Bundesmuseen so schnell wie möglich öffnen

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Bundesmuseen so schnell wie möglich öffnen

Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) hat sich in einem “Kultur Talk Spezial” auf Servus TV für eine schnellstmögliche Öffnung der Bundesmuseen ausgesprochen: “Das Gebot der Sparsamkeit muss zurücktreten hinter einer gesellschaftspolitischen Haltung.” Museen dürfen in der Coronakrise ab Mitte Mai wieder öffnen, wobei die Bundesmuseen erst mit Anfang Juli folgen wollen.

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Die Türkei hat Aussagen von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gegenüber einer griechischen Zeitung zur türkischen Flüchtlingspolitik kritisiert. Kurz, der die Grenzen für Flüchtlinge geschlossen habe, verstoße damit gegen EU-Werte, Menschenrechte sowie die Genfer Flüchtlingskonvention, zitierten türkische Medien Außenamtssprecher Hami Aksoy. Der Kanzler hatte der Türkei im Interview mit der griechischen Zeitung “Kathimerini” einmal mehr “Erpressung” in der Flüchtlingspolitik vorgeworfen: “Wir dürfen der Türkei nicht erlauben, uns zu erpressen! Wir können der Türkei nicht erlauben, Migranten zu benutzen, um uns zu erpressen, wie es das wiederholt versucht hat. (…) Ich bin sehr glücklich zu sehen, dass die EU Griechenland hilft, seine Grenzen zu verteidigen (…)”, wurde der ÖVP-Chef am Montag auf dem englischsprachigen Portal von “Kathimerini” wiedergegeben. Die Haltung Österreichs gegenüber Asylsuchenden sei nicht ander als jene Griechenlands, erklärte Aksoy in Reaktion darauf. Und das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) habe sich zu Berichten über “Pushbacks” an den Grenzen durch die griechischen Behörden besorgt gezeigt. Die EU-Grenzschutzagentur, an der sich auch Österreich beteilige, müsse Abkommen und EU-Recht umsetzen und Asylsuchenden, die an den Grenzen um Einlass in EU-Staaten bitten, Schutz bieten statt sie zurückdrängen und unmenschlich zu behandeln. Beim Schutz von Menschenrechten und der Würde von Flüchtlingen gebe es “keine Wahlmöglichkeit, das ist moralische und gesetzliche Pflicht”. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise waren 2015 fast eine Million Flüchtlinge und Migranten von der Türkei aus auf die griechischen Inseln gelangt. Damals schloss die EU mit der Türkei in der Folge ein Abkommen, um den Zustrom nach Europa einzudämmen. Dieser sieht vor, dass die Türkei gegen illegale Migration vorgeht. In die Türkei sollte im Gegenzug unter anderem schrittweise finanzielle Unterstützung von insgesamt sechs Milliarden Euro für Flüchtlinge fließen. Die Türkei hat mehr als 3,5 Millionen Flüchtlinge aus dem syrischen Bürgerkrieg aufgenommen. Die Umsetzung des Flüchtlings-Deal klappte jedoch nicht reibungslos. So kündigte die Regierung in Ankara im Frühjahr an, dass sie von nun an die Migranten auf ihrem Weg nach Europa nicht mehr aufhalten werde. Tausende Menschen machten sich unmittelbar auf den Weg, um auf dem Landweg aus der Türkei nach Griechenland zu gelangen. Griechenland setzte jedoch Tränengas ein und ließ die meisten nicht passieren. Ende Februar, Anfang März verzeichneten die griechischen Behörden unmittelbar daraufhin mehr als 24.200 versuchte illegale Grenzübertritte. Knapp 1.900 Menschen schafften die Einreise. Kurz und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) sprachen bereits damals von “Erpressungsversuchen” des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, denen die EU nicht nachgeben dürfe. Die Lage entspannte sich schließlich und die Coronakrise sorgte im April für ein Rekordtief bei der Zahl der Flüchtlinge Richtung Europäische Union. Nun ist die Zahl wieder im Steigen begriffen.

