Casinos in Las Vegas sollen wieder öffnen

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Casinos in Las Vegas sollen wieder öffnen

Im US-Staat Nevada mit dem Glücksspielparadies Las Vegas sollen nach wochenlangen Corona-Schließungen die Casinos und Hotels wieder öffnen. Der Gouverneur von Nevada, Steve Sisolak, gab den 4. Juni als Termin bekannt. Nach Mitteilung der Behörden müssen die Casino-Betreiber Hygieneauflagen und Abstandsregeln befolgen sowie den Gästen Schutzmasken anbieten. Auch Fitnesszentren, Schwimmbäder und Wasserparks können ihren Betrieb mit Vorsichtsmaßnahmen wieder aufnehmen, allerdings nur mit Gruppen von maximal 50 Personen. Zur Eindämmung des Coronavirus waren in Nevada Mitte März Spielhallen, Restaurants, Bars, Kinos und Einkaufszentren geschlossen worden. In dem Touristen-Ziel lag das öffentliche Leben seither weitgehend brach.

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Die verschiedenen Corona-Apps der EU-Staaten sollen künftig Informationen untereinander austauschen können und so die Kontaktverfolgung von Infizierten über Ländergrenzen hinweg möglich machen. Darauf einigten sich mehrere EU-Länder – darunter Österreich -, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. Dabei sind alle Länder, deren Apps auf eine dezentrale Speicherung der Daten setzen. Neben Österreich sind das rund 15 andere EU-Länder, sowie Liechtenstein und Norwegen. Davon hat bisher allerdings nur ein kleiner Anteil seine Apps gestartet. EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton betonte: “Nun, da wir uns der Reisesaison nähern, ist es wichtig, sicherzustellen, dass Europäer die App ihres eigenen Landes benutzen können, wohin auch immer sie in der EU reisen.” Kontaktverfolgungs-Apps könnten hilfreich sein, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Stella Kyriakides rief die EU-Bürger dazu auf, diese Apps zu nutzen. Nach Angaben der EU-Kommission haben sich die teilnehmenden Länder auf eine Reihe technischer Details geeinigt. Die französische und die ungarische App sind nicht dabei, weil sie die gesammelten Daten zentral auf einem Server speichern und nicht dezentral auf den Handys. Andere Länder haben sich dagegen entschieden, eine App zur Kontaktverfolgung einzusetzen, oder haben diese Entscheidung noch nicht getroffen.

EU-Staaten vereinbarten technische Standards für Corona-Apps

Der Krisenstab des Landes Oberösterreich hat Montagnachmittag darauf hingewiesen, dass eine auf Covid-19 positiv getestete Person gemeinsam mit ihrer Familie am Donnerstag mit der Westbahn von Vöcklabruck nach Wien-Meidling gefahren ist. Die Rückfahrt war am Freitag. Auf dem Hinweg hat die Familie den Zug um 9.54 Uhr genommen, zurück ging es um 18.00 Uhr. Trotz der eingehaltenen Maskenpflicht konnte vor allem bei der Rückfahrt der Mindestabstand nicht immer eingehalten werden, da sich viele Passagiere im Zug befanden, hieß es in der Aussendung. Der Krisenstab rief daher Mitreisende auf, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten und sich gegebenenfalls an die Hotline 1450 zu wenden. 

