Anschober zu russischem Impfstoff: Qualität und Sicherheit gehen vor

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Anschober zu russischem Impfstoff: Qualität und Sicherheit gehen vor

Die Regelungen zur Erprobung von Impfstoffenmüssen auch beim Coronavirus zu 100 Prozent eingehalten werden. Das hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Mittwoch hinsichtlich der Zulassung einer russischen Vakzine betont. “Für die EU und damit für Österreich kommt ein nicht ausreichend erprobter Impfstoff nicht in Frage”, versicherte er in einer Aussendung.

“Qualität und Sicherheit” gehen demnach vor. Anträge auf Zulassungen für Coronavirus-Impfstoffe können derzeit bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA beschleunigt abgewickelt werden. Das bedeutet nicht, dass dabei weniger Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe vorgelegt werden müssen als bei anderen Zulassungsverfahren, hieß es in der Aussendung des Gesundheitsministeriums. Manche Studien, die normalerweise nacheinander durchgeführt werden, können jedoch damit auch parallel angelegt werden. Anschober ist zuversichtlich, dass 2021 einer oder mehrere umfassend getestete, sichere, wirksame und zugelassene Impfstoffe vorliegen.Innerhalb der EU werden die reservierten Liefermengen nach Bevölkerungsanteil aufgesplittet. “Österreichs Ziel ist dabei, eine Impfung für alle zu ermöglichen, die sich impfen lassen möchten. Ich hoffe sehr, dass wir dieses Ziel ehestmöglich erreichen. Derzeit arbeiten wir an der Impfstrategie, um Vorgangsweise, Vorrang und Logistik für diese Schlüsselphase im Kampf gegen Covid-19 gut vorzubereiten”, berichtete Anschober.

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In den vergangenen 24 Stunden wurden in Österreich 295 Corona-Neuinfektionen vermeldet – fast so viele wie in der Vorwoche. Am Wochenende gingen die Neuinfektionen dann zurück, blieben allerdings noch immer im dreistelligen Bereich. Die meisten Infektionen mit 146 binnen 24 Stunden gab es auch diesmal in Wien 146 – wobei die  Testergebnisse der Corona-Teststraße vor dem Happel-Stadion angeblich noch nicht eingerechnet sind. Die restlichen Neuinfektionen teilen sich folgendermaßen auf die Bundesländer auf: Tirol (41), Oberösterreich (37), Niederösterreich (32), Steiermark (25), Vorarlberg (4) und Kärnten (4). Derzeit befinden sich 116 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 19 der Erkrankten auf Intensivstationen. Bisher gab es in Österreich 23.829 positive Testergebnisse. Mit aktuellem Stand (18. August 2020, 9.30 Uhr) sind österreichweit 729 Personen an den Folgen von Covid-19 verstorben, 20.870 Patienten sind wieder genesen. Details aus dem Hotspot Wien Im August sind bisher 73,9 Prozent aller neuen positiven Befunde auf Kontaktpersonen der Stufe 1 zurückzuführen. Sie waren zum Zeitpunkt der Testung bereits in Heimquarantäne und eine weitere Verbreitung war damit zum Testzeitpunkt bereits unterbunden, berichtet das Gesundheitsamt.  Diese Kontaktpersonen der Stufe 1 werden in Wien durchgetestet, unabhängig davon, ob sie Symptome haben oder nicht. Im Rahmen des Contact Tracings wurden alleine in den letzten 14 Tagen 16.578  Kontaktpersonen der Stufe 1 identifiziert, abgesondert und durchgetestet. So konnte alleine im Juli bei über 97 Prozent der Fälle die Infektionsquelle nachvollzogen werden. Die von der Stadt Wien errichtete Teststraße für Kroatien-Rückkehrer, die zwischen dem 7. und dem 16. August in Kroatien waren, wird gut angenommen. Allein am Montag haben sich 1.435 Personen, die zu Fuß oder mit dem Auto gekommen sind, testen lassen. Die Teststraßen wurden ausgebaut, um dem großen Andrang gerecht zu werden.

