Ansteckungsrisiko in Italien um 45 Prozent reduziert

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Ansteckungsrisiko in Italien um 45 Prozent reduziert

Dank des strikten “Lockdown”, der in Italien Anfang März begonnen hat, sind im Land 200.000 Spitaleinlieferungen von Personen vermieden worden, die sich ansonsten an Covid-19 erkrankt wären. Dies geht aus einer Studie der Mailänder Polytechnik, der Universität Ca’ Foscari in Venedig, der Universität Padua, der Zürcher Universität, sowie der Polytechnik von Lausanne (EPFL) hervor.

Das Ansteckungsrisiko habe sich dank den strengen Vorbeugungsmaßnahmen in Italien um 45 Prozent reduziert, ergab die Studie, die von der US-Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht wurde. Inzwischen wird die Liste des Gesundheitspersonals, das dem Kampf gegen die Epidemie erlegen ist, immer länger. 109 Ärzte sind gestorben, wie die italienische Ärztekammer am Freitag mitteilte.

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Der Lufthansa-Konzern verpflichtet alle Passagiere, auf ihren Flügen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Darüber hinaus wird empfohlen, die Bedeckung während der gesamten Reise zu tragen, wie die AUA-Mutter am Mittwoch mitteilte. Die Maskenpflicht an Bord soll ab Montag (4. Mai) zunächst bis zum 31. August dieses Jahres in allen Airlines des Konzerns gelten. Damit gilt die Maskenpflicht auch bei den Lufthansa-Töchtern AUA, Brussels Airlines und Swiss. Die Lufthansa Group orientiere sich an den Regelungen zahlreicher europäischer Länder, in denen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in der Öffentlichkeit inzwischen Pflicht ist, hieß es. Mit der neuen Regelung entfällt das bisher übliche Freihalten der Mittelsitze in Dreier-Reihen. Durch das Tragen der Masken bestehe ausreichender Gesundheitsschutz, begründete Lufthansa diesen Schritt.

Pflicht zu Mund-Nasen-Schutz bei Lufthansa

Mit Beginn dieses Jahres gründete sich der Welser Verein -Rollende Engel-. Aufgabe des Vereins ist es, schwerkranken Personen noch einmal einen Wunsch zu erfüllen. Einmal noch… zu einem Fußballspiel? in den Tierpark, einen Elefanten sehen? zu einem Konzert und den Lieblingsmusiker treffen? nach Hause, um alle Freunde zu sehen und von der eigenen Familie Abschied zu nehmen? und viele andere Wünsche… Ein Team aus Organisationsprofis versucht alle Wünsche so gut es geht zu erfüllen. Und dies völlig kostenlos für den Fahrgast, sowie für eine Begleitperson. Für den Transport wurde vor 46 Tagen ein Lieferwagen angekauft, der nun in kürzester Zeit fachmännisch umgebaut wurde. Rund 300 Arbeitsstunden stecken in diesem Spezialfahrzeug, welches für Rollstuhlfahrer und bettlägerigen Personen bestens geeignet ist. Die Fertigstellung des Umbaus erfolgte vergangenes Wochenende im OBI Baumarkt Wels. Live vor den Augen der zahlreichen Besuchern bauten Tischler und Elektriker die letzten Materialen ein, welche auch von OBI kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Kurz vor Ladenschluss wurde der “Engel” fertig und geht somit mit Mitte März in den Dienst der guten Sache über. Weitere Informationen über dieses einzigartige Projekt -Rollende Engel- unter www.rollende-engel.at     Facebook: @rollendeengel

