Attentäter war 20 und einschlägig vorbestraft

Merken
Attentäter war 20 und einschlägig vorbestraft

Jener Terrorist, der Montagabend in der Wiener Innenstadt erschossen wurde, ist identifiziert. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bestätigte Medienberichte, wonach es sich um einen IS-Sympathisanten gehandelt hat. Weitere Details etwa zur Herkunft und Alter des Täters wollte die Polizei Dienstagfrüh nicht verraten. Der Attentäter soll allerdings Anfang 20 und einschlägig vorbestraft gewesen sein.

Ob es sich bei dem getöteten Attentäter um einen Einzeltäter gehandelt hat oder Komplizen noch auf der Flucht sind, ist noch immer nicht ganz geklärt. Die Behörden gehen nach wie vor davon aus, dass mehrere Attentäter an dem Angriff beteiligt waren und hielten ihre Warnungen, zu Hause zu bleiben und insbesondere die Innenstadt zu meiden, aufrecht. Die Identität des erschossenen Attentäters wurde bei einer Pressekonferenz im Innenministerium Dienstagfrüh aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgegeben. Sein Umfeld werde durchleuchtet, hieß es.

Der mit einem automatischen Sturmgewehr, einer Pistole und einer Machete bewaffnete Mann trug dem Innenminister zufolge auch eine Attrappe eines Sprengstoffgürtels. Der Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, berichtete, dass noch in der Nacht seine Wohnung mit Sprengstoff geöffnet wurde und eine Hausdurchsuchung durchgeführt wurde

Tat auf Instagram angekündigt?

Die deutsche “Bild”-Zeitung berichtete – mit einem verpixelten Foto -, dass der wahrscheinliche Haupttäter ein IS-Anhänger sei. Er habe die Tat am Montag auf Instagram angekündigt. Das konnte von der Polizei jedoch nicht bestätigt werden.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

In Großbritannien ist ein fünfjähriges Kind an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Dies teilte am Samstag die staatliche Gesundheitsbehörde mit. Die Familie des Kindes habe darum gebeten, dass keine weiteren Einzelheiten bekanntgegeben werden. Bisher war das jüngste Todesopfer in Großbritannien ein 13-jähriger Jugendlicher.

Fünfjähriges Kind starb in Großbritannien an Infektion

Die britische “The Sun” will in Erfahrung gebracht haben, dass Cherry Seaborn sich bereits im dritten Schwangerschafts-Trimester befindet. Das Paar hat sich nach Suffolk aufs Land zurückgezogen. Auffällig: Sheeran hatte sich schon im Herbst 2019, also lange vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, eine längere Pause vom Musikgeschäft verordnet. Seine Pause könne natürlich auch mit seiner baldigen Vaterschaft zusammenhängen.Die “Sun” zitiert eine anonyme Quelle: “Der Lockdown war die perfekte Ausrede, um nicht zu viel unterwegs zu sein, aber nun haben sie es auch Freunden und Familie erzählt.” Das Paar befindet sich in Framlingam, das von den Einheimischen “Sheeranville” genannt wird, nachdem der Musiker (der dort seine Jugend verbrachte) sich dort gleich mehrere Immobilien gekauft hat. Sheeran und Seaborn sind seit Jänner 2019 verheiratet.

Baby-Gerüchte um Ed Sheeran

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, will Anfang August seine Stellvertreterin für den Fall eines Wahlsiegs auswählen. Er werde in der ersten August-Woche eine Entscheidung treffen, sagte Biden am Dienstag (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt in Wilmington im Bundesstaat Delaware. Biden hatte bereits im März erklärt, eine Frau zur Vizepräsidentin machen zu wollen, sollte er gewählt werden. Gehandelt werden zahlreiche Kandidatinnen, von denen aus Sicht von US-Medien einige besonders gute Chancen haben. Dazu gehören die US-Senatorinnen Kamala Harris und Elizabeth Warren, die sich wie Biden um die Präsidentschaftskandidatur beworben hatten. Zunehmend Beachtung wurde zuletzt auch der Senatorin und Irak-Veteranin Tammy Duckworth und der damaligen Nationalen Sicherheitsberaterin von Barack Obama, Susan Rice, geschenkt. Es gibt Forderungen danach, dass Biden eine nicht-weiße Frau zu seiner “Running Mate” macht – nicht nur angesichts der landesweiten Debatte über Rassismus. Biden erfreut sich bei afroamerikanischen Wählern großer Beliebtheit. Für den Demokraten könnte es jedoch entscheidend sein, wie motiviert schwarze Wähler sind: Wenn sie schlicht nicht abstimmen, sondern zu Hause bleiben, dürfte ein Wahlsieg für Biden nochmals schwerer zu erreichen sein. Der Wahl der Vize-Kandidatin kommt schon alleine wegen Bidens hohen Alters eine große Bedeutung zu: Er feiert kurz nach der Wahl seinen 78. Geburtstag. Es wird erwartet, dass er nur für eine Amtszeit zur Verfügung stehen würde. Biden war selbst Vizepräsident unter Obama. US-Präsident Donald Trump will erneut mit seinem bisherigen Vize Mike Pence in die Wahl ziehen und sich eine zweite Amtszeit sichern.

