Austrian Airlines fliegen wieder nach London

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Austrian Airlines fliegen wieder nach London

Das Landeverbot für Passagierflüge aus Großbritannien ist am Sonntag ausgelaufen. Die Austrian Airlines fliegen daher ab heute, Montag, wieder normal zwischen London und Wien, wie sie in einer Aussendung bekannt gab.Während des Landeverbots war die AUA mit Passagieren nach London, aber ohne Passagiere zurück nach Wien geflogen.

Die AUA nahm am Montag auch ihre Flüge nach Tel Aviv in Israel wieder auf. Flüge nach Israel waren aufgrund der Coronapandemie über einen längeren Zeitraum nicht oder nur stark eingeschränkt möglich. Nachdem der Flughafen Ben Gurion wieder geöffnet ist und die Einreisebeschränkungen gelockert wurden, könne Austrian Airlines die Verbindung wieder aufnehmen, teilte die Lufthansa-Tochter mit.

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Neuhold ist Oberärztin in der 4. Medizinischen Abteilung in der Klinik Favoriten – also in einer der zentralen Coronastationen des Landes. Wie sich die Pandemie entwickeln wird, war damals noch offen. Am Beginn habe man sogar noch vermutet, dass nur ein paar Touristen, die das Virus von einer Reise mitgebracht haben, zu behandeln sein werden. “Dass kurze Zeit später alle Betten belegt sind, und das überall, damit haben wir natürlich nicht gerechnet.” Inzwischen habe man rund 250 Intensivpatienten in der Abteilung behandelt: “Und ganz steil war die Lernkurve ganz am Anfang. Im März 2020, diese ersten Wochen, die waren sehr sehr intensiv.” Es habe auch viele Annahmen gegeben, die zum Teil “auch so richtig falsch waren”. Hier habe man sehr frühzeitig viele Knackpunkte erkannt, erzählte Neuhold. So habe man relativ schnell bemerkt, dass es nicht nötig sei, möglichst viele Menschen zu intubieren, also maschinell zu beatmet. “Das immer sehr rasch zu machen, hat sich als nicht richtig herausgestellt.” Man könne auch mit anderen Beatmungstherapien, also über die Nase mit speziellen Schläuchen oder mit speziellen Masken, die Menschen versorgen. Was nicht bedeute, dass die andere Variante nicht mehr vorkomme: “Natürlich müssen trotzdem viele Menschen intubiert werden.” Inzwischen passiere die Beatmung aber zum Teil schon auf den Normalstationen – was in weiterer Folge verhindern könne, dass Betroffene überhaupt auf die Intensivstation kommen. Das sei neu. Man könne dort inzwischen auch die Sauerstoffsättigung kontinuierlich überwachen: “Die Normalstationen haben ganz schön aufgerüstet.” Zugleich verabreiche man Medikamente, um das Immunsystem, “in eine gewisse Richtung zu bewegen”. Vor allem komme Cortison zum Einsatz, “was anfangs verboten war”, wie Neuhold berichtete: “Man hat gedacht, wenn man Cortison gibt, wird das Virus überhandnehmen.” Aber man habe gesehen, dass viele Patienten in ein Multiorganversagen geraten: “Weil es hier zu einer Entzündungskaskade kommt.” Und dass man diese unterbrechen müsse. Seither verwende man Cortison: “Das ist ein Punkt, den man ebenfalls verstanden hat.” Derzeit werde noch an der Dosis und an Kombinationen mit anderen Substanzen geforscht. Auch Gerinnungsaktivierung sei wichtig, da Patienten oft kleinere Gerinsel entwickeln, erläuterte die Medizinerin. Auch hier wisse man inzwischen, welche Mengen einzusetzen seien. Die Zahlen sprechen für die Methoden: Im März 2020 sind laut Neuhold noch 50 Prozent der Intensivpatienten verstorben, sechs Monate später nur mehr 20 Prozent. Gefährlich seien Ausbruchssituationen, also die rasante Zunahme von Fällen. Dies habe immer Auswirkungen auf die Mortalität, solche seien jedenfalls zu vermeiden, betone sie. Denn man spüre dann den Druck auf die Betten und Stationen. “Das ist schon real, dass die Sterblichkeit dann höher ist. Es werden Therapieentscheidungen dann vielleicht ein bisschen anders gefällt, ohne dass man eine richtige Triage vornimmt.” Das habe man etwa bei großen Ausbrüchen im Vorjahr in New York oder in Großbritannien gesehen, mit Sterblichkeiten bis zu 80 Prozent. “Die Ressourcen sind nun mal enden wollend.” Dass Alter, Übergewicht oder Vorerkrankungen Faktoren sind, die den Verlauf negativ beeinflussen, ist bekannt. Allerdings sei die Infektionen mit dem Coronavirus noch immer der bestimmende Faktor bei Todesfällen. Denn: Hätten die Patienten kein Covid gehabt, wären sie auch nicht gestorben, versicherte die Ärztin. Dass jüngere Menschen ohne Vorerkrankungen sterben, komme ebenfalls vor – wenn auch nur vereinzelt. Die aktuell immer häufiger werdenden Mutationen dürften laut Neuhold keine großen Auswirkungen auf die Art der Behandlung haben: “Nein, wir gehen nicht davon aus, dass sich hier grundlegend was verändert. Wobei ich dazusagen muss, so viel geirrt wie bei Covid habe ich mich auch noch selten, besonders in der Frühphase.” Erste ungünstige Auswirkungen würden sich aber bereits zeigen: “Was wir schon sehen ist, dass wir die Patienten länger nicht losbekommen.” Was wiederum nicht gut sei für die Belegzahl der Intensivstationen, gab sie zu bedenken. Sehr positiv wirke sich hingegen bereits die Impfung aus: “Wir haben viel weniger Pflegeheimpatienten als vorher.” Dies betreffe vor allem die Normalstationen, da Intensivbehandlung laut Neuhold ohnehin oft zu belastend für Pflegeheimbewohner ist. “Einer Intensivtherapie muss man schon gewachsen sein, da braucht es eine Grundrobustheit.” Die Impfung sei früher als erwartet gekommen. “Das freut auch uns natürlich, weil wir alle geimpft sind.” Zwar halte man im Spital noch alle Schutzmaßnahmen aufrecht, aber man gehe davon aus, dass die Impfung hochwirksam sei. “Das ist für unser Gefühl in der Arbeit schon was anderes, im Vergleich zur ersten Woche, wo wir nicht wussten: Werden wir alle sterben?”

