Corona-Stillstand sorgt bei Insolvenzen für Ruhe vor möglichem Sturm

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Corona-Stillstand sorgt bei Insolvenzen für Ruhe vor möglichem Sturm

Im ersten Quartal, in dessen später Phase die Coronakrise begonnen hat, gab es deutlich weniger Unternehmenspleiten und weniger Privatinsolvenzen als im Vorjahreszeitraum. Wie heftig sich die Krise schlussendlich auswirkt, ist offen: “Wie viele Insolvenzen es über das ganze Jahr geben wird, hängt davon ab, wie sich die nächsten drei Monate entwickeln”, sagte KSV-Experte Hans-Georg Kantner zur APA.

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Ein New Yorker Richter hat einen Vergleich zwischen dem verurteilten Vergewaltiger und früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein und einigen Klägerinnen vorerst verhindert. Wie aus einem Gerichtsdokument vom Dienstag hervorgeht, bewilligte das Gericht in Manhattan die 19-Millionen-Dollar-Vereinbarung nicht. Anwälte anderer Opfer hatten den Vergleich zuvor als “zutiefst ungerecht” und “Verrat” an Weinsteins Opfern kritisiert. Dabei ging es der “New York Times” zufolge teilweise darum, dass Weinstein bei dem Deal keine Fehler eingestehen und kein eigenes Geld an die Opfer zahlen musste, sondern eine Versicherung seiner Filmfirma einsprang. Der Richter stellte übereinstimmenden Medienberichten zufolge bei einer Anhörung am Dienstag in Frage, dass die Klägerinnen in einem Vergleich zusammengefasst werden könnten. Auch zweifelte er insgesamt die Fairness des Deals an. Es sei “anstößig”, dass von dem Geld auch Anwaltskosten von Weinstein und seiner Partner in Millionenhöhe bezahlt werden sollten.

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Nach längerer Zeit ist die Zahl der Neuinfektionen in Österreich auf über 100 gestiegen: Insgesamt sind 107 Personen (Stand: 1. Juli, 9.30 Uhr) neu positiv auf Covid-19 getestet worden. “Das sei eine besorgniserregende Entwicklung“, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Der Löwenanteil der Erkrankungen entfiel laut Innenministerium mit 61 auf Oberösterreich, wo die Landesregierung am Vormittag bei Pressekonferenzen über die neue Entwicklung informieren wollte. Ein Cluster im Raum Linz, der mit einer Freikirche in Zusammenhang steht, ist besonders betroffen. In Oberösterreich habe sich die Zahl der Erkrankungen innerhalb von 24 Stunden um 2,48 Prozent erhöht. In Gesamtösterreich war die Anzahl der aktiv Erkrankten hingegen nur um 0,6 Prozent gestiegen, sagte Anschober weiter. Derzeit verzeichnet man 677 aktiv Erkrankte. Als Konsequenz davon werden am Freitag in fünf Bezirken in Oberösterreich alle Kindergärten und Schulen geschlossen. Betroffen sind die Bezirke Linz Stadt, Linz-Land, Wels Stadt, Wels-Land und Urfahr-Umgebung. In der Religionsgemeinschaft befinden sich zahlreiche Großfamilien aus Oberösterreich, die das Virus in den vergangenen Tagen in besagten Bezirken verbreitet haben. Daher habe sich das Land in Absprache mit dem Gesundheitsministerium am Mittwoch zu der “drastischen Maßnahme” der neuerlicher Schließungen entschieden. “Ein massiver, aber sinnvoller Schritt”, meinte Landehauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) in einer Pressekonferenz.

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