Brasilien auf Platz zwei bei Corona-Infektionen

Merken
Brasilien auf Platz zwei bei Corona-Infektionen

Brasilien hat nach jüngsten Angaben die zweithöchste Zahl von Infizierungen mit dem neuartigen Coronavirus weltweit und liegt damit nun vor Russland – nur die USA haben noch mehr Fälle. Das Gesundheitsministerium in Brasilia meldete am Freitag 20.803 Infizierte mehr als am Donnerstag. Damit stieg die Zahl der Infizierten in dem mit 210 Millionen Einwohnern größten Land Lateinamerikas auf 330.890. Russland kam nach Aufzeichnungen der Johns-Hopkins-Universität in den USA zuletzt auf 326 448 Fälle. Die USA überstiegen am Freitagabend (Ortszeit) die Marke von 1,6 Millionen nachgewiesenen Infizierungen.

Mindestens 21.048 Menschen sind in Brasilien im Zusammenhang mit dem Virus bisher gestorben. Bei der Zahl der Todesopfer liegt das Land damit weltweit weiter auf Platz sechs. Die tatsächlichen Zahl der Infizierten und der Todesfälle ist jedoch wahrscheinlich noch höher. Die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas konnte seine Tests bisher nur langsam steigern.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Am 28. August hätte der deutsche Rapper Sido am Freigelände des Wörthersee-Stadions in Klagenfurt ein Konzert geben sollen. Wie der Veranstalter Leutgeb Entertainment am Donnerstag bekannt gab, musste dieser Termin wegen der Coronakrise abgesagt werden. Ein Ersatztermin steht aber bereits fest, Sidos Auftritt soll nun am 8. Jänner 2021 in der Kärnten Halle am Klagenfurter Messegelände erfolgen. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Sido-Konzert in Klagenfurt verschoben

Niemand wird während der Corona-Krise auf die Straße gesetzt! Heute verabschiedet der Nationalrat das dritte Corona-Paket und das verbietet unter anderem Delogierungen während der Krise. Sollte man also auf Grund von Jobverlust oder Kurzarbeit derzeit die Wohnungsmiete nicht bezahlen können, so ist das kein Kündigungsrund. Man hat bis Jahresende Zeit, die fehlenden Raten nachzuzahlen, allerdings mit Verzugszinsen.

