Burgtheaterdirektor Martin Kusej: "Es geht fast gar nichts"

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Burgtheaterdirektor Martin Kusej: "Es geht fast gar nichts"

Die Theatersaison ist in Österreich Anfang März zu Ende gegangen. Am Freitag gab die Regierung Bedingungen bekannt, unter denen die Bühnen die nächste Saison vorbereiten können. Burgtheaterdirektor Martin Kusej lässt im Interview kein gutes Haar an den Vorgaben: “An Theaterarbeit, wie ich sie verstehe, ist nicht zu denken.” Unter diesen Auflagen zu arbeiten sei eigentlich “völlig plemplem!”. Proben im Juni seien nicht möglich, der Saisonstart dürfte nach hinten verschoben werden.

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Marco Antonio do Nascimento ist an den Strand von Copacabana gekommen. Mit seinem Sohn Lucas Cruz steht er zwischen 100 schwarzen Kreuzen im Sand, die an die Kreuze auf einem Friedhof erinnern, auf dem Opfer der Corona-Pandemie in Rio de Janeiro begraben wurden. Die beiden Männer halten eine brasilianische Fahne, während 1.000 rote Luftballons zu Ehren der Opfer des Coronavirus aufsteigen. Das ist am Morgen (Ortszeit), nur wenige Stunden später – am Samstagabend – hat Brasilien die Marke von 100.000 Toten im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 durchbrochen. Und wieder, wie bei der ersten Aktion von “Rio de Paz” im Gedenken an die Corona-Opfer und aus Protest gegen das Krisenmanagement der Regierung, pöbelt ein vorbeigehender Anhänger des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro Teilnehmer an. “Fake News” nennt er die Zahl der Corona-Toten. Nascimento, der ein Kind im Zusammenhang mit Covid-19 verloren hat, weist ihn zurecht. “Sag’ nicht, dass das “Fake News” sind”, fordert er den Passanten auf – und zeigt ihm ein Foto seines Sohnes Hugo, gestorben im Alter von 25 Jahren. Brasilien ist das von der Corona-Pandemie am zweitstärksten betroffene Land nach den USA, hat inzwischen 3.012.412 Infizierte und 100.477 Tote. “Lassen Sie uns das Leben berühren”, sagte Bolsonaro, während Friedhofsarbeiter in Schutzkleidung Särge mit Corona-Toten trugen. Bolsonaro war selbst infiziert und hatte Corona als “kleine Grippe” verharmlost. “Bolsonaro raus!” Inzwischen sind seine Umfragewerte gut wie lange nicht. “Die hohe Opferzahl in Brasilien führt nicht – wie man von außen erwarten würde – zu einer hohen Ablehnung”, sagt der deutsch-brasilianische Politikwissenschaftler Oliver Stuenkel von der Fundação Getulio Vargas in São Paulo der Deutschen Presse-Agentur. Ein großer Teil der Bevölkerung stelle nicht den Zusammenhang her, dass ihr Land – das 24 Mal so groß ist wie Deutschland – im internationalen Vergleich schlecht dasteht. Brasilien ist sehr mit sich selbst beschäftigt. Zuletzt ist die Zustimmung in Umfragen sogar auf 45 Prozent gestiegen. Bolsonaro hat es geschafft, dass viele Brasilianer glauben, 100.000 Corona-Tote, eine tiefe Wirtschaftskrise und die Zerstörung des Regenwaldes hätten nichts mit dem Präsidenten zu tun. Einige wenige soziale Bewegungen und Gewerkschaften – wie am Freitag vor der Kathedrale in São Paulo – demonstrieren noch gegen ihn. Mit Kreuzen, auf denen “100 MIL MORTES – FORA BOLSONARO” (100.000 Todesfälle – Bolsonaro raus) steht, oder einem Banner mit den Worten “100 MIL VIDAS PERDIDAS” (100.000 verlorene Leben). Die einzige gesellschaftliche Regung, die zählt, sei wie viele Leute auf die Straße gehen, sagt Politikwissenschafter Stuenkel. Zwischenzeitlich hatten Tausende Brasilianer ihrem Unmut über den laxen Umgang des Präsidenten mit dem Coronavirus Luft gemacht; eine neue Demokratiebewegung, angeführt von Fußballfans, bildete sich. Aber viele, die Bolsonaro kritisch sehen, haben Angst, sich bei Demonstrationen anzustecken und bleiben zu Hause. “Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute bei 100.000 Toten sagen: “Oh Gott!”, sagt Stuenkel. Und es noch einmal zu einem Moment der Mobilisierung komme. Ein persönliches Schicksal berührt ohnehin mehr als Zahlen, besonders in einem Land, in dem die Familie über allem steht. Doch selbst das gilt im Fall von manchen Corona-Infizierten mit heftigen Symptomen nicht, wenn Familienangehörige Bolsonaro-Anhänger sind. “Das ist doch nur eine kleine Grippe”, bekommen sie zu hören, so wie der Präsident anfangs Verwirrung über die Schwere der Krankheit gestiftet hatte. Das Bild, wie ihm die Schutzmaske über die Augen rutscht, ist symbolisch für das Ignorieren der Gesundheitskrise und das Leiden der Betroffenen. Das Kommunikationsministerium erwähnte die 100.000 Virus-Toten in einer Reihe von Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken darüber, was die Regierung im Kampf gegen die Corona-Pandemie unternommen habe, erst gar nicht. Es verwies darauf, dass Brasilien unter den großen Nationen eines der Länder mit der niedrigsten Mortalitätsrate sei. Auch Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador – obwohl ideologisch am anderen Ende des politischen Spektrums – spielt deren Ernst immer wieder herunter. 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Oscar-Preisträger Matthew McConaughey hat virtuelles Bingo mit Senioren aus seinem US-Heimatbundesstaat Texas gespielt. In einem Videoanruf fungierte der Schauspieler als Spielmeister und las den Senioren die Bingo-Zahlen vor. Das zeigte ein Video, das das Seniorenheim auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte. “Richard schwingt den Hammer hoch, wir haben Charles mit dem erhobenen Tablet. Wir haben zwei Gewinner!”, hört man den Schauspieler rufen. Im Hintergrund ist McConaugheys Familie zu sehen. Der Schauspieler hat sich bereits in der Vergangenheit darum bemüht, anderen Menschen ihre Ängste in der Coronapandemie etwas zu nehmen. “In diesen verrückten Zeiten, in denen wir uns mit dem Coronavirus herumschlagen, sollten wir auf uns selbst und auf einander aufpassen”, hatte McConaughey in einem Instagram-Video gesagt, das er Ende März veröffentlichte.

