Apple entwickelt durchsichtigen Gesichtsschutz

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Apple entwickelt durchsichtigen Gesichtsschutz

Die Masken aus durchsichtigem Plastik decken das gesamte Gesicht ab und sind für Krankenhauspersonal bestimmt, wie Konzernchef Tim Cook mitteilt. Das Unternehmen werde in der Lage sein, eine Million Masken pro Woche herzustellen.

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In Russland breiten sich Waldbrände in großen Teilen Sibiriens und im äußersten Osten immer schneller aus. Nach Angaben des Forstschutzdienstes Avialesochrana vom Sonntag brannte eine Fläche von 1,4 Millionen Hektar. Das war noch einmal deutlich mehr als am Vortag. Aktuell bekämpft würden 182 Brände auf einer Fläche von 111.555 Hektar, teilte die Behörde mit. In sechs russischen Regionen gilt der Ausnahmezustand. Die meisten Waldbrände – 209 Feuer auf einer Fläche von knapp 1,3 Millionen Hektar – liegen weit außerhalb bewohnter Gebiete, teilte Avialesochrana mit. Dort seien die Löscharbeiten eingestellt worden, weil es keine Gefahr für Menschen gebe. Zudem sei der wirtschaftliche Schaden geringer als die Kosten für den Einsatz von Personal, Technik und Wasser. Die finanzielle Situation der kommunalen Haushalte ist besonders gespannt wegen der hohen zusätzlichen Sozialausgaben infolge der Corona-Pandemie. In drei Regionen des Gebiets Magadan am Ochotskischen Meer wurde am Samstag der Ausnahmezustand ausgerufen. Die Regionalregierung nannte Gewitter und Blitze als Grund für die Feuer. Extreme Hitze und starke Winde erschwerten die Löscharbeiten. Eine unmittelbare Gefahr für die Menschen bestehe aber nicht, hieß es. Besonders betroffen war außerdem die Teilrepublik Jakutien im fernöstlichen Teil Sibiriens. Dort herrscht Extremhitze samt großer Trockenheit.  

Waldbrände in Russland breiten sich schneller aus

Trotz der Coronavirus-Pandemie haben in Japan Zehntausende Menschen das Olympische Feuer bewundert. Mehr als 50.000 Menschen strömten am Samstag zum Bahnhof Sendai in der Präfektur Miyagi, wo die Flamme in einem goldenen Kessel gezeigt wurde. Die Warteschlange war japanischen Medienberichten zufolge teilweise 500 Meter lang. Die Olympischen Spiele in Tokio sind eines der wenigen sportlichen Großereignisse in diesem Jahr, das nach dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie noch nicht abgesagt wurde. Zuletzt war der Druck auf das Internationale Olympische Komitee (IOC) aber massiv gewachsen.

Japan: 50.000 Menschen beim Olympischen Feuer

Ein Tiger, der in Indien drei Menschen getötet haben soll, ist eingefangen worden und soll den Rest seines Lebens eingesperrt bleiben. Die männliche Raubkatze sei “zu gefährlich”, um weiter in Freiheit zu leben, teilten die Behörden im Bundesstaat Madhya Pradesh am Wochenende mit. Der fünfjährige Tiger habe wiederholt Menschen und Vieh attackiert. Das Tier befindet sich seit Samstag in einem Zoo von Bhopal, der Hauptstadt von Madhya Pradesh. Es ist dort isoliert untergebracht. Der Tiger wird von indischen Medien “Vagabund” oder “Nomade” genannt, weil er vor einigen Jahren die mehr als 500 Kilometer lange Strecke vom Bundesstaat Maharashtra in den Bezirk Betul in Madhya Pradesh zurückgelegt hatte. Nach dieser weiten Reise war der Tiger schon einmal Ende 2018 gefangen genommen und zwei Monate lang eingesperrt gehalten worden. Anschließend bekam er einen Halsband mit Sender verpasst, um seine Wege verfolgen zu können, bevor er wieder ausgesetzt wurde. Die Behörden hatten ein Tigerreservat und auch einen Nationalpark als ständige Aufenthaltsorte für “Vagabund” bestimmt, doch er streunte immer wieder aus diesen Gebieten heraus. Dem Tiger seien “mehrere Chancen” gegeben worden, wieder in der Wildnis zu leben, doch er sei immer wieder in die Wohngebiete von Menschen eingedrungen, sagte der oberste amtliche Wildhüter von Madhya Pradesh der Nachrichtenagentur AFP. Deshalb sei seine permanente Gefangenschaft nun “die einzige Option”. Indien ist die Heimat von etwa 70 Prozent der weltweit existierenden Tiger. Die Tigerpopulation im Land nahm nach den jüngsten offiziellen Zahlen zwischen 2006 und 2018 um mehr als das Doppelte zu – von 1411 auf 2967. Die natürlichen Lebensräume der Raubkatzen sind allerdings durch die Ausbreitung des Menschen in den vergangenen Jahrzehnten stark geschrumpft, was immer wieder zu tödlichen Zusammenstößen zwischen Mensch und Tiger führt. Fast 225 Menschen wurden laut amtlichen Zahlen zwischen 2014 und 2019 in Indien von Tigern getötet. Umgekehrt wurden zwischen 2012 und 2018 mehr als 200 Tiger durch Wilderer oder elektrische Drähte getötet.

