Auch Linz überlegt Verzicht auf Schanigartengebühren

Merken
Auch Linz überlegt Verzicht auf Schanigartengebühren

Der Linzer Vize-Bürgermeister und Wirtschaftsreferent Bernhard Baier (ÖVP) will den Wirten in der oberösterreichischen Landeshauptstadt nach Wiener Vorbild die Schanigartengebühr heuer erlassen. Wels hat das bereits getan und will nun die “größte Gastrozone Österreichs” in der Innenstadt schaffen.

In Linz gebe es 280 Gastgärten, 160 davon im Zentrum, rechnete Baier vor. Der Quadratmeter koste den Gastronomen zwischen 19 und 32 Euro pro Saison. Die Stadt nehme dadurch im Jahr rund 120.000 Euro ein. “Diesen Betrag müssen uns unsere von der Corona-Krise schwer getroffenen Wirte wert sein”, findet er. Wenn man auf dieses Geld verzichte, könne man den Wirtshäusern “ohne viel Bürokratie” unter die Arme greifen. Baier plädiert zudem dafür – dort, wo es möglich ist -, die unbürokratische Vergrößerung der Schanigärten zu ermöglichen, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Derzeit ist die Fläche auf die Breite des Geschäftslokals begrenzt.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Im Ballungsraum Paris spitzt sich die Lage angesichts der Corona-Krise in den Krankenhäusern zu. “Wir hatten eine äußerst schwierige Nacht, da wir tatsächlich am Ende unserer Krankenhauskapazitäten sind”, sagte Aurelien Rousseau, Direktorin der regionalen Gesundheitsbehörde Ile de France, Mittwochfrüh dem Sender Franceinfo.

Spitäler in Paris sind überlastet

Am Krampustag, 5. Dezember poltern die Schleißheimer Perchten um 17.00 Uhr durch das max.center

Schleißheimer Perchten am 5. Dezember im max.center!

Experten hatten davor gewarnt. Seit Jahren immer wieder. Nun ist er da, der nächste weltumspannende Seuchenerreger. Und das mit solcher Macht, dass viele Staatschefs von einem “Krieg” sprechen. Seit etwa drei Monaten breitet sich das neuartige Coronavirus aus – und noch stehen wir am Anfang der Pandemie. “Wir sind im Pandemie-Marathon bei Kilometer zwei von 42“, sagt der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg. “China ist etwa bei Kilometer zehn.” Dass ein winziger Partikel menschliche Gesellschaften auszuhebeln vermag, können viele noch immer kaum fassen. “Seuchen sind historisch der Normalzustand”, betont Karl-Heinz Leven vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Erlangen-Nürnberg. Gegenwärtig gelte die Strategie “Hammer und Tanz” in Fachkreisen als effektivste, sagt Alena Buyx vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der TU München. Am Anfang stünden drastische Maßnahmen, um den Anstieg zu verlangsamen. Anschließend folge der sogenannte Tanz – eine Phase, in der man schrittweise zu normaleren Verhaltensweisen zurückkehre. Der Effekt von Maßnahmen werde jeweils nach zehn bis 14 Tagen bei den Fallzahlen sichtbar, erläutert Schmidt-Chanasit. “Man wird als erstes die Stellschrauben lockern, die entscheidend für die Versorgungssicherheit sind.” Dazu zähle die Öffnung von Schulen und Kitas. “Ganz ganz zum Schluss kommen der Fußball und andere Spaßveranstaltungen.” Das Zurückfahren des weltweiten Lockdowns könnte sich über lange Zeit erstrecken. “Solange nicht ein großer Teil der Bevölkerung immun ist, kann sich das Virus ja nach wie vor ausbreiten”, sagt Mirjam Kretzschmar von der Universitätsmedizin Utrecht. “Sobald die Maßnahmen gelockert sind, geht die Reproduktionszahl wieder auf den ursprünglichen Wert zurück und die Ausbreitung verläuft wie vor den Maßnahmen. Das ändert sich erst, wenn ein substanzieller Teil der Bevölkerung immun geworden ist.” Ausblick auf die nächsten Wochen Die für ein natürliches Abflauen nötige Durchseuchung von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung werde nicht in diesem Jahr erreicht, sagt Schmidt-Chanasit. Umso wichtiger ist, die medizinische Infrastruktur rasch auszubauen – etwa mit mehr Intensivbetten und Beatmungsgeräten. Denn die Strategie “Hammer und Tanz” mag vor einer Überlastung der Gesundheitssysteme schützen, hat auf Dauer aber immense soziale und ökonomische Folgen. Obwohl scharfe Maßnahmen wie Ausgangsverbote in vielen Ländern erst seit Tagen gelten, mehren sich kritische Stimmen. “Die Rettung von Menschenleben geschieht zu einem hohen wirtschaftlichen Preis”, sagt Philipp Osten vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin am Hamburger Universitätsklinikum UKE. Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte bekannt ist, meinen Fachleute. Das wiederum könne die Zahl der Todesfälle im Zuge von Depressionen, Verarmung, sozialen Verwerfungen, häuslicher Gewalt oder auch Herzinfarkten steigen lassen, fürchten Experten. Auch die derzeit aufgeschobenen OPs sind ein Faktor. “Die Maßnahmen gegen Corona dürfen nicht mehr Menschenleben kosten als Corona selbst”, sagt Schmidt-Chanasit. “Da ist ein vernünftiges Augenmaß wichtig.”

Ein Experiment mit fast acht Milliarden Menschen

Tödlich endete Montagnachmittag ein schwerer Forstunfall in Gunskirchen (Bezirk Wels-Land). Ein Mann zog sich offenbar eine tödliche Schnittverletzung zu.

Tödlicher Forstunfall in Gunskirchen