Brasiliens Vizepräsident lud DiCaprio ins Amazonasgebiet ein

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Brasiliens Vizepräsident lud DiCaprio ins Amazonasgebiet ein

Der brasilianische Vizepräsident Hamilton Mourão hat den US-Schauspieler und Umweltaktivisten Leonardo DiCaprio zu einem gemeinsamen Besuch im Amazonasgebiet eingeladen. “Wir könnten einen achtstündigen Marsch durch den Regenwald unternehmen. Er würde dann besser verstehen, wie die Dinge in diesem riesigen Gebiet funktionieren”, sagte Mourão am Mittwoch. DiCaprio engagiert sich für den Erhalt des Regenwaldes im Amazonasgebiet und kritisiert immer wieder die Umweltpolitik des rechten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro. Zuletzt warf er dem Staatschef in den sozialen Netzwerken vor, die jüngste Welle der Brandrodungen in der Region herunterzuspielen. Im vergangenen Jahr hatten die massiven Feuer im Amazonasgebiet international für Empörung gesorgt.

Vor rund einem Monat untersagte die brasilianische Regierung das Abbrennen von Flächen zur Schaffung von Weiden und Äckern im Amazonasgebiet für 120 Tage. Allerdings gehen die Feuer fast unvermindert weiter. Das Nationale Institut für Weltraumforschung, das Satelliten-Daten über die Umweltzerstörung auswertet, registrierte vom 16. Juli bis zum 15. August über 20.000 Brände. Allein in den ersten zwei Wochen im August waren es mehr als 15.000 Feuer. Dies war nur ein minimaler Rückgang um acht Prozent zum Vergleichszeitraum 2019.

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Königliche Schwanenzählung in England wird wegen Corona gestrichen

Neben Bauriesen Strabag nimmt auch Österreichs zweitgrößter Baukonzern Porr nach der Sozialpartner-Einigung über spezielle Schutzmaßnahmen für die Bauarbeiter gegen die Covid-19-Ansteckungsgefahr die Tätigkeit auf seinen Baustellen hierzulande wieder auf. Porr hatte vorige Woche den laufenden Betrieb von über 1.000 Baustellen im Land zum allergrößten Teil eingestellt, wie auch andere Baufirmen. Unter Einhaltung der nötigen Gesundheits- und Schutzmaßnahmen werde man den Betrieb auf den Baustellen schrittweise wieder aufnehmen, so CEO Karl-Heinz Strauss am Freitag in einer Aussendung. Als einer der Wirtschaftsmotoren Österreichs müsse die Bauwirtschaft mit allen angeschlossenen Lieferketten unbedingt funktionieren, “denn sonst sind die Löscharbeiten verheerender als der derzeitige Brand”. In den internationalen Märkten werde der Baubetrieb der Porr aus heutiger Sicht weiterhin fortgeführt.