Biden will Anfang August seine "Running Mate" auswählen

Die Zahl der aktuell am neuartigen Coronavirus Erkrankten in Österreich ist den vierten Tag in Folge gesunken, diesmal um 3,4 Prozent auf 8.043Fälle. Seit Montag galten 583 zusätzliche Personen als genesen, gegenüber 332 Neuinfektionen. Die Zahl der bestätigten SARS-CoV-2-Infektionen lag Dienstagfrüh bei insgesamt 12.332, 4.046 Betroffene waren wieder gesund, 243 Patienten gestorben.

Wieder deutlich mehr Genesene als Neuinfektionen

Angesichts des Coronavirus-Notstands werden alle italienische Schüler unabhängig von ihren Noten in die nächste Klasse aufsteigen. Dies wurde von der Regierung am Montag im Rahmen einer Verordnung verabschiedet. Schulen, Kindergärten und Universitäten sind in Italien seit dem 5. März geschlossen. Öffnen die Schulen bis zum 18. Mai wieder, soll die für 17. Juni angesetzte Italienisch-Zentralmatura wie geplant abgehalten werden. Diese Prüfung ist die einzige, die auf gesamtstaatlicher Ebene zeitgleich stattfindet. Die vom jeweiligen Schultyp abhängigen weiteren Prüfungen würden dann nur von internen Kommissionen organisiert, die sonst vorgesehenen externen Mitglieder gestrichen.