Tiger in Indien soll lebenslang eingesperrt werden

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seine Landsleute auf eine wirtschaftlich harte Zeit nach der Coronavirus-Krise eingeschworen. “Wir werden einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit erleben”, sagte Macron in einem Fernsehinterview zum französischen Nationalfeiertag. Gleichzeitig will der Präsident noch tiefer in Tasche greifen und stellte ein umfassendes Konjunkturprogramm in Aussicht. Macron dankte am Vormittag bei den Feierlichkeiten zum 14. Juli auch den Pflegekräften für ihren Einsatz während der Krise. Wegen Corona fiel die übliche Militärparade erstmals seit Ende des Zweiten Weltkriegs aus. Macron erklärte in dem mehr als eine Stunde dauernden Gespräch, dass es Schätzungen zufolge im Frühjahr 2021 rund 800.000 bis eine Million Arbeitslose geben werde. Um Arbeitsplätze zu erhalten, müsse weiterhin investiert werden. Macron sprach sich außerdem für ein langfristiges System von Teilzeitarbeit aus. Das französische Konjunkturprogramm werde mindestens 100 Milliarden Euro schwer sein, sagte der 42-Jährige. Hinzu kämen noch 460 Milliarden Euro, die bereits seit Beginn der Epidemie als Unterstützung der Wirtschaft zugesagt wurden. Pensionsreform soll kommen Der Präsident bekräftigte, dass die Regierung an der umstrittenen Pensionsreform festhalten wolle. Er räumte jedoch ein, dass diese nicht in der Form wie vor der Gesundheitskrise geplant umgesetzt werden könne. “Sie muss wieder diskutiert und verhandelt werden.” Im Dezember und Jänner wurde gegen die Reformpläne in Frankreich wochenlang protestiert – es kam zu Bahnstreiks, die das Land lähmten. Die Pensionsreform gilt als eines der Prestigeprojekte Macrons. Mit Blick auf die Corona-Pandemie stellte der Präsident strengere Regeln in Aussicht. Er sprach sich für eine Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen aus. Es gebe Anzeichen dafür, dass das Coronavirus in Frankreich wieder aktiver werde, sagte Macron. Aber dieses Mal werde das Land auf ein Wiederaufleben vorbereitet sein. Frankreich ist von der Corona-Krise mit rund 30 000 Toten hart getroffen. Dank an die Nachbarn Den “Helden der Krise” waren auch die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag gewidmet. Statt einer großen Militärparade auf den Champs-Élysées gab es nur eine abgespeckte Version auf der Place de la Concorde im Herzen von Paris. Die Pflegekräfte standen im Zentrum der Zeremonie, ihr Einsatz während der Krise wurde besonders gewürdigt. Auf den Tribünen waren zahlreiche Pflegekräfte, Ärztinnen, Ärzte – aber auch Sicherheitskräfte, Feuerwehrleute oder Lehrkräfte. Frankreich dankte mit der Zeremonie auch den Partnerländern Deutschland, Österreich, Luxemburg und Schweiz, die im Frühjahr Corona-Patienten aus Ostfrankreich behandelt hatten. Diese Region war besonders schlimm von der Pandemie betroffen. Aus Österreich nahm Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) an der Feier teil. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus war ebenfalls nach Paris gereist.