Niemand wird delogiert

Nach einer Reihe von Zugeständnissen an die “sparsamen” Länder scheint eine Einigung zum Corona-Wiederaufbaupaket am vierten Tag des EU-Gipfels zumindest in Reichweite. Es gebe einen “Rahmen für eine mögliche Einigung”, sagte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel am Montag in Brüssel. Es werde aber “nicht einfach werden”. Die Verhandlungen sollen am Abend wieder aufgenommen werden. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der niederländische Premier Mark Rutte und der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez äußerten am Montag die Hoffnung auf eine Einigung. Die Staats- und Regierungschefs verhandeln seit Freitag über den Wiederaufbauplan für die Bewältigung der Coronakrise, für den 750 Milliarden Euro schwerer schuldenfinanzierter Aufbaufonds geschaffen und das nächste EU-Budget auf 1.074 Milliarden Euro aufgestockt werden soll. Bisher gab es keinen Durchbruch. Merkel sprach am vierten Gipfel-Tag von “unglaublich harten Verhandlungen”. Es sei aber gelungen, “hier doch einen beträchtlichen Teil an Zuschüssen zu vereinbaren”, sagte sie, ohne Zahlen zu nennen. Der Widerstand von Österreich, Schweden, Dänemark, Finnland und den Niederlanden gegen die Vergabe der Corona-Hilfen als nicht-rückzahlbare Zuschüsse galt bisher als Knackpunkt in den Verhandlungen. Die Regierungschefs Österreichs und der Niederlande, Sebastian Kurz (ÖVP) und Mark Rutte, hatten sich zuvor zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Verhandlungen gezeigt. Kurz hob hervor, dass der Anteil der Zuschüsse in dem geplanten Fonds deutlich gesenkt wurde. Auch dass die Rabatte, die Österreich auf seine Beiträge zum Gemeinschaftsbudget erhält, “sehr stark” gestiegen seien, begrüßte der Kanzler. Nach dem ursprünglichen Vorschlag sollten 500 der 750 Milliarden Euro als Zuschüsse fließen. Darum wurde seit Samstag knallhart gefeilscht. EU-Ratspräsident Charles Michel senkte den Betrag zunächst auf 450 Milliarden Euro. Dann bot er 400 Milliarden Euro an. Die restlichen Mittel sollen als Kredite vergeben werden. Nach Informationen aus Verhandlungskreisen stehen nun 390 Milliarden Euro an Zuschüssen zur Debatte, die “Sparsamen” hatten 350 Milliarden angestrebt. “Noch ist nichts beschlossen, ich bleibe also extrem vorsichtig”, sagte Macron. In den vergangenen nächtlichen Verhandlungen hatte er seinen Unmut über die Haltung der “sparsamen” Länder kundgetan. “Er hat auf den Tisch gehauen und gewarnt, dass eine derartige Haltung schlecht enden wird”, sagte ein Mitglied der Delegation eines EU-Landes. Der Niederländer Rutte tat die Kritik ab. “Mir ist das nicht so wichtig”, sagte er im Anschluss an die Gespräche. Er lasse sich davon nicht “ablenken” und werde weiter die Interessen seiner Bürger vertreten. Kurz hob den insgesamt “sehr professionellen” Umgang aller miteinander hervor. “Dass da bei manchen, wenn sie vielleicht wenig schlafen, irgendwann die Nerven blank liegen, das ist nachvollziehbar”, sagte er in Anspielung an Macron, der Kurz nach Medienberichten im Plenum scharf angegriffen hatte. Neben dem Corona-Fonds war auch noch ein weiterer Streitpunkt offen: Ungarn und Polen wehren sich vehement gegen Pläne, die Auszahlung von EU-Budgetmitteln mit der Rechtsstaatlichkeit in den Mitgliedstaaten zu verknüpfen. Beide Länder stehen wegen der Untergrabung von Werten wie der Pressefreiheit und Unabhängigkeit der Justiz seit Jahren in der EU am Pranger. Der Gipfel ist bisher der längste seit einem legendären EU-Spitzentreffen in Nizza im Dezember 2000. EU-Parlamentspräsident David Sassoli kritisierte das Ausbleiben einer Einigung: “Wir sind besorgt über eine Zukunft, in der die europäische Solidarität und die Gemeinschaftsmethode verloren gehen”, erklärte der Italiener, der zugleich mit einem Veto des EU-Parlaments gegen eine den Erwartungen der Volksvertretung nicht entsprechende Einigung drohte.

Verhaltener Optimismus am vierten Tag des EU-Sondergipfels

Der Höhepunkt des Arbeitslosigkeitsanstiegs infolge der Coronakrise scheint überschritten zu sein, so das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in seinem aktuellen Monatsbericht. Im April traf der Beschäftigungsrückgang Männer und Frauen ähnlich stark. Ausländische Staatsbürger sowie Arbeiter haben es am Arbeitsmarkt derzeit ungleich schwerer. Nachdem die Arbeitslosigkeit Ende März auf ein Rekordniveau von 563.000 Personen (inklusive Schulungen) angestiegen war, nahm sie im April zunächst weiter zu. Ab Mitte April kam der Anstieg zum Stillstand, auch im Jahresabstand. Ende April 2020 waren 522.253 Arbeitslose und 49.224 Personen in Schulungen beim Arbeitsmarktservice (AMS) registriert – insgesamt also 571.477 Menschen, um 58,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Wifo: Ausländer und Arbeiter stärker von Jobverlust betroffen

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hat heute über weitere Schritte und Maßnahmen an Schulen und Universitäten in der Corona-Krise informiert. Zum Einstieg bat er alle Betroffenen: “Die Coronakrise ist nicht die Zeit, um schulischen Leistungsdruck zu Hause aufzubauen”, mahnte der Minister.  Ein geregelter Tagesablauf mit Lernphasen sei aber sinnvoll im Umgang mit dieser Situation.  “Alle werden und können ihren Abschluss machen”, sagte der Minister.

Faßmann: "Alle werden und können ihren Abschluss machen"

Nationalratsabgeordnete Petra Wimmer fordert Schutzschirm für Kleinstunternehmer und ihre Mitarbeiter

Corona-Notfallfonds: Nicht auf kleine Betriebe vergessen