Binnen 46 Tage vom Lieferwagen zum Spezialfahrzeug für schwerkranke Personen

Valtteri Bottas hat sich die erste Pole Position der verkürzten und verspätet anlaufenden Formel-1-Saison 2020 gesichert. Der Mercedes-Pilot aus Finnland war am Samstag im Qualifying für den Großen Preis von Österreich auf dem Red Bull Ring der Schnellste. Hinter ihm landete Weltmeister Lewis Hamilton im zweiten Mercedes, dahinter Spielberg-Vorjahressieger Max Verstappen aus den Niederlanden. Ferrari-Mann Sebastian Vettel verpasste als Elfter das letzte Quali-Segment – das war dem Deutschen zuletzt beim Heimspiel in Hockenheim im Juli 2019 passiert. Für Teamkollege Charles Leclerc lief es auch nicht viel besser, der Monegasse belegte Rang sieben. Für Bottas war es die 12. Pole Position in seiner Karriere, in Spielberg durfte er auch bereits 2017 und 2018 von ganz vorne starten. Beginn des ersten Saisonrennens, bei dem keine Zuschauer zugelassen sind, ist am Sonntag um 15.10 Uhr (live ORF 1).

Bottas in Spielberg etwas überraschend auf Pole Position

Die Zahl der Meldungen zu sexuellem Missbrauch unmündiger Minderjähriger und zu NS-Inhalten im Internet befindet sich weiter auf hohem Niveau. 2019 verzeichnete die Meldestelle “Stopline” 9.106 Meldungen. Gegenüber dem Rekordjahr 2018 (15.194 Meldungen) bedeutet das zwar einen starken Rückgang, aber jenes Jahr war laut Barbara Schloßbauer, Projektleiterin von “Stopline”, wohl ein Ausreißer. Die Meldestelle gibt es nun seit 22 Jahren und wurde von den Internet Service Providern Austria (ISPA) gegründet, wie Schloßbauer und ISPA-Generalsekretär Maximilian Schubert am Mittwoch bei einer Online-Pressekonferenz erläuterten. “Stopline” dient der Meldung von Inhalten sexuellen Missbrauchs unmündiger Minderjähriger (Paragraf 207a Strafgesetzbuch) und nationalsozialistischer Wiederbetätigung (Verbotsgesetz) im Internet. Der Meldungseingang sei – wie der Internetkonsum – jedes Jahr kontinuierlich angestiegen, sagte Schloßbauer. Insgesamt gab es bisher rund 95.000 Meldungen, von denen 21.000 auch tatsächlich strafbar waren. 2019 gingen pro Monat durchschnittlich rund 750 Meldungen ein, und das blieb auch, wenn man die Monate miteinander vergleicht, relativ konstant. Auffällig war im vergangenen Jahr aber, dass es eine deutliche Verschiebung hin zu Hinweisen über NS-Inhalte gab. Während 2017 und 2018 jeweils mehr als 97 Prozent der Meldungen sexuelle Missbrauchsdarstellungen betrafen, sank dies im vergangenen Jahr auf 68 Prozent (6.167 Meldungen). Im Gegensatz dazu hat sich der Anteil von nationalsozialistischen Inhalten von nur einem Prozent (23 Meldungen im Jahr 2018) auf 17 Prozent 2019 (1.526 Meldungen) erhöht. Besonders hoch war im vergangenen Jahr der Anteil der tatsächlich als strafrechtlich relevant eingestuften Meldungen: 30 Prozent der eingegangenen Hinweise – in absoluten Zahlen 2.697 – wurden als zutreffend eingestuft, also beinahe jede dritte Meldung. In den vergangenen Jahren lag dieser Wert immer zwischen elf und 22 Prozent. 