Kritik an Kurz-Aussagen zur türkischen Flüchtlingspolitik

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 2034 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet (Datenstand 22.08. 00.00 Uhr), wie es am Samstag vom Robert Koch-Institut (RKI) hieß. Höher lag der Wert zuletzt am 25. April mit 2055 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen war Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen, danach waren die Werte deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl der Nachweise wieder an. Direkte Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen lässt der aktuelle Anstieg bei den Fallzahlen allerdings nicht zu, da zuletzt auch die Zahl der durchgeführten Tests immens stieg. Waren es nach RKI-Daten in der Kalenderwoche 31 vom 27. Juli bis 2. August noch rund 578.000 (übermittelt von 165 Laboren), lag die Zahl zwei Wochen später schon bei mehr als 875.000 (übermittelt von 181 Laboren). Die Werte können sich im Zuge von Nachmeldungen noch verändern, zudem können Mehrfachtestungen einzelner Menschen enthalten sein. In der Woche vom 20. bis 26. April war die Zahl der Tests bei rund 364.000 (übermittelt von 178 Laboren) gelegen – also wesentlich niedriger als derzeit. Die Rate positiver Ergebnisse lag damals bei fünf Prozent, derzeit liegt sie bei knapp einem Prozent. Die steigenden Fallzahlen seien derzeit aber nicht nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären, hatte das RKI vor einigen Tagen mitgeteilt. Bundesweit gebe es eine große Anzahl kleinerer Ausbruchsgeschehen, die beispielsweise mit größeren Feiern im Familien- und Freundeskreis in Verbindung stehen, heißt es im Lagebericht von Freitag (21.8.). Hinzu komme, dass Corona-Fälle zu einem großen Anteil unter Reiserückkehrern, insbesondere in den jüngeren Altersgruppen, identifiziert werden. So sehen die Kurven von Österreich und Deutschland im direkten Vergleich aus. Gemessen an der Einwohnerzahl hat Österreich deutlich mehr Fälle zu vermelden als Deutschland. Seit Beginn der Coronakrise haben sich mindestens 232.082 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldete. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9267. Seit dem Vortag wurden sieben Todesfälle mehr gemeldet. Bis Samstag früh hatten etwa 206.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Freitag bei 1,02 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI einen sogenannten Sieben-Tage-R-Wert an. Er bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert nach Angaben von Freitag bei 1,12 (Vortag: 1,14 ). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

2000 Neuinfektionen in Deutschland überschritten

Am Mittwochfrüh haben in Oberösterreich knapp zwei Monate nach der Corona-bedingten Schließung erste kleinere Grenzübergänge nach Bayern und Tschechien tagsüber aufgemacht. Jene nach Niederbayern in Obernberg (6 bis 20 Uhr), Voglau (6 bis 21 Uhr) und Breitenberg (7 bis 20 Uhr) können alle Personen passieren. Die Grenzen im Mühlviertel in Haitzendorf-Gottsdorf, Hinterschiffl-Kohlstadt, Schwarzenberg-Lackenhäuser sowie in Weigetschlag nach Tschechien wurden nur für Forst- und Landwirte freigegeben. Auch diese Übergänge können nur am Tag von 7 bis 20 Uhr passiert werden. Berechtigte, die von Bayern nach Oberösterreich möchten, benötigen eine Bescheinigung, “die für den oberösterreichischen Grenzabschnitt formlos per E-Mail oder persönlich bei der Bundespolizeiinspektion Passau beantragt werden kann”, informierte die deutsche Bundespolizei. Wie die Vorgaben für Oberösterreich aussehen, konnte die Landespolizeidirektion in Linz vorerst noch nicht sagen, da es noch keine Richtlinien vom Bund diesbezüglich gebe.

Kleine Grenzen nach Bayern und Tschechien offen

Ein Kreuzungsunfall zwischen PKW und Kleintransporter hat sich Montagfrüh in Gunskirchen (Bezirk Wels-Land) ereignet. Der Crash endete ersten Informationen zufolge eher glimpflich.

Kreuzungscrash in Gunskirchen fordert zwei Verletzte

Österreich gerät wegen der steigenden Coronazahlen wieder auf die Rote Liste anderer Staaten. Als erster EU-Staat seit der weitgehenden Liberalisierung des Reiseverkehrs vor knapp zwei Monaten führt Finnland ab Montag wieder eine Quarantänepflicht für Einreisende aus Österreich ein. Auch Schweiz und Slowenien sind davon betroffen. Zudem ist Tunesien ab sofort keine Destination für Kurztrips mehr. Wie das finnische Außenministerium mitteilte, gehört Österreich ab Montag (27. Juli) nicht mehr zu jenen Ländern, aus denen die Einreise ohne Beschränkungen möglich ist. Damit müssen sich Personen, die aus Österreich nach Finnland einreisen, für 14 Tage in Heimquarantäne begeben. Neben Österreich wurden auch Schweiz und Slowenien von der Liste gestrichen. Weiter offen bleiben die finnischen Grenzen unter anderem für Einreisende aus Deutschland, Italien, Ungarn und Griechenland. Weiterhin auf der Roten Liste Finnlands stehen Frankreich, Luxemburg, Portugal, Polen, Spanien und das große Nachbarland Schweden. Ab Montag ist die auflagefreie Einreise aus insgesamt 28 Staaten, darunter acht außerhalb Europas, erlaubt. Auf der bis Sonntag geltenden Liste waren 23 europäische Staaten gestanden. Auch das Gesundheitsministerium des nordafrikanischen Urlaubslandes Tunesien führte eine 14-tägige Quarantänepflicht für Einreisende aus Österreich ein. Dieses wurde nach einer Mitteilung der Behörden in Tunis vom Donnerstag von der “grünen Liste” gestrichen und auf die “orange Liste” gesetzt. Während unter anderem Deutschland, Italien, Spanien, die Benelux-Staaten und die Schweiz weiterhin auf der “grünen Liste” bleiben, kamen die Niederlande neu hinzu. Für Einreisende aus Österreich bedeutet die Verschärfung, dass sie sich 14 Tage selbst isolieren müssen und dann täglich mittels SMS und Telefonanrufe überwacht werden. Sollten Coronavirus-Symptome auftreten, ist ein Test vorgeschrieben. Im Fall eines positiven Tests muss die betreffende Person dann in ein staatliches “Covid-19-Zentrum”. Tunesien zählt nicht zu jenen Staaten, mit denen Österreich die Reisefreiheit wieder hergestellt hat. Somit ist auch eine Rückreise aus dem südlichen Mittelmeeranrainerland mit einer 14-tägigen Heimquarantäne verbunden.