Corona im Steigen: Schon wieder knapp 300 Neuinfektionen

Heute hat der Lagerabverkauf mit Sensationspreisen von Mediashop begonnen.  Bis Sa. 18.01.2020 ist das internationale TV-Shopping-Unternehmen in der Shoppingcity Wels zu Gast. ⚠️ SCW-Service-Hinweis: Ein Parkplatz ist für Sie Garantiert ! Unser Parkdeck hat geöffnet! ☺️

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Bundesregierung und Wirtschaftskammer haben im Mai angekündigt, dass ab Juli bei Tourismusbetrieben flächendeckend in ganz Österreich 65.000 Coronatests pro Woche durchgeführt werden. Österreich solle sich als besonders sicheres Reiseland präsentieren.Doch von der Zahl 65.000 ist man meilenweit entfernt, geht aus den neuesten Daten des Tourismusministeriums von Elisabeth Köstinger (ÖVP) hervor. “Mit heutigem Stand sind rund 24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Testung angemeldet, 10.200 Abstriche wurden durchgeführt”, hieß es am Mittwoch auf APA-Anfrage aus dem Tourismusministerium. Ein Köstinger-Sprecher verwies auf die Freiwilligkeit des Programms. Es “ermöglicht freiwillige Coronatestungen für bis zu 65.000 Mitarbeiter mit Gästekontakt in Beherbergungsbetrieben”, relativiert er die ursprüngliche Ankündigung. Bisher sei europaweit aber kein vergleichbares Programm dieser Dimension bekannt, wurde betont. “Mit dem vielen Testen der Mitarbeiter soll verhindert werden, dass sie im Fall einer Ansteckung das Virus weiterverbreiten”, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), als das Programm mit 65.000 Tests in der Woche am 21. Mai angekündigt worden war. “Wohlfühlen und sicher sein wird entscheiden, wenn es darum geht, dass Österreich die Nase vorne hat, wenn Reisen wieder möglich sind”, sagte Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer (ÖVP) beim gemeinsamen Medientermin mit Köstinger. “Größte PR-Show überhaupt” Der Hotelier und NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn kritisiert die Ankündigung gegenüber der APA am Mittwoch als “größte PR-Show überhaupt”. Bis die Tests tatsächlich flächendeckend erfolgen würden “ist die Sommersaison vorbei”. Er habe das von Anfang an kritisiert: “Die Rechnung geht sich nicht aus.” Schellhorn verlangt auch “endlich Klarheit darüber, was passiert, wenn ein Mitarbeiter eines Hotels positiv ist”. Kritik, dass die Mitarbeiter “irgendwo hinfahren müssen”, wie sie von Hoteliers in der “Krone” (Mittwochsausgabe) geäußert werde, kann man im Tourismusministerium nicht nachvollziehen. “Die Örtlichkeit und Organisation der Abstrichnahme werden zwischen Mitarbeitern bzw. Betrieben und Laboren direkt vereinbart. Mobile Abstrichnahmen sind hier ebenso möglich, wie bei niedergelassenen Ärzten oder anderen Dienstleistern wie etwa dem Roten Kreuz.” Testergebnisse würden binnen 48 Stunden vorliegen. Derzeit sind 17 Labore registriert und damit berechtigt, die Testungen durchzuführen. 85 Euro pro Test Die Kosten trägt der Steuerzahler. Der Bund zahlt pro Test einen Pauschalbetrag von 85 Euro und rechnet direkt mit den Laboren ab. “Mit diesem marktüblichen Pauschalbetrag deckt das Labor die Testung selbst, die Abstrichnahme und die Logistik ab”, sagt der Köstinger-Sprecher. Die Verrechnung erfolge ausschließlich direkt zwischen den teilnehmenden Laboren und der Förderstelle des Bundes bzw. dessen Buchhaltungsagentur. Nach einer Pilotphase in fünf Regionen in Österreich sei das Programm jetzt landesweit ausgerollt, so der Sprecher. Laut “Krone” haben Beratungsdienste der Firma McKinsey wöchentlich rund 200.000 Euro gekostet. “Es gab oder gibt keinerlei Beauftragung oder Zahlungsflüsse des Tourismusministeriums oder des Bundes an das Beratungsunternehmen McKinsey. Das gilt sowohl für die Pilotphase, als auch für das nunmehr ausgerollte Programm”, sagte der Sprecher des Tourismusministeriums.

