China kündigt strenge Strafen für Handel mit Wildtieren an

Merken
China kündigt strenge Strafen für Handel mit Wildtieren an

China will die illegale Jagd und den Handel mit Wildtieren streng bestrafen. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Arbeitsbericht der Regierung für die jährliche Sitzung des Nationalen Volkskongresses in Peking hervor. Damit solle ein Verbot umgesetzt werden, das im Jänner als Folge des Coronavirus-Ausbruchs verhängt wurde.

Das neuartige Virus hatte sich Ende 2019 auf einem Markt in Wuhanausgebreitet, auf dem Wildtiere wie Fledermäuse und Schuppentiereverkauft wurden. Von solchen Tieren könnte sich das Virus auf Menschen übertragen haben. Wuhan, Shanghai und andere Großstädte haben den Verzehr von Wildtieren bereits verboten. Mehrere Provinzen haben zudem Pläne zur Eindämmung von Jagd, Zucht und Handel verabschiedet.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Am Montag wird Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) seinen Fahrplan für den Schulstart im Herbst vorlegen. Dabei sollen jene Maßnahmen vorgestellt werden, die trotz Corona-Pandemie einen gelungenen Einstieg ins neue Schuljahr “mit weitestgehender Normalität” ermöglichen sollen, hieß es am Mittwoch aus dem Ministerium. Faßmann hatte zuletzt wiederholt angekündigt, dass er – wenn es die aktuellen Infektionszahlen zulassen – von einem völlig normalen Schulstart ausgehe. Das Ministerium arbeite außerdem an mehreren Varianten, die solange wie möglich einen normalen Schulbetrieb ermöglichen sollen. Dazu soll das vom Gesundheitsministerium angekündigte Ampelsystem genutzt werden, das Mitte August in den Probebetrieb und mit September in den Regelbetrieb gehen soll. Derzeit findet laut einer Sprecherin des Ressorts noch die Endabstimmung der Maßnahmen statt. Zuletzt wurde im Ministerium wiederholt betont, dass es selbst im Falle einer roten Ampel nur Schließungen einzelner Klassen oder Schulen bzw. regionale Schließungen samt Umstellung auf Notbetrieb und Home  Schooling geben soll. Je nach Ampelphase wären auch Masken an den Ein- und Ausgängen sowie in den Gängen, das Turnen im Freien oder kein Singen im Musikunterricht mögliche Varianten. Eine grüne Ampel würde ganz normalen Schulbetrieb – allerdings mit den bekannten Hygienemaßnahmen – bedeuten. Um Schülern, Eltern und Lehrern mehr Sicherheit zu geben, könnte außerdem die Methode des Gurgel-Tests ausgeweitet werden. In Österreich wurden nach der Wiederaufnahme des Schulbetriebes am 16. Mai laut Ministerium bisher 100 Schüler (von insgesamt 1,13 Millionen) und 15 Pädagogen (von insgesamt knapp 130.000) positiv auf das Coronavirus getestet. Auch bei einer groß angelegten repräsentativen Studie unter Wiener Schülern wurden nur sehr wenige Schüler identifiziert, die vor dem Sommer eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus durchgemacht haben. Von 2.000 getesteten Schülern wiesen laut vorläufigen Ergebnissen nur 26 Antikörper auf, unter den rund 500 Studienteilnehmern im Volksschulalter waren es zwei.

Faßmann präsentiert am Montag Corona-Fahrplan

Das auf Infektionskrankheiten spezialisierte römische Krankenhaus “Lazzaro Spallanzani” testet ab 24. August einen Impfstoff gegen Covid-19 an Menschen. Begonnen wird mit 90 Freiwilligen. Der Impfstoff wurde in Italien entwickelt und ist dank einer Vereinbarung entstanden, die die Regierung mit dem Spallanzani-Institut unterzeichnet hat. Für die Entwicklung des Impfstoffes wurden acht Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Er wurde von der Biotechnologie-Gesellschaft ReiThera mit Sitz in Castelromano bei Rom zusammen mit der Münchner Gesellschaft Leukocare und mit Univercells (Brüssel) entwickelt und patentiert. Die Produktion wird erst nach den Tests beginnen. Der vorbeugende Impfstoff soll die Produktion von Antikörpern und die Aktivität der Immunzellen fördern, hieß es. Die drei Pharmakonzerne beschlossen, ihre Kräfte zu bündeln, um die Entwicklung eines Impfstoffes zu beschleunigen. Die Herausforderung sei, Millionen von Dosen im Eiltempo zu produzieren. Italien ist mit über 35.000 Todesopfern eines von der Coronavirus-Pandemie weltweit am stärksten betroffenen Länder.

