Anschober setzt Weißrussland auf Landeverbotsliste

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Anschober setzt Weißrussland auf Landeverbotsliste

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat in einer am Mittwochabend veröffentlichten Verordnung Weißrussland auf die Liste jener Staaten gesetzt, aus denen coronabedingt Luftfahrzeuge nur in Ausnahmefällen in Österreich landen dürfen. Gleichzeitig wurde die Schweiz von der Liste gestrichen. Auch Züge aus der Schweiz und aus Liechtenstein sind ab Samstag wieder möglich.

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Wie die OÖ Kronen Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, hat der Welser Bürgermeister Andreas Rabl 22 Drohschreiben an nur einem Tag bekommen. Die Postkarten wurden handschriftlich verfasst und gleichen einander. Rabl hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Für den Fall der Fälle wurde mittlerweile auch ein Sirenen-Notfallsystem im Bürgermeisterbüro eingerichtet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einer “sehr langen” Coronavirus-Pandemie gewarnt. Das Notstandkomitee der WHO erwarte, dass die Pandemie “sicher sehr lang” andauern werde, teilte die Organisation am Samstag in Genf mit – sechs Monate, nachdem sie den internationalen Notstand ausgerufen hatte. Nach wie vor sei die Gefahr durch Covid-19 “sehr hoch”. Daher habe das Notstandkomitee betont, dass es eine “nationale, regionale und globale Antwort” auf die Pandemie geben müsse. In seinem Statement vor dem Gremium sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, die Pandemie sei eine Jahrhundertkrise, deren Wirkungen noch Jahrzehnte zu spüren sein würden. Die Experten waren sich einig, dass die Verbreitung des Virus nach wie vor eine “Notlage von internationaler Tragweite” sei. Zugleich warnte das Komitee vor der Gefahr, dass wegen des “sozio-ökonomischen Drucks” eine Ermüdung bei den Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus eintreten könne. Es forderte zudem die WHO auf, die Forschung zu dem Virus zu beschleunigen. So müssten sein Ursprung und mögliche Übertragungswege durch Tiere aufgeklärt werden. Aber auch andere noch unbekannte Punkte wie die verschiedenen Übertragungsmöglichkeiten, potenzielle Mutationen und eine Immunität müssten erforscht werden. Das Komitee beriet rund sechs Stunden lang in Genf. Einige seiner 18 Mitglieder und zwölf Berater waren per Video zugeschaltet. In drei Monaten will der Ausschuss wieder zusammenkommen.

WHO erwartet "sehr lange" Coronavirus-Pandemie

Die Alpinunfallstatistik des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit hat für den Zeitraum vom 1. Mai bis 30. September 2020 eine Zunahme an Alpinunfällen von mehr als 30 Prozent im Vergleich zum Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre festgestellt. In diesem Zeitraum ereigneten sich insgesamt 3.204 Unfälle, die von der Alpinpolizei aufgenommen wurden. 74 Prozent der tödlichen Unfälle (90 Tote) ereigneten sich in den Monaten Juli, August und September. In diesen Monaten gab es laut einer Aussendung des Kuratoriums vom Mittwoch teilweise mehr als 200 Alpinunfälle pro Woche. Allein in der letzten Juliwoche registrierte die Alpinpolizei 268 Unfälle – Tote, Verletzte und Unverletzte sind in dieser Zahl zusammengefasst. Insgesamt verunfallten mehr Männer (60 Prozent) als Frauen (40 Prozent). Die Hälfte aus Österreich Im Vergleich zum Durchschnittswert der letzten zehn Jahre ebenfalls gestiegen ist die Zahl der unverletzt geborgen Personen. Sie lag bei 1.213 Menschen im Vergleich zu durchschnittlich 909. 51 Prozent der im Sommer 2020 verunfallten Bergsteiger waren österreichische Staatsbürger. “Es ist der Inländer und nicht der Ausländer, der die steigenden Unfallzahlen des Sommer 2020 verursacht,” sagte Peter Paal, Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit, und betonte die Wichtigkeit von Prävention durch Ausbildung und Aufklärung. Auf die Österreicher folgten mit 37 Prozent Deutsche, die es ab Juni 2020 nach Aufhebung der Reisebeschränkungen in die österreichischen Berge zog. Bei den tödlich verunfallten Personen entfallen 55 Prozent auf Österreich und rund ein Drittel auf Deutschland. Insgesamt starben im Sommer 2020 122 Personen in Österreichs Bergen. 34 Alpintote verzeichnete in diesem Sommer Tirol. Nach Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen seien die Einsatzzahlen “in die Höhe geschnellt”, so Bruno Berloffa, Leiter der Tiroler Bergrettung. Trotz der Unfallzunahme um 40 Prozent gab es jedoch 30 weniger Tote als im Vorjahr 2019. Neben dem Wetter seien mangelnde Tourenplanung und falsche Selbsteinschätzung häufige Unfallursachen, gab Viktor Horvath, Leiter der Alpinpolizei Tirol, zu bedenken. Die Zahlen belegen, dass es vielerorts an Kenntnis und Können mangelt. Die 1.213 unverletzt geborgenen Personen befanden sich meist in Situationen, in denen sie blockiert waren.

