Bottas in Spielberg etwas überraschend auf Pole Position

Merken
Bottas in Spielberg etwas überraschend auf Pole Position

Valtteri Bottas hat sich die erste Pole Position der verkürzten und verspätet anlaufenden Formel-1-Saison 2020 gesichert. Der Mercedes-Pilot aus Finnland war am Samstag im Qualifying für den Großen Preis von Österreich auf dem Red Bull Ring der Schnellste. Hinter ihm landete Weltmeister Lewis Hamilton im zweiten Mercedes, dahinter Spielberg-Vorjahressieger Max Verstappen aus den Niederlanden.

Ferrari-Mann Sebastian Vettel verpasste als Elfter das letzte Quali-Segment – das war dem Deutschen zuletzt beim Heimspiel in Hockenheim im Juli 2019 passiert. Für Teamkollege Charles Leclerc lief es auch nicht viel besser, der Monegasse belegte Rang sieben.

Für Bottas war es die 12. Pole Position in seiner Karriere, in Spielberg durfte er auch bereits 2017 und 2018 von ganz vorne starten. Beginn des ersten Saisonrennens, bei dem keine Zuschauer zugelassen sind, ist am Sonntag um 15.10 Uhr (live ORF 1).

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die Grünen starten mit über 10 Anträgen eine Klimaoffensive und die SPÖ will den Vogelweider Wochenmarkt retten.

35. Sitzung des Gemeinderates

Die Corona-Krise trifft Tirol und Salzburg derzeit am stärksten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Wiener Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo). Die beiden Bundesländer hätten den mit Abstand höchsten Anteil an Erwerbstätigen in Branchen, die durch die derzeitige Covid-19-Krise ökonomisch stark bis sehr stark betroffen seien, sagte Wifo-Ökonomin Julia Bachtrögler zur APA. Die größten Auswirkungen gibt es laut den Wirtschaftsforschern bei Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, gefolgt von Kunst und Unterhaltung sowie Erziehung und Unterricht.

Corona-Krise trifft derzeit Tirol und Salzburg am stärksten

Eine Schülerin der NMS Franziskanerinnen Wels wurde positiv auf Covid-19 getestet. Diese Schülerin ist am 22.06.2020, mit der Buslinie 664, von der (verlegten) Einstiegstelle Rablstraße/Ecke Rainerstraße in Wels um 12:44 Uhr bis zur Haltestelle Feuerwehr in Buchkirchen gefahren. Die Schülerin trug bei dieser Fahrt einen Mund-Nasen-Schutz.   Etwaigen Mitfahrenden wird vorsorglich geraten, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten. Im Falle auftretender Symptome wie Kurzatmigkeit, Halsschmerzen, Katarrh der oberen Atemwege, Fieber, trockenem Husten oder plötzlichem Verlust des Geschmacks-/Geruchssinnes sollte umgehend die telefonische Gesundheitsberatung 1450 kontaktiert werden.   Der Krisenstab des Landes OÖ weist darauf hin, dass in den öffentlichen Verkehrsmitteln die Sicherheitsbestimmungen bestmöglich eingehalten werden. Die persönlichen Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen einer Schutzmaske, das Einhalten der Abstandsregelungen und die anderen hygienischen Maßnahmen sind zusätzliche wichtige Infektionsschutzmaßnahmen.

Covid-19: Information an Fahrgäste der Buslinie Nr. 664 von Wels nach Buchkirchen

