Britischer Premier Johnson zunehmend unter Druck

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Britischer Premier Johnson zunehmend unter Druck

Der britische Premierminister Boris Johnson, selbst positiv auf Covid-19 getestet, gerät wegen erheblicher Mängel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie immer stärker unter Druck. Nach Angaben der Ärztegewerkschaft British Medical Association fehlt es in Kliniken und bei Hausärzten an Ausrüstungen wie Masken und Einmal-Handschuhen. Krankenschwestern hatten berichtet, dass sie ohne Schutz Patienten versorgen mussten. Jeder vierte Mediziner sei zudem inzwischen “krank oder in Isolation”.

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Grund für die Intensivierung der diplomatischen Kontakte zwischen Österreich und den USA ist laut dem ehemaligen Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, der Versuch Trumps, die Entscheidungsprozesse in der EU zu beeinflussen. “In gewisser Weise sieht Trump in Kurz eine Alternative zu Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel”, sagte Bolton der “Presse”. Um Einfluss auf die Entscheidungsprozesse in der EU zu nehmen, habe der US-Botschafter in Wien Trump empfohlen, mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zu sprechen, so der frühere Nationale Sicherheitssprecher Trumps. Wien habe das Treffen im Weißen Haus in Washington bereits während des EU-Ratsvorsitzes im zweiten Halbjahr 2018 gewünscht. Zustande kam es erst im Februar 2019. Nur ein Jahr später lud Trump den Kanzler erneut ein, der Besuch wurde aber wegen der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt. Dem am Donnerstag nach Wien kommenden US-Außenminister Mike Pompeo warf Bolton vor, 2024 selbst als republikanischer Präsidentschaftskandidat antreten zu wollen – als politischer Erbe Trumps. “Deshalb klebt er so nah an ihm, sogar in Bereichen, wo ich weiß, dass Pompeo mit dem Präsidenten nicht übereinstimmt. Er widerspricht nicht einmal in privaten Unterredungen”, so Bolton, der eine Wiederwahl Trumps durchaus für möglich hält. “Die Chancen stehen 50 zu 50. Das Coronavirus und die wirtschaftlichen Folgen haben sich zuletzt negativ für Trump ausgewirkt. Er liegt in Umfragen zurück, aber bis 3. November ist es noch ein weiter Weg.” Der frühere Nationale Sicherheitsberater Trumps hat im Juni in einem Enthüllungsbuch schwere Vorwürfe gegen Trump erhoben. In dem Buch zeichnet Bolton ein verheerendes Bild des US-Präsidenten, dem er vorwarf, eigene politische Interessen über nationale Sicherheitsinteressen und das Wohl der USA zu stellen. Der außenpolitische Hardliner beschrieb Trump zudem als ahnungslos und inkompetent. Bolton war knapp eineinhalb Jahre lang Nationaler Sicherheitsberater und schied im September 2019 im Streit aus dem Weißen Haus aus.

Bolton: "Trump sieht in Kurz eine Alternative zu Merkel"

Der Grand Prix von China dürfte vor dem verspäteten Saisonstart der Formel-1-WM kommendes Wochenende in Spielberg als einziges fixes Überseerennen im internen Notkalender der Rennserie zu stehen. Ein genaues Datum für das oder die Rennen in Shanghai nannte Red Bulls Motorsport-Berater Helmut Marko in den Medien aber nicht. Vorerst nimmt die Motorsport-Königsklasse mit acht bestätigten Europarennen, die ohne Zuschauer geplant sind, ihren Rennbetrieb auf. Die beiden ersten finden am 5. und 12. Juli in der Steiermark statt. Es folgen bis Anfang September Stationen in Ungarn, ein weiteres Doppel in Silverstone sowie die Rennen von Spanien, Belgien und Italien. Für China hatte vor zwei Wochen ein Sportfunktionär der Stadtverwaltung von Shanghai eine Doppelveranstaltung im Herbst ins Spiel gebracht. “Das einzig fixe Überseerennen ist derzeit just das von Shanghai. Das ist der einzige Flug, den ich bislang gebucht habe. Der Rest ist vage”, sagte Marko in einem Interview mit der “Presse am Sonntag”. Um einen Weltmeister zu küren, den auch der Automobil-Weltverband (FIA) anerkennt, benötigt die Königsklasse mindestens acht Saisonrennen. “Die Formel 1 braucht 15 Grands Prix, um die TV-Gelder zu erhalten”, erklärte Marko außerdem. “Aber das Coronavirus hat eine Eigendynamik.” Die Ironie sei, dass das derzeit einzige definitiv bestätigte Überseerennen das von China sei – dort, wo die Pandemie vergangenen Winter ihren Ausgang genommen hatte. “In Übersee ist ja fast alles abgesagt, bis auf – und das ist nun wirklich kurios – Shanghai”, sagte Marko am Sonntag in der “Kleinen Zeitung”. Um sich aktuell Rennen in den USA, Mexiko und Brasilien vorstellen zu können, brauche man schon “sehr viel Fantasie”, ergänzte der 77-Jährige im “Kurier”. “Aber es gibt genügend Reservekandidaten in Europa. Zwischen 10 und 15 Rennen sollten sich ausgehen.”

