"Ballermann": Mallorca setzt auf Zwangsschließung

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"Ballermann": Mallorca setzt auf Zwangsschließung

Deutsche und britische Touristen hatten am Wochenende sämtliche Vorsichtsmaßnahmen missachten. Jetzt griffen die Behörden durch.

Wegen illegaler Partys am “Ballermann” hat Mallorca die Zwangsschließung aller Lokale der vor allem von deutschen Touristen gern besuchten “Bier-” und “Schinkenstraße”beschlossen. Diese Anordnung gelte vorerst für zwei Monate und trete am Mittwoch mit der Veröffentlichung des Beschlusses im Amtsblatt sofort in Kraft, teilte der balearische Tourismusminister Iago Negueruela in Palma mit.

Die Regionalregierung ordnete aus demselben Grund auch die Schließung aller Lokale der Straße Puerto Ballena in der Briten-Hochburg Magaluf westlich der Inselhauptstadt an. Das Verhalten einiger weniger Urlauber und Lokalbesitzer dürfe nicht die riesigen Anstrengungen der Menschen auf den Balearen im Kampf gegen die Pandemie aufs Spiel setzen, sagte Negueruela.

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Dann gingen diejenigen, die ihre Jobs entweder verloren oder aber ihr virtuelles Büro wie Said an anderen Orten aufschlugen. Zeitweise stand gefühlt an jeder Straßenecke ein Umzugswagen. Leere Gebäude allerorts Wenn man dieser Tage durch Manhattan geht, ist es auffallend leblos im Zentrum des westlichen Kapitalismus. In Midtown und Downtown stehen die Bürotürme auf Standby, ohne die Touristen am Times Square, beim Empire State Building oder bei der Freiheitsstatue ist New York dieser Tage so leer wie vermutlich seit Jahrzehnten nicht. Auch im Fall von Laila Said wurde klar, dass ihr Büro in New York erst einmal geschlossen bleiben würde. Ihre Mitbewohnerin räumte deshalb ihr Zimmer für sie leer, verkaufte die Möbel, packte Kleidung und Dokumente in mehrere Koffer und schickte sie mit der Post vom Atlantik an den Pazifik. 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Es gibt Heinweise, dass etwa zehn Prozent der Beschäftigten diesen Sommer in Büros in Manhattan zurückkommen werden und nur etwa 40 Prozent zum Ende des Jahres AUS DER ORGANISATION “PARTNERSHIP FOR NEW YORK” Und die Frage dürfte auch sein, wie tief der Einschnitt in das pulsierende New Yorker Geschäftsleben mit fancy Businesslunchs und After-Work-Drinks in vollen Bars ist. Einige Arbeitgeber scheinen gerade zu merken, wie gut (und kostensparend) dezentrales Arbeiten funktionieren kann. Ein Architekt hat sein Büro im schicken Brooklyner Viertel Dumbo für immer dicht gemacht. Einer seiner Mitarbeiter sagt, die Agentur sei produktiver als je zuvor. UNO-Hochhaus verwaist Auch das Hochhaus der Vereinten Nationen am East River ist seit Monaten fast komplett verwaist, viele der Mitarbeiter sind in ihre Heimatländer geflogen. Die Arbeit der Weltorganisation läuft trotzdem “auf Hochtouren”, wie ein Sprecher sagt. 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