Coronavirus - Rekordzahlen in Wels

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In Wels gibt es aktuell so viele Corona Infizierte wie noch nie zuvor. Was dazu führt – dass die Stadt auf einer Corona-Ampel im Internet rot aufleuchtet. Und zwar auf der eines hochkarätigen Wissenschaftsvereins. Grund zur Sorge? Wir haben uns zur Lage in Wels umgehört.

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Eine Frau ist die neue Chefin der Sparkasse OÖ. Stefanie Huber folgte mit Jahreswechsel auf Michael Rockenschaub. Was sich die neue Vorstandsvorsitzende vorgenommen hat, was sie sich von der neuen Regierung erwartet und welche Zukunftsentwicklungen auf den Bankensektor zukommen? Darüber haben wir im Talk gesprochen.

Die Apothekerkammer und die Pharmig haben am Montag einmal mehr vor Arzneimittel-Fälschungen gewarnt. “Bei derartigen verbotenen Produkten gibt es keine Qualitäts- und Herkunftskontrolle. Kriminelle Banden setzen die Gesundheit der Menschen aufs Spiel. Die Coronakrise verleiht diesem Problem besondere Brisanz”, sagte Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer. “Der illegale Handel mit gefälschten Arzneimitteln wird vermutlich zunehmen, wenn ein Medikament in Sicht ist, das Heilung oder Linderung verspricht”, erläuterte Podroschko unter Bezugnahme auf eine gleichlautende Warnung, die Interpol am Montag veröffentlicht hat.

Warnung vor Medikamenten-Fälschungen

Am morgigen Montag kommt es während der zweiten Coronawelle zu einer Öffnungswelle. Nach fast drei Wochen Corona-Lockdown dürfen Geschäfte, Einkaufszentren, Friseure undandere Dienstleister wie Kosmetiker oderMasseure unter strengen Auflagen wieder aufsperren. Schließlich kommt bald Weihnachten und das Geschäft kann nicht nur den Online-Riesen überlassen werden. Für Kunden und Mitarbeiter besteht weiter Maskenpflicht, je Kunde braucht es zumindest 10 Quadratmeter Fläche. Polizei soll bei großem Andrang eingreifen In Shoppingcentern wird als Fläche nur jene von Geschäften gewertet. Bei allen Dienstleistern gilt ein Verbot, Speisen oder Getränke anzubieten. Die Bundesregierung kündigte bereits eine starke Polizeipräsenz in den Einkaufsstraßen und Einkaufszentren an, um bei großem Andrang ein Chaos zu vermeiden. Ansturm am Feiertag Der Marienfeiertag am 8. Dezember (Dienstag) ist in Österreich ein verkaufsoffener Feiertag, an dem der Ansturm traditionell groß ist. Um die Kundenströme in Coronazeiten etwas zu “entzerren”, haben sich die Sozialpartner aber auf eine Verlängerung der Öffnungszeiten am 8., 12. und 19. Dezember geeinigt. Die Geschäfte dürfen dann bis 19 Uhr statt wie bisher 18 Uhr offen haben. Ein Wermutstropfen des Neustarts ist die fehlende Gastronomie, die für den Handel ein Frequenzbringer ist. Restaurants, Lokale und Cafes dürfen frühestens am 7. Jänner wieder aufmachen.

