Belastung durch Lockdown: Netzauslastung unter jener im März

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Belastung durch Lockdown: Netzauslastung unter jener im März

Wird der berufliche Alltag heruntergefahren, werden Smartphones, Laptops oder Konsolen hochgefahren. Wie auch schon beim ersten Lockdown im März mehren sich deswegen Befürchtungen, dass die Kapazitäten der Mobilfunknetze an ihre Grenzen stoßen. Auf Nachfrage versichern A1, Drei und Magentaindes, dass die Netze zurzeit sehr stabil liefen. Unstrittig ist, dass die Belastung zunimmt.

„Sprachtelefonie- und Daten-Nutzung“ seien nach dem Lockdown im Frühjahr durchgehend „auf erhöhtem Niveau“ was den Vergleich mit dem Vorjahr betrifft, heißt es etwa von Drei. Eine „signifikante Steigerung“ hätte man vor allem in Folge des Terroranschlags in Wien beobachtet. Seit dem Beginn des harten Lockdowns vor einer Woche sei die Nutzung noch einmal angestiegen, „allerdings nicht auf das Niveau der zweiten Märzhälfte“. Als Datentreiber fungieren „Streaming, Videotelefonie und Gaming“. Das betont auch Volker Libovsky, Chef des Forums Mobilkommunikation und CTIO bei Magenta, im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Gaming etwa würde zurzeit je nach Anbieter zwischen “200 und 300 Prozent” mehr Datenverkehr bewegen als vor einem Jahr.

Mehr Dokumente werden geteilt

Die Netzauslastung sei „deutlich unter jener des Lockdowns im März“ heißt es wiederum von A1. Dennoch stehe im Jahresvergleich ein Plus bei der Nutzung von „Telefon und Internet“. Am deutlichsten sei der Lockdown bei den Upload-Raten ablesbar. Das habe in erster Linie damit zu tun, dass „mehr Dokumente geteilt und hochgeladen werden“, wie A1 anmerkt. Alle drei großen Mobilfunkunternehmen betonen übrigens, dass sie keine Dienstklassen – nur das wäre dank einer Ausnahmeregelung überhaupt erlaubt – drosseln und auch keine Überlegungen wälzen würden. Nicht einmal im Frühjahr hätte man diesen Schritt setzen müssen, da die Netze selbst im März „nicht an den Kapazitätsgrenzen waren“, teilt man bei A1 mit.

Aktuelle Zahlen zu Marktanteilen am Mobilfunkmarkt liefert unterdessen die Regulierungsbehörde RTR. Ende Juni verfügte Marktführer A1 über einen Anteil von 39,9 Prozent. Dahinter kämpften Magenta (25,3 Prozent) und Drei (23,6 Prozent) um den zweiten Platz. Hot lag mit 6,7 Prozent auf Platz vier, vor Spusu mit 2,2 Prozent.