Vor einem Jahr starb der erste Corona-Patient

Am Tag, an dem die Regierung Lockerungen des bereits mehr als fünf Wochen dauernden harten Lockdowns bekanntgeben wird, liegt die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden noch immer im vierstelligen Bereich. Seit Sonntag wurden österreichweit 1124 neue Fälle gemeldet. Der Sieben-Tages-Schnitt betrug somit 1400 Neuinfektionen täglich – und somit doppelt so viele, wie als Zielvorgabe für das Ende des harten Lockdowns ausgegeben wurden. 13.997 Menschen waren am Montag bestätigt aktiv infiziert. Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug 110,1 – und war damit ebenso mehr als doppelt so hoch, wie ursprünglich erreicht werden sollte. Auch hier hatte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) mehrfach betont, dass man sich einer 7-Tages-Inzidenz von 50 möglichst annähern wolle. In Summe haben sich in der vergangenen Woche 9799 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Pro 100.000 Einwohner sind bereits 87,4 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. In den vergangenen sieben Tagen kamen 327 Todesfälle hinzu. Den 1.124 Neuinfektionen standen am Montag 1.250 neu genesene Patienten gegenüber. Seit Beginn der Pandemie gab es in Österreich 415.522 positive Testergebnisse, 393.747 Menschen haben sich von einer Infektion wieder erholt. Wieder gestiegen ist die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern.Insgesamt waren es am Montag 1.701 Erkrankte, 25 mehr als am Sonntag. 286 Patienten mussten auf Intensivstationen behandelt werden, 13 weniger als am Vortag.

