Auch Ärzte haben Anspruch auf Nothilfepaket

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Auch Ärzte haben Anspruch auf Nothilfepaket

Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres hat angesichts der Umsatzeinbußen von Ärzten wegen des Frequenzrückgangs bei Patienten klargestellt, dass auch Ärzte Anspruch auf Unterstützung aus dem Corona-Hilfspaket der Regierung haben. “Ärztinnen und Ärzte sind Teil dieser Nothilfe”, sagte er am Montag im Ö1-Morgenjournal. Er “gehe davon aus, dass man diese Umsatzeinbrüche abfangen und abfedern wird.”

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Die Zahl der Asylanträge in Europa ist im April angesichts der Grenzschließungen wegen der Coronapandemie auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahrzehnt gefallen. Einer Statistik des Europäischen Asylhilfsbüros zufolge wurden im April noch 8.730 Anträge gestellt. Dies ist ein Rückgang von 86 Prozent gegenüber Februar, als bei den Behörden noch 61.421 Asylgesuche eingingen. Die EU hatte wegen der Ausbreitung des Coronavirus im März ihre Außengrenzen geschlossen. Viele der 27 Mitgliedstaaten setzten auch die Registrierung von Asylanträgen aus. “Es ist klar, dass der Zugang potenzieller Asylbewerber in den vergangenen Monaten massiv eingeschränkt war, vor allem zu Beginn”, sagte die Chefin der EU-Behörde, Nina Gregori, den Medien gegenüber. “Die Situation der Asylbedürftigen ist seither zweifellos sehr herausfordernd. Während sie ohnehin schon auf der Flucht vor Gewalt und Verfolgung sind, hat die Covid-19-Krise ihre Lage sicher noch verschlimmert.” Die meisten Asylanträge im April kamen von Syrern, gefolgt von Afghanen, Venezolanern und Kolumbianern.

Asylanträge in EU auf tiefstem Stand seit Jahren

Die Stunden vor der zu erwartenden Verkündung eines neuerlichen Lockdowns ab Dienstag haben viele Österreicher zum Lebensmitteleinkauf genutzt. “Hamsterkäufe gibt es aber keine”, berichteten auf APA-Anfrage die Sprecherinnen von Spar, Rewe und Lidl. Die Nachfrage war allerdings größer als einem üblichen Samstag, hieß es. “Der heutige Tag ist verglichen zu einem normalen Samstag stärker”, sagte Nicole Berkmann (Spar, Eurospar, Interspar). Auch ihr Rewe-Pendent (Billa, Merkur, Adeg, Penny), Ines Schurin, sprach von einem “starken Einkaufssamstag, aber nichts Ungewöhnlichem. Es ist keine Wiederholung des 13. März.” Damals war es österreichweit zu Hamsterkäufen gekommen, da erstmals ein Lockdown verkündet worden war. “Wie verzeichnen derzeit deutlich höhere Absätze. Hamsterkäufe wie im März sind aber nicht zu beobachten”, hieß es auch von Lidl-Sprecher Simon Lindenthaler. Bereits gestern hatten alle Handelsketten, auch Hofer, gegenüber der APA klargemacht, dass sie für eine höhere Kundennachfrage aufgrund der erwarteten Verschärfungen der Corona-Maßnahmen vorbereitet sind. Die Lager seien voll.

Großer Andrang in Supermärkten - aber diesmal "keine Hamsterkäufe"

Mit dem Ende des Lockdowns in Italien ruft die Regierung in Rom die EU-Länder zur Aufhebung der Reisebeschränkungen und zum Neustart des Tourismus auf. “Nach dieser Phase der Epidemie, müssen alle EU-Länder ihre Grenzen neu öffnen und Regeln teilen, damit die Touristen in diesem Sommer in Sicherheit reisen können“, sagte der italienische Außenminister Luigi Di Maio in einer Videobotschaft. In seinem Appell nach einem Treffen in Videokonferenz mit Vertretern von acht EU-Ländern, darunter Österreich und Deutschland, erklärte Di Maio am Montag, dass Italien bereit sei, ausländische Touristen wieder zu empfangen. Di Maio begrüßte die Aussagen seines deutschen Amtskollegen Heiko Maas, wonach es zu keinen bilateralen Abkommen unter EU-Mitgliedstaaten zur Regelung der Tourismusströme im Sommer kommen wird.