Alle Schüler in Italien steigen in höhere Klasse auf

Eine Taufe in Tirol oder ein Almabtrieb in Kärnten: Zwei anschauliche Fallbeispiele von Ansteckung mit dem Coronavirus in der Kalenderwoche 40, vorgestellt hat sie der Vorsitzende der Corona-Kommission, Ulrich Herzog, am Freitag bei der Ampel-Pressekonferenz. Sie stammen aus der neuen Cluster-Analyse der AGES, die wesentlich zur Bewertung der Kommission beiträgt und die weiterhin den Haushalt als Ansteckungsherd Nummer eins mit fast 60 Prozent der Fälle aufzeigt. “Die Schule als Ansteckungsort stimmt nicht”, stellte Herzog fest. Bildungscluster würden zwar zunehmen, so Herzog, jedoch wären es Lehrer, Pädagogen oder Betreuer, die das SARS-CoV-2-Virus mitbringen. Die Zahlen der Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) für die Kalenderwoche 40 – (28. September bis 4. Oktober) – zeigen 430 Cluster mit 1.573 identifizierten Fällen, jedoch nur 14 Cluster mit 71 Fällen (4,5 Prozent) findet man unter dem Setting Bildung. Mit 252 Clustern sind hingegen fast 60 Prozent dem Haushalt zugeordnet, mit 709 liegt der Anteil der Fälle bei rund 45 Prozent. In den Bereich Freizeit fielen 87 Cluster, sie machten 20,2 Prozent der Cluster aus mit insgesamt 374 Fälle. Auf dem dritten Platz landete in der aktuellen Analyse der Bereich Arbeit. 29 Cluster wurden hier identifiziert (6,7 Prozent aller Cluster), insgesamt gab es 155 SARS-CoV-2-Fälle mit Bezug zur Arbeit. Die Sinnhaftigkeit der Clusterfindung ergibt sich in der dadurch erleichterten Eindämmung der Virusausbreitung und zur Einschätzung der epidemiologischen Entwicklung der SARS-CoV2-Infektion. Die Clusteranalysen wirken sich nicht nur auf die Corona-Ampel, sondern auch auf die Maßnahmen im regionalen Bereich aus, wie Herzog weiter ausführte. So sind gibt bei den aktuellen Beispielen etwa ein freundschaftliches Fußballmatch im Burgenland mit einem slowakischen Verein als Gast, einer davon war infiziert, aber noch ohne Anzeichen einer Erkrankung (präsymptomatische Phase). Die Ansteckung erfolgte nach dem Spiel: Beim geselligen Beisammensein infizierten sich fünf der Gastgeber – einer der Spieler steckte in Folge drei Familienmitglieder an. Dieses und andere Beispiele würden der Bevölkerung auch zeigen, wo und wie Ansteckungen passieren. Klare Sicherheitskonzepte wichtig “Bei großen, organisierten Veranstaltungen kommt es kaum zu Infektionen, da hier klare Sicherheitskonzepte vorliegen”, erläuterte Herzog. Der Fall hatte jedenfalls folgen, auf der Webseite der Corona-Ampel findet sich unter “zusätzliche Maßnahmen” eine Ergänzung für den Bezirk Neusiedl am See, der seit diesem Mittwoch gilt: “Bei Sportveranstaltungen dürfen Sportplatzkantinen Speisen und Getränke nur ins Freie abgeben, Kantinenfremde dürfen Sportplatzkantinen bei Sportveranstaltungen nicht betreten. Die Kantine ist mit Ende des Spiels zu schließen”. Die Clusteranalyse ist ein maßgebliches Tool für die Corona-Kommission, definiert ist ein Cluster laut WHO durch eine Häufung an Fällen nach Zeit oder Ort beziehungsweise eine Häufung von Fällen, die sich durch eine gemeinsame Exposition auszeichnen, beispielsweise eine gemeinsame Reise – die bekannten Reisecluster des Sommers, oder der Besuch einer Freizeitveranstaltung, wie der genannte Almabtrieb. Je nach seiner Herkunft wirkt sich ein Cluster in seiner Gewichtung auf die Empfehlung der Corona-Kommission zur Schaltung der Ampel aus, so ist die Gewichtung eines Falles mit Reiseassoziation geringer, da die Herkunft nicht lokal ist. Im Manual zur Ampel finden sich jeweils Korrekturfaktoren, die bei der Beurteilung der Regionen von den rohen 7-Tages-Fall-Zahlen zu den ausschlaggebenden “risikoadjustierten” Fallzahlen führen. So wurden aus den 62 pro 100.000 aus Kalenderwoche 40 aufgrund diverser “Risikoabschläge” schließlich 42, wie aus dem aktuellen Arbeitsdokument hervorgeht. Ebenfalls in die Bewertung fließt ein, ob ein Fall asymptomatisch ist, oder nicht, ersteres bedeutet einen Korrekturfaktor von 0,5. Die Frage “wie gehen wir damit um?”, wird in Zukunft noch zu stellen sein, sagte der Kommissionsvorsitzende, denn noch fehle die wissenschaftliche Evidenz zur Feststellung, ob ein solcher Fall tatsächlich nicht infektiös ist. Das sei etwa laut einer aktuellen Kohortenstudie bei Kindern unter 15 Jahren oft der Fall ist, so Herzog. Ebenfalls kann sich aber ein asymptomatischer Fall auch in einer präsymptomatischen Phase befinden, als einem Zeitpunkt, bevor der Patient ansteckend für andere wird. Asymptotische Fälle gab es in Kalenderwoche 40 mit einem Anteil von 26 Prozent in Österreich – in den einzelnen Bundesländer reichen die Werte von zwölf in Vorarlberg bis 44 im Burgenland. Das liege auch im Zusammenhang mit der Testintensität vor allem bei der Nachverfolgung von Kategorie 1-Kontaktperson, also jenen, die einen engen Kontakt mit Infizierten hatten. So sei etwa bei größeren Clustern, etwa in Unternehmen, der Anteil der asymptomatischen wesentlich höher, erläuterte Herzog.

Clusteranalysen: Haushalte bleiben Hauptansteckungsherd