Geschäfte dürfen ab morgen wieder aufsperren, Gastro bleibt zu

Die Mittelschule ist namenstechnisch nicht mehr neu: Mit dem Start des Schuljahrs 2020/21 firmieren die Neuen Mittelschulen (NMS; ehemals Hauptschulen) flächendeckend nur mehr als Mittelschulen. Augenfälligste Änderung: Bereits ab der 2. Klasse erhalten sie zwei Leistungsniveaus (“Standard” und “Standard-AHS”) mit je fünfteiliger Notenskala. Die Reform geht auf das sogenannte Pädagogik-Paket 2018 zurück. An einigen Schulen ist sie zumindest teilweise bereits umgesetzt – die einzelnen NMS hatten nämlich die Möglichkeit, bereits im Vorjahr die Änderungen in Kraft zu setzen. Ab heuer sind sie verpflichtend. Trotz des neuen Namens bleibt das Grundsystem erhalten: Die Schüler werden je nach Leistungsstand auf zwei Schienen beurteilt, von denen ein “Nicht Genügend” in der höheren einem Dreier, Vierer oder Fünfer in der niedrigeren entspricht. Die Umstellung auf die zwei Spuren erfolgt aber nicht erst in der dritten, sondern schon der zweiten Klasse. Statt der bisherigen Einteilung in die zwei Niveaus “grundlegende Allgemeinbildung” und “vertiefende Allgemeinbildung” ab der dritten Klasse kommt nun eine Teilung in “Standard” (entspricht in etwa der bisherigen grundlegenden Allgemeinbildung) und “Standard AHS” (entspricht der vertiefenden Allgemeinbildung) in Deutsch, Mathe und lebender Fremdsprache bereits ab der zweiten Klasse. An die Stelle einer de facto siebenteiligen Notenskala treten zwei einander überlappende fünfteilige Notenskalen. Ein Zweier im “Standard” entspricht dabei einem Vierer im “Standard AHS”, ein Einser im “Standard” je nach Leistung einem Einser, Zweier oder Dreier im “Standard AHS”. Umgekehrt bedeutet ein Fünfer im “Standard AHS” je nach Leistungsstand ein Befriedigend, Genügend oder Nicht Genügend im “Standard”. Dementsprechend dürfen Schüler mit Fünfer im “Standard AHS” in die nächsthöhere Schulstufe aufsteigen, müssen dort dann aber in dem Fach gemäß dem Leistungsniveau “Standard” unterrichtet werden. Gleichzeitig bleiben die bisherigen Differenzierungsmöglichkeiten in der NMS wie Teamteaching erhalten, werden aber durch eine zusätzliche Möglichkeit ergänzt: Schulen können in Deutsch, Mathe und Englisch ab der zweiten Klasse auch dauerhafte Gruppen einrichten. In diesen Gruppen soll dann anhand der beiden Leistungsniveaus unterrichtet werden. Unterschied zu den Leistungsgruppen im NMS-Vorgänger Hauptschule: Die Schüler können während des Schuljahrs von einer Gruppe bzw. von einem Leistungsniveau in die bzw. das andere wechseln. Voraussetzung ist die Zuteilung durch die Lehrer. Mit den beiden Standards sind auch unterschiedliche Berechtigungen beim Wechsel an eine höhere Schule verbunden: Nach der Mittelschule kann ohne Aufnahmsprüfung in eine AHS oder BHS gewechselt werden, wenn man die vierte Klasse erfolgreich abschließt sowie in Deutsch, Mathe und Fremdsprache entweder im “Standard AHS” benotet wurde oder im “Standard” mindestens einen Zweier im Zeugnis stehen hat. Ein Wechsel in eine mittlere Schule (z.B. Fachschule, Handelsschule) ist auch dann ohne Aufnahmsprüfung möglich, wenn in Deutsch, Mathe und Fremdsprache im “Standard” nur ein Dreier erreicht wurde.