Italien ruft zu Aufhebung der Reisebeschränkungen auf

Die USA wünschen sich Österreich als Teil ihrer Anti-China-Allianz “Clean Network”. “Wir hätten es natürlich gerne, wenn sich Österreich dem Clean Network anschlösse”, sagte der US-Außenstaatssekretär Keith Krach im APA-Interview. Es gehe darum, die Ausbreitung des chinesischen “Überwachungsstaates” zu verhindern, dessen “Rückgrat” der Netzwerkausrüster Huawei sei. Peking sei mit Großzügigkeit nicht zu begegnen. “Bitte lernt aus den Fehlern der USA”, mahnte er. “Wir wissen schon ein bisschen was. Wir haben alles versucht, waren nett und großzügig”, sagte der frühere Spitzenmanager. Doch Peking habe Industriespionage betrieben und Vereinbarungen nur gehalten, wenn ihm das ins Konzept passte. “Jetzt glauben wir, dass man ihnen nur mit Stärke begegnen kann.” Nun suche China eine “parasitäre” Beziehung mit Europa. “Länder wie Österreich oder Deutschland sind eine Trophäe für sie”, sagte er mit Blick auf die “unglaubliche intellektuelle Feuerkraft” auch österreichischer Unternehmen. Das Netzwerk, dem sich bereits 30 Staaten und 40 Unternehmen angeschlossen hätten, solle auch Vergeltungsaktionen durch China vorbeugen. “Sie können nicht an jedem Land und jedem Unternehmen gleichzeitig Vergeltung üben”, sagte Krach. Daher sei “Solidarität und Einigkeit” so wichtig. “Die meisten Menschen haben schon die Erfahrung des Mobbings gemacht. Wenn man sich einem Mobber entgegenstellt, macht er einen Rückzieher. Vor allem dann, wenn man Freunde an seiner Seite hat, und das tun wir.” Der für Wirtschaft zuständige Stellvertreter von US-Außenminister Mike Pompeo machte am Donnerstag im Rahmen einer Europatour in Wien Station, wo er auch Telekommunikationsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) traf. Insgesamt stehen acht Staaten auf dem Reiseplan, darunter Deutschland, Belgien und Spanien. Dem “Clean Network” hätten sich bereits Staaten wie Frankreich, Großbritannien, Japan oder Australien dem Netzwerk angeschlossen, berichtete Krach im APA-Gespräch. Er betonte, dass es unterschiedliche Arten gebe, sich zu engagieren. In Luxemburg seien etwa die drei Mobilfunkanbieter dabei, in anderen Ländern seien Gesetzesbeschlüsse gegen “nicht vertrauenswürdige Anbieter” erfolgt. Die Frage vertrauenswürdiger Kommunikationskanäle und ihrer Technologie sei “die größte Frage, viel größer als TikTok”, sagte Krach mit Blick auf das aktuelle Justizgezerre um die App. Social-Media-Plattformen wie TikTok und WeChat sowie der Netzwerkausrüster Huawei seien “Werkzeuge”, mit denen China sein “große Firewall” genanntes Zensursystem in den Westen ausweiten wolle. “Sie bauen einen Überwachungsstaat nach dem Muster von Orwells 1984 auf”, verwies Krach auf das umstrittene Konzept der “Sozialkredite”. Auch Ausländer wie österreichische Unternehmen und Bürger seien davon betroffen, warnte der Spitzendiplomat. “Jeder europäische Politiker, den ich getroffen habe, versteht, dass die chinesische Kommunistische Partei die größte existenzielle Bedrohung dieses Jahrhunderts ist”, sagte Krach. Neben Wirtschaft und Demokratie sei sogar die akademische Freiheit bedroht, verwies Krach darauf, dass US-Eliteuniversitäten wie Harvard bereits Studenten schützen müssten, die an Vorlesungen teilnähmen “über einen Teil der chinesischen Geschichte, der der chinesischen Kommunistischen Partei nicht gefällt”. “Das ist ein erstes Warnsignal. Die Ausdehnung der großen Firewall in die Demokratie hat begonnen.” Der frühere Vizechef des Automobilriesen General Motors ließ in diesem Zusammenhang auch mit Demokratiepessismus aufhorchen. “In meiner Zeit in der Regierung habe ich gelernt, dass Demokratie ein Experiment ist”, sagte Krach. “Ich habe gelernt, dass man jeden Tag für sie kämpfen muss, weil sie den Naturgesetzen, der natürlichen Ordnung zuwiderläuft. Die natürliche Ordnung ist der schlechte König, der Kaiser, der Diktator.” Zur US-Innenpolitik wollte sich Krach nicht äußern, weil ihm das gesetzlich untersagt ist. Auf die Frage, warum US-Präsident Donald Trump die Wahl gewinnen werde, ging er dennoch ein, indem er auf die Ergebnisse von Trumps Politik verwies. “Vor Covid war die Wirtschaftslage die vielleicht beste in der Geschichte der Vereinigten Staaten”, sagte er mit Blick auf “unglaubliche” Wachstums- und Beschäftigungszahlen, auch bei Frauen und Angehörigen von Minderheiten. Trump sei “auch der erste Präsident seit langer Zeit gewesen, der sich China entgegen gestellt und auf sein Mobbing hingewiesen hat”, sagte der aus dem Swing State Ohio stammende Ex-Topmanager. Seiner Herkunft als “einfacher Typ aus Ohio” und seiner “politisch neutralen” Tätigkeit aus Unternehmer schreibt Krach auch zu, dass ihn der sonst so zerstrittene US-Senat im Jahr 2017 einmütig zum Staatssekretär bestellte. Dieser rare Konsens zeigt sich auch beim Thema, das Krach vorrangig bearbeitet. “Das Thema China ist jenes, das die beiden Parteien am stärksten zusammenschweißt”, sagte er. “Wenn sich Demokraten und Republikaner dazu äußern, kann man sie nicht auseinanderhalten. Das zeigt, dass diese Sache jedenfalls weiter präsent bleiben wird”, beantwortete er die Frage, ob sich die US-China-Politik unter einem Präsidenten Joe Biden ändern werde.