2018 war es beispielsweise jeder fünfte Hinweis (19 Prozent), der nach Meinung von “Stopline” tatsächlich gegen die einschlägigen Gesetzesbestimmungen verstieß. Die Meldestelle führte diese Entwicklung darauf zurück, dass durch die Öffentlichkeitsarbeit ihre zwei Zuständigkeitsbereiche im Bewusstsein der User verankert wurden. Nach wie vor ist Österreich als Hostingplatz für strafbare Inhalte ausgesprochen unattraktiv, konzedierte Schubert. “Das war nicht immer so, das haben wir uns erarbeitet. Wenn kriminelle Inhalten gefunden werden, werden sie umgehend entfernt, und das nicht innerhalb von Tagen, sondern im Regelfall innerhalb von Stunden.” Im Vorjahr betrafen drei Meldungen in Österreich gehostete Inhalte, alle drei wurden wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger getätigt. Schloßbauer zufolge wurden in allen drei Fällen innerhalb weniger Stunden die Behörden und die betreffenden Provider informiert, die ebenso schnell reagierten und die Inhalte aus dem Netz nahmen. Über den Dachverband INHOPE der Internethotlines weltweit, bei dem die “Stopline” Gründungsmitglied ist, wurden im Ausland gehostete Inhalte weitergemeldet. Und da ist festzustellen, dass über 55 Prozent der Meldungen bei “Stopline” Inhalte in den Niederlanden betraf. “Die Niederlande haben eine hervorragende Infrastruktur, es gibt ein wesentlich höheres Aufkommen an Providern”, erläuterte Schubert. Zudem habe es Hoster sogenannte Bulletproof-Hoster, die bekannt sind, solange mit einer Reaktion zuzuwarten, bis sie strafrechtlich belangt werden können. Der ISPA-Generalsekretär sprach von einem neuen Weg, den die Niederlande gehen wollen: weg von der rein strafrechtlichen Verfolgung, eine Schubert zufolge sehr hohe Hürde hin zu verwaltungstrafrechtlicher Verfolgung von Providern, die strafrechtlich relevante Inhalte hosten. Jedenfalls haben die Niederländer bei den sie betreffenden Meldungen auf strafbare Inhalte den langjährigen Spitzenreiter USA mittlerweile weit abgehängt. 36,3 Prozent der Meldungen bei “Stopline” betrafen die Vereinigten Staaten. An dritter Stelle lag Russland mit nur mehr 2,4 Prozent. “Da gab es in den vergangenen Jahren große Bemühungen, es hat sich viel geändert”, lobte Schloßbauer Russland. Schloßbauer wagte auch einen Ausblick auf das heurige Jahr: Derzeit liegen der “Stopline” etwa 5.700 Meldungen vor. “Eine vorsichtige Prognose: Ich glaube nicht, dass die Zahlen von 2018 erreicht werden. Nach jetzigen Stand liegen wir hochgerechnet über 2019, aber unter 2018.” In jenem Jahr hatten zwei, drei Melder besonders oft auf Inhalte hingewiesen, wie die Mitarbeiter der Hotline aufgrund der Art der Meldungen vermuten – die Meldungen sind ja anonym. Darüber hinaus wurden in Deutschland einige große Fälle von Kindesmissbrauch bekannt, was zu ausführlicher Berichterstattung führte und so das Problem besonders in der Öffentlichkeit verankerte. 2020 könnte nicht zuletzt wegen der Coronakrise ein besonderes werden: “Jeder ist viel mehr online, kaum jemand traf sich real”, sagte Schloßbauer. Die “Stopline” stellte in den Monaten März, April und Mai jedenfalls einen Anstieg fest. “Ich könnte mir schon vorstellen, dass da ein Zusammenhang besteht.” Wie sich die Pandemie auf die Tätigkeit der Hotline auswirkt, “diese Frage stellen wir uns alle”, ergänzte ISPA-Generalsekretär Schubert. Er wies auf die Reisebeschränkungen hin: Pädophile, die sonst oft nach Asien oder in andere Staaten gereist seien, “können dies nicht tun. Der Verdacht liegt nahe, dass sie nun verstärkt im Internet nach Darstellungen sexuellen Missbrauchs suchen”. Kritisch untersucht werde auch das Home-Working. Schubert sprach von Spekulationen auf diversen Plattformen, dass es für Pädophile leichter sein könnte, an die wegen des Home-Office der Eltern unbeaufsichtigten Kinder heranzukommen.