Anstieg um 32 Prozent bei Alpinunfällen

In Wien sollen mit einem der beteiligten Entwicklungszentren des Pharmakonzerns Takeda wesentliche Arbeiten für ein schnelles Gegenmittel gegen schwere Covid-19-Erkrankungen entwickelt werden:Hyperimmunglobulin-Präparate mit konzentriertem Inhalt von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 aus Plasma von Patienten, welche die Covid-19-Erkrankung überstanden haben. Früher hieß dieses Prinzip “Passivimpfung”.

Antikörper-Medikament gegen SARS-CoV-2 aus Wien

819 Filmschaffende wurden ausgewählt, um künftig bei der Vergabe der Oscars mit abzustimmen. 45 Prozent der Einladungen seien an Frauen gegangen, gut ein Drittel der potenziellen Neuzugänge sind unterrepräsentierte ethnische Gruppen, knapp die Hälfte internationale Filmschaffende. Der über 9.000 Mitglieder starke Verband bemüht sich seit Jahren um mehr Diversität.Die Debatte um die mangelnde Vielfalt und Anerkennung nicht-weißer Talente kocht in Hollywood immer wieder hoch – auch unter dem Hashtag #OscarsSoWhite. Nun stehen 15 Oscar-Preisträger und Vertreter aus 68 Ländern auf der neuen Akademie-Liste, wie die Academy of Motion Picture Arts and Sciences am Dienstag in Beverly Hills mitteilte. Von Yalitza Aparicio bis Udo Kier Zu den Dutzenden ausgewählten Darstellerinnen und Darstellern gehören die Mexikanerin Yalitza Aparicio (“Roma”), die Französin Adèle Haenel (“Porträt einer jungen Frau in Flammen”) und fünf Stars des südkoreanischen Oscar-Gewinners “Parasite”. Die US-Rapperin und Schauspielerin Awkwafina, die mit dem in China spielenden Drama “The Farewell” Erfolge feierte, ist ebenfalls dabei. In den über ein Dutzend Sparten, darunter Regie, Kamera, Kostüme und Kurzfilm, sind auch zahlreiche deutsche Filmschaffende aufgelistet. So wurde der Schauspieler Udo Kier (75) in diesem Jahr als neues Akademie-Mitglied eingeladen. Der gebürtige Kölner wohnt im kalifornischen Palm Springs und drehte im Laufe seiner langen Karriere mit so bedeutenden Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder, Lars von Trier (“Melancholia”) und Gus Van Sant (“My Private Idaho”). Auch der Kameramann Jörg Widmer (“Ein verborgenes Leben”) ist als Mitglied eingeladen, ebenso Casting-Expertin Anja Dihrberg (“Die Wolken von Sils Maria”), Kostümdesignerin Lisy Christl (“Anonymus”), Editor Konstantin Bock (“Capernaum”), Filmausstatter Markus Bensch (“V wie Vendetta”) und die Animatoren Fabian Erlinghäuser und Saschka Unseld. Man kann sich keine Mitgliedschaft erkaufen, sondern wird berufen. Der Weg in die Akademie führt über eine Oscar-Nominierung oder über andere besondere Verdienste um den Film. Unter den vielen Berufszweigen stellen Schauspieler die größte Gruppe dar.