USA: Österreich soll sich Anti-China-Allianz anschließen

Die Coronavirus-Sterblichkeitsrate bei Kindern ist laut einer europaweiten Studie sehr gering. Weniger als ein Prozent der infizierten Kinder und Jugendlichen sterben an den Folgen der Infektion, geht aus der von der Fachzeitschrift “The Lancet Child & Adolescent Health” veröffentlichten Untersuchung hervor. Bei der großen Mehrheit der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Kinder und Jugendlichen nehme die Erkrankung nur einen “milden” Verlauf, erklärte der Leiter der Studie, Marc Tebruegge vom University College London. Für die Untersuchung hatte das europäische Forscherteam die Krankheitsverläufe von 582 Minderjährigen im Alter zwischen drei und 18 Jahren ausgewertet, die in 82 Gesundheitseinrichtungen versorgt worden waren. Alle diese Kinder und Jugendlichen waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nur vier von ihnen starben. Zwei hatten Vorerkrankungen. In acht Prozent der Fälle nahm die von dem Virus ausgelöste Atemwegserkrankung Covid-19 einen schwereren Verlauf, der eine Intensivbehandlung erforderlich machte. Dies sei zwar ein geringer, aber dennoch “bemerkenswerter” Anteil, erklärte Tebruegge. 16 Prozent der Minderjährigen hatten hingegen gar keine Symptome. Die niedrige Sterblichkeitsrate hat offenbar unter anderem damit zu tun, dass Vorerkrankungen unter Minderjährigen deutlich seltener sind als bei Erwachsenen. Nur ein Viertel der Kinder und Jugendlichen aus der Studie hatte Vorerkrankungen. Die Forscher gehen im Übrigen davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit bei Kindern und Jugendlichen, an der Coronavirus-Infektion zu sterben, noch niedriger ist als in ihrer Untersuchung gemessen. Es sei davon auszugehen, dass mit dem Virus infizierte Kinder mit nur mildem Krankheitsverlauf häufig nicht in Krankenhäuser oder andere Gesundheitseinrichtungen gebracht würden. Dieser Anteil von Infizierten sei in der Studie nicht erfasst.

Nur wenige Kinder sterben an Corona-Infektion