Bessere Schweinehaltung macht Schnitzel nur 7 Cent teurer

Merken
Bessere Schweinehaltung macht Schnitzel nur 7 Cent teurer

Wie viel teurer Fleisch wäre, wenn die Masttiere besser gehalten werden würden, das hat jetzt die Bürgerinitiative “Oekoreich” vorgerechnet: Würden alle Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens in der Schweinemastumgesetzt, würde das zu Mehrkosten von rund 50 Cent pro Kilo Schlachtgewicht führen. 35 Cent wären es, wenn bestehende Tierwohlförderungen einberechnet wären. Bei einem Schnitzel mit 200 Gramm, blieben 7 Cent für den Konsumenten übrig.

Die Zahlen stammen aus einer in “Berichte über Landwirtschaft – Zeitschrift für Agrarpolitik und Landwirtschaft” veröffentlichen Studie von Leopold Kirner und Bernhard Stürmer. In der Maximalvariante “Tierwohlstandard 2” wird mit doppeltem Platzangebot (1,4 Quadratmeter pro Schwein), getrenntem Fress- und Liegebereich ohne Vollspalten, Einstreu und Auslauf und dem Verbot von Schwanzkupieren und betäubungsloser Kastration sowie mit gentechnikfreier Fütterung kalkuliert.

In der zweithöchsten Stufe, dem “Tierwohlstandard 1”, mit 1,1 Quadratmeter pro Schwein und ohne Vollspalten, mit Einstreu und Auslauf, seien es überhaupt nur noch 8,5 Cent pro Kilo oder weniger als 2 Cent pro Portion Schweinsschnitzel an Mehrkosten.

“Die Studie von Professor Kirner belegt eindrucksvoll, dass die Umsetzung der Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens nicht nur realistisch, sondern auch leistbar ist“, so Sebastian Bohrn Mena, Sprecher von “Oekoreich”, der Nachfolge-Initiative des Tierschutzvolksbegehrens. “Niemand kann sagen, dass das nicht bezahlbar wäre.” Nun läge es an der Politik die nötigen Mittel bereitzustellen. Insgesamt würden die Umstellungskosten selbst für die maximale Tierwohl-Variante wohl nur wenige Millionen Euro pro Jahr betragen.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Ein Motorradlenker erlitt Donnerstagvormittag in Wels-Neustadt bei einer Kollision mit einem Auto schwere Verletzungen. Rettungsdienst und Notarzt standen im Einsatz.

Motorradlenker bei Kollision mit PKW in Wels-Neustadt schwer verletzt

Wegen der Coronavirus-Pandemie bleibt die Grenze zwischen den USA und Kanada vorerst bis zum 21. Juni geschlossen. Die in Abstimmung mit den USA beschlossene Verlängerung der Grenzschließung sei wichtig für die “Sicherheit der Menschen auf beiden Seiten der Grenze“, kündigte der kanadische Regierungschef Justin Trudeau am Dienstag an. Die Grenze war am 21. März erstmals abgeriegelt worden. Sie blieb lediglich für den Warenverkehr geöffnet. Vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus überquerten täglich etwa 400.000 Menschen die Grenze. Die Landgrenze zwischen beiden Staaten ist mit 8900 Kilometern die längste der Welt.

Trudeau: Grenze zwischen USA und Kanada bleibt zu

Das erste Diamond-League-Meeting der Corona-Saison hat einen Weltrekord gebracht. Joshua Cheptegei aus Uganda gewann am Freitag in Monaco über 5.000 m in 12:35,36 Minuten, womit er die Bestmarke des Äthiopiers Kenenisa Bekele aus 2004 um 1,99 Sekunden verbesserte. Cheptegei hatte den Weltrekord angekündigt. Der 10.000-m-Weltmeister war im Februar in Monaco 5-km-Weltrekord auf der Straße gelaufen. “Es war in dieser Saison schwierig, motiviert zu bleiben”, meinte der neue Weltrekordhalter. “Ich habe mich aber immer angetrieben, habe auch den richtigen Coach.” Er sei normal in Europa stationiert, nun habe er die Zeit aber mit seiner Familie in Uganda verbracht. “Das war großartig. Ich werde den Weltrekord sicher feiern, wenn ich wieder heimkomme.” Über 800 m gewann US-Weltmeister Donovan Brazier in 1:43,12 Min., mit Noah Lyles setzte sich auch über 200 m der Weltmeister durch. Der US-Amerikaner gewann in 19,76 Sek. vor seinem jüngeren Bruder Josephus. Eine Jahresweltbestzeit über 1.500 m fixierte der Kenianer Timothy Cheruiyot in 3:28,45 Min., ebenso der Norweger Karsten Warholm in 47,10 Sek. über 400 m Hürden, der Marokkaner Soufiane El Bakkali in 8:08,04 Min. über 3.000 m Hindernis sowie der Schwede Armand Duplantis mit 6,00 m mit dem Stab. Für eine Überraschung über 100 m der Frauen sorgte Alja Del Ponte, die 24-Jährige siegte in 11,16 Sek. vor der US-Amerikanerin Aleia Hobbs. Über 5.000 m der Frauen gewann die kenianische Weltmeisterin Hellen Obiri in 14:22,12 Min. 5.000 Zuschauer durften ins Stade Louis II, wo sich die Leichtathleten mit dem ersten großen Sportfest in Corona-Zeiten zurückmeldeten.

Cheptegei fixierte angekündigten Weltrekord über 5.000 m

Es gibt auch gute Nachrichten: Über 100 Menschen in Österreich sind inzwischen wieder genesen, nachdem sie sich mit Corona infiziert hatten. Allein in Tirol betrifft dies 59 ehemalige Patienten.

Über 100 Österreicher wieder gesund

Ein Serienunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen hat Montagabend auf der Innkreisautobahn beim Knoten Wels für einen ordentlichen Blechsalat gesorgt.

Blechsalat und Leichtverletzte: Serienunfall mit mehreren Fahrzeugen auf Innkreisautobahn in Wels