Auch Linz überlegt Verzicht auf Schanigartengebühren

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Auch Linz überlegt Verzicht auf Schanigartengebühren

Der Linzer Vize-Bürgermeister und Wirtschaftsreferent Bernhard Baier (ÖVP) will den Wirten in der oberösterreichischen Landeshauptstadt nach Wiener Vorbild die Schanigartengebühr heuer erlassen. Wels hat das bereits getan und will nun die “größte Gastrozone Österreichs” in der Innenstadt schaffen.

In Linz gebe es 280 Gastgärten, 160 davon im Zentrum, rechnete Baier vor. Der Quadratmeter koste den Gastronomen zwischen 19 und 32 Euro pro Saison. Die Stadt nehme dadurch im Jahr rund 120.000 Euro ein. “Diesen Betrag müssen uns unsere von der Corona-Krise schwer getroffenen Wirte wert sein”, findet er. Wenn man auf dieses Geld verzichte, könne man den Wirtshäusern “ohne viel Bürokratie” unter die Arme greifen. Baier plädiert zudem dafür – dort, wo es möglich ist -, die unbürokratische Vergrößerung der Schanigärten zu ermöglichen, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Derzeit ist die Fläche auf die Breite des Geschäftslokals begrenzt.

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