Bundesheer reduziert vorübergehend Auslands-Truppen

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Bundesheer reduziert vorübergehend Auslands-Truppen

Das Bundesheer reduziert als Reaktion auf die Corona-Krise vorübergehend die Einsatzstärken der Auslandseinsatzkontingente. Dies geschehe “im Gleichklang mit anderen europäischen Truppenstellern und in Absprache mit den internationalen Organisationen”, so das Verteidigungsministerium am Dienstag in einer Aussendung. Die Einsatzfähigkeit der jeweiligen Missionen blieben weiterhin sichergestellt.

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Nach Kritik an einem zu laschen Umgang mit der Corona-Pandemie in Weißrussland mahnt die Weltgesundheitsorganisation WHO strengere Maßnahmen an. Öffentliche Versammlungen mit vielen Menschen sollten verschoben werden, sagte der Leiter der WHO-Mission in dem Land, Patrick O’Connor. Dazu gehörten auch Sport- und Kulturveranstaltungen.

Weißrussland sollte auf Sportevents verzichten

Völlig unspektakulär ist am Freitagabend in Velden am Wörthersee der Auftakt für die Maskenpflicht auf der Flaniermeile und der Seepromenade erfolgt. Der Tourismusort war ausnehmend gut besucht, an den Enden der Begegnungszone verteilten Security-Mitarbeiter Gratismasken. Die Urlauber befolgten die Vorgaben aber nur teilweise. Auf der Seepromenade sind – an einem herrlich warmen Sommerabend – vergleichsweise wenig Menschen unterwegs. Ein Familienvater schaut nervös auf die Uhr, die Gesichtsmasken schon in der Hand, und verkündet seinen Kindern: “Elf Minuten haben wir noch.” Der Sohn fragt, ob er denn auch eine Maske tragen müsse, was der Papa bejaht, immerhin ist der Sprößling so um die zehn Jahre alt. Ein Teil der Spaziergänger, vor allem ältere Semester, hat ihren Mund-Nasenschutz schon vor 21.00 Uhr angelegt. Auf der Hauptstraße, wo einige Besitzer teurer Sportwagen die Qualität ihrer Auspuffanlagen demonstrieren wie sonst beim GTI-Treffen in Reifnitz zu hören ist, nehmen die Menschen die neue Einschränkung locker. Ein älterer Herr meint mit einem Schmunzeln zu einer Hundebesitzerin: “Ja, aber Ihr Hund trägt keine Maske.” und amüsiert sich selbst am meisten über seinen Gag. Vor einem Eissalon stehen die Menschen Eis schleckend herum, selbstredend ohne Schutzmaske. Eine Polizeistreife fährt im Schritttempo vorbei, die Beamten beobachten, machen aber vorerst keine Anstalten, bei den Verstößen gegen die Maskenpflicht einzuschreiten. Bürgermeister Ferdinand Vouk kommt vorbei und ermahnt einen Passanten, doch den Mund-Nasenschutz anzulegen, er tut dies mit einem Lächeln. Weiter nach Pörtschach: Dort gilt am Monte-Carlo-Platz ebenfalls die Maskenpflicht. An diesem Freitagabend verstößt allerdings niemand dagegen, denn außerhalb des Lokals sind keine Leute. Auch auf den Gehsteigen auf der Hauptstraße sind nur vereinzelt Touristen auszumachen. Noch ruhiger wird es dann in Krumpendorf. Dort wurde die Maskenpflicht vor einem bekannten Tanzlokal beim Bahnhof, der “Tenne” verhängt. Vielleicht ist es noch zu früh am Abend, vor dem Lokal stehen gezählte fünf Personen, die zum Rauchen vor die Tür gegangen sind und, erraten, ebenfalls keine Masken tragen.

Auftakt für Maskenpflicht in Kärntner Tourismus-Hotspots

Die US-Regierung hat weitere 38 Firmen aus dem Umfeld von Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt, um dem chinesischen Konzern den Zugang zu Technologie wie Chips abzuschneiden. Damit sind jetzt gut 150 Huawei-Firmen von den Sanktionen betroffen. Die US-Regierung befürchtet, dass Huawei sich über sein Firmen-Netzwerk über Umwege Zugriff auf amerikanische Technik verschaffen kann. Zudem ließ das US-Handelsministerium die Ausnahmeregelung auslaufen, die Huawei die Versorgung amerikanischer Mobilfunk-Anbieter erlaubte. Jetzt ist dem chinesischen Unternehmen nur noch erlaubt, für die Sicherheit bestehender Netzwerke zu sorgen. Die US-Regierung hatte die Sanktionen gegen Huawei im Mai 2019 verhängt. Dazu gehörte unter anderem, dass US-Unternehmen Geschäftsbeziehungen zu Huawei nur mit einer speziellen Erlaubnis unterhalten dürfen. Zugleich gab es eine Ausnahmeerlaubnis für einige Bereiche – vor allem, weil viele regionale Netzbetreiber in den USA Huawei-Technik gekauft hatten. Die USA hätten Huaweis Kunden genug Zeit gegeben, sich umstellen, erklärte Außenminister Mike Pompeo. “Diese Zeit ist jetzt abgelaufen.” US-Präsident Donald Trump bekräftigte die Vorwürfe gegen Huawei am Montag. “Wir wollen ihre Ausrüstung in den Vereinigten Staaten nicht, weil sie uns ausspionieren”, sagte Trump im Sender Fox News. “Ich nenne sie Spy-wei.” Der Konzern hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

