Bürgerlicher Unmut

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Bürgerlicher Unmut

Ein kleines just-to-let-you-know
LeserInnenbrief zum Artikel
Musikschulchef Wadauer wird Welser Kulturmanager
(OÖN, 11.10.2019, Friedrich Müller)

Wir haben in den letzten Monaten den Eindruck gewonnen, dass sich alle, die in irgendeiner Weise mit der Welser Kultur beschäftigt sind, auf Stefan Haslinger als neuen Leiter der Dienststelle „Veranstaltungsservice und Volkshochschule“ am Magistrat Wels einigen konnten. Nicht nur jene Personen, die in freien Szenen organisiert sind, auch viele seiner Kollegen und Kolleginnen am Magistrat Wels konnten sich niemanden anderen für diese Aufgabe vorstellen. Immerhin hatte er jahrelang dort auch Erfahrung gemacht und galt somit als sinnvoller und logischer Nachfolger des pensionierten Rudolf Stögermüller, und ja, er wäre natürlich auch die praktikabelste und für den berühmten Steuerzahler die einfachste und kostengünstigste Lösung gewesen.

Und man konnte sogar den Eindruck gewinnen, dass sich auch der Koalitionspartner auf ihn hätte einigen können. Sie merken es: Zu viel des Konjunktivs!
Denn es gab vor allem einen Menschen in Person des Bürgermeisters der Stadt Wels, der das in seiner Funktion als oberster Personalentscheider anders gesehen hatte.

Und so zauberte man einen neuen Kandidaten hervor, einen Musikschuldirektor aus Wels-Land, der in der Welser Kulturszene nicht vernetzt ist. Wir erinnern uns: Gesucht wurde ein/e KulturmanagerIn und/oder AkademikerIn, er wurde in der Person eines Absolventen des Studiums Konzertfach Horn gefunden. Es sollen hier dessen Leistungen keinesfalls geschmälert werden, wir wundern uns aber doch ob der Tatsache, dass ein offenbar begabter Musiker und Pädagoge, der aber in der Welser Kultur nicht verwurzelt ist, für neue herausragende Ergebnisse und einen neuen Aufschwung sorgen soll.

Dabei ist alles nüchtern betrachtet ganz einfach: Stefan Haslinger steht dem Bürgermeister der Stadt Wels nicht zu Gesicht, trotz aller Bekenntnisse zu seinen unbestreitbaren Talenten und Leistungen. Und allen Unkenrufen zum Trotz setzt er ihm nun einen neuen Chef vor die Nase. Ob das eine sinnvolle und richtige Personalentscheidung im Sinne der Welser Kultur ist, wird sich in Zukunft weisen.

Oder könnte es gar in den zuständigen Gremien, die diese Angelegenheit ja erst zu behandeln und zu bestätigen haben, eine Überraschung geben? Eine, die für vernunftbegabte Menschen klar erkennbar ist und eigentlich auf dem Tisch liegt?
Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Peter Eberle
Kulturverein Waschaecht Wels

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