Auch zu Weihnachten keine große Papstmesse

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Auch zu Weihnachten keine große Papstmesse

Stille Nacht im Vatikan: Wegen der Corona-Pandemie feiert Papst Franziskus die traditionelle Christmette in privater Form. Das geht laut Kathpress aus einer Verbalnote hervor, die vom vatikanischen Staatssekretariat an die Botschafter beim Heiligen Stuhl versendet wurde.

Inwieweit Gläubige an dem Gottesdienst am Heiligen Abend via Fernsehen oder Internet teilnehmen können, war vom Büro für die päpstlichen Zeremonien und beim vatikanischen Presseamt am Dienstag zunächst nicht zu erfahren.

Bereits zu Ostern hatte der Papst angesichts der Corona-Krise die sonst von Zehntausenden besuchten Gottesdienste im Vatikan nur mit wenigen Geistlichen, Ordensfrauen und Mitarbeitern gefeiert. Den Segen “Urbi et orbi” erteilte Franziskus im leeren Petersdom. Gläubige weltweit verfolgten die Osterfeierlichkeiten über TV-Sender, Radiostationen und Livestreams im Internet.

Üblicherweise hält der Papst auch zu Weihnachten am 25. Dezember eine Ansprache von der Mittelloggia des Petersdoms und spendet den Segen “für die Stadt und den Erdkreis”.

