BioNtech und Pfizer beantragen Notzulassung für Impfstoff

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BioNtech und Pfizer beantragen Notzulassung für Impfstoff

Die Mainzer Firma BioNtech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassungfür ihren Corona-Impfstoff beantragt. Das teilten BioNtech und Pfizer am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Schon zuvor hatten die Unternehmen bekannt gegeben, dass die Impfung einen 95-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 biete.

Die Mainzer Firma Biontech und das US-Unternehmen Pfizer rechnen damit, dass ihr Impfstoff BNT162b2 frühestens gegen Mitte, spätestens aber Ende Dezember verfügbar sein wird. Der Antrag sei möglich, weil zuletzt Studienergebnisse auf eine hohe Wirksamkeit hingedeutet hätten. In einer sogenannten Phase-III-Studie, die bei der Zulassung von neuen Medikamenten immer durchgeführt wird, erreichte das Mittel eine Erfolgsrate von 95 Prozent – das hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Wann mit den Impfungen begonnen werden soll sei laut “Spiegel” derzeit noch nicht bekannt.

BioNtech war im Jahr 2008 von Sahin, seiner Frau Özlem Türeci und dem österreichischen Krebsforscher Christoph Huber gegründet worden. Vor zwei Jahren schloss das Unternehmen eine Kooperationsvereinbarung mit Pfizer, die im März dieses Jahres angesichts der Corona-Pandemie auf die Suche nach einem Impfstoff ausgeweitet wurde.

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