US-Regierung verschärft Vorgehen gegen Huawei

Der Frage, wie die Österreicher mit den neuen Gegebenheiten umgehen und damit zurechtkommen, widmet sich das digitale Meinungsforschungsinstitut Marketagent in seinem aktuellen Isolationsreport. Optimistisch stimmt dabei folgendes Ergebnis: Der Großteil der Befragten kann der Isolation noch etwas Positives abgewinnen. Um für die Isolation auf unbestimmte Zeit gerüstet zu sein, haben sich 72% der Befragten auf die neue Situation vorbereitet. Höchste Priorität hatte dabei der Kauf von Produkten auf Vorrat – möglicherweise auch in Form des ein oder anderen berühmt-berüchtigten „Hamsterkaufes“. Für mehr als 4 von 10 Österreicherinnen und Österreicher war dies ein essentieller Teil ihrer Vorbereitung auf die Isolation (44%). Interessanterweise übten sich unsere deutschen und Schweizer Nachbarn diesbezüglich stärker in Zurückhaltung: Nur 38 bzw. 28 Prozent schafften sich hier einen Vorrat an. Knapp 3 von 10 Österreichern trafen außerdem Absprachen bezüglich der Einrichtung eines Homeoffice (27%), gut jeder Fünfte versorgte sein Auto mit einem vollen Tank (21%) und 18 Prozent beschritten den Weg zum Bankomat, um nochmals Bargeld abzuheben. Leben nach den Vorbereitungen In der Isolation angekommen, gilt es nun, den neuen Alltag zu gestalten. Gerne wird die Zeit vermehrt dazu genutzt, um Liegengebliebenes zu erledigen (44%). Ein kleiner Boom von Alternativen zum direkten sozialen Kontakt kann ebenfalls beobachtet werden: Mehr als 4 von 10 Österreichern schreiben häufiger Nachrichten, z.B. über WhatsApp oder per SMS (43%), oder führen mehr Telefonate (41%). Im Vergleich zum Alltag vor der Corona-Krise stehen jedoch vor allem Fernsehen und das Schauen von Videos bei mehr als jedem Zweiten vermehrt am Programm (56%). Knapp die Hälfte der Befragten surft außerdem öfter im Internet (48%), beschreibt Lisa Patek, Marketingleiterin von Marketagent, die Ergebnisse. Wenig überraschend ist daher, dass in der Isolation nichts so unverzichtbar ist wie das Internet: Zwei Drittel der Österreicher würden dieses nicht missen wollen. Das Smartphone wurde ebenfalls zu einem der wichtigsten Begleiter (65%), unter den Frauen würden gar 7 von 10 nicht ohne ihr Handy auskommen wollen (69%). Essenzielle Dienste in der Isolation erweist mehr als jedem Zweiten auch der Fernseher (56%), wobei die Wichtigkeit hier mit dem Alter zunimmt. Jugendliche setzen im Gegensatz dazu lieber auf Streaming-Dienste. Die Hälfte der österreichischen Bevölkerung empfindet außerdem den Computer bzw. Laptop als unverzichtbar. Nur den fünften Rang erkämpft sich die Partnerin bzw. der Partner. Immerhin gut 4 von 10 Befragten möchte in der Isolation nicht ohne die eigene bessere Hälfte ausharren. Sorgen und Befürchtungen Obwohl die Österreicherinnen und Österreicher bisher gut mit der Isolation zurechtkommen, geht diese selbstverständlich trotzdem nicht spurlos an ihnen vorüber. Mehr als jeder Zweite vermisst es, sich ohne zu überlegen frei bewegen zu können (56%). Die Regierungsmaßnahme der Isolation wird dabei von knapp zwei Drittel der Befragten (65%) als Einschränkung der eigenen Arbeits- und Freizeitgestaltung empfunden. Besonders die jüngeren Generationen trauern ihrer Freiheit hinterher: Von jeweils mehr als 40% der 14- bis 19- Jährigen sowie 20- bis 29-Jährigen wird die Maßnahme als massive Beschränkung wahrgenommen. Währenddessen steht die Generation 69+ der verordneten Isolation vergleichsweise entspannt gegenüber. Nur jeder Zehnte fühlt sich in seinen Freiheiten stark eingeschränkt. Die aktuelle Situation bringt die Bedeutung des sozialen Umfelds besonders klar zum Vorschein, denn der Verzicht auf das Treffen von Familie und Freunden ist für mehr als 6 von 10 Befragte der größte Störfaktor an der aktuellen Situation (62%). Besonders Frauen leiden unter dieser sozialen Isolation (66%). Freunde und Familie werden von mehr als die Hälfte der Befragten auch besonders vermisst (je 54%). Dabei zeigt sich die Wichtigkeit des familiären Umfeldes für die Österreicherinnen: Während das Treffen von Familienmitgliedern nur 45 Prozent der Männer abgeht, bedrückt dies unter den Frauen mehr als 6 von 10 (62%). Neben der Einschränkung der direkten sozialen Kontakte werden auch notwendige Verschiebungen und Absagen von Terminen von jedem Zweiten als äußerst störend empfunden (51%). Eine Unannehmlichkeit der Isolation ist für mehr als ein Drittel außerdem die Einschränkung der Einkaufsmöglichkeiten sowie der Zugänglichkeit aller gewünschten Waren und Geschäfte (36%). Knapp jeder Fünfte klagt über Unwohlsein aufgrund von Terminen, die nicht wahrgenommen werden können (19%). Dem ein oder anderen beschert die aktuelle Situation auch ein paar zusätzliche Sorgenfalten. Besonders die Besorgnis um das Wohl seiner Lieben, verbunden mit dem Gefühl, bei Erkrankung von Nahestehenden nichts tun zu können, belastet mehr als jeden Zweiten (54%). Speziell Frauen sind davon betroffen (61%). Gut ein Drittel der Österreicherinnen und Österreicher ist außerdem nervös, sich trotz der Maßnahmen selbst anzustecken, beispielsweise bei einem notwendigen Einkauf (35%). Finanzielle Bedenken bezüglich der Entwicklung des Finanzmarktes (28%) oder des Verlustes von Arbeitsplatz oder Einkommen (21%) quälen ebenfalls und knapp jeder Fünfte sorgt sich, dass er in einer Notsituation alleine dastehen könnte (18%). Dennoch positive Zwischenbilanz Mittlerweile ist mehr als eine Woche in Isolation überstanden und ein bisschen länger halten die Österreicherinnen und Österreicher es durchaus noch aus. Ein Viertel kann sich vorstellen, die Maßnahmen bis zu einem Monat durchzuziehen, knapp ein Drittel bis zu 2 Monaten, jeder Sechste bis zu 3 Monaten und 1 von 10 Befragten sogar bis zu einem halben Jahr. Durchschnittlich würden die Österreicher 70 Tage gut in der Isolation zurechtkommen. Dieser Ausblick stimmt zuversichtlich. Wie lange die Maßnahmen nun tatsächlich notwendig sein werden, lässt sich noch nicht sagen, jedoch sind sich 8 von 10 Österreicherinnen und Österreicher einig: Diese Erfahrung der Isolation wird unsere Gesellschaft nachhaltig beeinflussen.