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Die EU hat den Weg für die österreichische Staatshilfe im Volumen von 150 Millionen Euro an die Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) freigemacht. Die Europäische Kommission habe nach Prüfung des Sachverhalts festgestellt, dass ein nachrangiges – in einen (nicht rückzahlbaren) Zuschuss wandelbares – Darlehen mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang stehe, hieß es Montagabend. Mit der Maßnahme solle die österreichische Lufthansa-Tochter AUA teilweise für die durch den Coronavirus-Ausbruch erlittenen Einbußen entschädigt werden, teilte die Europäische Kommission mit. Die Luftverkehrsbranche sei vom Ausbruch von COVID-19 “besonders hart getroffen”. “Wir diskutieren mit den Mitgliedstaaten weiterhin Möglichkeiten zum Schutz dieses wichtigen Teils der Wirtschaft und arbeiten eng mit ihnen zusammen, um im Einklang mit den EU-Vorschriften mögliche Lösungen zu finden”, stellte Vestager in Aussicht. Betriebsverluste nach Reisebeschränkungen Die AUA hat eine Flotte von mehr als 82 Flugzeugen, flog 2019 mehr als 130 Bestimmungsorte weltweit an und beförderte rund 14,7 Millionen Fluggäste von ihrem wichtigsten Knotenpunkt Wien und anderen Flughäfen zu verschiedenen internationalen Zielen. Seit Beginn des Ausbruchs der Coronavirus-Pandemie habe die AUA ihre Dienste stark zurückfahren müssen und deshalb hohe Betriebsverluste verzeichnet. Österreich habe daher bei der Kommission eine Maßnahme angemeldet, um Austrian Airlines zum Teil für die Einbußen zu entschädigen, die der Fluggesellschaft vom 9. März 2020 bis zum 14. Juni 2020 aufgrund der von Österreich und anderen Zielländern getroffenen Eindämmungsmaßnahmen und Reisebeschränkungen entstanden seien. “Überkompensation ausgeschlossen” Die Kommission kann Beihilfen der Mitgliedstaaten zur Entschädigung bestimmter Unternehmen oder Wirtschaftszweige im Falle von Verlusten genehmigen, die direkt auf außergewöhnliche Ereignisse zurückzuführen sind. Die Coronavirus-Pandemie stelle nach Auffassung der Kommission ein solches außergewöhnliches Ereignis dar, da diese beispiellose Situation nicht vorhersehbar gewesen sei und sich erheblich auf die Wirtschaft auswirke, teilte die Europäische Kommission mit. “Folglich sind Sondermaßnahmen der Mitgliedstaaten zum Ausgleich von Einbußen, die auf den Ausbruch zurückzuführen sind, gerechtfertigt.” Das Darlehen werde in einen Zuschuss umgewandelt – allerdings nur nachdem der von einer unabhängigen Prüfungsgesellschaft geprüfte Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2020 bestätige, dass die Beihilfe nicht über die im Bezugszeitraum erlittenen Einbußen hinausgehe. Nach der Prüfung muss Austrian Airline gegebenenfalls die über die tatsächlichen Einbußen hinausgehende öffentliche Unterstützung Österreichs zurückzahlen. “Somit ist eine Überkompensation ausgeschlossen.” Gesamtes AUA-Paket wurde begutachtet Bei der Prüfung der Verhältnismäßigkeit der Maßnahme berücksichtigte die Kommission den Angaben zufolge auch die anderen Maßnahmen, die Austrian Airlines gewährt wurden – eine Eigenkapitalzuführung ihrer deutschen Muttergesellschaft Lufthansa in Höhe von 150 Millionen Euro(dieser Betrag könne aus den 6 Milliarden Euro gezahlt werden, die Deutschland der Deutschen Lufthansa AG im Rahmen einer von der Kommission am 25. Juni 2020 genehmigten Rekapitalisierungsmaßnahme bereitgestellt habe) und ein Darlehen eines Bankenkonsortiums in Höhe von 300 Millionen Euro (samt einer staatlichen Garantie Österreichs im Rahmen einer Regelung, die von der Kommission auf der Grundlage des am 9. Juni 2020 geänderten Befristeten Rahmens bereits am 17. April 2020 genehmigt wurde). Diese Maßnahmen seien getrennt von der heute genehmigten Maßnahme getroffen worden, um die Kapitalstruktur von Austrian Airlines wiederherzustellen, damit das Unternehmen über genügend Liquidität für die Fortsetzung seiner Geschäftstätigkeit während und nach der Krise verfüge und rentabel wirtschaften könne. Der Schaden, den die AUA als direkte Folge der von Österreich und anderen Zielländern verhängten Reisebeschränkungen und Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie entstanden ist, soll damit jedoch “weder ersetzt noch gedeckt” werden. Somit werde mit den heute genehmigten Maßnahmen “nur Schaden ersetzt, der durch keine andere Unterstützung gedeckt ist”, begründete die EU-Kommission ihre Entscheidung. “Die mit 150 Millionen Euro ausgestattete öffentliche Unterstützungsmaßnahme wird es Österreich ermöglichen, Austrian Airlines zum Teil für die Einbußen zu entschädigen, die direkt auf die zur Eindämmung des Coronavirus verhängten Reisebeschränkungen zurückzuführen sind”, erklärte die für Wettbewerbspolitik zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin der EU-Kommission Margrethe Vestager.

EU-Kommission genehmigt Corona-Staatshilfe für AUA

Oberösterreich verzeichnet um 19:30 592 Fälle und ist somit das Bundesland mit den meisten Infizierten.

