Brasilianischer Bürgermeister bittet Thunberg um Hilfe

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Brasilianischer Bürgermeister bittet Thunberg um Hilfe

In seiner Verzweiflung über die Folgen der Coronavirus-Pandemie in der brasilianischen Stadt Manaus hat deren Bürgermeister die schwedische Klimaschutz-Ikone Greta Thunberg um Hilfe gebeten. “Wir brauchen Hilfe”, wandte sich Bürgermeister Arthur Virgilio Neto in einer im Onlinedienst Twitter veröffentlichten Videobotschaft auf Englisch an Thunberg.

In seiner Stadt im Herzen des Amazonas-Gebiet müssten die “Leben von Waldschützern” gerettet werden. Das neuartige Coronavirus habe in Manaus “eine Katastrophe, eine Barbarei” verursacht, klagte Neto. Wegen des Leidens seines Volkes wende er sich nun an Thunberg. “Ich kenne den Einfluss, den Sie haben, und ich kenne Ihre Fähigkeit, Mitgefühl mit anderen zu haben”, sagte der Bürgermeister. “Helfen Sie dem Amazonas, der Amazonas und der Wald müssen gerettet werden.”

Im Bundesstaat Amazonas, dessen Hauptstadt Manaus ist, sind bereits mehr als 500 Menschen an Covid-19 gestorben, darunter viele Ureinwohner. Den Krankenhäusern in der Region fehlt es massiv an Material.

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Auch seltene Schildkröten, Tiger und Aale sind demnach wichtige Schwarzmarkt-Ware. Der “World Wildlife Crime Report“, dessen erste Ausgabe vor vier Jahren erschien, basiert auf von 149 Staaten gemeldeten Daten über Beschlagnahmungen, ergänzt durch detaillierte Forschung zum illegalen Geschäft mit geschützten Tieren und Pflanzen. Rund 6.000 Spezies tauchten demnach seit 1999 in Zollfunden auf. Die Tatverdächtigen kamen aus rund 150 Staaten. “Kriminalität mit wildlebenden Spezies löst einen Teufelskreis aus, der unsere Gesundheit, Sicherheit und Entwicklung aufs Spiel setzt”, sagte UNODC-Direktorin Ghada Waly bei der Vorstellung des Berichts. “Grenzübergreifende Netzwerke der organisierten Kriminalität streichen die Profite der Verbrechen mit wilden Spezies ein, aber die Armen zahlen den Preis dafür.” Auch Menschen bedroht Mit Blick auch auf die Corona-Pandemie mahnen die Experten, dass die Ausbeutung der Natur nicht nur Klima und Artenvielfalt, sondern auch die menschliche Gesundheit bedrohe. Fast drei Viertel aller neuen Infektionskrankheiten der letzten Jahrzehnte seien vom Tier auf den Menschen übergesprungen, so auch nach aktuellem Kenntnisstand das neuartige Coronavirus. Vor einigen Monaten war dabei gerade das Schuppentier, auch Pangolin genannt, als möglicher Zwischenwirt des SARS-CoV-2-Erregers ins Gespräch gekommen: In Proben von Tieren, die in Asien für ihr Fleisch auch lebendig geschmuggelt wurden, hatten Forscher dem menschlichen Virus extrem ähnliche Erreger gefunden, ähnlich wie in Fledermäusen. Mittlerweile sehe es nicht mehr so aus, dass SARS-CoV-2 direkt vom Schuppentier auf den Menschen übergesprungen sei, sagte der Wildtierforensiker Stefan Prost von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt. Dazu fehle wohl mindestens eine Entwicklungsstufe im Virus. Mögliche Zwischenwirte sind Schuppentiere aber. Gerade Wildtiermärkte böten dem Virus ideale Bedingungen, von Art zu Art und schließlich auf den Menschen zu springen. Auch Prosts Team beobachtete zuletzt eine massive Zunahme geschmuggelter Schuppentiere. “Der Grund ist aus meiner Sicht, dass Schuppentiere viel leichter zu fangen sind als Elefanten und viel geringere Strafen darauf stehen”, sagte er. Der Handel sei extrem lukrativ – und erst seit kurzem in der höchsten Schutzstufe reguliert. Tatsächlich beobachten die UNODC-Forscher, dass sich der Markt für Elfenbein und Nashorn-Hörner in den letzten Jahren abzuflachen scheint. Rekordfunde an Elfenbein und Rhino-Hörnern 2019 wiesen demnach eher auf einen Abverkauf als auf neue Wilderei hin, hieß es. Wilderer in Kenia bekamen laut Bericht 2018 nur noch 55 US-Dollar pro Kilo Elfenbein; 148 US-Dollar waren es 2014 gewesen. Die Gesamtsummen bleiben dennoch schwindelerregend: Auf jährlich rund 400 Millionen US-Dollar Profit schätzen die Experten den Handel mit Elfenbein, 230 Millionen US-Dollar würden jährlich mit Nashörnern verdient. 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