Auch Porr startet Baustellen in Österreich wieder

Sechs Prozent höhere Fleischpreise und spürbare Verteuerungen um drei Prozent bei Nahrungsmitteln insgesamt haben die Inflationsrate in Österreich im Juni auf 1,1 Prozent klettern lassen. Im Mai waren es nur 0,7 Prozent gewesen, der tiefste Stand seit vielen Jahren. Sprit wirkte im Juni erneut preisdämpfend: Treibstoffe verbilligten sich um 18,2 Prozent im Jahresabstand, etwas weniger als im Mai. Großteils kompensiert wurden die Verbilligungen bei Sprit im Juni jedoch durch Verteuerungen für Wohnen, wie die Statistik Austria am Freitag erklärte. Die Preise für Wohnung, Wasser, Energie stiegen binnen Jahresfrist im Schnitt um 2,3 Prozent und waren mit einem Einfluss von +0,43 Prozentpunkten auf den VPI der stärkste Preistreiber. Mieten allein legten um 3,7 Prozent zu, die Instandhaltung von Wohnungen kam um 3,0 Prozent teurer. Haushaltsenergie verbilligte sich dagegen um 0,5 Prozent, dank des um 24,3 Prozent günstigeren Heizöls. Die Strompreise wuchsen um 5,5 Prozent, Gas verbilligte sich um 1,2 Prozent. Teure Lebensmittel Für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke musste im Juni im Schnitt um 2,9 Prozent mehr bezahlt werden als ein Jahr davor, nach lediglich 1,3 Prozent Anstieg im Mai. Dabei wurden Nahrungsmittel um 3,0 Prozent teurer (im Mai +1,4 Prozent). Hauptgrund waren die um 6,1 Prozent höheren Fleischpreise, die allein den gesamten VPI um 0,14 Prozentpunkte in die Höhe trieben. Aber auch Obst kam mit +7,6 Prozent spürbar teurer als ein Jahr davor. Für “Milch, Käse und Eier” musste im Schnitt um 3,0 Prozent mehr hingeblättert werden, Brot und Getreideerzeugnisse verteuerten sich moderat (+1,3 Prozent), Gemüse kostete gleich viel. Durch die spürbaren Lebensmittelverteuerungen kostete im Juni auch der “Mikrowarenkorb” mit +3,6 Prozent deutlich mehr. Er enthält überwiegend Nahrungsmittel und spiegelt den täglichen Einkauf wider. Im Mai hatte der Anstieg hier 2,1 Prozent im Jahresabstand betragen. Das Preisniveau des “Miniwarenkorbs”, der einen wöchentlichen Einkauf repräsentiert und neben Nahrungsmitteln auch Sprit enthält, sank um 1,7 Prozent – im Mai waren es sogar 3,1 Prozent Rückgang binnen Jahresfrist gewesen. Nachrichtenübermittlung kam im Juni im Schnitt um 2,5 Prozent billiger. Dabei sanken die Preise für Telefon- und Telefaxdienste um 1,5 Prozent, Mobiltelefone kosteten um 8,4 Prozent weniger. Flachfernseher wurden sogar 11,1 Prozent günstiger. Die Preise für “Verkehr” sanken im Schnitt um 3,1 Prozent, dabei wurde Sprit 18,2 (Mai: 21,1) Prozent günstiger. Teurer wurden neue Kraftwagen (+3,5 Prozent) sowie Reparaturen privater Verkehrsmittel (+3,6 Prozent). Um 1,7 Prozent billiger als vor Jahresfrist waren im Juni “Bekleidung und Schuhe”. Dazu trugen vor allem günstigere Bekleidungsartikel (-2,3 Prozent) bei; Schuhe wurden 0,6 Prozent günstiger. Von Mai auf Juni erhöhte sich das Preisniveau in Österreich um 0,6 Prozent, angetrieben durch mit 1,5 Prozent im Monatsabstand doch ansehnlichen Verteuerungen bei Nahrungsmitteln. Bewirtungsdienstleistungen kamen binnen Monatsfrist um 1,3 Prozent teurer. Besonders stark zogen mit +21,4 Prozent die Preise für Übernachtungen im Ausland an. Preisdämpfend zum Vormonat wirkten vor allem die Preise für Bekleidungsartikel (-3,4 Prozent). Spürbar günstiger, um 7,0 Prozent, wurden Hotels der 4- und 5-Stern-Kategorie. Freiluftbäder-Eintrittskarten für Erwachsene wurden 13,1 Prozent billiger, Dosenbier um 5,2 Prozent günstiger. Der Anstieg des für Eurozonen-Vergleiche ermittelten Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für Österreich lag im Juni ebenso wie der allgemeine VPI bei 1,1 Prozent. Im Mai waren es nur +0,6 Prozent gewesen.