Noch immer über 1100 Covid-Neuinfektionen an einem Tag

Nachdem die Europäische Arzneimittelagentur EMA die weitere Verwendung des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca empfohlen hat, schloss sich Donnerstagabend Österreichs Nationales Impfgremium an. “In Anlehnung an die Beurteilung der EMA wird empfohlen, das Impfprogramm unverändert fort zu setzen“, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. “Die Vorteile des Impfstoffes bei der Bekämpfung der immer noch weit verbreiteten Bedrohung durch COVID-19 überwiegen weiterhin gegenüber dem Risiko von Nebenwirkungen”, hieß es darin. Es gebe keine Hinweise auf ein Problem in Zusammenhang mit einzelnen Chargen des Impfstoffes oder mit bestimmten Herstellungsstandorten. Der Impfstoff sei nicht mit einem Anstieg des Gesamtrisikos für Blutgerinnsel (thrombo-embolische Ereignisse) verbunden. Bei Frauen unter 55 Jahren bestehe ein Hinweis für ein sehr geringes Risiko (geringer als 1:100.000) einer seltenen Form von Gerinnungsstörungen mit Blutgerinnsel nach der Impfung gegen COVID-19. Darauf solle im Rahmen der Aufklärung vor der Impfung hingewiesen werden. EMA empfiehlt weiterhin AstraZeneca Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat am Donnerstag ihre Empfehlung in Bezug auf die Covid-Schutzimpfung von AstraZeneca bekannt gegeben. Und diese lautet wie folgt: “Wir sind zur klaren wissenschaftlichen Erkenntnis gekommen, dass dies ein sicherer und effektiver Impfstoff ist”, sagte Emer Cooke (EMA Direktorin). Die EMA empfiehlt also, den Impfstoff weiterzuverwenden. Diese Reevaluierung und der neuerliche Sicherheitsbericht des britisch-schwedischen Vakzins war notwendig geworden, nachdem unerwartete mögliche Nebenwirkungen wie Blutgerinnsel in zeitlicher Nähe zur Impfung aufgetreten waren – wir haben hier darüber berichtet. Die Vorteile des Impfstoffs würden die Nachteile klar überwiegen, sagte Cooke. AstraZeneca habe eine Wirksamkeit von zumindest 70 Prozent. Kurz und Anschober sehen Österreichs Weg bestätigt Gesundheitsminister Rudolf Anschober sah einer ersten Reaktion die österreichische Vorgehensweise bestätigt: “Es ist wichtig, dass die EMA heute eine klare Entscheidung getroffen hat: die Fortführung der Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca und entsprechende Anpassungen der Fachinformationen des Impfstoffes sind die Grundaussage. Für mich ist ein gemeinsames europäisches Vorgehen besonders wichtig.” Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte am Rande seines Besuchs in Berlin: Die EMA hat noch einmal bestätigt, dass alle Impfstoffe, die von der EMA zugelassen worden, verwendet werden sollen und insofern bestätigt das auch den Weg den die österreichischen Experten ohnehin schon eingeschlagen haben.” Was bedeutet die Empfehlung der EMA? Was bedeutet diese Entscheidung nun für die allgemeine Bevölkerung? Die grundsätzliche Sicherheit des Impfstoffs wurde durch die EMA bestätigt, die schweren Blutgerinnungsstörungen treten sehr selten auf, stehen Millionen von Geimpften gegenüber. Nichtsdestotrotz sind Impfreaktionen bei AstraZeneca, wie auch bei den anderen Covid-Schutzimpfungen zu erwarten. Sollten Symptome wie Kopfschmerzen, Fieber oder Gliederschmerzen länger als 48 Stunden anhalten, oder nach einigen symptomfreien Tagen wiederkehren, sollte ein Arzt konsultiert werden. Häufung in der EU Dass diese seltenen Fälle vor allem in EU-Ländern aufgetreten sind, nicht aber in dieser Zahl in Großbritannien, könnte darin