Coronakrise gefährdet Zukunft der Bürotürme

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Coronakrise gefährdet Zukunft der Bürotürme

Sie galten als Symbole für den weltweiten Siegeszug von Kapitalismus und Globalisierung: die riesigen Bürotürme in den Geschäftsvierteln der Metropolen in aller Welt. Doch wegen der Coronapandemie haben Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Es wurde still in den Hochhäusern – und das vielleicht auf Dauer.

Denn viele Chefs gehen davon aus, dass ihre Angestellten nach der Krise weiter von zu Hause arbeiten. Angenehmer Nebeneffekt für die Unternehmen: Sie könnten teure Büromieten in den Citys sparen.

Der französische Autobauer PSA erwägt, die Telearbeit für Mitarbeiter, die nicht in der Produktion tätig sind, zur neuen “Referenz” zu erklären. Betroffen wären davon zehntausende Angestellte. Der US-Dienst Twitter will einigen Mitarbeitern sogar dauerhaft grünes Licht fürs Homeoffice geben.

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Soeben verkündete Bundeskanzler Sebastian Kurz bei der Live-Übertragung des Nationalrats , dass aufgrund er gewährleisteten Versorgung auch Lokale und Restaurants ab Dienstag (17.03.2020) geschlossen haben. Ebenso werden öffentliche Plätze wie Sportplätze, Spielplätze und Parks geschlossen. Lediglich Apotheken, Supermärkte, Drogeriemärkte und die Post bleiben geöffnet. Erneut wird dazu aufgerufen nur mit jenen Menschen Kontakt zu haben, mit denen man auch zusammenlebt.

Lokale schließen

Spielberg hat mit dem erstmaligen WM-Auftakt in Österreich Geschichte geschrieben und Lust auf mehr gemacht. “Es war ein wunderbarer Platz, um die WM zu beginnen”, war auch Formel-1-Sportchef Ross Brawn vom rot-weiß-roten WM-Doppel angetan. Lewis Hamilton kann eine Woche nach seinem Sieg-Comeback in Österreich mit dem 8. Triumph in Ungarn selbst Geschichte schreiben. Jeweils sieben Siege hat der Engländer bisher in Kanada und Ungarn eingefahren. Acht Grand-Prix-Siege auf einer Strecke hat bisher nur Michael Schumacher in Frankreich geschafft. “Es ist überwältigend, wie viele Siege, Titel und Poles Michael hat. Sie erinnern mich immer an seine Größe und seine unglaublichen Erfolge”, sagte Hamilton vor der Weiterreise von der Steiermark nach Ungarn. Diese nahm das ganze Mercedes-Team wegen der strengen Hygiene-Verordnungen im Nachbarland zum spätmöglichen Zeitpunkt in Angriff. “Niemand will von Montag bis Donnerstag im Hotelzimmer festsitzen”, erklärte Teamchef Toto Wolff, warum sein in Spielberg doppelt erfolgreiches Team zunächst in Österreich blieb. Mit dem Sieg in Spielberg und damit auf einer Strecke, die Hamilton im Gegensatz zum Teamkollegen Valtteri Bottas nicht sonderlich liegt, tankte der sechsfache Weltmeister jedenfalls mächtig Selbstvertrauen. “Österreich ist eine meiner schwächeren Strecken, Montreal und Budapest sind hingegen meine besten”, stellte Hamilton fest. Genau deshalb kam der Start-Ziel-Sieg auf dem Red Bull Ring samt Quali-Fabelrunde gerade richtig. “In jedem Sport brauchst du Selbstvertrauen. Und Ungarn habe ich immer geliebt”, gab sich der 35-Jährige für Budapest zuversichtlich. Der Hungaroring ist mit seinen eher langsamen Kurven aber ein Kurs, der auch Red Bull liegt. “Stimmt. Sie sind dort immer gut”, ist Hamilton klar, dass Max Verstappen und Alex Albon unabhängig vom Wegbrechen der Ferraris auch in Ungarn die ersten Herauforderer sein werden. “Es wird ein ganz enger Kampf mit ihnen”, ist Hamilton überzeugt. Auch, weil es am Rennsonntag in der ungarischen Tiefebene um die 30 Grad haben soll. “Die Hitze ist und bleibt unsere Achillesferse”, so Wolff. Verstappen wiederum ist nach dem halbherzigen Start in Spielberg klar, dass er als WM-Sechster und schon 28 Punkten Rückstand auf WM-Leader Valtteri Bottas im Kampf um den Titel des jüngsten Weltmeisters der Geschichte deutlich zulegen muss. “Wenn du um die WM kämpfen willst, musst du Rennen gewinnen. Wir müssen die Lücke zu Mercedes schließen”, machte der 22-jährige Druck auf sein Team. “Wir brauchen mehr Power auf den Geraden und auch mehr Grip”, lieferte er die To-do-Liste gleich mit. Auf dem Weg nach Ungarn hatte die Formel 1 zwei perfekt organisierte “Geisterrennen” in Österreich im Rückspiegel. Sensationelle TV-Quoten entschädigten dort für das Fehlen der Fans an der Strecke, an der man mit starkem Sicherheitskonzept beeindruckt sowie einem virtuellen Green Carpet, einer interaktiven Fan-Tribüne und ferngesteuerten Butlerwägen bei der Siegehrung für Staunen gesorgt hatte. “Es war zudem der sicherste Platz für den WM-Start”, machte Brawn klar, dass die Latte für die kommenden Rennen hoch liegt. Unterirdisch läuft es hingegen bei Ferrari. Der “Doppel-Selbstmord” in Kurve drei der ersten Spielberg-Runde kann nicht ohne Folgen bleiben. Nicht nur Wolff hat mittlerweile fast schon Mitleid mit dem Traditionsteam aus Italien. “Sie sind derzeit wirklich schwer geprügelt.” Abschreiben werde er Ferrari aber nie, so Wolff. “Wir wünschen uns alle ein starkes Ferrari. Wir brauchen sie vorne im Kampf mit allen anderen. So etwas wie in Österreich ist nicht gut für die Formel 1.”