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Keine Gottesdienste während des Lockdowns Religiöse Bedürfnisse zu stillen sind zwar explizit als Ausnahme definiert, für die man außer Haus gehen kann. Allerdings haben die Kirchen freiwillig darauf verzichtet, Gottesdienste abzuhalten, so Kurz. Wie schon im Frühling muss der Handel wieder großflächig zusperren. Offen bleiben nur Supermärkte, Drogerien, Apotheken, Tankstellen, Post und Trafiken. Auch der Betrieb von Werkstätten, der Agrarhandel, und der Verkauf von Tiernahrung ist weiterhin erlaubt. Die Öffnungszeiten bleiben auf 6 bis 19 Uhr limitiert. Körpernahe Dienstleistungen dürfen nicht mehr durchgeführt werden. Frisörsalons, Kosmetik- oder Massagestudios müssen schließen. Was der Re­gie­rung dem Ver­neh­men nach große Kopf­schmer­zen be­rei­tet: Ein so groß­zü­gi­ger Um­satzer­satz, wie ihn die vom be­reits be­ste­hen­den Teil-Lock­down be­trof­fe­nen Wirte er­hiel­ten, ist für den Han­del prak­tisch un­denk­bar. Wäh­rend Gastro­be­trie­be 80 Pro­zent des Um­sat­zes von No­vem­ber 2019 vom Staat er­setzt be­kom­men, wenn sie dafür keine Mit­ar­bei­ter kün­di­gen, ist das an­ge­sichts der enor­men Um­sät­ze im Han­del prak­tisch un­leist­bar. Somit ist klar, dass hier ein ei­ge­nes Hilfs­sche­ma her­hal­ten muss, wenn Ge­schäf­te wie­der im gro­ßen Stil ge­schlos­sen wer­den. Veranstaltungen Im Veranstaltungsbereich darf weiter an religiösen Zusammenkünften teilgenommen werden. Begräbnisse sind auf 50 Personen limitiert. Im künstlerischen Bereich sind weiter Proben erlaubt. Weiterhin gilt laut dem Verordnungsentwurf an öffentlichen Orten die Pflicht zum Ein-Meter-Abstand, in Innenräumen zusätzlich die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Homeoffice Wie eine Aus­wer­tung an­ony­mi­sier­ter Han­dy-Da­ten durch Goog­le zeigt, ist seit Al­ler­hei­li­gen die An­we­sen­heit an Ar­beits­stät­ten um rund ein Drit­tel ge­sun­ken – wohl auch eine Folge, dass die Re­gie­rung aber­mals die Emp­feh­lung aus­ge­spro­chen hat, wo mög­lich aus dem Ho­me­of­fice zu ar­bei­ten. Nur: im Früh­jahr be­trug die­ser Rück­gang mehr als die Hälf­te. Daher steht auch zur De­bat­te, wo Ho­me­of­fice mög­lich ist, diese Art zu ar­bei­ten zwin­gend zu ver­ord­nen. Das hatte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Ru­dolf An­scho­ber (Grüne) auch im Früh­ling getan – die Re­ge­lung über­leb­te dank Pro­tes­ten der Wirt­schafts­kam­mer aber nur we­ni­ge Tage. Wei­ter auf sich war­ten lässt aber ein um­fang­rei­ches Ge­set­zes­pa­ket, das die ar­beits­recht­li­chen und steu­er­li­chen Be­din­gun­gen im Ho­me­of­fice klä­ren soll. Ar­beits­mi­nis­te­rin Chris­ti­ne Asch­ba­cher (ÖVP) hat es für März in Aus­sicht ge­stellt. Eigene Verordnung für Schulen Für Schulen und Kindergärten gilt diese Verordnung nicht. Sie werden gesondert behandelt. Dieser liegt zwar noch nicht vor, es soll aber schon fix sein, dass alle Schulen ebenfalls bis inklusive 6. Dezember auf Fernunterricht umstellen und es nur für den Notfall eine Betreuung (und keinen Unterricht) vor Ort geben wird. Auch die Kindergärten dürften großteils schließen. Während sich führende Wissenschaftler für eine Schließung aussprechen (mit Ausnahme von Betreuung jener Kinder, auf die zuhause niemand aufpassen kann), hat die Corona-Kommission des Bundes  dagegen votiert. Die Regierung wird aber wohl der Empfehlung der Wissenschaftler folgen: Ab Dienstag sind  alle Schulen geschlossen. Schrittweise hochfahren will man sie ab 6. Dezember. Besuche in Spitälern In Krankenanstalten und Altenheimen bringt die geplante Verordnung Einschränkungen, nachdem es in Spitälern zuletzt keine zahlenmäßigen Beschränkungen für Besuche gab. Nunmehr ist nur mehr ein Besuch pro Woche und Patient möglich – und das auch nur, wenn der Erkrankte oder Verletzte mehr als sieben Tage aufgenommen wird. Ausnahmen gibt es für Schwangere. Mitarbeiter müssen einmal pro Woche einen Antigen- oder molekularbiologischen Test absolvieren. Der Lockdown endet laut Entwurf am 6. Dezember – vorausgesetzt, die Neuinfektionen gehen bis dahin zurück. Da es sich um einen Entwurf handelt, sind Änderungen noch möglich. Morgen wird der Hauptausschuss des Nationalrates mit der Verordnung befasst. Die Ausgangsregeln und die Bestimmungen für den Veranstaltungsbereich müssen dort nach zehn Tagen auch wieder bestätigt werden, daher sollen sie vorerst nur bis 26. November gelten.

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EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni hat die Europäische Union gegen Kritik in der Coronakrise verteidigt. Ohne die EU-Entscheidungen nach den Grenzschließungen “wären unsere Supermarktregale leer” gewesen, sagte Gentiloni der “Presse am Sonntag”. Zugleich warnte er vor einem Ende des gemeinsamen europäischen Wirtschaftsraumes, wenn der Wiederaufbau nach der Krise nicht gelingt.

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