Die US-Pläne für einen Abzug Tausender Soldaten aus Deutschland schüren in der NATO die Sorge vor noch folgenreicheren Alleingängen des mächtigsten Alliierten. Am Rande einer Videokonferenz der Verteidigungsminister hieß es am Mittwoch aus Bündniskreisen, dass Präsident Donald Trump offensichtlich noch vor der US-Präsidentschaftswahl im November einen vollständigen US-Abzug aus Afghanistan erwäge. Eine solche Entscheidung würde gegen zentrale Zusagen an die europäischen Alliierten verstoßen und hätte unkontrollierbare Konsequenzen. So müsste der NATO-Ausbildungseinsatz in Afghanistan höchstwahrscheinlich sofort beendet werden, da die US-Truppen derzeit maßgeblich für die Sicherheit sorgen. Im Bündnis NATO wird befürchtet, dass es in Folge wieder zu einer Destabilisierung durch islamistische Talibankämpfer und zu Rückschritten bei Demokratie und Menschenrechten kommt. Das fast zwei Jahrzehnte lange NATO-Engagement in Afghanistan könnte so umsonst gewesen sein. Öffentliche Äußerungen von Verteidigungsministern zu dem Thema gab es zunächst nicht. Diplomaten bestätigten allerdings, dass Trumps Ankündigungen über einen Teilabzug von Truppen aus Deutschland im Bündnis zusätzliche Unruhe ausgelöst haben. Sorgen macht demnach vor allem, dass die Entscheidung ohne vorherige Konsultationen getroffen wurde. “Je mehr Trump seine Wiederwahl in Gefahr sieht, desto gefährlicher wird es auch für die NATO”, kommentierte ein europäisches Delegationsmitglied. Trump habe seinen Wählern schließlich bereits bei seiner ersten Wahl versprochen, möglichst schnell viele amerikanische Truppen nach Hause zu holen. In diesem Zusammenhang wird nun auch Trumps Ankündigung gesehen, fast 10.000 der derzeit 34.500 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen. Offiziell begründete der US-Präsident seine Entscheidung mit der Weigerung der Bundesregierung, die deutschen Verteidigungsausgaben bis 2024 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. Bitter sind die Entwicklungen für die NATO vor allem deswegen, weil sie die harsche Kritik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu bestätigen scheinen. Dieser hatte das Bündnis im vergangenen Jahr als hirntot bezeichnet und angeprangert, dass es bei wichtigen strategischen Entscheidungen keine Koordinierung unter Bündnispartnern gebe. In Folge startete Generalsekretär Jens Stoltenberg zuletzt einen Reflexionsprozess zur Stärkung der politischen Zusammenarbeit innerhalb des Bündnisses. Trumps jüngster Alleingang ist nun ein herber Rückschlag für ihn. Im Mittelpunkt der zweitägigen Beratungen der Verteidigungsminister sollten ursprünglich Themen wie der Umgang der NATO mit der Stationierung von atomwaffenfähigen russischen Marschflugkörpern in Europa stehen. So will das Bündnis im Gegenzug bodengestützte Luftverteidigungssysteme ausbauen und Übungen und Aufklärungskapazitäten anpassen. Zudem soll in der sogenannten Nuklearen Planungsgruppe über mögliche Anpassungen der atomaren Abschreckung gesprochen werden. Ein Ausbau der Abschreckung könnte zum Beispiel durch zusätzliche Übungen mit Atombombern oder nuklear bewaffneten U-Booten erfolgen. Lediglich Planungen für die Stationierung neuer landgestützter atomarer Mittelstreckenwaffen werden bisher ausgeschlossen. Ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch, Russland habe mit der Stationierung neuer nuklearfähiger Mittelstreckenraketen die Verschlechterung der Sicherheitslage in Europa zu verantworten. Nun seien Anpassungen notwendig, ohne das aggressive russische Verhalten zu spiegeln. “Wir werden mehr üben, um schneller auf mögliche Entwicklungen reagieren zu können”, erklärte der Sprecher. Zudem seien eine Analyse der Fähigkeiten zur Frühwarnung und Aufklärung sowie der konventionellen Verteidigungssysteme notwendig. Darüber hinaus werde die NATO unverändert den Dialog mit Russland suchen und “alle glaubwürdigen Initiativen zu verifizierbarer Abrüstung, Rüstungskontrolle, Nichtverbreitung unterstützen”. US-Verteidigungsminister Mark Esper meldete sich unterdessen öffentlich kurz per Twitter zu Wort: Er freue sich über Diskussionen zu zentralen Sicherheitsfragen, schrieb er zu den Beratungen mit den NATO-Kollegen. Als Beispiele nannte er eine Stärkung der Abschreckung und das Thema Verteidigungsausgaben.