Oscar-Akademie setzt auf Frauen und Minderheiten

In der Debatte um die intensivmedizinischen Kapazitäten für schwer an Covid-19 erkrankte Patienten, und das Gefahrenpotenzial von SARS-CoV-2 haben Experten am Dienstag vor Fehleinschätzungen gewarnt. Hinsichtlich der Ressourcensituation für schwere Krankheitsfälle gebe es “keinen Grund für Entwarnung”, betonten drei anerkannte intensivmedizinische Fachgesellschaften in einer gemeinsamen Presseaussendung. Die Infektionszahlen dürften nicht weiter steigen. Grundsätzlich sei es zu begrüßen, dass die Frage der intensivmedizinischen Ressourcen während der Corona-Pandemie einen wichtigen Stellenwert in der öffentlichen Diskussion einnimmt, hielt Klaus Markstaller, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI), fest. Allerdings werde diese häufig “mit Argumenten außerhalb der intensivmedizinischen Fachexpertise” geführt. Zahl der Intensivpatienten fast vervierfacht Markstaller, Michael Joannidis, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Internistische und Allgemeine Intensivmedizin und Notfallmedizin (ÖGIAIN), und Andreas Valentin, Präsident des Verbands der intensivmedizinischen Gesellschaften Österreichs (FASIM), bezeichneten die aktuelle Corona-Situation in Österreich als “weiterhin sehr besorgniserregend”. Die Zahl der Spitalspatienten, die in den vergangenen zwei Monaten aufgrund einer Covid-19-Erkrankung auf einer Normalstation aufgenommen wurden, sei von 118 auf 561 gestiegen, bemerkten die Experten. Die Anzahl der Intensivpatienten habe sich fast vervierfacht. Zwischen 12. August und 12. Oktober erhöhte sie sich von 25 auf 97. Beinahe jede fünfte Person, die wegen einer Infektion mit SARS-CoV-2 stationär aufgenommen werden muss, benötige eine intensivmedizinische Behandlung, gaben die Intensivmediziner zu bedenken. In der bevorstehenden Influenza-Saison sei daher mit einem “dauerhaften, vermutlich jahreszeitlich fluktuierenden Mehrbedarf an intensivmedizinischen Ressourcen” zu rechnen, meinte ÖGIAIN-Präsident Joannidis. Diese “Spitzenbelastungen” könnten von den Spitälern durch entsprechendes Management zwar kurze Zeit gehandelt werden, “das Ziel muss jedoch eine kontinuierliche Versorgung aller Patientinnen und Patienten mit intensivmedizinischem Behandlungsbedarf sein.” Um die Sicherstellung der intensivmedizinischen Versorgung für alle kritisch kranken Personen zu garantieren, sei die Aufrechterhaltung der bisherigen Ressourcen, in manchen Bereichen auch ihr weiterer Ausbau geboten, betonte Joannidis. “Nicht nachvollziehen” konnte Markstaller Aussagen, wonach sich im Vergleich zum Frühjahr die Behandlungsmöglichkeiten von Covid-19-Patienten dramatisch verbessert hätten. “Tatsache ist, dass wir seit Beginn der Pandemie sehr viel über diese Erkrankung, die zunächst eine große Unbekannte war, gelernt haben und weiter lernen. Es ist aber auch so, dass große therapeutische Durchbrüche mit experimentell eingesetzten Substanzen, auf denen viele Hoffnungen ruhten, so bisher nicht eingetreten sind”, meinte der ÖGARI-Präsident. Nach wie vor benötigt rund ein Fünftel aller in Österreich hospitalisierter Covid-19 Patienten intensivmedizinische Betreuung. “Die höchste Verweildauer an Intensivstationen ist laut einer aktuellen Analyse des Gesundheitsministeriums bei den 50- bis 64-jährigen Betroffenen zu verzeichnen und liegt im Schnitt bei 14 Tagen. Das zeigt auch die hohe Belastung, die eine weitere Ausbreitung von SARS-CoV-2 für unsere Ressourcen bedeuten kann und die es zu vermeiden gilt,” betonte FASIM-Präsident Valentin. Es gelte daher, weitere Infektionen zu vermeiden: “Wenn wir nicht weiter sehr achtsam sind und die Anstrengungen der Infektionsvermeidung wieder verstärken, werden nicht nur die Infektionszahlen weiter steigen, sondern natürlich auch die Zahl der Hospitalisierungen und intensivpflichtigen Fälle.” Es bedürfe folglich “aller Anstrengungen”, um eine Situation zu vermeiden, “in der wir womöglich zur Absicherung von ausreichenden Intensivkapazitäten für die Pandemie in der Routineversorgung nicht mehr alle erforderlichen Leistungen für alle Patientengruppen erbringen können”, warnte Valentin.

Intensivmediziner warnen vor Fehleinschätzungen