Inflation steigt wieder leicht an

Für Franz Welser-Möst wird die “Elektra”, welcher am Samstag in der Felsenreitschule die von ihm geleitete erste Premiere dieser Salzburger Festspiele gilt, “eine Fortschreibung der ‘Salome’-Produktion”. Damit legte der Dirigent bei einem Terrassentalk nach einer langen Probe am Montagnachmittag selbst die Latte hoch – schließlich hatte “Salome” 2018 und 2019 Festspielgeschichte geschrieben. Corona-Fragen waren unerwünscht, dafür beantwortete Welser-Möst die Frage, ob die Bedingungen, die er hier vorfindet, seinen Vorstellungen von einem “Idealplatz für Oper” entsprächen, mit einem klaren “Ja!”. Es gebe hier “ein familiäres Gefüge, wo man sich aufgehoben fühlt. Dass man sich wirklich intensiv, wochenlang mit einem großen Kunstwerk beschäftigt: Das sind Festspiele! Das ist die 83. Opernpremiere in meinem Leben. Ich bin da wirklich schon ein alter Hund. So zu arbeiten, ist einfach beglückend. Da weiß man, warum man’s macht! Oper sollte ja ein Gesamtkunstwerk sein. Und ich wüsste keinen Ort, wo dafür bessere Voraussetzungen vorhanden sind.” Über zwei weitere Dinge kam der Dirigent ebenso ins Schwärmen: über die Musik von Richard Strauss – von dem er nach “Der Rosenkavalier” (2014), “Die Liebe der Danae” (2016) und “Salome” (2018) die vierte Opernproduktion bei den Salzburger Festspielen dirigiert – und über die Arbeit mit der litauischen Sopranistin Ausrine Stundyte, die mit der Titelpartie betraut wurde. Genauso wie mit ihrer Landsfrau Asmik Grigorian, die 2018 als Salome einen Triumph feierte und nun Elektras Schwester Chrysothemis singt, habe er “intensivst an der Beziehung Wort-Ton gearbeitet”, so Welser-Möst. “Wir wussten von Anfang an, dass Ausrine eine andere Elektra sein wird: eine zerbrechliche, kindliche, verletzliche Elektra – kein Racheweib, sondern eine sehr komplexe Figur.” “Es war eine wirklich beglückende Arbeit”, sagte der Dirigent. Stundyte sei “eine hoch intelligente Person”: “Man hat das Gefühl, dass sie mit jeder Faser ihres Seins in dieser Rolle aufgeht. Sie hat uns tagtäglich verblüfft, wie sie immer noch tiefer reingegangen ist und Facetten gefunden hat, von denen man teilweise gar nicht zu hoffen gewagt hat, dass sie kommen werden.” Dass sie im Gespräch mit der APA ihre Figur mit einem schwarzen Puma verglichen habe, habe er auch gelesen, lachte der Dirigent: “Ich finde diesen Vergleich passend und sehr schön. Es gibt ja in der Musik einmal das Motiv des Ansprungs. Und einmal singt eine Magd: ‘Wie eine Katze pfaucht sie uns an!’ Und ein Puma ist ja eine große Katze…” Die Musik von Richard Strauss sei voller Details und Herausforderungen, die größte für das Orchester sei “das permanente Hakenschlagen, der dauernde Wechsel zwischen heiß und kalt”. Eine besondere Bedeutung habe auch der Wechsel der Tonarten. “Ich finde es fast gemein von Richard Strauss, wie er da mit unseren Gefühlen spielt. Ich verstehe, dass Herbert von Karajan gesagt hat, dass man dieses Stück nicht nach seinem 60. Geburtstag dirigieren soll. Ich kratze gerade noch die Kurve”, lachte der Dirigent, ohne zu erwähnen, dass er auch genau an seinem 60. Geburtstag (16. August) die “Elektra” leiten wird. “Strauss ist für Musiker ein gefundenes Fressen. An ihm kann man sich berauschen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass man sich dem Klangrausch hingibt, und es geht auf wie ein Souffle und überdeckt alles andere.” Da verstand man, dass Regisseur Krzysztof Warlikowski, der nach einer halben Stunde zur Runde dazustieß, von der musikalischen Feinarbeit des Dirigenten schwärmte: “Wenn ich Franz bei seiner Arbeit mit der Lupe beobachte, dann kommen immer mehr Nuancen zum Vorschein, dann wird das Monolithische von einer großen Vielfalt ersetzt.” Die Tradition, Elektra als männliche Figur (“wie ein Panzer”) zu sehen, werde dadurch mit neuen, femininen Seiten ebenso aufgeweicht wie die Konzentration auf die Titelfigur. “Es geht um eine Mutter (Klytämnestra, Anm.) und zwei Schwestern. Jedes Familienmitglied hat sein eigenes Leben und sein eigenes Schicksal”, so der Regisseur. Welser-Möst, der in den mitspielenden Puppen “eine Familienaufstellung” sieht, “war überrascht und begeistert, dass Krzysztof Warlikowski Klytämnestra nicht einfach als die Böse abstempelt. Man hört ja auch, dass sie eine zutiefst Einsame ist. Warlikowski versucht, die einzelnen Beziehungen, die psychologisch schwer belastet sind, deutlich zu machen. Da ist kein Klischee! Bis auf vier Tage war ich bei allen szenischen Proben dabei. Das sind ganz sensible, feine Fäden, die er ausgesponnen hat zwischen den Figuren. Das war faszinierend zu beobachten. Er versucht, vollkommen frisch an das Stück heranzugehen. Eine beeindruckende Arbeit!” Um diese jedoch vollends auskosten zu können, “schadet es nichts, sich ein wenig in die griechische Antike zu vertiefen”, richtete Warlikowski dem Publikum aus. Schließlich seien Librettist Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss davon ausgegangen, dass die Zuschauer eine gewisse Vorkenntnis der Atriden-Sage mitbrächten, und hätten darauf verzichtet, die Vorgeschichte der Familientragödie zu erzählen. “Es ist aber wichtig, dass wir wissen, was vorher war und was nachher sein wird.” Ein paar Tage Vorbereitungszeit bleiben dem Publikum noch. Dem “Elektra”-Team dagegen bleibt nur noch die Generalprobe, ehe am 1. August um 17 Uhr die Stunde der Wahrheit schlägt.

Welser-Möst verspricht "eine andere Elektra" bei Festspielen

Zum ersten Mal hat Brasilien fast 20.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden registriert. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Mittwoch 19.951 neue Corona-Infektionen und 888 Tote im Zusammenhang mit dem Virus. In Peru stieg die Zahl der Corona-Fälle auf über 100.000. Damit ist der Andenstaat das von der Corona-Pandemie am zweitstärksten betroffene Land in Südamerika. 3.024 Patienten starben im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19.

Brasilien mit fast 20.000 neuen Corona-Fälle in 24 Stunden

Im Gegensatz zu seinem Pendant beim Weltverband FIFA hält der Chefmediziner der UEFA eine Fortsetzung von unterbrochenen Fußball-Ligen in Europa für “definitiv möglich”. Alle Organisationen, die in der Coronakrise den Start ihrer Bewerbe planen, würden dies unter klaren Bedingungen tun, die Beteiligte und auch die öffentliche Ordnung schützen würden, erklärte der Deutsche Tim Meyer am Mittwoch.

UEFA-Chefmediziner hält Spielbetrieb für "definitiv möglich"