Die Mittelschule ist jetzt nicht mehr neu

Viele Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus erkranken, sterben nach Darstellung von Experten an einer unerkannten Blutvergiftung (Sepsis). “Ein großes Problem ist, dass viele Patienten, die sich mit einer unkomplizierten Covid-19-Erkrankungen zu Hause kurieren wollen, nicht rechtzeitig bemerken, wenn diese in eine Sepsis übergeht”,sagt der Chef der Sepsis-Stiftung, Konrad Reinhart, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wie kommt es durch eine Virusinfektion zu einer Sepsis – das ist der medizinische Begriff für die umgangssprachliche Blutvergiftung? “Der aktuellen medizinischen Definition zufolge entsteht eine Sepsis dann, wenn eine überschießende Immunantwort des Körpers auf eine Infektion auch Organe schädigt“, erläutert Eva Schaden, Stellvertreterin für den Bereich Intensivmedizin der Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI). “Eine Sepsis kann zu Schock und Multiorganversagen führen, insbesondere, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und unmittelbar behandelt wird.” Auch die schwere Erkrankungsausprägung bei Covid-19 könne als virale Sepsis verstanden werden. “Wer Anzeichen wie ein plötzliches extremes Krankheitsgefühl, Fieber, einenhohen Puls, Verwirrtheit oder Schüttelfrost bemerkt, sollte auf keinen Fall abwarten und sofort ein Krankenhaus aufsuchen oder den Notarzt rufen”, sagt Konrad Reinhart. Es gebe eine weit verbreitete Unkenntnis über Blutvergiftungen in der Bevölkerung, aber zum Teil auch beim medizinischen oder pflegerischen Personal. Geschätzt rund 28.000 Sepsis-Erkrankungen gibt es jedes Jahr in Österreich, etwa 6.700 Betroffene sterben daran. “Damit gehört Sepsis zu den häufigsten Todesursachen in Österreich“, informiert die Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI). Weltweit ist Sepsis – landläufig auch als “Blutvergiftung” bezeichnet – laut WHO für elf Millionen Todesfälle jährlich verantwortlich, das entspricht etwa einem Fünftel aller Verstorbenen, berichtete ÖGARI-Präsident Klaus Markstaller in einer Aussendung. “Die Dimension ist vielen nicht bewusst.”

Experten: Viele Covid-Patienten sterben an "Blutvergiftung"