Spital in Rom startet Coronavirus-Impfstoff-Test an Menschen

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie sind in Italien bisher rund 300 Kinderpositiv auf den Erreger getestet worden. “Es gibt aber bisher keine Todesfälle und keine schweren Verläufe bei Kindern”, sagte Alberto Villani, Präsident des italienischen Kinderarztverbandes, bei einer Pressekonferenz des Zivilschutzes in Rom.

Bisher rund 300 Kinder in Italien positiv getestet

Eine legendäre Gitarre des 2016 gestorbenen US-Popstars Prince hat für mehr als eine halbe Million Dollar den Besitzer gewechselt. Die blaue Cloud-Gitarre von 1984 ist am Freitag für 563.500 Dollar (rund 504.000 Euro), inklusive Provision, in Kalifornien versteigert worden. Über den Käufer, der Online geboten hatte, würde zunächst nichts bekannt. Das Instrument kam im Rahmen der “Music Icons”-Auktion in Beverly Hills unter den Hammer. Nach Mitteilung des Auktionshauses war die sogenannte “Blue Angel”-Gitarre eines der Lieblingsinstrumente des Grammy-Preisträgers auf dem Höhepunkt seiner Karriere in den 80er und 90er Jahren. Prince spielte auf dem Instrument bei großen Tourneen, wie “Purple Rain” (1984-1985), “Sign o” the Times” (1987) oder “Lovesexy”(1988-1989) und 1991 bei den MTV Video Music Awards. Die “Blue Angel” gehörte zu den ersten vier Cloud-Gitarren, die speziell für den Künstler angefertigt wurden. Die zunächst weiße Gitarre war mehrmals in verschiedenen Farben übermalt worden. Mittels Computertomographie und Nachforschungen von Experten sei das Instrument als eine der lange vermissten Original-Gitarren identifiziert worden, gab Julien’s Auctions zuvor bekannt. Prince war im April 2016 in seinem Anwesen Paisley Park in Minneapolis an einer Überdosis Schmerzmittel gestorben. Der 1958 als Prince Roger Nelson geborene Musiker erlangte mit dem Album “Purple Rain” im Jahr 1984 Weltruhm.

Prince-Gitarre für über 500.000 Dollar versteigert

Die Film-Akademie in Los Angeles, die alljährlich die Oscars verleiht, hat nach Vorwürfen von “Selma”-Star David Oyelowo und Regisseurin Ava DuVernay Fehler eingeräumt. “Ava & David, wir verstehen euch. Nicht akzeptabel. Wir bemühen uns um Fortschritt”, erklärte der Filmverband am Freitag auf Twitter. Die über 9.000 Mitglieder starke Academy reagierte damit auf Vorwürfe von Oyelowo, dass bei der Oscar-Abstimmung 2015 einige Wähler “Selma” eine Abfuhr erteilten, nachdem die schwarzen Filmemacher zuvor offen gegen Polizeibrutalität protestiert hätten. Oyelowo, der 2015 in “Selma” den schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King spielte, hatte im Interview mit “Screen International” berichtet, dass er und Kollegen damals bei der Filmpremiere in New York T-Shirts mit der Aufschrift “I can’t breathe” trugen. Sie wollten damit gegen die Tötung des Afroamerikaners Eric Garner bei einer Polizeikontrolle in New York protestieren. Oyelowo zufolge hätten sich einige Academy-Mitglieder bei den Filmproduzenten über die Aktion beschwert und verärgert erklärt, sie würde bei den Oscars nicht für “Selma” stimmen. “Wahre Geschichte”, pflichtete Regisseurin DuVernay ihrem Hauptdarsteller auf Twitter bei. Die von Kritikern gepriesene Filmbiografie holte 2015 lediglich zwei Oscar-Nominierungen in den Sparten “Bester Film” und für den Song “Glory”, die Regisseurin und der britische Hauptdarsteller gingen dagegen leer aus. Unter dem Hashtag #OscarsSoWhite war die Oscar-Akademie später unter Beschuss geraten, weil Afroamerikaner bei den Nominierungen weitgehend übersehen wurden. Der Filmverband versprach in den letzten Jahren größere Vielfalt durch die Aufnahme von mehr Minderheiten in die überwiegend weiße Gruppe. Garners Tod im Juli 2014 hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt und seine letzten Worte – “I can’t breathe” (“ich kann nicht atmen”) – waren zu einer Parole der Bewegung “Black Lives Matter” (“Schwarze Leben zählen”) geworden. Auch der 46-jährige George Floyd sprach vergangene Woche bei einer brutalen Festnahme in Minneapolis diese Worte aus. Er starb, nachdem ein weißer Polizeibeamter sein Knie fast neun Minuten lang in den Nacken des am Boden liegenden Mannes gedrückt hatte.

Oscar-Akademie räumt Fehler in Rassismus-Debatte ein