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Trotz des zunehmenden Drucks vonseiten der EU will der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan weiterhin mit türkischen Erkundungsschiffen nach Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer suchen lassen. Die Türkei werde “Piraten” nicht nachgeben, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara. Die Türkei sei entschlossen, ihre Ansprüche in dem Seegebiet wahrzunehmen. Ankara wolle den Streit aber im Dialog lösen, hielt Erdogan fest. Seit der Entdeckung von Gasvorkommen im Mittelmeer gibt es heftigen Streit zwischen Ankara und Athen um deren Ausbeutung. Griechenland bekommt als EU-Mitgliedsstaat dabei Unterstützung aus Brüssel. Die Türkei sei “zu 100 Prozent” im Recht, sagte Erdogan. “Wenn wir den Piraten nachgeben, können wir künftigen Generationen nicht ins Gesicht sehen”, betonte der Präsident bei einem Besuch einer Produktionsstätte für Solaranlagen in der türkischen Hauptstadt. “Wir können unseren Kinder kein Land überlassen, das nicht in der Lage ist, seine eigenen Rechte zu verteidigen”, sagte er weiter. Erdogan fügte hinzu, die Türkei lasse sich nicht von “kolonialistischen” Mächten belehren und werde “ihre Rechte bis zum Ende verteidigen”. Der Staatschef bezog sich dabei wohl auf die jüngsten Äußerungen Frankreichs. Der NATO-Partner hatte Ankara zuletzt wegen des Vorgehens im östlichen Mittelmeer scharf kritisiert und als Reaktion zwei Kampfflugzeuge und zwei Kriegsschiffe in die Region entsendet, um Griechenland zu unterstützen. Die EU forderte die türkische Regierung auf, ihre Aktivitäten “unverzüglich” einzustellen. Auch Griechenland ist nach eigenen Angaben mit seiner Marine in der Region unterwegs. Dabei sei in der vergangenen Woche bereits zur einer Kollision zwischen einer türkischen Fregatte und der griechischen Marine gekommen, sagte eine griechische Militärquelle am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit zuvor veröffentlichte Presseberichte. Die griechische Zeitung “Kathimerini” veröffentlichte ein Foto, welches das türkische Schiff “Kemal Reis” in einem beschädigten Zustand zeigen soll. Ursache für den Zusammenstoß soll laut dem Medienbericht ein “Manövrierfehler” des türkischen Kapitäns gewesen sein, um das griechische Schiff vom Fahren “abzuhalten”. Seit der Entdeckung reicher Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer erheben neben der Türkei und Griechenland auch die Republik Zypern Anspruch auf die Seegebiete. Athen und Zypern sehen die Erkundungen türkischer Schiffe in ihren Hoheitsgewässern als Verstoß gegen ihre Souveränität. Ankara hingegen besteht darauf, dass der Türkei als Küstenstaat Teile der Gasvorkommen zustehen. “Man muss aufs Äußerste besorgt sein”, sagte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. “Es müssen alle Bemühungen unternommen werden, die Situation zu deeskalieren. Sie ist sehr gefährlich.” Deutschland setze sich dafür ein, dass der 2016 unterbrochene Dialog über strittige Frage der maritimen Grenzziehungen wieder aufgenommen werde. Auch die EU-Regierungen betonten ihre wachsende Besorgnis. “Wir bekräftigen unsere volle Solidarität mit Griechenland und Zypern”, heißt es in einer gemeinsamen EU-Erklärung. “Alle Optionen bleiben auf dem Tisch”, heißt es zudem, ohne dass Details etwa zu möglichen Sanktionen gegen die Türkei genannt werden. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte sich zuvor für eine “volle Solidarität mit Griechenland und Zypern sowie eine klare Reaktion der EU gegenüber der Türkei” ausgesprochen. In einer Stellungnahme betonte Kurz am Mittwoch: “Europa darf nicht wegschauen bei diesen eklatanten Völkerrechts-Verstößen.” Kurz hatte von der EU gefordert, das Vorgehen der Türkei “in aller Schärfe zu verurteilen und konkrete Maßnahmen gegen die Türkei zu setzen. Denn es darf hier nicht nur bei Lippenbekenntnissen bleiben. Ansonsten verliert die EU ihre Glaubwürdigkeit angesichts von Doppelstandards”. Griechenland und die Türkei erheben beide Ansprüche auf Seegebiete im östlichen Mittelmeer, in denen Öl- und Gasvorkommen vermutet werden. Die EU hat die Türkei aufgefordert, Bohrungen in den umstrittenen Gewässern zu stoppen. Kürzlich waren offenbar zwei Kriegsschiffe Griechenlands und der Türkei in der Region kollidiert. Das schürte die Sorge vor einer kriegerischen Auseinandersetzung.

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