Covid-19-Fall in Westbahn nach Meidling

Die Motorsport-Welt betet für Alex Zanardi. Der schwere Unfall des Ex-Formel-1-Piloten mit einem Handbike hat aktuelle und einstige Fahrer erschüttert. Der 53-Jährige verunglückte am Freitag mit seinem Handbike in Italien schwer. Medien berichteten, dass er bei Pienza auf einer abschüssigen Straße auf die Gegenseite geraten sei und mit einem Lkw kollidiert sein soll. Er wurde umgehend mit einem Rettungshubschrauber ins Universitätskrankenhaus von Siena geflogen. Die Ärzte sprachen von einer “heiklen neurochirurgischen Operation”, die unmittelbar eingeleitet wurde. Zanardi sei mit schweren Kopfverletzungen gebracht und knapp drei Stunden operiert worden, teilte das “Azienda Ospedaliera Universitaria Senesedas” am späten Freitagabend mit. Zanardi wurde auf die Intensivstation verlegt, sein Zustand sei “sehr ernst”. In Gedanken seien alle mit ihm, twitterte die Formel 1, in der Zanardi von 1991 bis 1994 und dann noch einmal 1999 an insgesamt 44 Grands Prix teilnahm. “Du warst immer ein Kämpfer und wirst immer einer sein”, twitterte der Präsident des Automobil-Weltverbandes (FIA), Jean Todt, kurz vor Mitternacht: “Alex, die ganze FIA-Gemeinde unterstützt dich in diesem grausamen Moment.” Schockiert zeigte sich u.a. der britsche Ex-Weltmeister Damon Hill bei Twitter. “Für ihn, seine Familie und Freunde und Millionen Fans und Anhängern, wir beten für dich, Alex.” Die gesamte Motorsportgemeinde sei bei ihm, schrieb der spanische Formel-1-Pilot Carlos Sainz: “Gib mehr als jemals zuvor.” Ferraris Charles Leclerc von Ferrari twitterte: “Kämpfe, Du weißt, wie. Du bist großartig.” Die Nachrichtenagentur AP berichtete, dass Zanardi ein schweres Kopftrauma erlitten haben soll. Mario Valentini, Trainer der italienischen Handbike-Mannschaft, der nach kurzer Zeit am Unfallort gewesen war, berichtete, dass Zanardi noch bei Bewusstsein gewesen sei und gesprochen habe. Zanardi bestritt ein Rennen für paralympische Athleten mit Handbikes oder Fahrrädern in der Toskana. Zanardi hatte vor knapp 20 Jahren nach einem verheerenden Unfall auf dem Lausitzring schon einmal mit dem Tod gerungen. Er bezwang ihn damals, nachdem er in der Champcar-Serie verunglückt war. Zanardi verlor bei dem Horrorcrash am 15. September 2001 beide Beine. Dass er den Unfall überlebte, bei dem er sich mit seinem Wagen gedreht hatte und ein Konkurrent mit dessen Wagen in ihn gekracht war, grenzte an ein Wunder. Im Helikopter auf dem Weg zum Notfallkrankenhaus in Berlin hatte Zanardi siebenmal wiederbelebt werden müssen. Er hatte große Menge Blut verloren. Aber Zanardi überlebte und kehrte nach einer langen Reha sogar zurück in den Rennsport. Bewundert von Kollegen, von Fans, von Menschen in aller Welt. Der Lebenswille des am 23. Oktober 1966 in Bologna geborenen Zanardi schien einfach unzerstörbar. Oder wie es sein langjähriger Arbeitgeber BMW einmal schrieb: “Alessandro Zanardi ist ein Phänomen – und der lebende Beweis dafür, dass es keine Grenzen gibt, wenn man sich einer Herausforderung mit Leidenschaft und Begeisterung widmet.” Nur zwei Jahre nach dem Crash saß Zanardi wieder im Cockpit eines Rennwagens – umgebaut für seine Bedürfnisse. Im Deutschen Tourenwagen-Masters hatte er vier Starts. Dann schlug Zanardi eine zweite Karriere ein, er gewann bei den Paralympics 2012 und 2016 jeweils zweimal die Goldmedaille mit dem Handbike. Selbst vor dem Ironman machte Zanardi nicht halt und überwand alle Schwierigkeiten und Herausforderungen.

Alex Zanardi kämpft erneut auf Intensivstation um sein Leben

Weltweit haben sich mehr als 9,1 Millionen Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Insgesamt 472.300 Patienten starben an oder mit dem Virus, wie Reuters-Daten auf Basis offizieller Angaben am Dienstag ergaben. Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) befürchtet, dass sich tatsächlich weit mehr Menschen mit dem Virus angesteckt haben als bekannt. Die meisten Infektionsfälle verzeichnen die USA, Brasilien und Russland. In Russland hätten sich mittlerweile fast 600.000 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, teilten die Behörden in Moskau mit. Binnen 24 Stunden seien 7.425 Neuinfektionen gemeldet worden, die Gesamtzahl stieg damit auf 599.705. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um 153 auf 8.359. In den USA waren die Neuinfektionen in den vergangenen Wochen zurückgegangen, doch zwölf Bundesstaaten meldeten in der vergangenen Woche Rekordanstiege. Allein am Samstag wurden mehr als 30.000 Neuinfektionen registriert, das ist der höchste Wert seit 1. Mai. Insgesamt wurde bis Montag bei mehr als 2,2 Millionen Menschen das Virus nachgewiesen, das die Atemwegserkrankung Covid-19 auslösen kann. Über 120.000 Amerikaner starben. In Brasilien, wo Präsident Jair Bolsonaro das Virus zunächst als “kleine Grippe” abgetan hatte, sind inzwischen mehr als eine Million Infektionsfälle und rund 50.000 Todesfälle bekannt. Allein am Freitag seien mehr als 54.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden, so viele wie nie zuvor, sagte WHO-Experte Mike Ryan. Er geht davon aus, dass die tatsächliche Ansteckungszahl weitaus höher ist, weil in Brasilien vergleichsweise wenig getestet werde. Auch in Indien, das die vierthöchste Infektionszahl verzeichnet, verbreitet die das Virus rasch. Dort wurden zuletzt mehr als 425.000 Infektionen registriert. Rund 14.000 Menschen starben mit oder an dem Virus. In Österreich gab es mit Stand Dienstagvormittag 28 Neuinfektionen, das Gros davon in Wien. In der Bundeshauptstadt wurden zusätzliche 21 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet, teilten Innen- und Gesundheitsministerium mit. Bisher gab es in Österreich insgesamt 17.408 positive Testergebnisse.

