Bundesschulen sollen Vereinen im Sommer offenstehen

Merken

Die Bundesschulen sollen Vereinen auch im Sommer mindestens zwei Wochen offenstehen. Darum hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) die Direktoren der AHS und berufsbildenden höheren Schulen (BHS) in einem Brief gebeten. Dabei gelten die gleichen Regeln wie für die Überlassung des Schulraums während des Schuljahrs – die Vereine müssen also etwa die Reinigungskosten tragen.

Schon jetzt greifen viele Vereine während des Schuljahrs auf Schulinfrastruktur, etwa Sportanlagen oder Klassen, zurück. In dem Schreiben verweist Faßmann auf die eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten während der Coronakrise bzw. die gute Infrastruktur der Schulen und sieht es “als einen wichtigen Beitrag des Bildungssystems, dass diese auch in den Sommerferien örtlichen Vereinen/Initiativen als ‘nutzbarer Raum’ zur Verfügung steht”. Die genauen Rahmenbedingungen sollen die Direktoren mit den Vereinen abstimmen.

Darüber hinaus erhält die vom Bildungsministerium organisierte Wien-Aktion, in deren Rahmen Schüler die Bundeshauptstadt kennenlernen können, eine abgespeckte Sommer-Ausgabe. Vereine, Organisationen und Gemeinden können dabei in Gruppen von bis zu zehn Kindern zwischen zehn und 14 Jahren plus einer Aufsichtsperson an unterschiedlichen Führungen teilnehmen. Statt der sonst üblichen ganzen Woche gibt es das Angebot aber nur halbtags oder ganztags von 6. Juli bis 6. September. Im kommenden Schuljahr soll die aufgrund der Corona-Pandemie im zweiten Semester eingestellte Wien-Woche dann wieder regulär über die Bühne gehen.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Italiens Bischofskonferenz stellt 200 Millionen Euro für die Folgen der Corona-Krise bereit. Davon werden 156 Millionen für direkte Nothilfe oder in Schwierigkeiten geratene Einrichtungen unter den Diözesen verteilt, wie die Bischofskonferenz am Mittwoch in Rom laut Kathpress mitteilte. Das Geld stammt demnach aus der staatlich erhobenen Religions- und Kultursteuer, der Hauptfinanzierungsquelle der katholischen Kirche in Italien; sie war im Budget für den Unterhalt von Kirchengebäuden vorgesehen. Die Gesamtsumme der Steuerzuwendung betrug 2019 rund 1,07 Milliarden Euro.

Kirche in Italien stellt 200 Millionen Euro für Krise bereit

Die Einschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie haben für unterschiedliche Branchen der Wirtschaft ganz unterschiedliche Auswirkungen. Die Österreicher vermissen die Gastronomie und freuen sich schon auf das Essen gehen, weniger wichtig ist ihnen das Shopping. Und die Lust auf den Sommerurlaub ist den meisten auch vergangen, zeigt eine aktuelle Befragung von 1.000 Österreichern.

Menschen vermissen ihr Lokal aber nicht das Shopping

Ein Brand in einer Trafostation in Wels-Lichtenegg hat Samstagabend zu einem größeren Einsatz der Feuerwehr und zu einem Stromausfall geführt.