Wieder Quarantänepflicht für Reisende aus Österreich

Bergsteigerlegende Reinhold Messner sieht das Ende seiner 2016 mit dem Regiedebüt “Still Alive” eingeleiteten Filmkarriere kommen. Sechs Dokumentarfilme über Klettereien und Erstbesteigungen in den Dolomiten werde er gemeinsam mit Sohn Simon noch fertigstellen, dann solle dieser die Filmprojekte übernehmen, erklärte Messner im APA-Gespräch. “Simon ist um einiges talentierter als ich”, räumte der 75-Jährige ein, der noch 2016 Ambitionen hegte, mit einem Filmprojekt in Hollywood aufzuschlagen. Damals schien der höchste Film- und Entertainmentgipfel noch zum Greifen nahe, hatte sich doch ein bekannter Produzent die Rechte an einem von Messner geschriebenen Bergsteigerfilm gesichert. “Diese Pläne sind noch nicht auf Eis, in einer Woche habe ich einen Termin mit besagtem Regisseur aus Hollywood”, zeigte sich Messner aber unverdrossen zuversichtlich. Es dauere nur seine Zeit. Derzeit drehe er den dritten Teil der sechsteiligen Dokumentarfilmreihe in den Südtiroler Dolomiten. “Coronabedingt haben sich die Dreharbeiten etwas nach hinten verlagert, für ein paar Schlüsselszenen müssen wir auf den Schnee warten”, sagte Messner. Gedreht werde an der Schleierkante. Am 19. Juli 1920 gelang Gunther Langes und Erwin Merlet die Erstbegehung, die sich in der Folge zu einer der, vor allem unter internationalen Kletterern, beliebtesten Kletterrouten der Pala-Gruppe und der gesamten Dolomiten entwickelte. Sein Debüt als Filmemacher und Regisseur feierte Messner im Oktober 2016 mit dem auf Servus TV ausgestrahlten Dokumentarfilm “Still Alive”. Messner brachte damals die wahre Geschichte des jungen Mediziners und Tiroler Bergsteigers Gert Judmaier auf den Schirm, der im Jahr 1970 beim Abstieg vom 5.199 Meter hohen Mount Kenya in Ostafrika 30 Meter in die Tiefe stürzte und sich einen offenen Unterschenkelbruch zuzog. “Etwa alle zehn Jahre habe ich das Bedürfnis, mich neu zu erfinden. Ich bin vielseitig interessiert und engagiert. Ich muss mich entscheiden, worauf ich mich in dieser letzten Lebensphase konzentrieren möchte”, gab sich der Südtiroler nachdenklich. Sein Fokus liege auf dem Weitergeben seiner Erfahrung als Extrembergsteiger, er sehe sich dazu verpflichtet, für den traditionellen Alpinismus zu kämpfen. Mit einer “Final Expedition” rund um die Welt wolle er sein Verständnis vom Bergsteigen und seinen Appell zum Respekt für die Berge weitergeben. Die Expedition hätte ihn zunächst nach Australien und Neuseeland geführt. Im vergangenen Jahr hatte die Bergsteigerikone auch privat für Schlagzeilen gesorgt. Der gewohnt wenig öffentlichkeitsscheue Messner gab bekannt, sich in eine “um einige Jahrzehnte jüngere” Frau verliebt zu haben. Seitdem ist er mit der 40-jährigen Diane Schumacher liiert. Heiratspläne legte die Alpinlegende vorerst ad acta. “Wir führen eine lebendige Partnerschaft. Wir leben, reisen und arbeiten zusammen. Eine Hochzeit ist reine Formsache und momentan kein Thema”, ließ der Südtiroler wissen. Ende April hatte er sich von Ehefrau Sabine scheiden lassen. Damals schloss der 75-Jährige nicht aus, dass er und seine aus Luxemburg stammende neue Lebensgefährtin irgendwann heiraten werden. Momentan ist Messner nicht zuletzt aufgrund seiner vergangenen bergsteigerischen Glanztaten omnipräsent: Vor 40 Jahren, am 20. August 1980, erreichte er erstmals im Alleingang und ohne künstlichen Sauerstoff den 8.848 Meter hohen Gipfel des Mount Everest – und schrieb damit Alpingeschichte.

Reinhold Messner lässt Filmkarriere langsam ausklingen