Statt wöchentlich 65.000 Corona-Tests bisher nur 24.000

Nach einer riesigen Pool-Party mit tausenden Feiernden in Wuhan hat die chinesische Regierung internationale Kritik zurückgewiesen. Die Bilder zeigten lediglich, dass China das Coronavirus erfolgreich bekämpft und einen “strategischen Sieg” eingefahren habe, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Pekingam Donnerstag vor Journalisten. In der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan, wo im Dezember die ersten Corona-Infektionen festgestellt worden waren, hatten am Wochenende tausende Menschen in einem Spaßbad zu elektronischer Musik gefeiert – ohne Gesichtsmasken und Abstandhalten. Bilder und Videos von der Party sorgten weltweit für Empörung. Der chinesische Außenamtssprecher Zhao Lijian sagt am Donnerstag, offensichtlich hätten die Party-Bilder aus Wuhan viele Menschen in Europa und den USA “sehr überrascht”. Ausländische Medien sollten in ihren Berichten daher “die reale Situation” in China abbilden. Wuhan, die Hauptstadt der Provinz Hubei, war wegen der Ausbreitung des Coronavirus Ende Jänner als erste chinesische Stadt komplett abgeriegelt worden, später folgte fast die gesamte Provinz. Millionen Menschen waren wochenlang von der Außenwelt abgeschnitten. Inzwischen wurden die Beschränkungen aber aufgehoben. Neue Ansteckungsfälle wurden aus Wuhan seit Wochen nicht gemeldet.

China verteidigt Poolparty mit tausenden Feiernden in Wuhan

Die zweite Regierungsklausur von Türkis-Grün ist geschlagen und sie hat einen “großen Wumms” geboren, wenn es nach Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) geht. Tatsächlich klingt die Zahl von 19 zusätzlichen Milliarden für Corona-Maßnahmen beeindruckend. Die meisten Projekte dazu waren freilich schon in den Tagen davor öffentlich dargestellt worden, der Neuigkeitswert entsprechend gering. Über zwei Tage hatte sich die Klausur gezogen, die angesichts der Coronakrise so bescheiden wie möglich im Bundeskanzleramt abgewickelt wurde. Hauptdarsteller waren jene Minister, die sich der Bekämpfung der Pandemie-bedingten Wirtschaftskrise kraft ihres Amtes an vorderster Front widmen sollen – also logischerweise der Finanzminister und die Wirtschaftsministerin sowie die Infrastrukturministerin, damit die Grünen in Person von Leonore Gewessler auch den ihnen besonders wichtigen Fokus auf die Klimawende legen konnten. Sie durfte etwa von zwei Klimaschutzmilliarden berichten, die am Weg seien, neu war dabei vor allem, dass im Kampf gegen die Wegwerf-Gesellschaft die Mehrwertsteuer auf Reparaturen gesenkt wird. Für ihre Lobby einiges mit hatte am Dienstag auch Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), nämlich ein für die auch borkenkäfergeplagte Forstwirtschaft mit 350 Millionen prall gefülltes Paket. Die Absenkung des Anrechnungsprozentsatzes beim fiktiven Ausgedinge von 13 auf 10 Prozent wiederum erhöht die jährliche Pension der Bauern um im Schnitt 450 Euro. Die Maßnahme gilt übrigens unbefristet. Das ist auch bei einem der Prestigeprojekte von Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) so, der degressiven Abschreibung. Der Satz beträgt den Plänen zufolge im ersten Jahr 30 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten und in den Folgejahren 30 Prozent des jeweiligen Restbuchwerts. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) wiederum freute sich besonders über die bereits am Wochenende avisierte Investitionsprämie, auch wenn es letztlich bei maximal 14 Prozent bleibt – und auch dieses Höchstmaß kommt nur dann zur Anwendung, wenn in Digitalisierung, Ökologisierung oder Life Science investiert wird. Ansonsten gibt es nur sieben Prozent. Ursprünglich waren in Ausnahmefällen sogar 20 Prozent angedacht gewesen. Bereits gearbeitet wird an einer Wirtschaftsinvestitionsbank. Diese soll Mittel von der Europäischen Investitionsbank abrufen und Haftungen von bis zu 500 Millionen übernehmen. Schramböck sieht hier ein Potenzial von 25.000 Wohnungen. Einen Happen der Regierungsklausur hat sich die Koalition für den Tag danach aufgehoben. Am Mittwoch soll erst erläutert werden, wie die Digitalisierungsoffensive an Schulen genau aussehen soll. Die Reaktionen auf die Ergebnisse der Klausur waren erwartbar. Die Vertreter der Landwirtschaft und der Industrie jubelten, die Caritas war enttäuscht und die Opposition voll des Tadels. Für die SPÖ ist das Gebotene zu wenig, verlangte doch Parteichefin Pamela Rendi-Wagner einmal mehr eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes. Die FPÖ vermisst ein Gesamtkonzept und hätte gerne einen Tausender für jeden Österreicher und die NEOS wandten sich gegen “verzweifelten Spendieraktionismus”. Klar ist, billig wird das ganze auch ohne die Erfüllung der diversesten Zusatzwünsche nicht, gesamt sollen bereits 50 Milliarden zur Bekämpfung der Krise verplant sein. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) geht davon aus, dass die Schuldenquote in Österreich heuer auf über 90 Prozent steigen wird.

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