So leben die Österreicher in Corona-Zeiten

In Österreich haben sich seit Freitag 74 Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Der größten Anteil mit 36 Betroffenen wurde dabei in Oberösterreich registriert, wie das Gesundheitsministerium berichtete. Bisher gab es in Österreich 18.783 positive Testergebnisse. Mit Stand Samstagvormittag (9:30 Uhr) sind österreichweit 706 Personen an den Folgen des Coronavirus verstorben und 16.864 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 77 Personen in krankenhäuslicher Behandlung und davon neun auf Intensivstationen. Die Neuinfektionen seit der letzten Meldung teilen sich auf die Bundesländer Österreichs wie folgt auf: Burgenland: 0, Kärnten: 6, Niederösterreich: 5, Oberösterreich: 36, Salzburg: 3, Steiermark: 4, Tirol: 3, Vorarlberg: 0, Wien: 17.

Österreichweit 74 Neu-Infizierte mit Coronavirus

Die schottische Schauspielerin Tilda Swinton und die Hongkonger Regisseurin Ann Hui erhalten bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig die Goldenen Löwen für ihre Lebenswerke. Das teilten die Festivalmacher in der Lagunenstadt am Montag mit. Das Kinofestival läuft vom 2. bis zum 12. September. Die Liste der Wettbewerbsfilme und das ganze Programm sollen am 28. Juli bekannt gegeben werden. Die 59-jährige Swinton (“Orlando”) sei “eine der originellsten und kraftvollsten Darstellerinnen”, die sich mit dem Ausgang des vergangenen Jahrhunderts etabliert habe, lobte Filmfest-Direktor Alberto Barbera. Die Chinesin Hui (73) habe ihr Können in einer langen Karriere in den unterschiedlichsten Filmgenres bewiesen. Sie sei eine der profiliertesten Filmemacherinnen Asiens, so Barbera in der Mitteilung. Von ihr stammen Werke wie “Boat People” (1982) und “Our Time Will Come” (2017). Beide Preisträgerinnen äußerten sich erfreut. Swinton wurde, ohne die Corona-Krise direkt zu erwähnen, zitiert: Sie sei glücklich, “in diesem Jahr aller Jahre nach Venedig zu kommen, um das unsterbliche Kino” trotz der Herausforderungen zu feiern.

Venedig vergibt Goldene Löwen an Tilda Swinton und Ann Hui