Britische Risikopatienten sollen 3 Monate in Quarantäne

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Britische Risikopatienten sollen 3 Monate in Quarantäne

Wegen der Coronavirus-Pandemie sollen sich in Großbritannien 1,5 Millionen Risikopatienten drei Monate lang in Quarantäne begeben. “Die Menschen sollten zu Hause bleiben, unser staatliches Gesundheitssystem schützen und Leben retten”, fordert Großbritanniens Staatssekretär für kommunale Angelegenheiten, Robert Jenrick, heute auf.

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26 positive Antikörpernachweise unter mehr als 2.000 getesteten Schülern ist eines der vorläufigen Ergebnisse einer groß angelegten Covid-19-Studie in Wien. Unter den über 500 Studienteilnehmern im Volksschulalter haben demnach gar nur zwei vor dem Sommer eine Infektion mit dem neuen Coronavirus durchgemacht, erklärte Ko-Studienleiter Thomas Frischer im Gespräch mit der APA. Vor allem bei den Unter-Zehnjährigen habe man es mit “verschwindend wenigen Kindern mit einem positiven Antikörpernachweis” zu tun, sagte der Mediziner von der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde des Wilhelminenspitals in Wien-Ottakring. Man dürfe nicht vergessen, dass davon auszugehen ist, dass nach einer Infektion über Monate hinweg Antikörper nachweisbar sind. Demnach handelt es sich auch nicht um eine Momentaufnahme der Infektionen zu Testzeitpunkt, wie beim PCR-Test, der im Rahmen der Studie zwei Mal positiv ausfiel, wie bereits Anfang Juli bekannt wurde. Bei derart wenigen kleinen Kindern, die in den Monaten vor der Testung nachweislich Kontakt mit dem SARS-CoV-2-Virus hatten, könne man nicht sagen, “dass die die großen Schleudern der Infektion sind. Wir können das aus unseren Daten nicht herauslesen”, erklärte Frischer, der im September mit Endergebnissen der Studie rechnet. Ausständig sind noch die Auswertungen der begleitenden Fragebögen, die etwa auf Risikofaktoren hinweisen oder darüber Auskunft geben könnten, wo sich die Kinder angesteckt haben. Trotzdem könne man schon jetzt die Schlussfolgerung ziehen, “dass vor allem im Grundschulalter Kinder keine nennenswerte Quelle dieser Infektion darstellen können”. Der Kinderarzt hat die Erhebung zusammen mit Zsolt Szepfalusi von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität (MedUni) Wien im Mai initiiert. Über die Bildungsdirektion Wien ergingen Einladungen zur Teilnahme an Schüler aus der Bundeshauptstadt. Die Stichprobe sollte möglichst die gesamte Population der rund 240.000 Wiener Schulkinder gut abbilden. Aufgrund der Tatsache, dass neben PCR-Tests auch auf Antikörper getestet wurde, lässt die Studie auch Rückschlüsse über die bisherige Durchseuchung innerhalb der untersuchten Gruppe zu. Wie sich die Situation im Herbst an Schulen und Co darstellen wird, könne man zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht beurteilen. Dass im Zuge fallender Temperaturen auch andere Erkrankungen breiter auftreten werden, ist klar. Hier werde die Unterscheidung dann schwierig, denn besonders in der Pädiatrie habe eine Covid-19-Infektion “keine typische Symptomatik”, erklärte Frischer. Theoretisch könnte jeder Infekt mit Fieber Covid-19 sein, “aber wie gesagt: Es ist sehr, sehr selten. Wir haben in Wien nur vereinzelt kranke Kinder gehabt.” Im Wilhelminenspital habe man bisher jeweils erst eine Handvoll junge Patienten mit Covid-19 stationär oder ambulant behandeln müssen. Keiner davon sei wirklich schwer erkrankt gewesen. Wenn es im Verlauf des Herbstes zunehmend schwieriger wird, Corona-Verdachtsfälle etwa von Grippeerkrankungen zu unterscheiden, bestehe Gefahr, “dass man durch übertriebenes Absondern und Isolieren dann andere Kinder mit schwerwiegenden Infektion nicht zeitgerecht behandeln kann”, befürchtet Frischer. Hier werde besonders deutlich, wie sehr es genügend Tests braucht, deren Ergebnisse möglichst innerhalb weniger Stunden da sind, “sodass man keine verzögerten Therapien bei Kindern riskiert, die keine Covid-Infektion haben”.

Kaum Antikörper-Nachweise unter Wiener Schülern

Die Wuhan verhängte Ausgangssperre hat die Ausbreitung des Coronavirus dort offenbar deutlich eingedämmt und den Gesundheitseinrichtungen dringend benötigte Zeit verschafft. Das ergab eine in der Fachzeitschrift “The Lancet Public Health” veröffentlichte Studie. In der Hauptstadt der Provinz Hubei hatte die Pandemie im Dezember ihren Ausgang genommen. Im Jänner wurden Schulen, Universitäten und Unternehmen geschlossen; Millionen Menschen mussten zuhause bleiben. In der Folge sank die Zahl der Neuinfektionen. In Teilen der Provinz Hubei ist inzwischen langsam wieder Normalität eingekehrt. “Die beispiellosen Maßnahmen, die die Stadt Wuhan ergriffen hat, um die sozialen Kontakte in der Schule und am Arbeitsplatz zu verringern, haben dazu beigetragen, den Ausbruch zu kontrollieren”, erklärte die Hauptautorin Kiesha Prem von der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Prem zufolge ließe sich die Gesamtzahl der Infektionen um ein Viertel reduzieren, wenn die Beschränkungen bis April in Kraft blieben. Dadurch ließe sich auch ein erwarteter zweiter Anstieg der Infektionszahlen von August auf Oktober verschieben, was die Gesundheitssysteme entlasten würde. Die Behörden müssten nun darauf achten, die Kontaktverbote nicht vorzeitig aufzuheben, da andernfalls ein früherer zweiter Anstieg der Fallzahlen drohen könnte, warnte Prem. “Wenn jedoch die Beschränkungen allmählich gelockert werden, wird dies den Anstieg wahrscheinlich verzögern und die Kurve abflachen.”

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