spenden oder den Stream selbst verlinken und in ihrem Netzwerk zu Spenden aufrufen. Weitere Popstars, die sich bei “Stream Aid 2020” angekündigt haben, sind Joe Jonas von den Jonas Brothers, der frühere Bee-Gees-Musiker Barry Gibb und Sänger Dan Smith von der Band Bastille. Auch die Gruppe The Lumineers und EDM-Musiker Steve Aoki sind dabei.

"Stream Aid": Popstars veranstalten Benefiz-Konzert

Sonntagvormittag gab es die Bestätigung des ersten Todesfalls in Kärnten, der mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht wird. Bei dem Toten handelt es sich um einen Mann im Alter vom 65 Jahren mit einer Lungenvorerkrankung. Der Mann lag mehrere Tage auf der Intensivstation und ist gestern im Klinikum Klagenfurt verstorben.

Erster Todesfall in Kärnten

Der Wunsch von Greenpeace nach ökologisch und sozial ausgerichteten Konjunkturpaketen zur Abfederung der Coronakrise wird durch eine aktuelle Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstitut Akonsult unterstützt. Bei der von Greenpeace in Auftrag gegebenen Erhebung gaben 84 Prozent der 500 Befragten Österreicher an, einem “grünen Wiederaufbau” den Vorzug zu geben, berichtete die NGO am Dienstag.

Österreicher wünschen sich nach Corona "grünen Wiederaufbau"

Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist eine Maschine der israelischen Fluggesellschaft El Al wieder auf türkischem Boden gelandet. Ein Sprecher von El Al bestätigte am Sonntag die Ankunft auf dem Istanbuler Flughafen. Nach einer schweren Krise in den Beziehungen der beiden Länder 2010 habe es aus Sicherheitsgründen keine Flüge mehr in die Türkei gegeben, sagte er. Die El Al-Maschine des Typs Dreamliner habe in Istanbul rund 24 Tonnen Hilfsgüter geladen, die in den USA im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus helfen sollten, schrieb die “Jerusalem Post”. Die israelische Fluggesellschaft hatte bei türkischen Behörden eine Genehmigung zur Wiederaufnahme regulärer Flüge beantragt. El Al hat wegen der Krise einen Teil der Maschinen in Frachtflugzeuge umgewandelt.

Erstmals seit 2010 El Al-Maschine in Istanbul gelandet