Cannes öffnet Festivalpalast für Obdachlose

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Cannes öffnet Festivalpalast für Obdachlose

Nach der vorläufigen Absage des Filmfestivals von Cannes öffnet die Mittelmeerstadt ihren berühmten Festivalpalast wegen des Coronavirus für Obdachlose. Auf der Straße lebende Menschen sollten in dem Gebäude Unterschlupf und Schutz finden, sagte Dominique Aude-Lasset von der Stadtverwaltung am Freitag.

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Joggen oder Spucken verboten: In der Corona-Krise haben mehrere französische Städte die Maßnahmen verschärft. In Paris sind ab Mittwoch tagsüber alle sportlichen Aktivitäten im öffentlichen Raum untersagt. Im Badeort Biarritz dürfen Bürger nicht mehr länger als zwei Minuten auf Bänken Platz nehmen. Eine Kleinstadt in Nordfrankreich untersagte sogar das Spucken und Niesen ohne Schutz. Das Pariser Sportverbot gilt täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr, wie Bürgermeisterin Anne Hidalgo und Polizeipräfekt Didier Lallement mitteilten. “Jede Art von Nachlässigkeit würde die kollektiven Anstrengungen gefährden”, mahnten sie. Neben dem Grenzgebiet zu Deutschland ist der Pariser Großraum von der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus besonders stark betroffen. Dort hatten am Wochenende die Osterferien begonnen, nicht zwingende Reisen sind in Frankreich aber untersagt. Viele Hauptstadtbewohner nutzten die milden Temperaturen daher zum Spazierengehen oder Joggen.

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Ein PKW-Lenker hat Mittwochabend auf der Sipbachzeller Straße in Thalheim bei Wels (Bezirk Wels-Land) die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Das Auto landete in einem Feld.

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Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) fährt am Freitag nach Rom und trifft dort seinen italienischen Amtskollegen Luigi Di Maio. Mit dem Italien-Besuch vollendet Schallenberg seine diplomatische Kontaktrunde zu den Nachbarländern nach der Grenzöffnung vor zwei Wochen. Wichtigste Themen werden die Herausforderungen der Corona-Pandemie sowie der europäische Wiederaufbauplan sein. Das Bremsen Österreichs bei den Grenzöffnung und bei den EU-Coronahilfen hatten zuletzt für Missstimmung in Rom gesorgt. Thema sollen laut Außenministerium außerdem der Transitverkehr über den Brenner, die EU-Erweiterung am Westbalkan und der Bürgerkrieg in Libyen sein. Im Rahmen seines eintägigen Besuches trifft Schallenberg auch den vatikanischen Außenminister, Kurienerzbischof Paul Gallagher.

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In Polen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus sprunghaft angestiegen. Insgesamt wurden am Wochenende 1.151 neue Infektionsfälle verzeichnet, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Fast zwei Drittel der neu infizierten Menschen arbeiten in einem Kohlebergwerk nahe der tschechischen Grenze oder sind mit dort Beschäftigten verwandt. Das Zofiowka-Bergwerk in der oberschlesischen Stadt Jastrzebie-Zdroj (Bad Königsdorff-Jastrzemb) wird vom Staatsunternehmen JSW betrieben. JSW teilte mit, dass es auch in seiner Mine im oberschlesischen Pniowek eine größere Zahl von Coronavirus-Infektionen gebe. Auch in Tschechien sind im Kohlebergwerk Darkov hunderte Infektionen mit dem neuartigen Erreger aufgetreten, darunter unter Arbeitern aus Polen. In Polen gab es bis Sonntag insgesamt 26.561 bestätigte Coronavirus-Infektionsfälle und 1.157 registrierte Todesfälle durch die Pandemie. Das Land hatte Ende Mai mit der Lockerung seiner Corona-Restriktionen begonnen. Versammlungen von bis zu 150 Menschen wurden wieder erlaubt, die Verpflichtung zum Tragen von Atemschutzmasken in der Öffentlichkeit abgeschafft. Auch sind seit Samstag unter anderem wieder Kinos, Theater und Konzerthallen geöffnet. Unterdessen hat sich Neuseeland für Coronavirus-frei erklärt. Es gebe keine aktiven Infektionsfälle im Land mehr, teilte der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Ashley Bloomfield, mit. Der – zumindest vorerst – letzte Coronavirus-Patient in Neuseeland zeigte nach Angaben des Ministeriums 48 Stunden lang keine Symptome mehr und gilt deshalb als genesen. Neuseeland hatte zur Eindämmung des Virus strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt, die sieben Wochen lang dauerten und im Mai endeten. Innerhalb des Landes sind nur noch wenige Corona-Restriktionen – etwa für die Größe von Menschenansammlungen – in Kraft, deren Aufhebung Regierungschefin Jacinda Ardern noch am Montag verkünden könnte. Die Einreisebeschränkungen werden aber voraussichtlich bestehen bleiben. Insgesamt wurden in Neuseeland 1.154 Coronavirus-Infektionsfälle und 22 Todesfälle gezählt.

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Das UNO-Menschenrechtsbüro hat Bedenken wegen der Sondervollmachten, die der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban angesichts der Corona-Pandemie anstrebt. Es sehe so aus, als gebe das geplante Gesetz der Regierung unbegrenzte Macht, per Dekret zu regieren und schalte die parlamentarische Aufsicht auf unabsehbare Zeit aus, sagte der Sprecher des UNO-Menschenrechtsbüros am Freitag in Genf. Notstandsgesetze dürften immer nur vorübergehend gelten, sagte er. Es müsse sowohl angemessene legislative als auch juristische Kontrolle geben, so Rupert Colville. Insbesondere seien Passagen besorgniserregend, die Haftstrafen für die Verbreitung falscher Informationen vorsähen, die die Regierungsarbeit in der Gesundheitskrise beeinträchtigten. Man müsse zwar gegen falsche Informationen vorgehen, sagte Colville. Aber diese Passagen könnten die legitime Arbeit von Journalisten einschränken. Das Parlament wollte den Gesetzentwurf zu den Vollmachten Anfang nächster Woche beschließen. Auch die Generalsekretärin des Europarats, Marija Pejčinović Burić, hatte Bedenken geäußert. Ein unbestimmter und unkontrollierter Ausnahmezustand könne nicht garantieren, dass die Grundprinzipien der Demokratie eingehalten würden. Orban wies die Kritik zurück.

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