Viele Meldungen zu Kindesmissbrauch und NS-Inhalten im Netz

Kalt erwischt von der Krise wurde auch das Welser Science Center, das Welios. Wo derzeit keine Besucher empfangen werden dürfen. Für uns hat man eine Ausnahme gemacht.

Die Maskenpflicht wird ab Montag massiv gelockert. Wie angekündigt und in der am Wochenende vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Novelle der “Lockerungsverordnung” geregelt, gilt diese nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Gesundheitsbereich inklusive Apotheken sowie bei Dienstleistern, bei denen der Ein-Meter-Abstand unterschritten wird. Die Ein-Meter-Regel bliebt aufrecht. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) mahnte Eigenverantwortung ein. Wenn es in Bereichen, wo keine Verpflichtung mehr besteht, “vielleicht zu eng wird”, sollte ein Nasen-Mundschutz in Eigenverantwortung getragen werden, so Anschober in einer Aussendung am Sonntag. Trotz der guten Zahlen hierzulande, müssen auch “wir in Österreich weiterhin höchst aufmerksam sein und im Alltagsleben konsequent die Hygienemaßnahmen und den Mindestabstand sowie die Auflagen bei den Öffnungsschritten einhalten”, so Anschober. “Klar” sei aber auch weiterhin: “Sollten die Infektionszahlen wieder nach oben gehen, würden sehr rasch einzelnen Lockerungsschritte wieder zurückgenommen und/oder Schutzmaßnahmen wieder verstärkt”, betonte der Gesundheitsminister. Mit den Neuregelungen (abrufbar im Rechtsinformationssystem des Bundes ) fällt die Maskenpflicht für Menschen, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, auch bei gemeinsamen Fahrten mit dem Pkw. Es dürfen aber in jeder Sitzreihe einschließlich dem Lenker nur zwei Personen befördert werden. Weiter eine Maske braucht man jedoch für Taxis, taxiähnliche Betriebe sowie für Schüler- und Kindergartenkinder-Transporte. Im Handel fällt die Maske jedenfalls. Weiter einzuhalten ist aber ein Abstand von mindestens einem Meter für Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben. Und auch im Gastronomiebereich können Lokale ab morgen ohne Maske betreten werden. Zudem fällt die Beschränkung auf vier Erwachsene inklusive ihrer minderjährigen Kinder pro Tisch. Die Sperrstunde wird von 23.00 Uhr auf 01.00 Uhr verlängert. Das Personal muss jedoch weiterhin Mund-Nasen-Schutz tragen. Auch die Hotellerie darf sich über den Fall der MNS-Pflicht freuen. Bisher mussten Personal und Gäste in Eingangs- und Rezeptionsbereichen einen Schutz tragen. In Hotelrestaurants gelten dieselben Regeln wie in der Gastronomie, auch die Einschränkungen für Wellness- und Fitnessbereiche (Abstand und entsprechende Zutrittsbeschränkungen) bleiben aufrecht. Die Lockerungsverordnung regelt auch unter welchen Voraussetzungen betreute Ferienlager und außerschulische Jugendarbeit stattfinden kann. Für diese fällt die Maskenpflicht ebenfalls. Auch kann der Mindestabstand von einem Meter gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, unterschritten werden, sofern der Träger ein “Covid-19-Präventionskonzept” erstellt und umsetzt. Dieses müsse unter anderem eine Schulung der Betreuer, spezifische Hygienemaßnahmen und gewisse organisatorische Maßnahmen enthalten. Etwa brauche es eine Gliederung in Kleingruppen von maximal 20 Personen, wobei die Interaktion zwischen den Kleingruppen auf ein Mindestmaß reduziert werden soll. Zwischen den Gruppen darf der Abstand von einem Meter nicht unterschritten werden. Auch müssen Regelungen, wie man sich bei einer “SARS-CoV-2-Infektion” verhält, enthalten sein.

Maskenpflicht ab Montag stark gelockert