NATO fürchtet weitere Alleingänge Trumps

Der Wirbel um die Ausladung der österreichischen Kabarettistin Lisa Eckhart vom Literaturfestival Harbour Front geht weiter. Eine Einladung für einen anderen Veranstaltungsort lehnte Eckart, die am 14. September ihren Debütroman “Omama” im Wettlesen um den Klaus-Michael-Kühne-Preis vorstellen sollte, gemeinsam mit ihrem Verlag ab. Unterdessen wehrt man sich gegen Unterstützung von falscher Seite. “Linke zerstören Deutschlands Freiheit – Kabarettistin Lisa Eckhart nach Gewaltandrohung von Kulturfestival ausgeladen”, textete am vergangenen Samstag der Landesverband Hessen der AfD auf Facebook zu einem Foto von Eckhart. “Sowohl Lisa Eckhart als auch der Paul Zsolnay Verlag weisen diesen plumpen Versuch der Instrumentalisierung zurück und betonen, die Inhalte und Ziele dieser Partei entschieden abzulehnen”, hieß es heute in einer Presseerklärung dazu. “Darüber hinaus verletzt diese Aktion sowohl das Persönlichkeitsrecht als auch das Urheberrecht. Rechtliche Schritte gegen die AfD-Hessen wurden bereits eingeleitet.” Kritiker werfen der 1992 in Leoben geborenen und heute in Leipzig lebenden Kabarettistin vor, bei ihren Auftritten rassistische und antisemitische Klischees zu bedienen. Eckhart war wegen Sicherheitsbedenken des Hamburger Nochtspeichers (“Es ist unseres Erachtens sinnlos, eine Veranstaltung anzusetzen, bei der klar ist, dass sie gesprengt werden wird, und sogar Sach- und Personenschäden wahrscheinlich sind.”) vom Festivalteam ausgeladen worden. Nachdem der Club, seit vielen Jahren Veranstaltungsort des “Debütantensalons” im Harbour Front Literaturfestival, in der Begründung für die Absage präzisierte, dass es sich nicht um Drohungen von, sondern um Warnungen vor Gewaltanwendungen gehandelt habe, möchte das Festival nun die gesamte Veranstaltung (und nicht nur, wie zunächst angeboten, jene von Lisa Eckhart) an einer anderen Location stattfinden lassen und hat die Einladung an Lisa Eckhart zur Teilnahme erneuert. “Zu unserem größten Bedauern” hätten die Autorin und ihr Verlag aber abgesagt, so die Festivalleitung, die betont, “dass uns weder politische Motive, noch irgendwelche Kritik an der Arbeit der Künstlerin beeinflusst oder gar geleitet haben”. Im Verlag hieß es dazu gegenüber der APA, man habe selbst am Anfang den Vorschlag einer Verlegung der gesamten Veranstaltung gemacht, sei damit aber abgeschmettert und Eckhart stattdessen eine Online-Lesung angeboten worden. Jetzt sei es zu spät. Nun werde Eckart instrumentalisiert, wogegen man sich verwehre. “Aufgabe eines Verlags ist auch, seine Autoren und Autorinnen zu schützen”, sagte Zsolnay-Verlagsleiter Herbert Ohrlinger der dpa. Die Autorin stehe nun “unter enormem Druck”. Unterdessen hat der Autor Sascha Reh über Facebook aus Solidarität mit Eckhart seine Teilnahme an den Lesungen um die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für das beste deutschsprachige Romandebüt des Jahres abgesagt: “Ich sehe mich außerstande, bei einer Veranstaltung zu lesen, die sich nicht unmissverständlich hinter das Recht auf Freiheit in Kunst und Rede stellt – auch dann, wenn mit Krawall zu rechnen ist.” In Wien wird Eckhart ihren Roman am 27. August bei den O-Tönen im Museumsquartier vorstellen. Heute, Montag, Abend sowie am Dienstag tritt sie im Wiener Stadtsaal mit ihrem Programm “Die Vorteile des Lasters” auf.

Lisa Eckhart: Weiter Zwist um Ausladung