Der erste EU-Gipfel seit fast einem halben Jahr ist am Freitag äußerst schleppend angelaufen. Mehr als zwölf Stunden an Verhandlungen brachten keine greifbare Annäherung im Ringen um das billionenschwere Finanzpaket, das der Union den Weg aus der Coronakrise weisen soll. Dem Vernehmen nach brachte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte den Gipfel sogar an den Rand des Scheiterns. Rutte war mit der Maximalforderung nach Brüssel gereist, dass es ein nationales Vetorecht gegen die Ausschüttung von EU-Coronavirushilfen geben soll. Trotz einer geharnischten Reaktion des italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte, der dem Vorschlag Europarechtswidrigkeit attestiert hatte, hielt der rechtsliberale Regierungschef auch beim Abendessen an der Forderung fest. Kurz vor Mitternacht vertagte sich der Gipfel auf Samstag, wie ein Sprecher von Ratspräsident Charles Michel auf Twitter mitteilte. Für Aufsehen sorgte am Freitagabend auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), indem er noch einmal “ganz klar” seine Ablehnung des aktuellen Vorschlags für den EU-Wiederaufbaufonds, “der 500 Milliarden Euro an Zuschüssen vorsieht”, formulierte. Kurz äußerte sich, nachdem er in einer Sitzungspause mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zusammengekommen war. In der “ZiB2” sprach er diesbezüglich von einer “Dynamik in unsere Richtung” und pochte auf “einschneidende Reformen” in Italien, damit die EU-Hilfsgelder nicht “versanden”. Michel hatte die Sitzung am späten Nachmittag unterbrochen, um Gespräche im kleinen Kreis zu ermöglichen. Neben Rutte traf er auch den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Widerstand gegen das EU-Finanzpaket kommt nämlich nicht nur von der Nettozahlergruppe der “Sparsamen Vier”, angeführt von den Niederlanden und Österreich, sondern auch von den Visegrad-Staaten. Diese stoßen sich an der Berechnungsformel für die Coronahilfen, aber auch am Plan, die Ausschüttung von EU-Geldern an die Erfüllung von Rechtsstaatskriterien zu knüpfen. Mit mehr als einer Stunde Verspätung kamen die EU-Chefs nach 21 Uhr wieder in großer Runde zum Abendessen zusammen, das den ersten Gipfeltag beschließen sollte. Der maltesische Ministerpräsident Robert Abela sprach am Rande des Abendessens von nur langsamen Fortschritten. Noch pessimistischer hatte sich zuvor der tschechische Ministerpräsident Andrej BabiÅ¡ geäußert. “Ich habe nicht das Gefühl, dass wir einer Einigung näher kommen”, sagte er in der Sitzungspause. Er beklagte, dass nicht einmal das Volumen des EU-Coronafonds außer Streit sei, geschweige denn die Bedingungen. Mit Spannung wurde den ganzen Tag lang auf einen neuen Kompromissvorschlag von Ratspräsident Michel gewartet. Dieser dürfte nun am Samstagvormittag präsentiert werden. Darauf deutete auch die Tatsache hin, dass die Beratungen erst um 11 Uhr wieder aufgenommen werden sollten. Die Delegationen sollen so offenbar die Möglichkeit bekommen, den neuen Entwurf zu prüfen. Schon am Freitagabend zeichnete sich ab, dass Michel bereit war, auf die Bedenken von Ländern wie den Niederlanden bei der Auszahlung von EU-Hilfen aus dem Recovery Fonds einzugehen. Zwar ist nicht ausdrücklich von einem Veto die Rede, schreib das Magazin “Politico” (Online-Ausgabe) unter Berufung auf einen Entwurf des Michel-Papiers. Sollte aber im Rahmen des Wirtschafts-und Finanzausschusses der EU auf Beamtenebene kein Konsens erzielt werden, könne ein EU-Gipfel mit der Angelegenheit befasst werden. Bevor es keine Klärung gebe, würden keine Zahlungen fließen. Dies habe auch die EU-Kommission zugesagt, schrieb “Politico”. Ähnliches berichtete auch die Nachrichtenagentur Bloomberg sowie Journalisten der “Financial Times” und des irischen Rundfunksenders RTÉ auf Twitter. Die Lösung wurde als “Notbremse” charakterisiert, der dem niederländischen Premier Mark Rutte eine Zustimmung ermöglichen soll. Dieser ließ aber in den abendlichen Beratungen keine Bewegung erkennen und beharrte auf dem nationalen Vetorecht. Michel hatte die Vertreter der 27 EU-Staaten gleich zum Auftakt die harten Brocken im Ringen um die EU-Finanzen serviert. Wie aus Diplomatenkreisen verlautete, ging es zu Beginn der Sitzung um die Frage der Rabatte für Nettozahler, die Größe des EU-Konjunkturpakets sowie die Bedingungen für Krisenhilfen. Michels Vorschläge sehen ein EU-Budget im Umfang von 1,074 Billionen Euro für die Jahre 2021 bis 2027 vor sowie ein kreditfinanziertes EU-Konjunkturpaket im Volumen von 750 Milliarden Euro, das zu zwei Drittel aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen bestehen soll. In die Verhandlungen eingebunden war auch Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), wie dessen Sprecherin der APA auf Anfrage bestätigte. Kogler, der im Ringen um die EU-Finanzen mehrmals öffentlich auf Distanz zu den Positionen des Kanzlers gegangen war, habe die Fragen des Gipfels im Vorfeld “besprochen und abgesprochen”. Auch auf Kabinettsebene gebe es “laufend Abstimmung. Selbstverständlich ist der Vizekanzler auch am Wochenende für den Bundeskanzler erreichbar.” Aufgelockert wurde die erste Zusammenkunft der EU-Staats- und Regierungschefs seit fast einem halben Jahr durch spontane Geburtstagsfeiern. So bekam die deutsche Kanzlerin Merkel Geschenke zu ihrem 66. Geburtstag, unter anderem mehrere Flaschen Weißwein vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Auch der portugiesische Premier António Costa nahm Glückwünsche zu seinem 59. Geburtstag entgegen. Frisch vermählt reiste die dänische Regierungschefin Mette Fredriksen nach Brüssel. Sie hatte ihre eigentlich für Freitag geplante Hochzeit auf Mittwoch vorverlegt. Fast alle EU-Chefs hielten sich bei dem Treffen, das im größten Saal des Ratsgebäudes mit reduzierten Delegationen stattfand, an die Coronaregeln. Der bulgarische Premier Bojko Borissow wurde aber von Merkel gerüffelt, weil seine Nase aus der Maske hervorlugte. Michel hielt seine Treffen in der Sitzungspause unter freiem Himmel auf einer Terrasse des Ratsgebäudes ab.

Ernüchterung nach erstem Tag des EU-Finanzgipfels