begründet sein, dass unterschiedliche Bevölkerungsgruppen geimpft wurden. In der EU waren es vor allem jüngere Gruppen, in Großbritannien eher ältere, über 65-Jährige. Blutgerinnungsstörungen würden eher in jüngeren Bevölkerungsschichten denn in älteren auftreten, sagte Peter Arlett (EMA). Österreich hat 5,9 Millionen Dosen bestellt AstraZeneca spielt eine wichtige Rolle in der europäischen Impfstrategie, aber in jener von Österreich. Die Bundesregierung hat von AstraZeneca 5,9 Millionen Dosen bestellt. Mehr hat Österreich nur von Biontech/Pfizer geordert (11,1 Millionen Dosen/Stand 15. März). Bislang wurden 369.000 Dosen des britisch-schwedischen Vakzins nach Österreich geliefert. “Der Vorteil der Impfung ist größer als das Risiko”, sagte Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres am Donnerstag vor der Entscheidung der EMA. Auch in Österreich gäbe es einige Thrombose-Fälle von Geimpften, allerdings sei eine “Häufung nicht feststellbar”, betonte der Mediziner. In Deutschland habe es jedoch mehrere Fälle von Sinusvenenthrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit AstraZeneca-Impfungen gegeben. “Das gehört untersucht”, so Szekeres. Und weiter: “Wir kommen aus der Pandemie nur durch die Impfung heraus.” Die AstraZeneca-Impfung biete drei Wochen nach der ersten Dosis fast 100-prozentigen Schutz vor schwerer Krankheit. Ähnliches sagte auch Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwochabend in der Zeit im Bild 2: “In Europa sterben täglich mehr als 1000 Menschen an Corona. Das Virus ist die Gefahr, nicht der Impfstoff.” Warnung im “Beipackzettel” Es wird aber eine extra Warnung in die Medikamentenbeschreibung in Bezug auf seltene Blutgerinnseln (Sinusvenenthrombosen) in Hirnvenen bei den möglichen Nebenwirkungen aufgenommen. In Zusammenhang mit diesen “seltenen Fällen” sei die Datenlage noch nicht ausreichend, um sicher zu sagen, ob ein Zusammenhang mit AstraZeneca ausgeschlossen werden kann. Es sei „unvermeidlich“, dass bei derartigen Impfkampagnen auch seltene Nebenwirkungen auftreten. Bislang seien sieben Millionen Menschen in der EU mit dem AstraZeneca-Vakzin geimpft worden und elf Millionen Menschen in Großbritannien. “Wir haben alle vorhandenen Daten genau evaluiert und werden Impfreaktionen und Nebenwirkungen auch weiterhin engmaschig überwachen.” Die Weltgesundheitsorganisation will am Freitag erneut das Wort zu AstraZeneca ergreifen, teilte ein Sprecher mit. Zuletzt hatte auch die WHO empfohlen, die Impfungen mit AstraZeneca fortzusetzen, da die Vorteile des Vakzins die Risiken überwiegen würden. Die Prüfungen des Beratergremiums für Impfstoffsicherheit dauerten aber noch an. WHO Europa-Direktor Hans Kluge sagte am Donnerstag: “Bisher wissen wir nicht, ob einige oder alle der Gesundheitsprobleme durch die Impfung verursacht worden oder durch andere, zufällige Faktoren”, betonte er. “Wir wissen aber jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt, dass die Vorteile der AstraZeneca-Vakzine die Risiken bei weitem überwiegen.”

Auch Impfgremium gibt Grünes Licht: AstraZeneca weiter im Einsatz

Forscher deutscher Universitäten arbeiten am Aufbau eines zeithistorischen Archivs zur Corona-Pandemie. Mit der Unterstützung von Freiwilligen solle eine möglichst umfassende Sammlung von Dokumenten und Eindrücken des Lebens während der Krise angelegt werden, teilten die Organisatoren der Hochschulen Hamburg, Gießen und Bochum am Donnerstag mit.

Deutsche Unis arbeiten an Corona-Archiv