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Ronnie O’Sullivan hat sich zum sechsten Mal den Weltmeistertitel im Snooker gesichert. Der 44-jährige Engländer machte den Triumph am Sonntag mit einem 18:8-Erfolg über seinen Landsmann Kyren Wilson perfekt. O’Sullivan holte den Titel in Sheffield bereits 2001, 2004, 2008, 2012 und 2013. Der Sieg ist mit 500.000 Pfund (555.000 Euro) dotiert. O’Sullivan war am Samstag mit einer 8:2-Führung in das Endspiel gestartet und war nach der zweiten Session mit einer 10:7-Führung in den Sonntag gegangen. Der Favorit baute diesen Vorsprung am zweiten Finaltag im Crucible Theatre, wo für das Endspiel rund 300 Zuschauer zugelassen waren, am Nachmittag entscheidend aus. Für den 28-jährigen Wilson war es das erste Endspiel in der Billard-Variante. Im Halbfinale hatte sich O’Sullivan einer packenden Partie mit 17:16 gegen Ex-Weltmeister Mark Selby durchgesetzt, nachdem er am Freitagabend beim Stand von 14:16 schon dicht vor dem Aus gestanden war. Der Weltranglisten-Achte hatte ebenfalls denkbar knapp mit 17:16 gegen den Schotten Anthony McGill das Weiterkommen geschafft.

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Die Sonderbetreuungszeit gab es bereits im Frühling als Ergänzung zum Pflegeurlaub, wenn Kinder oder zu Pflegende während des Lockdowns zu betreuen gewesen waren. Was bisher fehlte, war ein Rechtsanspruch. Das heißt, der Arbeitgeber musste seine Zustimmung geben. Die Kosten für den Dienstgeber übernahm der Staat bisher zu einem Drittel, im Herbst sollten es 50 Prozent sein. Laut ÖGB soll es nun sogar eine volle Kostenübernahme durch den Bund geben. Außerdem wird die Sonderbetreuungszeit nicht bis Februar sondern bis Juni ermöglicht. “Wir haben als ÖGB in den letzten Monaten Thema Druck aufgebaut und nicht lockergelassen”, freute sich ÖGB-Frauenchefin Korinna Schumann. “Gerade jetzt, wo wir uns bereits im zweiten Lockdown befinden und an Schulen und in Kindergärten coronabedingt große Unsicherheit herrscht,¯brauchen Eltern€¯mehr denn je Entlastung und Unterstützung bei der Kinderbetreuung.” Die Sonderbetreuungszeit soll bis Juni 2021 verlängert und auf vier statt bisher drei Wochen ausgedehnt werden – gültig rückwirkend mit 1. November.

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Die kommenden Plenartage haben wieder einmal die Bewältigung der Coronakrise als Hauptthema. Aller Voraussicht nach weist der Nationalrat Gemeinden und Ländern finanzielle Hilfen zu. Ebenfalls unterstützt werden sollen selbstständige Künstler. Ob schon Ausflüsse der Regierungsklausur in Anträge fließen, war vorerst unklar. Angestoßen wird die Plenarwoche am Mittwoch mit zwei “Aktuellen Stunden”. Die erste davon dreht sich auf SPÖ-Initiative um die AUA-Rettung, die zweite auf Wunsch der Freiheitlichen ums EU-Budget bzw. um den “EU-Finanzierungswahnsinn”, wie es die FPÖ nennt. Geld frei gemacht wird für die seit Monaten lautstark klagenden Künstler. 90 Millionen werden am Mittwoch vom Nationalrat in einem Fonds zur Verfügung gestellt, um Abfederungen für den Einnahmenausfall in der Coronakrise vorzunehmen. Nicht minder vehement drängen die Länder und Gemeinden darauf, dass ihnen Zusatzausgaben abgegolten werden. Die Länder dürfen sich darauf freuen, dass die Aufwendungen für Schutzausrüstungen und Barackenspitälern co-finanziert werden. Den Gemeinden soll bis zu eine Milliarde an Investitionshilfen angeboten werden, wobei sich der Bund bis zu 50 Prozent an den jeweiligen Projekten finanziell beteiligen kann. Zudem werden diverse Fristen verlängert, etwa der erleichterte Zugang zu Unterhaltsvorschüssen. Verlängert wird auch der Anspruch auf Kompensation von Verdienstentgang wegen behördlicher Maßnahmen zur Eindämmung der Coronakrise. Ebenfalls erstreckt wird die Frist bezüglich der Ausnahme des Mund-Nasen-Schutzes von den Vorschriften des Medizinproduktegesetzes. All das geschieht am Donnerstag, der gleich zu Beginn als weiteren Höhepunkt eine Fragestunde mit Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) aufweist. Dass wegen Corona einiges im Parlament liegen geblieben ist, sieht man an der Zahl der Rechnungshof-Berichte, die abzuarbeiten sind. Nicht weniger als elf Prüfergebnisse werden am Mittwoch debattiert.

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