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Der Internationale Motorsportverband (FIA) hat nach der ersten Spielberg-Woche eine erfreuliche Sicherheitsbilanz gezogen. “Gott sei Dank ist die Bilanz sehr, sehr positiv”, sagte Generalsekretär Peter Bayer der APA am Montag nach dem ersten Formel-1-Rennen. Der Österreicher machte die gute Vorbereitung sowie die beispielhafte Disziplin der Teams dafür hauptverantwortlich. “Einige Teams sind mit ihren Maßnahmen sogar weiter gegangen, als die Vorschriften es erfordert hätten”, lobte Bayer den Formel-1-Tross. “Ihre Liebe zum Motorsport hat uns da sicher sehr geholfen”, sagte der bei der FIA für den Motorsport zuständige Spitzenfunktionär aus Vorarlberg der APA am Telefon aus Paris. Insgesamt seien für den Formel-1-Auftakt in Österreich bisher an die 7.000 Tests vorgenommen worden. 2.500 im Vorfeld, 4.500 waren es demnach vor Ort. Zu den Lerneffekten hätte auch der Umgang mit den sogenannten “falsch positiven” Ergebnissen gehört, also Verdachtsfällen, die isoliert und nachgetestet werden müssen. “Das liegt in der Natur der Sache. Am Ende gab es für alle aber wieder grünes Licht”, bestätigte Bayer die gute Bilanz. Auch die dabei erkannten Datenschutzprobleme seien letztlich mit “Hausverstand” gelöst worden. “Man kann ja einen Covid-19-Test nicht einfach ans schwarze Brett hängen, sondern braucht eine Brücke zwischen medizinischer Schweigepflicht und operativer Event-Umsetzung.” Das Problem der Schnittstellen zwischen den Sicherheitsclustern und der lokalen Bevölkerung war der FIA stets bewusst. Disziplin sei auch hier Teil des Erfolges, und die Teilnehmer hätten sich im adaptierten Teil des Sporting-Codes verpflichtet, alle Sicherheitsmaßnahmen auch außerhalb ihrer “Blase” einzuhalten, betonte Bayer. Die Kernpunkte: genügend Abstand, Handhygiene und vor allem Maske. “Dann ist man auf relativ sicherem Eis.” Die Verwunderung des großteils aus England, Frankreich und Italien angereisten Formel-1-Trosses über das schon wieder sehr freizügige Verhalten der Bevölkerung versteht Bayer. “Hier in Paris tragen 60 bis 70 Prozent der Menschen Maske. Für Teams, die aus dem Lockdown nach Österreich kommen, ist das anfangs schwer zu verstehen. Man muss aufpassen, damit nicht der Eindruck entsteht, alles sei schon wieder erlaubt.” Innerhalb der Formel 1 habe jedenfalls alles sehr gut funktioniert, versicherte Bayer. So gut, dass man vor dem zweiten Rennen sogar punktuelle Erleichterungen überlegt. Vorstellbar ist etwa, dass die Formel-1-Piloten künftig bei Interviews im “Außenbereich” die Masken ablegen dürfen.

Positive Sicherheitsbilanz der ersten Spielberg-Woche

Ein Autokino am Gelände des Urfahraner Jahrmarktes für bis zu 250 Pkw will der Linzer Vizebürgermeister und Infrastrukturreferent Markus Hein (FPÖ) verwirklichen. Der Betrieb soll vorerst über den Sommer laufen, konkrete Gespräche mit einem Kinobetreiber würden schon geführt. Die Kosten sollen sich zwischen 80.000 bis 100.000 Euro belaufen, teilte Hein in einer Presseaussendung am Sonntag mit. Die Investitionskosten für eine Variante mit Leinwand und Projektor für Abendvorstellungen würden sich auf rund 80.000 Euro belaufen. Bei einer LED-Wand, die auch für Tagesvorstellungen genützt werden könne, wären das etwa 100.000 Euro.

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