Boris Becker schockiert: "Sind wir ein Land von Rassisten geworden?"

Merken
Boris Becker schockiert: "Sind wir ein Land von Rassisten geworden?"

Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker hat sich “schockiert” über die Kritik in den sozialen Medien an seiner Teilnahme an einer Demonstration gegen Rassismus in London gezeigt.

“Ich bin erschüttert, schockiert, erschrocken über die vielen Beleidigungen NUR aus Deutschland für meine Unterstützung der #BlackLivesMatters Demo gestern in London!”, schrieb Boris Becker am Sonntag auf Twitter.

“Warum, weshalb, wieso??? Sind wir ein Land von Rassisten geworden …?” Am Samstag hatte der dreimalige Wimbledonsieger ein Video von sich gepostet, das ihn mit einem Tuch vor dem Mund auf der Demonstration in London zeigt. Unter dem Post hatte es zahlreiche Beleidigungen gegeben. “Anscheinend haben viele Menschen in Deutschland immer noch nicht verstanden, dass es meine Familiengeschichte ist!”, schrieb Becker am Sonntag in einem weiteren Post und fügte die Namen seiner Kinder #Noah #Elias #Anna #Amadeus hinzu.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Wegen der Corona-Krise hat Spaniens Militär die NATO um Hilfe gebeten. Die spanischen Streitkräfte hätten “internationale Hilfe” angefordert, um Unterstützung bei der medizinischen Versorgung zu erhalten, erklärte das Militärbündnis am Dienstag. Demnach bat Madrid um 500.000 Test-Kits, 500 Beatmungsgeräte sowie 1,5 Millionen OP-Masken und 450.000 Atemschutzmasken.Trotz einer vor zehn Tagen verhängten strikten Ausgangssperre steigen in Spanien sowohl die Zahl der Neuansteckungen als Todesopfer weiter an. Am Dienstag meldete das Land insgesamt fast 2700 Todesfälle.

Spaniens Militär bittet NATO um Hilfe

Der mysteriöse Streetart-Künstler Banksy hat sich auf seine Weise bei den Helden der Coronakrise bedankt: Mit einem großen Gemälde im General Hospital in Southampton. Das auch auf Banksys Instagram-Account veröffentlichte Bild aus dem Krankenhaus zeigt einen Buben, der kniet und eine Krankenschwester-Puppe in seiner Hand durch die Luft schweben lässt.

Banksy stellt Krankenschwester als Superheldin dar

Mit der Einweihung einer neuen Badeanstalt hat Jesolo bei Venedig die Saison gestartet. 60 der insgesamt 370 Hotels sind seit diesem Wochenende wieder offen. Bis zum 15. Juni sollten alle Hotels und die meisten Ferienwohnungen wieder offen sein. Bis dahin hofft Jesolo, dass österreichische und deutsche Urlauber wieder nach Italien reisen können. 50 Prozent der Geschäfte sind in der Kleinstadt offen, elf Badeanstalten empfangen bereits Gäste. Eingerichtet wurde eine App, mit der Strandbesuche reserviert werden können.

Badesaison startet in Jesolo: 60 von 370 Hotels offen

“Umgehend eine Entschuldigung” von FPÖ-Chef Norbert Hofer forderte am Mittwoch der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) Ümit Vural. Denn Hofer hat am Dienstag bei einer FPÖ-Demo den Koran als gefährlicher als Corona bezeichnet. Es stehe der Verdacht der Verhetzung und der Herabwürdigung religiöser Lehren im Raum, die Staatsanwaltschaft Wien sollte Hofers Aussagen prüfen. “Ich fürchte mich nicht vor Corona, Corona ist nicht gefährlich. Da ist der Koran gefährlicher, meine Lieben, als Corona”, hatte Hofer bei der FPÖ-Kundgebung am Viktor-Adler-Markt gesagt. Das sei eine “unglaubliche Entgleisung”, empörte sich Vural in einer Aussendung. Hofer beleidige die gesamte muslimische Bevölkerung. “Er hat aus der Vergangenheit offensichtlich nichts gelernt und möchte wohl neue Gräben aufreißen”, hielt der IGGÖ-Chef dem blauen Parteichef vor. Der Vergleich mit einem tödlichen Krankheitserreger wie dem Coronvirus, dem in den letzten Monaten weltweit mehrere hunderttausend Menschen zum Opfer gefallen sind, habe in rechtsextremen Zusammenhängen lange Tradition. “Für eine Person des öffentlichen Lebens sind Aussagen dieser Art untragbar und müssen Konsequenzen haben”, verlangte Vural: “Derartige Vergleiche dürfen in Österreich keinen Platz mehr haben.” Diesbezüglich brachte die neue Partei der ehemaligen Nationalratsabgeordneten Martha Bißmann, die Liste SÖZ (Soziales Österreich der Zukunft), gegen FPÖ-Chef Hofer eine Sachverhaltsdarstellung wegen des Verdachts der Herabwürdigung religiöser Lehren sowie der Verhetzung ein. Die Partei SÖZ habe am Mittwoch eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Wien übermittelt, gab Bißmann via Aussendung bekannt. Dort konnte man die Anzeige gegenüber der APA vorerst nicht bestätigen. Die designierte SÖZ-Spitzenkandidatin für die Wien-Wahl Bißmann sagte dazu, Hofers Aussagen seien “schlichtweg nicht die Art von Miteinander, wie wir in einer pluralen und solidarischen Gesellschaft zusammenleben möchten”. Auch SÖZ-Parteichef Hakan Gördü kritisierte, dass die FPÖ hier andauernd versuche “mit dem religiösen bzw. gesellschaftlichen Frieden zu spielen. Die österreichischen Muslime wollen sich hier nicht dauernd zum Spielball der hetzerischen Politik der FPÖ machen lassen.”

IGGÖ-Präsident empört über Hofers Corona-Vergleich mit Koran

Tödlich endete Donnerstagfrüh eine folgenschwere Kollision zwischen LKW und PKW auf der Innviertler Straße an der Gemeindegrenze zwischen Buchkirchen und Krenglbach (Bezirk Wels-Land).

Tödlicher Verkehrsunfall zwischen Auto und LKW auf der Innviertler Straße bei Krenglbach

Beim Bundesheer wird offenbar weiter der Sparstift angesetzt. Im Zuge des Mobilitätspakets 2018 sollten neben Pandur-Mannschaftstransportern und Dingo-Aufklärungsfahrzeugen auch Berge-Fahrzeuge, Panzerschlepper und Tieflader beschafft werden. Wie das Nachrichtenmagazin “profil” berichtet, will das Finanzministerium die Finanzierung dieses schweren Transportgerätes nun offenbar streichen. Dies geht aus einem aktuellen Schreiben des Finanzministeriums an das Verteidigungsministerium hervor. Laut “profil”-Vorabmeldung vom Samstag argumentiert das Finanzministerium mit der Ankündigung von Verteidigungsminister Klaudia Tanner (ÖVP), das Bundesheer werde seine schweren Waffen weiter reduzieren und seine Priorität auf Katastrophenschutz, Pandemie-Abwehr und Cyber-Defence setzen. Daher seien auch Investitionen in Berge-Fahrzeuge und Tieflader zu hinterfragen.

Finanzministerium will Berge-Fahrzeuge für Heer streichen