Macron warnt vor massiver Arbeitslosigkeit durch Coronakrise

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging von April bis Juni um 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zurück, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Der Einbruch der Wirtschaftsleistung war damit noch deutlich stärker als während der Finanzkrise. Wirtschaftsforscher rechnen nun aber mit einem ebenfalls historischen Anstieg des BIP. Der Absturz der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal fiel nach Angaben des Statistischen Bundesamts historisch aus. Es war demnach der stärkste Rückgang seit Beginn der BIP-Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970. Zum Vergleich: Während der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise war das BIP im ersten Quartal 2009 um 4,7 Prozent geschrumpft. Wirtschaftsminister Peter Altmaier hatte schon im April von der schwersten wirtschaftlichen Delle seit dem Zweiten Weltkrieg gesprochen. Die Statistiker verzeichneten auch im Vorjahresvergleich einen dramatischen Absturz: Das BIP war im zweiten Quartal dieses Jahres preisbereinigt um 11,7 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen gingen im zweiten Quartal massiv zurück. Auch die privaten Konsumausgaben und die Investitionen in Ausrüstungen brachen laut Statistik ein. Der Staat erhöhte dagegen seine Konsumausgaben während der Krise. Die Zahlen zeigen laut dem Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben, wie sehr die Corona-Krise die deutsche Wirtschaft getroffen habe. Der Weg zur wirtschaftlichen Erholung sei noch lang. Laut der jüngsten DIHK-Blitzumfrage rechne die Hälfte der Unternehmen für ihre Geschäfte frühestens im nächsten Jahr mit einer Rückkehr zur Normalität. Auch der deutsche Export sei nach wie vor stark betroffen, weshalb der DIHK für das gesamte laufende Jahr mit einem Rückgang des BIP um zehn Prozent rechnet. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sieht trotz des Rückgangs “keinen Anlass zu Panik”. Allerdings seien die Einschnitt der Coronarezession “mehr als eine einfache Konjunkturkrise”, erklärte ZEW-Forscher Friedrich Heinemann. Die Pandemie werde den Strukturwandel in Richtung der digitalen Ökonomie nun rasch beschleunigen. Angesichts dessen dürfe die deutsche Politik keine “chancenlose Konservierungspolitik mit Subventionierung der Vor-Corona-Welt” betreiben. Vorsichtig optimistisch zeigte sich das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. IMK-Direktor Sebastian Dullien rechnet nach eigenen Angaben bereits im laufenden dritten Quartal mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts, wie ihn die deutsche Wirtschaft seit den 70er Jahren nicht erlebt habe. “Allerdings darf die absehbare Erholung nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch länger dauern wird, bis sich die deutsche Wirtschaft von dem Corona-Schock erholt.” Die Chefvolkswirtin der staatlichen Förderbank KfW, Fritzi Köhler-Geib, warnte vor übertriebenen Erwartungen an einen Aufschwung. “Nach der zunächst fast mechanischen Erholung durch die Angebotsseite dürfte das Aufholtempo dann aber bald wieder nachlassen”, erklärte sie. “Insbesondere die exportorientierte Industrie muss angesichts der global weiterhin hohen Infektionsdynamik mit viel Gegenwind rechnen.” Eine gemischte Bilanz zog auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). “Die gute Nachricht: Der Tiefpunkt der Krise liegt hinter uns, es geht seit Mai wieder aufwärts”, erklärte Konjunkturchef Stefan Kooths. “Die schlechte Nachricht: Die Krise ist längst nicht ausgestanden, und die Folgen wird Deutschland noch lange spüren.”

Deutschland erlebt dramatischste Rezession seit Weltkrieg

Wegen der Corona-Krise muss die AUA-Konzernmutter Lufthansa immer mehr Jets vorübergehend abstellen. Allein an den Drehkreuzen Frankfurt (54) und München (77) waren am Donnerstag mehr als 130 Maschinen geparkt, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mitteilte. Auf der seit Montag eigens gesperrten Landebahn Nordwest in Frankfurt ist aber noch Platz: Von den etwa 40 Stellplätzen dort war noch nicht die Hälfte belegt. Wegen der geringen Nachfrage fährt der Luftverkehrskonzern das Angebot seiner Fluggesellschaften immer weiter herunter. Im Moment werden einige Jets auch noch für die Touristen-Rückholaktion der deutschen Bundesregierung benötigt, so dass in den kommenden Tagen die Zahl der abgestellten Flugzeuge noch steigen wird. Lufthansa hat angekündigt, von den rund 760 Flugzeugen ihrer Konzernflotte etwa 700 abzustellen und erst bei steigendem Bedarf wieder zu aktivieren. Dazu werden auch andere Flughäfen beispielsweise in Zürich, Wien, Hannover, Stuttgart, Köln und Berlin genutzt.

Lufthansa parkt immer mehr Jets an Flughäfen