Shanghai einziges fixes Überseerennen der Formel 1

US-Schauspieler Sean Penn (59) hat zum dritten Mal geheiratet. Der Oscar-Preisträger (“Mystic River”, “Milk”) zeigte in der Nacht auf Dienstag in der “Late Night”-Talkshow mit Seth Meyers seinen Ehering und bestätigte jüngste Medienberichte über eine Eheschließung mit der australischen Schauspielerin Leila George (28, “Mortal Engines”). “Wir hatten eine Covid-Hochzeit”, erzählte Penn in der Sendung. Bei der Zeremonie am vorigen Donnerstag sei der Standesbeamte virtuell dabei gewesen, während das Paar, Penns Kinder und der Bruder der Braut im eigenen Haus feierten, erklärte der Schauspieler. Penn war in den 1980er-Jahren in erster Ehe mit Sängerin Madonna und von 1996 bis 2010 mit seiner Kollegin Robin Wright verheiratet, mit der er Sohn Hopper und Tochter Dylan hat. Für Leila George, Tochter der Schauspieler-Kollegen Vincent D’Onofrio und Greta Scacchi, ist es die erste Ehe.

Sean Penn bestätigte Heirat mit 28-jähriger Schauspielerin

Der Optimismus der Österreicher ist auf ein Rekordtief gesunken. Nur noch 24 Prozentsahen bei der jüngsten derartigen Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS den kommenden zwölf Monaten generell mit Zuversicht entgegen. Das ist der geringste Wert in den seit 1972 – also 48 Jahren – durchgeführten Umfragen. Die aktuelle Grundstimmung unterscheidet sich nicht ganz unerwartet deutlich von der vor Beginn der Corona-Krise. Doch auch der nunmehrige, aus dem September stammende Optimismus-Wert liegt um gleich 14 Prozentpunkte unter dem der Juli-Umfrage. 37 Prozent der 1.014 zuletzt Befragten blicken der nahen Zukunft mit Skepsis entgegen, weitere 35 Prozent mit Sorge. Vor allem Frauen, Menschen aus schwächeren sozialen Schichten und die Generation 60plus sind besonders besorgt. Auch bei der konkreten Frage nach der Einschätzung der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung überwog der Pessimismus: 54 Prozent glauben an eine Verschlechterung. Seit 2015 gab es keine negativere Stimmung. Nur zwölf Prozent erwarten derzeit eine Verbesserung. Zudem hat sich das Gefühl der Lebenszufriedenheit nach einem kurzen Gegentrend 2018/2019 wieder ins Negative gedreht: 48 Prozent der Befragten haben nicht den Eindruck, dass die meisten Menschen in Österreich mit ihrem Leben alles in allem zufrieden sind, 30 Prozent glauben das schon. Ein so niedriger Wert wurde seit 2015 nicht mehr gemessen.

Österreicher sind derzeit extrem pessimistisch

Die Corona-Neuinfektionszahlen bleiben zwar weiterhin auf hohem Niveau, fielen aber erstmals wieder unter die 2.000er-Marke. Am Montag wurden 1.934 neue Fälle gemeldet. Zuletzt lag die Neuinfektionszahl laut AGES-Dashboard am 14. März bei 1.93). Die Lage an den Spitälern bleibt aber angespannt: Auf den Normalstationen wurden 48 und auf den Intensivstationen neun Patienten in den letzten 24 Stunden mehr aufgenommen. Damit liegen bereits 611 Corona-Erkrankte auf den Intensivstationen. Intensivmediziner warnen Besonders in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland ist die Situation auf den Intensivstationen wegen der vielen Corona-Patienten weiterhin angespannt. Laut aktuellen Prognosen sei für die kommenden Wochen keine Entlastung in Sicht. “Das stellt uns weiterhin vor große Probleme”, betonte Klaus Markstaller von der Intensivmedizin-Gesellschaft ÖGARI am Montag. Österreichweit wurden am Sonntag 602 Covid-Patienten intensivmedizinisch betreut, doppelt so viele wie Anfang März. In Wien hat sich in demselben Zeitraum die Zahl fast verdreifacht und liegt um fast 50 Prozent über dem Spitzenwert der zweiten Welle Ende November, berichtete die ÖGARI in einer Aussendung. Auch in Niederösterreich und dem Burgenland wurden die damaligen Spitzenwerte zuletzt überschritten, nicht hingegen in den anderen Bundesländern. Diese betonten jedoch eine Bereitschaft zur Übernahme von Patienten. “Eine Überforderung der Intensivversorgung durch die Covid-19-bedingte Zusatzbelastung kann zum Risiko für alle werden, weil über die Intensivstationen hinaus zahlreiche andere Bereiche der Gesundheitsversorgung betroffen sind”, erläuterte Markstaller. Die komplexen Auswirkungen würden laut dem Wiener AKH-Mediziner oft unterschätzt. Bei zu vollen Intensivstationen müssen teils große Operationen verschoben werden, bei denen nach dem Eingriff ein Intensivbett benötigt würde. Zudem muss auf überlasteten Intensivstationen Personal aus anderen Bereichen eingesetzt werden, das auch für kleinere Eingriffe fehlt, die dann ebenfalls verschoben werden müssen.

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Dr. Gerald Geihseder (Bezirksärztevertreter Wels-Land) im Gespräch.