Mehr als 9,1 Millionen Coronavirus-Infizierte weltweit

Twitter geht gegen die QAnon-Bewegung vor, die Verschwörungstheorien verbreitet und US-Präsident Donald Trump unterstützt. Der Onlinedienst sperrte nach eigenen Angaben vom Dienstag mehr als 7.000 Nutzerkonten mit Verbindungen zu QAnon. Zur Begründung erklärte das US-Unternehmen, die über diese Konten verbreiteten Botschaften richteten “Schäden im wirklichen Leben” an. Die QAnon-Bewegung verbreitet die Behauptung, dass die Vereinigten Staaten von einer kriminellen Organisation beherrscht würden, der etwa die früheren Präsidenten Bill Clinton und Barack Obama, der Milliardär George Soros sowie diverse Hollywoodstars angehören sollen. Viele QAnon-Botschaften haben antisemitischen und rechtsradikalen Charakter. Unter den Anhängern der Verschwörungstheorie sind auch viele Trump-Unterstützer. QAnon-Anhänger nahmen zuletzt auch an den Protesten gegen die Corona-Restriktionen in den USA teil. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers entschloss sich Twitter zum Vorgehen gegen QAnon, weil die Anhänger der informellen Bewegung über die Plattform immer mehr Schaden verursachten. So habe in den vergangenen Wochen die von solchen Konten ausgehende Drangsalierung anderer Menschen zugenommen. Twitter habe bereits in der Vergangenheit angekündigt, hart gegen Online-Aktivitäten vorzugehen, die auch offline Schaden anrichten könnten, erklärte das Unternehmen. Nutzerkonten, welche die Verschwörungstheorien der QAnon-Bewegung verbreiten, würden daher dauerhaft gelöscht. Bei Twitter sollen den Angaben zufolge auch keine Links zu QAnon mehr geteilt werden können. Der Sprecher kündigte zugleich eine Ausweitung der Twitter-Maßnahmen gegen die Verbreitung von Verschwörungstheorien an. Davon seien insgesamt rund 150.000 Nutzerkonten betroffen, erklärte er. Sie sollen in den Twitter-Trends und bei der Suche in dem Onlinedienst nicht mehr angezeigt werden. In den USA und anderen Ländern hat in den vergangenen Monaten der Druck auf die Betreiber der großen Online-Netzwerke stark zugenommen, gegen Hassbotschaften und Falschinformationen vorzugehen. Die Unternehmen ergriffen eine Reihe von Maßnahmen gegen solche Inhalte. In den USA wird die Debatte wegen der Präsidentschaftswahl im November besonders intensiv geführt. Auch Facebook, das sich einem groß angelegten Anzeigenboykott ausgesetzt sieht, reagierte und kündigte eine Ausweitung seines Vorgehens gegen Hass und Hetze an. Am Dienstag versah das Online-Netzwerk einen Eintrag von Präsident Trump mit einem Informationshinweis. Trump hatte in dem Eintrag mit Blick auf die Präsidentschaftswahl geschrieben, dass eine Briefwahl “zur korruptesten Wahl in der Geschichte unserer Nation führen wird”. Facebook löschte den Eintrag zwar nicht, fügte aber den Hinweis hinzu: “Holen Sie sich für ihre Stimmabgabe offizielle Informationen über die US-Wahl 2020”. In dem Hinweis verwies Facebook auf die offizielle Regierungs-Internetseite USA.gov. Trump hatte zuletzt wiederholt erklärt, Briefwahlen führten zu massiven Betrügereien bei der Stimmabgabe. Twitter hatte solche Äußerungen des US-Präsidenten zuletzt als irreführend gekennzeichnet.

Twitter geht gegen Verschwörungstheoretiker von QAnon vor

Erstmals in der Geschichte des Goldenen Balles wird in diesem Jahr wegen der Corona-Krise kein Fußballer als bester Spieler der Welt ausgezeichnet. Weil unter anderem zahlreiche Ligen nicht zu Ende gespielt werden konnten und die EM und die Copa America verschoben werden mussten, sei diese Entscheidung getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung. Die Gewinner des seit 1956 vergebenen Ballon d’Or werden von internationalen Fachjournalisten gewählt. “Wir können dies nicht als ein typisches Jahr betrachten. Außergewöhnliche Umstände führten zu einer außergewöhnlichen Entscheidung”, sagte Pascal Ferre, Herausgeber von “France Football”, am Montag auf der Homepage der französischen Fachzeitschrift. Unter diesen Umständen wäre die Wahl nicht fair gewesen. Zwischen 2010 und 2015 fand die Wahl unter dem Dach des Weltverbandes FIFA statt, als Ersatz für die Wahl zum Weltfußballer des Jahres. Seit 2016 vergibt “France Football” den Goldenen Ball wieder selbst. Rekordsieger ist Lionel Messi vom FC Barcelona, der sechsmal gewann.

Goldener Ball wird heuer wegen Coronakrise nicht vergeben