Brand in einer Trafostation in Wels-Lichtenegg führt zu Stromausfall

Im Wiener Tiergarten Schönbrunn hat das Erdmännchen-Weibchen “Zuzu” Ende Juli in einer selbst gegrabenen Erdhöhle Nachwuchs bekommen. “Bis jetzt haben unsere Tierpfleger drei Jungtiere außerhalb der Höhle gesehen”, berichtete Zoodirektor Stephan Hering-Hagenbeck am Donnerstag in einer Aussendung. “Eigentlich stellen wir den Erdmännchen spezielle Nistkästen zur Verfügung, die sie immer gerne genützt haben. Doch heuer haben sie sich selbst eine Erdhöhle gegraben, in der das Weibchen seinen Nachwuchs zur Welt gebracht und die ersten Wochen aufgezogenhat”, erläuterte Hering-Hagenbeck. “Über einen Deckel konnten wir sonst vorsichtig einen Blick in die Kinderstube werfen. Das geht bei der Höhle nun natürlich nicht.” Heimisch sind Erdmännchen in den Savannen und Halbwüsten im Süden Afrikas, betonte der Tiergarten. Ausgewachsen bringen sie etwas mehr als ein Kilogramm auf die Waage. Bei der Geburt sind sie nur rund 30 Gramm schwer, nackt und blind. Mittlerweile sind die Mini-Erdmännchen schon ein Stück gewachsen, haben die Augen geöffnet und interessieren sich für die Welt außerhalb des Baus. “Das quirlige Trio unternimmt erste Ausflüge. Das macht es für die anderen Gruppen-Mitglieder, die alle als Babysitter mithelfen, wesentlich stressiger”, so Hering-Hagenbeck. Sie spielen und graben im Sand, bis der Hunger ruft und es zum Trinken zur Mutter geht. Noch werden die Jungtiere ausschließlich gesäugt. In Kürze stehen bei den kleinen Raubtieren jedoch schon Insekten auf dem Speiseplan.

Drei neue Erdmännchen-Kinder

Tests auf SARS-CoV-2 können jetzt wesentlich schneller durchgeführt werden: Das Wiener Allgemeine Krankenhaus hat mittlerweile Tests, die nur mehr 90 Minuten dauern, berichtete Florian Thalhammer von der Abteilung für Infektionen MedUni Wien/AKH. Bisher dauerte es mehr als vier Stunden an reiner Laborzeit, bis nach einem Abstrich ein Ergebnis vorlag. Mit 90 Minuten Dauer können wesentlich mehr Verdachtsfälle überprüft werden. Zudem gebe es ausreichend Tests, sagte Thalhammer.

Corona-Schnelltests im Wiener AKH

Nach den coronabedingten Sperrwochen dürfen am Freitag (29. Mai) in Österreich Hotels und Pensionen wieder aufsperren. Bis auf Weiteres sind aber auch hier Hygienevorgaben und Abstandsregeln einzuhalten. Am Mittwoch kam vom Gesundheitsministerium die entsprechende Ausgabe der Lockerungsverordnung. Es gilt dies als Übergangsrecht zunächst einmal bis Ende August. Die Verordnung tritt mit Ablauf des 31. August 2020 außer Kraft, heißt es in dem Schriftstück. Das bedeutet, wie bei allen befristeten coronabedingten Verordnungen, dass dann ab September auch für diese Tourismusbetriebe abhängig von der epidemologischen Lage weitere Lockerungen bzw. Erleichterungen wirksam werden könnten. Gäste dürfen ab Ende dieser Woche die Beherbergungsbetriebe, zu denen neben Hotels und Pensionen auch Schutzhütten, Kabinenschiffe und (beaufsichtigte) Campingplätze und Wohnwagenstellplätze gehören, damit ab 29. Mai wieder betreten, unter den in der Verordnung genannten Verhaltensregeln. Was Hotelgäste wissen müssen: Im gesamten Bereich des Eingangs und der Rezeption ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Und die Gäste müssen in allgemein zugänglichen Bereichen gegenüber anderen Personen mindestens einen Meter Abstand zu halten, sofern diese anderen nicht im gemeinsamen Haushalt leben bzw. nicht zu Gästegruppen in gemeinsamen Wohneinheiten gehören. Für das Hotelpersonal gilt die Pflicht, im Kundenkontakt einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, sofern keine räumliche Trennung mit adäquatem Schutzniveau – in der Regel ist damit eine Plexiglasscheibe gemeint – vorhanden ist. In einem Schlaflager oder in Gemeinschaftsschlafräumen, beispielsweise in Schutzhütten, sind Übernachtungen nur zulässig, wenn gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens 1,5 Meter eingehalten wird oder wieder durch geeignete räumliche Trennung das Infektionsrisiko minimiert werden kann. In Hotelrestaurants sind Angehörige einer Gästegruppe im Wesentlichen Personen gleichgestellt, die im gemeinsamen Haushalt leben. Für das Betreten von Hotelbädern bzw. Wellnesseinrichtungen gelten spezielle Hygiene- und Präventionsmaßnahmen.

Hotels machen wieder auf - Bis Ende August mit Masken und Abstand